Todesstrafe für iranischen Pastor


Zitat:
Lieber Sulayman, bitte entschuldige aber das ist lächerlich, den tiefgreifenden Sunna/Shia Konflikt - vor allem entlang der Demarkationslinie Saudi-Arabien/Iran - als durch die US-Militärpolitik gefördert oder gar initiiert darzustellen.


Ich denke, dass das überhaupt nicht lächerlich ist.
Wie Tobias schon sagte, diese Konflikte wurden von der ehemaligen Regierung in Zaum gehalten.

Es geht gar nicht um Saudi-Arabien und Iran, die mochten sich noch nie, aber waren bis jetzt trotzdem gewaltlos.

Es geht um diesen Konflikt, wie er im Irak gut sichtbar ist.

Zitat:
Dieser Konflikt zwischen Regionalmächten ist schon durchaus hausgemacht - einzig ein Bezugspunkt zur US-Politik ist in der Schutzfunktion zu Israel gelegen, weil ja zwischen Sunna und Shia um den Titel des besseren "Zionisten-Hassers" gerungen wird.


Ich erspare mir mal diese Verallgemeinerungen zu kommentieren.
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Aḷḷāh ﷻ Muḥammad ﷺ
Tobias hat folgendes geschrieben:
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Vorher gab es ja auch immer eine Zentralgewalt die diesen Konflikt unterdrücken konnte. Die haben die Amerikaner aber völlig beseitigt und konnten diese Lücke nie ausfüllen und die jetzige Regierung kann es nach dem Abzug noch weniger.

Ohne einen Frieden zwischen den Ethnien und Religionen des Iraks wird sich die Lage wohl nicht bessern.


Ja Spannungen gab es immer, aber wie du sagst nicht in diesem Maße.


Weil sie eben von einer Zentralgewalt unterdrückt wurden. Der Konflikt war schon vorher der gleiche. Er brach eben nur nicht aus, weil er von zentraler Stelle unterdrückt wurde.


Ja ist doch gut, ich sehe es doch auch so. Nur denke ich, und das kann mein Vater bestätigen, der in dieser Region lebte, dass man eigentlich nie nach Sunna, Shia, oder Sufi fragte, das kam alles jetzt vermehrt in den letzten 10 Jahren.
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Aḷḷāh ﷻ Muḥammad ﷺ
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Gut. Sure und Vers bitte.
Und bitte nur auf Selbstmord und Selbstmordattentate eingehen, nicht auf Feinde bekämpfen oder sonst irgendwas.
Bei sowas bin ich knallhart, denn bei solch einem heiklen Thema sollte man nicht ohne Wissen reden.

Und wenn nicht, dann zeig mir Texte oder Aufnahmen von Menschen, die gerade den Selbstmord mit dem Quran legitimieren.

Ich werde alles kommentieren.


Es gibt inzwischen eine Ausgabe mit kommentierten Originaltexte der vier Protagonisten von Al Qaida. Dort wird auch deren Bezug auf den Koran klar.

Kepel, Gilles u. Jean-Pierre Milelli (Hrsg. u. Komm.). 2006. Al-Qaida. Texte des Terrors. München/Zürich : Piper.


Ich kenne die Fatawa von Usama bin Ladin, Anwar al-Awlaki, Al-Maqdisi oder Abu Qatada....

Ich habe diese Behauptungen auch nicht aufgestellt.

Ich weiß, dass sie ihre Texte mit viel "Propaganda" schreiben und wenns mal passt, sucht man einen Quranvers, der gerade passt (in Wirklichkeit passt er ja nicht) und fügt ihn ein. Ohne Erklärung, ohne andere Quranverse, ohne Sunna, ohne Asbab al-Nuzul (Gründe der Herabsendung), ohne Gelehrtenaussagen, ohne Handlungsweise der rechtschaffenen Khalifen.

Bin Ladin erwähnte in einer Fatwa mal gerne Verse aus Sure 9, ohne überhaupt die Gründe der Herabsendung zu berücksichtigen.

