Im Focus der Religionen - Reinkarnationsgedanken


Die zunehmende Intensivierung der Beschäftigung mit dem Grundgedanken der Reinkarnationslehre R. Steiners und inhaltlich die Unterschiedlichkeit der Aussagen des Hinduismus sowie Buddhismus zu diesem Thema haben auch einige Gläubige des Judentums veranlaßt, sich mit dieser Frage zu beschäftigen.

Das Für und Wider wird zum Anlaß genommen, sich dem Thema zuzuwenden und daraus eigene Schlüsse zu ziehen.

Das wird das Thema der Zukunft sein und einige Veränderungen im Denken der Menschen auslösen.

Hier Auszüge aus einer Rezension, die man lesen möchte oder auch nicht, das liegt im Auge des Betrachters, oder anders, im Wunsch des Suchenden, Neues zu erfahren.

Ganz, wie man möchte.

Zur Einsichtnahme:

Auszug des Anfangs und des Endteils - weil es sehr lang gehalten ist, so daß ein Durchblättern des Suchenden kurze Einblicke gewährt.

http://www.anthroweb.info/jahrbuch1999_reinkarnation.html
Zitat:

Unter den Interpreten der Gesamtausgabe1 herrscht Einigkeit darüber, daß die Reinkarnationsidee in die Fundamente der Anthroposophie eingelassen ist. Schlüge man sie heraus, bräche das ganze Gebäude zusammen. Hinter dieser vordergründigen Einigkeit vernimmt man aber ein schwer zu identifizierendes Geraune. Tritt man näher, läßt sich ein Gewirr von vielen Stimmen erkennen, die die Uneinigkeit in der Interpretation dieser Idee bezeugen. Begnügt man sich mit schlichten Formeln, etwa der, daß es der Geist oder die Individualität sei, die sich reinkarnierten, wird kaum jemand widersprechen. Sobald man aber der Sache etwas nähertritt, wird man ihrer Komplexität, Vielschichtigkeit und der vielen offenen Fragen gewahr, die mit ihr verbunden sind. Doch nicht allein die Entfaltung des Reinkarnationsgedankens im Werk Rudolf Steiners führt uns an gefährliche Abgründe drohenden Mißverstehens, sondern auch die Applikation dieses Gedankens auf die Wahrnehmungswelt, die uns umgibt, ist mit erheblichen Problemen verbunden und stürzt in Aporien, über die wir uns allzuleicht vertrauensselig hinwegtäuschen.

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Reinkarnationserinnerung, Reinkarnationsforschung - offene Fragen

Von Lorenzo Ravagli

Man kann aus diesem wenigen ersehen, welche bedeutende Kraft im Reinkarnationsgedanken steckt. Er vermag aus dem Schoß des orthodoxen Judentums eine Horizonterweiterung zu entbinden, die die Möglichkeit der Versöhnung der Kulturen in sich birgt. Deshalb halte ich das Buch von Gershom - entgegen der Meinung mancher anthroposophischer Bedenkenträger - für eine der bedeutendsten Publikationen dieses Jahrzehnts. Es wäre wünschenswert, daß sich im Islam durch die Rückbesinnung auf die Traditionen des Sufismus und im Christentum durch den Wiedereinbezug der mittelalterlichen Mystik eine ähnliche Entwicklung anbahnt, Sie könnte für die kommende Menschheitskultur die weitgehendsten Folgen haben.

Ich kann diese Rezension nicht abschließen, ohne auf ein Symptom hinzuweisen, das ich für höchst bedenklich halte. Gershom sah sich veranlaßt, der deutschen Ausgabe seines Buches ein Vorwort voranzustellen, in dem er Einwände zu entkräften sucht, die ihm von anthroposophischer Seite gemacht wurden. Die anthroposophischen Besucher seiner Vorträge hatten offenbar keine bedeutenderen Fragen an ihn zu stellen, als die, inwiefern seine Erfahrungen und Anschauungen mit der Gesamtausgabe vereinbar seien. An dieser Stelle zeigt sich, daß der methodisch unaufgeklärte Umgang mit dem Lebenswerk Rudolf Steiners zu einem der größten Hindernisse werden kann, am Versöhnungswerk der Menschheit teilzunehmen und wie sich innerhalb einer der spirituellsten Strömungen der Neuzeit eine Orthodoxie herausbildet, die schlimmer als alle bisherigen ist. Mögen sich die anthroposophischen Leser von Gershoms Buch doch etwas von der Weite seines Geistes und der Großherzigkeit seiner Seele belehren lassen!


