Natürliche Nahrungsergänzung


Angeblich ist ja Wein auch ein sehr gutes Nahrungsergänzungsmittel. Habe mich da neulich mit einem Bekannten vom Weingut Dautel drüber unterhalten und ihn gefragt ob etwas dran ist, dass Wein gut für den Körper ist. Er ist ja schließlich vom Fach. Und er meinte auch, dass ein Gläschen Wein am Abend helfen kann, vorrausgesetzt es bleibt bei dem einen Gläschen, das Herzinfarktrisiko um 50 bis 60 Prozent zu lindern.
Das ist so ähnlich wie beim Rost. Der Wein wirkt quasi antioxidierend.
Finde ich voll lustig aber auch gut.
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Enjoy the little things!
@ ElkeW

Kinder und (trockene) Alkoholiker sollten ihn trotzdem nicht trinken.

Jeanne Calmet trank täglich 2 Gläser Rotwein und galt mit nachgewiesenen 122 Jahren als ältester Mensch der Welt.
Ich selbst trinke wenig Alkohol, aber wenn ich welchen trinke, bevorzuge ich französischen Rotwein. Möglichst aus ökologischem Anbau und schwefelfrei.

Gesund ist er vor allem, wenn er über einen hohen Gehalt an Resveratrol verfügt. Diese Substanz ist in der Beerenschale roter Trauben konzentriert. Nicht nur in der gewählten Rebsorte, sondern auch im Herstellungsprozess unterscheiden sich Rot- und Weißwein voneinander. Weißwein enthält vergleichsweise nur wenig Resveratrol.

Viele Grüße
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Die Galaxis ist eine Scheibe
Mal abgesehen davon kann man dann doch auch davon ausgehen, dass das auch in hochwertigem Traubensaft enthalten wäre, oder etwa nicht?

Da könnte man dann doch auch auf den Alkohol verzichten und lediglich den Traubensaft, welcher auch weder Kopfschmerzen noch sonstige Nebenwirkung von Alkoholgenuss (und ich meine jetzt nicht den Kater, sondern das Phänomen, dass viele auf Rotwein mit Kopfschmerzen reagieren) nach sich zieht, genießen. (Schmeckt auch viel besser).

Oder etwa nicht? Wo liegt der Unterschied? Also vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet, meine ich...
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"Nur Rosen der Liebe pflanze in den Garten deines Herzens." - Bahá'u'lláh -
@ Riki

Zitat:
Mal abgesehen davon kann man dann doch auch davon ausgehen, dass das auch in hochwertigem Traubensaft enthalten wäre, oder etwa nicht?


Das könnte man zunächst annehmen. Inzwischen weiß man aber (unzählige Laboranalysen bestätigen dies), dass Rotwein im Schnitt 250 mal (die Werte schwanken etwas) mehr Resveratrol enthält als Traubensaft. Durch den alkoholischen Gährungsprozess verwandeln sich im Wein enthaltene Polyphenole zusätzlich in wertvolles Trans-Resveratrol um. Zudem ist Resveratrol sogut wie nicht wasserlöslich und kann in der Saftform also nicht vom Körper resorbiert werden.

Wer aber Alkohol prinzipiell ablehnt und trotzdem Resveratrol in nennenswerten Mengen zuführen will, kann stattdessen Fo-Ti nehmen. Extrakte werden da in Kapselform als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Fo-Ti ist ein pflanzliches Produkt, basierend auf einer Knöterich-Gattung (Polygonum)
Habe das selbst schon probiert. Besonders für unterwegs sehr praktisch. Allerdings ist dieses Resveratrol nicht ganz so wirksam wie das des Rotweins.

Liebe Grüße
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Die Galaxis ist eine Scheibe
In vielen Pflanzen ist Omega-6, dass zu Omega-3 vom Körper synthetisiert wird. Allerdings nur in recht kleinen mengen. Aber Nahrungsergänzungsmittel sind nicht per se schlecht, denn was ist "chemisch"? Alles basiert auf Chemie. Ich finde, das ist immer etwas zu sehr negativ behaftet. Kommt halt auf die qualitative Wertigkeit des Produktes an.