Ihm reichte der Vers: "Und bekämpft die Götzendiener allesamt, wie sie euch allesamt bekämpfen".

Aber dann kann ich ja alles mit dem Quran machen. Das ist ja das witzige.

Und trotzdem: Selbstmordattentate lassen sich nicht mit dem Quran rechtfertigen, und das konnten die Höhlengelehrten auch nicht.
Es gibt Muslime, die nennen Usama einen Shaykh. Wer machte ihn zum Shaykh? Welche islamische Universität hat er besucht?
Da fragen so viele gar nicht mehr danach.

Allah genügt uns......

Salam Alaikum.


Ich bin ja froh das du so denkst. Aber wie das Buch belegt gibt es Muslime die da ganz anders denken.

Zugegeben können sie damit aber auch nur eine sehr kleine Minderheit überzeugen. Aber das reicht in der modernen Welt leider für massenhafte Zerstörung.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Weil sie eben von einer Zentralgewalt unterdrückt wurden. Der Konflikt war schon vorher der gleiche. Er brach eben nur nicht aus, weil er von zentraler Stelle unterdrückt wurde.


Sulayman hat folgendes geschrieben:
Ich denke, dass das überhaupt nicht lächerlich ist.
Wie Tobias schon sagte, diese Konflikte wurden von der ehemaligen Regierung in Zaum gehalten.

Es geht gar nicht um Saudi-Arabien und Iran, die mochten sich noch nie, aber waren bis jetzt trotzdem gewaltlos.


Das mit den diktatorischen Zentralgewalten in den islamischen Staaten, die sozusagen wie ein "Ringrichter" auf Religionskonflikte wirken, das ist tatsächlich ein vorhandendes Phänomen. Wenn die Diktatoren gehen, beginnt die Prügelei.

Z.B. wurde auch die irakische Christenheit nach dem Fall von Hussein ins Exil getrieben und nahezu ausgelöscht. Das gleiche Schicksal könnte den Kopten in Ägypten und auch der 1,9 Millionen starken christlichen Minderheit in Syrien drohen, wenn das Assad-Regime fällt.
Zitat:
Z.B. wurde auch die irakische Christenheit nach dem Fall von Hussein ins Exil getrieben und nahezu ausgelöscht.


Was aber auch daran liegt, dass Christen in westlichen Ländern Asyl bzw. Exil bzw. Möglichkeit zur Immigration bekamen. Die irakische Muslime haben die Gelegenheit in der Regel nicht.

Zumal es hier ja offensichtlich ist, dass die lokalen christlichen Gruppen als Exponenten des Westens bzw. der USA und der Briten gesehen werden.

Zumindest indirekt tragen die USA ihre Politik im Orient also auf dem Rücken christlicher Minderheiten aus.
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Vorher gab es ja auch immer eine Zentralgewalt die diesen Konflikt unterdrücken konnte. Die haben die Amerikaner aber völlig beseitigt und konnten diese Lücke nie ausfüllen und die jetzige Regierung kann es nach dem Abzug noch weniger.

Ohne einen Frieden zwischen den Ethnien und Religionen des Iraks wird sich die Lage wohl nicht bessern.


Ja Spannungen gab es immer, aber wie du sagst nicht in diesem Maße.


Weil sie eben von einer Zentralgewalt unterdrückt wurden. Der Konflikt war schon vorher der gleiche. Er brach eben nur nicht aus, weil er von zentraler Stelle unterdrückt wurde.


Ja ist doch gut, ich sehe es doch auch so. Nur denke ich, und das kann mein Vater bestätigen, der in dieser Region lebte, dass man eigentlich nie nach Sunna, Shia, oder Sufi fragte, das kam alles jetzt vermehrt in den letzten 10 Jahren.