Es zeigt sich, daß sich die Welt bewegt.

Die Zukunft wird zeigen, was dran ist, was drin ist.

Zitat:
Das Sprechen über den Holocaust wird dadurch erleichtert, daß immer mehr Menschen - von denen Gershom in seinem Buch berichtet - auftauchen, die mit spontanen Erinnerungen an frühere Inkarnationen konfrontiert werden. Bei diesen Erinnerungen handelt es sich um Erinnerungen an eine frühere Inkarnation, in der diese Menschen Opfer des Holocaust geworden sind oder Mißhandlungen während der Zeit der nazistischen Herrschaft erfahren haben. Die geistige Arbeit an dieser Frage ist nicht abgeschlossen und man kann davon ausgehen, daß die religiöse Auseinandersetzung mit ihr bedeutende spirituelle Entwicklungen im modernen Judentum in Gang setzen wird.


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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hallo Ikarus,
Rudolf Steiner...
Zitat:
Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn er in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird das drinnen fortwährend richtig gekocht und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
(Rudolf Steiner)

(gekürzt)

Zitat:
"Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk wird als Rasse wieder zurückgebracht."
(Rudolf Steiner)

http://www.humanistische-aktion.de/steiner.htm

Was für ein rassistisches, peinliches Geschwafel. Und der soll mir Dinge erklären, die nur Gott wissen kann?
Pardon, aber da halte ich mich an die Offenbarer. Wer so daherredet, kann mir gar nichts erklären. Eher hätte man ihm einiges erklären können...
Grüße
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Weißt du, Du suchst Dir gerade das heraus, was Dir aufstößt, was Dein Recht ist, aber Steiner hat Fehler gemacht - na und - das war in seiner Zeit, in Deutschland unter der Elite ganz aktuell und andere europäische Länder haben in Afrika und im Orient die Völker kolonalisiert , was ihnen ganz natürlich erschien. Er hat sich später davon distanziert, aber wenn man Steiner angehen will, nimmt man immer diese Sätze heraus.
"
Wenn man so vorgeht, kann man in allen Religionen den Teifi"(Aussagen) suchen.

Das liegt an der persönlichen Abneigung, aber wie man sieht, beschäftigen sich inzwischen schon sehr viele Menschen mit der Anthroposophie und finden auch die guten Seiten, denn immerhin gibt es so viele Werke, die man erst einmal alle inhaltlich durchnehmen muß und das steht in Zukunft auch an.

Zitat:
Der Begriff „Rasse“ ist in diesem Zusammenhang
verwirrend sowie sachlich unangemessen und wird
von S teiner selbst seit etwa 1905 auch nicht mehr
benutzt. S teiner hat sich von dieser Z eit an selbst
explizit von dieser theosophischen Begriffsverwendung
distanziert: „Es wird von mir absichtlich der Begriff
„Unterrassen“ vermieden, weil eigentlich der Begriff „Rasse“
sich nicht völlig deckt mit dem, um was es sich dabei
handelt. Es handelt sich um Kulturentwicklungsperioden
[...]“.5

http://www.onkelemma-marburg.de/home/memorandum_entwurf.pdf


Die Begrifflichkeit "Rasse" entstand im 15. Jahrhundert in Spanien(da gab es bekanntlich den Dikatator H noch nicht, als es damals entstand)

Als die ersten Forscher Afrika entdeckten, kamen ihnen die Menschen seltsam vor, es gibt da auch einige Filme darüber und man mußte sich erst kennelernen, die Kultur des anderen und bis zum Verstehen der anderen Sittten und Gebräuche dauerte es sehr lange - noch heute, wenn man dem Volksmund zuhört, gibt es Vorteile - es ist also nicht Steiner spezifisch.

http://www.az.com.na/kultur/war-rud.....ner-ein-rassist.21628.php

Selbst auf jüdischer Seite beschäftigt man sich schon sehr lange mit den Aussagen und kommt zu folgendem Ergebnis:

http://www.hagalil.com/antisemitismus/deutschland/steiner-7.htm

Zitat:
Steiner begriff die Anthroposophie nicht als Religion, sondern als "Weg meditativer Schulung", welcher dem esoterischen Verständnis der Weltreligionen, vor allem aber des Christentums und (antiken) Judentums, diene. Die Schaffung einer "arteigenen Religion" lehnte er, der sich als Erneuerer einer christlichen Esoterik sah, ausdrücklich ab: "Der Christus ist kein Volksgott, ist kein Rassengott, der Christus ist überhaupt nicht der Gott irgendeiner Menschengruppe, sondern der Christus ist der Gott des einzelnen Menschen, insofern dieser einzelne Mensch nur ein Angehöriger der gesamten Menschheit ist". (118)


Zitat:
Die Subsumierung der Anthroposophie unter die völkischen Lehren der Kaiserzeit und Weimarer Republik wäre ohnehin nur dann sinnvoll, wenn sich der Nachweis erbringen ließe, dass sozialdarwinistische, eugenische, pangermanische und antisemitische Begründungsmuster einen zentralen Stellenwert innerhalb anthroposophischer Lehren einnähmen und deren kosmopolitischen und humanistischen Gehalt überlagerten bzw. marginalisierten.

Zitat:

Als "rassistisch" muss jedoch aus heutiger Sicht Steiners sporadisches Bemühen gewertet werden, biologische "Rassen" mit dem Grad der mentalen "Entwicklungsreife" ihrer Angehörigen zu korrelieren und somit eine Hierarchisierung von Menschengruppen spirituell zu begründen, deren unterste Sprossen den – aufgrund ihrer physischen "Degeneration" zum Aussterben verurteilten – Indianern (94) sowie den von "Trieben"(95) und "Witterungen"(96) dominierten "Negern" vorbehalten bleiben. Die Tatsache, dass der Anthroposophie-Begründer bisweilen auch anerkennende Worte über den Animismus der Indianer, die "Naturgeistigkeit" der Afrikaner oder die "Tao-Religion" der Chinesen verlor kann nicht darüber hinweg täuschen, dass außereuropäische Kulturen in dessen Augen grundsätzlich "atavistisch" waren und – gemäß der eurozentrischen Binnenlogik seines geschichtsevolutionären Denkens – sogar noch unter der materialistisch geprägten Zivilisation des modernen Europa rangierten, die immerhin eine Vorbereitungs- und Durchgangsstufe zur Entwicklung der "Bewusstseinsseele"(97) markierte.


http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/antisem_kurz.pdf

Zitat:
Globale Antisemitismus-Vorwürfe gegen Steiner sind
auf fehlenden Überblick über den Gesamtzusammenhang
und die Bedeutung seiner Anschauungen, zum
Teil auch auf einen erstaunlichen Mangel an historischem
Bewusstsein zurückzuführen. Das geht so weit,
dass allein die Verwendung des Wortes „Judenfrage”
Anlass ist, Steiner Antisemitismus zu unterstellen,
obwohl dieser Ausdruck von Theodor Herzl, dem Begründer
des Zionismus verwendet wurde, der in seiner
Schrift Der Judenstaat die These vertrat, daß es eine
„objektive Judenfrage” gebe.


Die Feinde einer Sache oder einer Religion oder Philosophie stürzen sich immer auf die negativen Seiten, um dann das Ganze zu zerpflücken.

Das Thema "Rassimus" beschäftigt die ganze Welt und wird wohl auch immer Bestandteil des Menschen bleiben. Ob in Amerika oder Afrika oder sonstwo - selbst die Afrikaner jagen die Albinos und töten sie oft.

Von der Abneigung gegen eine andere Art sind heute viele Menschen weltweit geprägt - da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Wer anders ist in einer Gruppe ähnlicher Menschen, wird nicht gleich angenommen.

Dazu bedarf es noch viel Zeit - der Klu-Klux-Clan ist heute noch aktiv, die Probleme kennen wir aber alle.

Was Mißverständnisse in den Begrifflichkeiten anrichten kann, wenn es in falche Hände kommt, hat die Geschichte bewiesen.

Mit der Reinkarnationslehre wird gezeigt, daß alle Seele alle Kulturen durchlaufen und damit ein Kennenlernen einschließt.

Die Völker in der Zukunft werden sich immer weiter vermischen, ihre Gene auffrischen und das ist auch das Ziel und wird oft beschrieben. Das aber wird erst in sehr viel späterer Zeit werden. Völker und Stämme, die ihre Gene nur innerhalb des Volkes oder Stammes vererben, sind bereits untergegangen in der langen Geschichte der Menschheit.

In der heutigen Zeit ist man dazu übergegangen, den Begriff "Rasse" nur noch innerhalb der Tierwelt zuzulassen.

Und das ist richtig so.

Doch wir haben ein Erbe - aus der alten Zeit - es wird daran gearbeitet.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Unter dem Suchwort "begrifflichkeit rasse ursprung "

findet man diese Aussgen:


http://wapedia.mobi/de/Rassentheorie

Zitat:
3. 1. Frühere Klassifikationen

Eine systematische Klassifizierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft entwickelte schon Aristoteles.[11] Dabei übernahm er die damals unter den Griechen herrschende Überzeugung, dass alle anderen Völker („Barbaren“) in charakterlicher und kultureller Hinsicht unterlegen seien, und erklärte dies aus den andersartigen klimatischen Verhältnissen, denen sie ausgesetzt waren. Dieses Konzept des Barbaren wurde von den Römern übernommen. Mit dem Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion trat jedoch ein neues Klassifikationsschema an seine Stelle, das die Menschen nach ihrer Religion unterschied: Christen, Juden, Heiden und Häretiker, später ergänzt durch die Muslime.[12] Diese Klassifikation blieb in der christlichen Welt bis in die frühe Neuzeit maßgebend.
3. 2. Reconquista und Kolonialismus

Die Einteilung der Menschen nach ihrem Glauben wurde problematisch, als in Spanien nach dem Abschluss der Reconquista (Vertreibung der Mauren) 1492 die Zwangsbekehrung der zahlreichen Juden zum Christentum verordnet wurde und in der Folge viele der zwangsweise „Bekehrten“ insgeheim ihre bisherige Religion weiter pflegten oder dessen verdächtigt wurden. In diesem Zusammenhang erlangte neben der Reinheit des Glaubens auch die Reinheit des „Blutes“ (d.h. der Herkunft) Bedeutung, und für den letzteren Aspekt wurde der Begriff der Rasse eingeführt, der sich somit auf eine jüdische, christliche oder auch maurische Herkunft bezog.[13]

Eine bedeutende Rolle bei der weiteren Etablierung des Rassebegriffs und der Entwicklung von Rassentheorien spielte der europäische Kolonialismus (einschließlich der Eroberung Amerikas und des transatlantischen Sklavenhandels) seit dem 15. und 16. Jahrhundert, wodurch fortlaufend neues Wissen über bislang unbekannte Weltteile, Völker und Sitten verfügbar wurde. Dabei stützten sich die Kenntnisse über fremde „Rassen“ in jener Zeit zu großen Teilen auf Berichte von Eroberern und Missionaren, welche stark rassistisch geprägt waren.[14] Beliebt waren in den damaligen Reiseberichten auch das Motiv des „edlen Wilden“, die religiöse Interpretation auf Grundlage der biblischen Genesis oder die Gleichsetzung fremder Völker mit den Verlorenen Stämmen Israels.[15]


Ist also nicht unbedingt auf Steiners "Mist" gewachsen.

Zitat:

In Artikel 3 des Grundgesetzes heißt es: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“

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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Du stürzt dich zu sehr auf den Rassismusbegriff, darum geht es mir aber gar nicht.
Was Steiner da losgelassen hat, ist Zeitgeist pur, Stammtischgeschwätz, eben die Themen die zu seiner Zeit en vogue waren.
Dazu kommt die scheinwissenschaftliche Argumentation, die derart platt ist daß man sich weigert, mehr davon zu lesen.

Daran ist klar zu sehen: der Mann war seiner Zeit in keiner Weise voraus, sondern voll darin gefangen; ein Kind seiner Zeit, und keineswegs das was seine Anhänger gern aus ihm machen wollen, eine Lichtgestalt, Propheten vergleichbar.

Diese Zeit ist vergangen, und Steiner ist Geschichte. Von ihm kann man nichts lernen was nicht schon tausendmal durchgehechelt wurde, und wenn er von der Akasha-Chronik fabuliert oder von Reinkarnation, so ist das die Wiedergabe der damals in den Salons gern gesmalltalkten Themen, aber nicht Weisheit die zu beachten sinnvoll wäre.
Dazu fehlte ihm schlicht die eigene Schau, die eben nur Offenbarer bekommen (von Gott, nicht durch eigene Bemühungen!) - denn hätte er einen Blick hinter den Vorhang getan, wäre ihm solch seichtes Gerede vergangen. Er hätte sich um wichtigere Dinge gekümmert.

"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Zitat:
Dazu fehlte ihm schlicht die eigene Schau, die eben nur Offenbarer bekommen


Das ist Deine Sicht der Dinge.

Zitat:
...denn hätte er einen Blick hinter den Vorhang getan...


Es hat so mancher einen Blick hinter den Vorhang getan, aber jeder hat etwas anderes erfahren. Wie in den Religionen auch.

Zitat:

Er hätte sich um wichtigere Dinge gekümmert.


Welche wären das Deiner Meinung nach ?
Zitat:

Von ihm kann man nichts lernen was nicht schon tausendmal durchgehechelt wurde,...



Upps... da mag ihn jemand nicht. Das wird ihn heute nicht mehr stören.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Das ist Deine Sicht der Dinge.

Wenn du nicht erkennst wie oberflächlich sein Gerede ist, werde ichs dir wohl auch nicht erklären können.

Zitat:
Es hat so mancher einen Blick hinter den Vorhang getan, aber jeder hat etwas anderes erfahren. Wie in den Religionen auch.

Wie in den Religionen auch? Wieder die Frage, was erkennst du? Ihre geistigen Lehren sind gleich. Wenn du Unterschiede von Zeit, Sprache und Kultur mal nicht beachtest, lehren alle Offenbarer die gleichen geistigen Inhalte.
Zitat:
Welche wären das Deiner Meinung nach ?

Nun, was waren denn die brennenden Themen seiner Zeit? Reinkarantion etwa?
Kriege, soziale Not, Angst vor der Zukunft, drohende Diktaturen, und - ja - Rassismus.
Zitat:
Upps... da mag ihn jemand nicht.

Falsch, Ikarus. Was ich beanstande ist, daß ein ganz normaler Mensch der sich reichlich zeitgebundene Gedanken gemacht hat, zu einer Leitfigur hochstilisiert wird. Das hat mit dem Menschen Rudolf Steiner gar nichts zu tun, aber mit der Leichtfertigkeit seiner Anhänger - die mir übrigens wohlbekannt sind.
Um zum Thema zurück zu kommen: Reinkarnation steht keineswegs im Focus der Religionen (welcher denn bitte?) - sondern ist ein Modethema das von Leuten aufgebracht wurde, die völlig zu Recht davon enttäuscht sind daß alte Religionen keine Antworten auf heutige Problemstellungen bieten.
Nur daß man mit einem Rückgriff auf noch viel ältere Auffassungen noch viel weniger Lösungen für heute finden kann...
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Zitat:
Wie in den Religionen auch? Wieder die Frage, was erkennst du? Ihre geistigen Lehren sind gleich. Wenn du Unterschiede von Zeit, Sprache und Kultur mal nicht beachtest, lehren alle Offenbarer die gleichen geistigen Inhalte.


Lass dich da mal nicht täuschen..

39:28.Den Koran auf arabisch, ohne irgendwelche Krümme, auf daß sie rechtschaffen würden.

Sprüche: 2,16 um dich zu retten von der fremden Frau, ..., die ihre Worte glatt macht,

Womit jetzt keine Frau in dem Sinne gemeint ist.
Auch das es ein Unterschied gibt soll betont sein.
Zitat:
Der Begriff „Rasse“ ist in diesem Zusammenhang
verwirrend sowie sachlich unangemessen und wird
von S teiner selbst seit etwa 1905 auch nicht mehr
benutzt.

Dafür hat er z.B. 1923 folgende Weiseheiten abgesondert:

Zitat:
Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kannn nicht durch den ganzen Körper hindurchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er Schwarzer ist......

Sieh an selbst ein Schwarzer ist ein Mensch.
Und warum der Neger an sich - um einer einer geistig verwirrten Fürstin zu sprechen - so gern schnakselt weiss auch Steiner:
Zitat:
Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn er in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird das drinnen fortwährend richtig gekocht und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn...


Wo einzig Kultur sitzt ist klar:
Zitat:
Daher ist Europa immer der Ausgangspunkt für alles dasjenige gewesen, was nun das Menschliche so entwickelt, dass das zur gleichen Zeit mit der Aussenwelt in Beziehung kommt.....Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln....Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde.


Völlig irre wird's dann hier:
Zitat:
Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. ...Daher werden sie Kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen.

Zitiert nach Flensburger Hefte 41, Juni 1993: Anthroposophie und Rassismus, S. 8f, sämtliche Zitate aus einem Vortrag am 03.03.1923 in Dornach

In seiner Gesamtausgabe kann man auch lesen:
Zitat:
Neulich bin ich in Basel in eine Buchhandlung gekommen, da fand ich das neueste Programm dessen, was gedruckt wird: ein Negerroman, wie überhaupt jetzt Neger allmählich in die Zivilisation von Europa hineinkommen! Es werden überall Negertänze aufgeführt, Negertänze gehüpft. Aber wir haben ja sogar schon diesen Negerroman. Er ist urlangweilig, greulich langweilig, aber die Leute verschlingen ihn. Ja, ich bin meinerseits davon überzeugt, wenn wir noch eine Anzahl Negerromane kriegen und geben diese den schwangeren Frauen zu lesen, in der ersten Zeit der Schwangerschaft namentlich, wo sie heute ja gerade solche Gelüste manchmal entwickeln können - wir geben diese Negerromane den schwangeren Frauen zu lesen, da braucht gar nicht dafür gesorgt werden, dass Neger nach Europa kommen, damit Mulatten entstehen; da entsteht durch rein geistigs Lesen von Negerromanen eine ganze Anzahl von Kindern in Europa, die ganz grau sind, Mulattenhaare haben, die mulattenähnlich aussehen werden.


Dies Zitatenliste ließe sich beliebig verlängern.
Kurz und gut in der Bewertung von Steiner stimme ich vollkommen mit dtrainer überein.
Steiner war ein dünnbrettbohrender Esoteriker und die von ihm gern eigenomme Position der Wissenschaftlichkeit ist nichts weiter als leicht zu durchschauendes pseudoreligiöses Leergeschwafel.
Nur weil er für seine Glaubensphrasen Objektivität in Anspruch nimmt, macht das sie zu nichts anderm als sie sind, nämlich Ausflüge in den bunten Garten eines obskuren und tatsächlich rassistischen Aberglaubens.

Und etliches von diesen groben Quark wird auch heute noch an den Waldorfschulen als Lektüre empfohlen.