Die Auswirkungen einer Reduzierung des Fleischkonsums


Zitat:
Nun ja, nicht selten ist die Empathie manch eines Tieres der Empathie eines Menschen überlegen - ist ja nichts Neues!



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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Seit mehr als zehntausend Jahren essen Menschen Fleisch. Seit Millionen Jahren essen Lebewesen andere Lebewesen. Seit Millionen Jahren ernähren sich Tiere rein pflanzlich. Seit Millionen Jahren gibt es Allesfresser. So einer ist der Mensch. Wer will, soll sich rein pflanzlich ernähren, diese Wahl hat der Mensch, der Löwe nicht, wenn er ein Gnu frisst. Schon richtig. Aber eine Weltanschauung aus seinem Vegetarismus bzw. Veganismus zu machen, das halte ich für Käse. Und es ist letztlich auch inkonsequent, denn wieso sollten Pflanzen keine Lebewesen sein? Wir tun nur so, als wären sie es nicht und töten und essen Pflanzen, als seien sie Dinge. Woher nimmt sich ein Vegetarier das Recht, Tiere höher zu schätzen als Pflanzen? Tiere darf man nicht töten, Pflanzen schon?
Menschen und alle anderen Lebewesen leben in dem Dilemma, sich ernähren zu müssen, und das heißt immer, sich von anderen Lebewesen ernähren zu müssen.
Selbst wenn wir uns nur von Früchten, Getreide usw. ernähren würden, so ist auch das Tötung, nämlich Tötung von potentiellem Nachwuchs.
Diese Welt hat keine Ethik und keine Moral. Einzig der Mensch hat sowas erfunden. Auch die Religionen sind in diesem Punkt nicht eindeutig. Es gibt indische Religionen, die vegetarisch orientiert sind. In der Bibel haben die Menschen seit Noah die Erlaubnis direkt von ihrem Gott, Fleisch zu essen. Wir haben die Wahl, und Gott hat in diesem Punkt kein Problem mit uns.
Zitat:
Wir haben die Wahl, und Gott hat in diesem Punkt kein Problem mit uns.


Mag ja sein, aber Rentner sag mal, wie hast Du das herausgefunden?
Rentner hat folgendes geschrieben:
...es ist letztlich auch inkonsequent, denn wieso sollten Pflanzen keine Lebewesen sein? Wir tun nur so, als wären sie es nicht und töten und essen Pflanzen, als seien sie Dinge. Woher nimmt sich ein Vegetarier das Recht, Tiere höher zu schätzen als Pflanzen? Tiere darf man nicht töten, Pflanzen schon?
Deine Theorie steht auf wackeligen Füßen. Es geht um Bewußtsein hier. Alles strebt nach Entwicklung, nach Vervollkommung. Dabei gibt es unterschiedliche Levels.
Die Pflanzen haben erstens ein viel rudimentäreres Bewusstsein - auch wenn wir wissen, dass sie schon auf Gedanken reagieren können. D.h. sie können "Schmerz" des Verlustes nicht so empfinden wie du es tust - ok, ich hoffe es zumindest bei dir...

Das aber können die Tiere. Sie sind quasi unsere kleineren Geschwister. Das bedeutet aber eher Verantwortung für sie, und nicht Käfighaltung, oder?
Und dass sie sich nicht gerne schlachten lassen weisst du auch, oder?
Vielleicht kennst du auch den Spruch:
"Solange wir Tiere töten werden wir auch Menschen töten..." oder
"Solange es Schlachthäuser gibt wird es auch Schlachtfelder geben..."
Ja, Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Aber nur, solange es lebt.
Zitat:
In der Bibel haben die Menschen seit Noah die Erlaubnis direkt von ihrem Gott, Fleisch zu essen. Wir haben die Wahl, und Gott hat in diesem Punkt kein Problem mit uns.
Missbrauche die Bibel nicht für Manipulationen, da steht richtigerweise noch im allerersten Kapitel der Schöpfung: "Siehe da, Ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise".
Tja, der lesen kann ist klar im Vorteil...
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Ja, richtig, das weiß ich. Aber später erlaubt JHWH eben Noah und seinen Nachkommen den Fleischverzehr, und in den jüdischen Speisegesetzen wird dann noch aufgezählt, welche Tiere man essen darf und welche nicht. Unfd diese Speisegesetze sind ja laut Bibel direkt von JHWH. Lies mal selber die bibel, wenn du lesen kannst.
Das ist doch meistens das Problem, wenn religiöse Anschauungen über die menschliche Moral gestellt wird.

Der Satz "Gott will es" leitete die Kreuzzüge ein.
Mit "Allah hu akbar" töteten Extremisten tausende Menschen.

Und dann noch:
In aller Regel sind Pflanzen ja zu ihrer Verbreitung auf den Verzehr ihrer Fruchtkörper angewiesen:
So vermehren sie sich.
Dies gilt für alles Obst, alles Gemüse und auch das Getreide.
Bei Tieren ist das völlig anders, das kann man doch nicht verkennen!

Zudem wünsche ich jemanden, der neben mir sein Schnitzel isst, einen Guten Appetit.

Ich erlebe es meist umgekehrt, dass sich Fleischesser daran stören, dass ich keines esse.
Und dann frage ich mich: warum wohl?

Dennoch: die Welt könnte eine Bessere sein, wenn die Massentierhaltung deutlich reduziert werden würde.

Und dann noch: Müsste ein Fleischesser seine Tiere selbst töten, dann wären sicherlich mehr als 90% von ihnen auch Vegetarier.

Nochmals:
Ich begrüße sanftere Tötungsmethoden, wie die Weidentötung, die sind besser als die Schlachthöfe.
Ich begrüße den Freigang von Schweinen.

Wenn man wenigstens mal den Tieren das Leben das Sterben besser gestalten würde, dann wäre ja auch schon was gewonnen.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Moin Moin

PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Das ist doch meistens das Problem, wenn religiöse Anschauungen über die menschliche Moral gestellt wird.

Der Satz "Gott will es" leitete die Kreuzzüge ein.
Mit "Allah hu akbar" töteten Extremisten tausende Menschen.


Religiöse Anschauungen sind oftmals stark mit menschlicher Moral verknüpft, was ja nicht immer schlecht sein muss.
Extremismus findet immer seine Anhänger, da ist der Menschheit nichts zu blöde um sich Abgrenzungsmethoden einfallen zu lassen die dazu geeignet sind weitere Mauern zu bauen.
Beliebte identitätsstiftende Abgrenzungen finden sich in Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, Bildungsgrad, Religiönszugehörigkeit und nun auch in der Ernährungsweise.
Radikaler Veganismus hat z.B. das Potential eine moralisch hoch angesehene Form von Rassismus zu werden.
Wer an dem Punkt angekommen ist denkt nicht weiter über natürliche Kreisläufe nach und findet es manchmal sogar angebracht Fleischesser bei lebendigem Leib zu häuten weil sein Mitgefühl mit der tierischen Kreatur ausgeprägter ist.
Beispiele dafür kann man in Foren für Veganer nachlesen...


Zitat:
Und dann noch:
In aller Regel sind Pflanzen ja zu ihrer Verbreitung auf den Verzehr ihrer Fruchtkörper angewiesen:
So vermehren sie sich.
Dies gilt für alles Obst, alles Gemüse und auch das Getreide.
Bei Tieren ist das völlig anders, das kann man doch nicht verkennen!


Das ist aus biologische Sicht durchaus richtig in Bezug auf Pflanzensamen, allerdings müssen wir auch sehen dass bevorzugte Kulturpflanzen und auch Nutztierrassen von der menschlichen Land und Viehwirtschtschaft grundsätzlich profitieren.

Beinahe alle Nutztierarten haben sich weltweit verbreitet und eine hohe Zahl von Individuen hervorgebracht, nüchtern betrachtet sterben diese Tiere nicht aus wie die Mammuts die uns in der Eiszeit als Nahrung dienten, sondern sie verbreiten sich enorm obwohl oder weil wir sie als Nahrungsquelle nutzen.
Tiere die wir nicht essen, aber deren Lebensraum wir als Monokulturen umgestalten um Soja, Weizen, Bananen oder Öl zu gewinnen, sterben aus obwohl wir sie garnicht essen.
Da sollten wir auf jeden Fall genauer hinsehen was wir da für einen Unsinn veranstalten...

Zitat:

Zudem wünsche ich jemanden, der neben mir sein Schnitzel isst, einen Guten Appetit.

Ich erlebe es meist umgekehrt, dass sich Fleischesser daran stören, dass ich keines esse.
Und dann frage ich mich: warum wohl?


Siehe oben, der Menschheit ist nichts zu blöde um jemanden auszugrenzen, sei es nun ein Veganer oder ein bekennender Fleischesser, es kommt drauf an unter welchen Leuten man sich gerade befindet.

Zitat:

Dennoch: die Welt könnte eine Bessere sein, wenn die Massentierhaltung deutlich reduziert werden würde.


Ja das denke ich auch, wir sollten da einen gemässigten Weg finden der nicht auf einseitige Ernährung und einseitige Nutzung der Natur ausgerichtet ist.
Wir sollten mehr berücksichtigen wo es angebracht ist Eiweiss durch Tiere oder Kulturpflanzen zu gewinnen.
Da wir es auf diesem Planeten mit unterschiedlichsten Vegetations und Klimazonen zu tun haben, ist es angebracht für den jeweiligen Lebensraum die nachhaltigste Form von Nahrungsgewinnung anzustreben.
Dort wo es unendliche Weideflächen in intakter Natur gibt, sollten wir diese natürlichen Resourcen durch Weidevieh erschliessen und nicht komplett durch Weizen und andere Monokulturen vernichten.

Zitat:
Und dann noch: Müsste ein Fleischesser seine Tiere selbst töten, dann wären sicherlich mehr als 90% von ihnen auch Vegetarier.


Das mag für den urbanen Vegetarier gelten der in der Stadt aufgewachsen ist und keinerlei Bezug mehr zu natürlichen Lebensräumen hat.
Wer in einer ländlichen Umgebung aufwächst und die Zusammenhänge der Natur erkennen kann, wird mit einer abwechslungsreichen Speisekammer in der auch Fleisch vorhanden ist, durchaus gut zurechtkommen.
Jagderfolg bringt ein nicht zu unterschätzendes Glücksgefühl mit sich, das erlebe ich immer wieder wenn ich jemanden zum Angeln mitnehme und der dann seinen ersten Fisch erbeutet, selbst ausnimmt und auf dem Lagerfeuer zubereitet.
Da spürt dann jeder was es bedeutet Teil der Natur zu sein, das Gespür dafür geht uns in naturfernen Lebensräumen völlig verloren.
Wer sich nicht oder nur selten in der Natur aufhält verliert jeglichen Bezug zu den natürlichen Kreisläufen...


Zitat:
Nochmals:
Ich begrüße sanftere Tötungsmethoden, wie die Weidentötung, die sind besser als die Schlachthöfe.
Ich begrüße den Freigang von Schweinen.

Wenn man wenigstens mal den Tieren das Leben das Sterben besser gestalten würde, dann wäre ja auch schon was gewonnen.


Das sehe ich auch so, im Idealfall würden wir nur Pflanzen und Tiere aus einer intakten Natur entnehmen ohne deren Lebensraum zu zerstören.
In unserer industrialisierten Welt entwickelt sich das leider zunehmend zu einer Utopie...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Rentner hat folgendes geschrieben:
... später erlaubt JHWH eben Noah und seinen Nachkommen den Fleischverzehr, und in den jüdischen Speisegesetzen wird dann noch aufgezählt, welche Tiere man essen darf und welche nicht. Unfd diese Speisegesetze sind ja laut Bibel direkt von JHWH. Lies mal selber die bibel, wenn du lesen kannst.
Auch in der Bibel wurde viel manipuliert - eine Stelle hast du gerade genannt.
Das kannst du wie in unserer kath. Kirche sehen: woher hat sie den Anspruch als "Alleinseligmachende"? Als Besitzerin von Petrus' Himmelsschlüssel und damit das Recht, zu bestimmen, wer in den Himmel hinein darf und wer nicht?

Diese Speisegesetze und weiteren Gebote wurden geschrieben, weil die Menschen sich an den 10 Geboten nicht halten wollten - die hatten halt keine Maschen... So machten sie daraus über 250 Gesetzchen - und mit Maschen versehen, damit alles nicht "so schwer" einzuhalten sei (Jesus kam dann wieder zurück auf die Ur-Gesetze zu sprechen und machte diese wieder lebendig und übergreifend mit seinen Erklärungen - "Ich aber sage euch...").

Dass Gott mal so und mal anders spricht wäre mir neu. Aber vielleicht hast du Recht und JHWH ist nur ein von Menschen konstruiertes energetisches Gebilde...

Und zu deinem letzten Satz: ich hab Theo studiert.
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Ich Bin was ich wähle zu sein
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:

Ich begrüße sanftere Tötungsmethoden, wie die Weidentötung, die sind besser als die Schlachthöfe.
Ich begrüße den Freigang von Schweinen.
Wenn man wenigstens mal den Tieren das Leben das Sterben besser gestalten würde, dann wäre ja auch schon was gewonnen.

Stimmt! Ich esse auch vorwiegend eher Fleisch, wovon ich denke, dass dieses auf solche natürlichere Art gewonnen wird.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Eranos hat folgendes geschrieben:
Auch in der Bibel wurde viel manipuliert - eine Stelle hast du gerade genannt.
Das kannst du wie in unserer kath. Kirche sehen: woher hat sie den Anspruch als "Alleinseligmachende"? Als Besitzerin von Petrus' Himmelsschlüssel und damit das Recht, zu bestimmen, wer in den Himmel hinein darf und wer nicht?

Ich denke, diese "Suppe" wird in unserer Zeit nicht mehr so "heiß gegessen" wie "gekocht". Denn es gibt ja auch Ökumene, wo Lutheraner und römisch-katholische Menschen gemeinsam Gottesdienst feiern.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!