Auch wenn dir das nicht gefallen wird: aber die Ursache darin liegt schlicht in der (Re)Islamisierung.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Was aber auch daran liegt, dass Christen in westlichen Ländern Asyl bzw. Exil bzw. Möglichkeit zur Immigration bekamen. Die irakische Muslime haben die Gelegenheit in der Regel nicht.


Wirfst du allen westlichen Ländern pauschal Verstöße gegen das Menschenrecht auf Asyl vor?

Ich bitte um Quellenangaben, dass irakische Muslime in Asylverfahren diskriminiert wurden/werden.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Zumal es hier ja offensichtlich ist, dass die lokalen christlichen Gruppen als Exponenten des Westens bzw. der USA und der Briten gesehen werden.

Zumindest indirekt tragen die USA ihre Politik im Orient also auf dem Rücken christlicher Minderheiten aus.


Ja - auf der anderen Seite völlig abstrus, die christlichen Minderheiten mit "dem Westen" in Verbindung zu bringen. Sie sind in ihren Ländern schon länger zu Hause als die Moslems. Sie sind Landsleute, ein führender syrischer Imam nennt sie "Brüder".

Hoffen und beten wir, dass es nicht zu weiteren humanitären und vor Allem auch kulturellen Katastrophen in diesen Ländern kommt. Man darf nicht vergessen, dass die Christen dort auch große Beiträge zur Kultur und Wirtschaft geleistet haben und leisten.
Zitat:
Wirfst du allen westlichen Ländern pauschal Verstöße gegen das Menschenrecht auf Asyl vor?


Ich kenne nicht die genauen Bestimmungen und Praxis von jedem Land das als westlich bezeichnet wird. Aber zumindest aus der BRD kenne ich die haarsträubende Praxis. Entsprechende Organisationen berichten ähnliche Vorkommnisse auch in anderen Ländern.

Zitat:
Ja - auf der anderen Seite völlig abstrus, die christlichen Minderheiten mit "dem Westen" in Verbindung zu bringen. Sie sind in ihren Ländern schon länger zu Hause als die Moslems. Sie sind Landsleute, ein führender syrischer Imam nennt sie "Brüder".


Auch nicht abstruser als Mitglieder jeder anderen Religion alle in einen Topf zu werfen.

In Deutschland gibt es auch seit diversen Jahrzehnten türkische Muslime. Mir ist kein islamistischer Terroranschlag durch einen türkischen Muslim bekannt. Trotzdem geraten gerade sie zunehmend in den Verdacht.
Tobias hat folgendes geschrieben:
In Deutschland gibt es auch seit diversen Jahrzehnten türkische Muslime. Mir ist kein islamistischer Terroranschlag durch einen türkischen Muslim bekannt. Trotzdem geraten gerade sie zunehmend in den Verdacht.


Das schon. Auf der anderen Seite gibt es keine Phänomene der systematischen Gewaltanwendung gegen zugewanderte Muslime, die der organisierten Gewalt gegen die autochthonen christlichen Minderheiten Arabiens und Vorderasiens vergleichbar sind.

Zudem ist auch das Klima für Christen in der Türkei wesentlich schlechter, als für türkische Muslime in Mitteleuropa.

Eine "paritätische" Diskriminierungssituation sehe ich keineswegs, den Christen in Arabien und Vorderasien geht es auf vielen Ebenen wesentlich dreckiger als Muslimen in der EU.

Aus grundsätzlichen Erwägungen darf es keine Junktimierung dieser beiden Problemkreise geben. Muslime hier müssen von uns gerecht behandelt werden und dürfen ihre Religion ausüben, wenn unser durch Christentum und Aufklärung geprägtes Wertesystem respektiert wird. Deshalb finde ich solche Schlagzeilen besonders traurig:

http://derstandard.at/1329870269091.....-Islamisten-Predigtverbot
Salam

Christen leden stimmt aber Juden Bahai und Ahmadi und anders denken Menschen in diesen Ländern..

Wir sollten nicht Den Christen allein unsere Mitleid Schenken sonder alle Menschen die Dort leiden
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"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )