Todesstrafe für iranischen Pastor


@Sulayman

Zitat:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Vorher gab es ja auch immer eine Zentralgewalt die diesen Konflikt unterdrücken konnte. Die haben die Amerikaner aber völlig beseitigt und konnten diese Lücke nie ausfüllen und die jetzige Regierung kann es nach dem Abzug noch weniger.

Ohne einen Frieden zwischen den Ethnien und Religionen des Iraks wird sich die Lage wohl nicht bessern.
@Sulayman

Zitat:
Der Afghanistan- und Irakkrieg ist genauso Terrorismus (staatlich gelenkt), wie der von der islamischen Seite. Menschenleben ist für mich Menschenleben. Wieviel Iraker und Afghanen starben denn schon? Das ist doch unwichtig, weil die ja sowieso die Bösen sind.

Mir tun diese Opfer genauso Leid wie die Toten des 11.Septembers, das sind alles Opfer von nicht gerechtfertigter Gewalt.

Definition von Terrorismus:
Einstellung und Verhaltensweise, die darauf abzielt, [politische] Ziele durch Terror durchzusetzen (laut Duden.de)


Erst einmal ist der Krieg in Afghanistan eine von der NATO durchgeführte UN-Mission, der Irak-Krieg dagegen aber ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Da besteht ein sehr großer Unterschied. Auch das Vorgehen und die Ziele sind in beiden Fällen völlig andere.

Und die Taliban und al-Qaida sind für mich auch böse Organisationen. Oder hab ich da was übersehen an denen?

Krieg ist nicht automatisch Terror. Terror ist die Ausübung oder Androhung von Gewalt von Staaten gegen Zivilbevölkerung um bei dieser Angst zu erzeugen.

Zitat:
Diese These trifft nicht immer zu, das liegt auch an der Mentalität. Im Islam sind Kinde ein Geschenk Allahs und die Basis für eine gesunde Gesellschaft, auch "reiche" Muslime bekommen mehr Kinder als Nichtmuslime. Heute beim Freitagsgebet: Jeder Zweite hat ein Iphone, und vlt. trotzdem 5 Kinder.
Wohlstand ist zwar ein Faktor, aber islamisch gesehen kein Grund um weniger Kinder zu bekommen.


Doch das trifft immer zu. Auch bei Muslimen. Es stimmt zwar das die religiöse Prägung einen Einfluss auf die Fertitlitätsrate der Frauen hat. So bekommen religiöse Frauen (unabhängig von Faktoren wie Bildung, Einkommen oder gar Familienstand!) mehr Kinder als weniger oder ganz unreligiöse. Es ist aber Kulturübergreifend festgestellt, dass unabhängigere Frauen weniger Kinder bekommen. Diese Unabhängigkeit wird durch drei Faktoren erzeugt: Bildung, Einkommen und Verhütungsmittel.

Kann ich dir gern zig Studien zu zeigen.

Zitat:
Das sehen wir jetzt schon, im Irak erst durch die US-Invasion so stark.
Ich bin überzeugt davon, dass Vieles bewusst geschürt wird.


Viele sind sich auch sicher das die Unruhen gegen Assad geschürt sind.

Der gesamte "Arabische Frühling" hat eher damit zu tun, dass die alten Autokraten auf der einen Seite ihre Länder modernisierten, aber auf der anderen Seite nicht bereit waren ihren Bürgern Mitbestimmung zu gewähren. Das geht auf Dauer immer schief.

Zitat:
Und du willst mir nicht erzählen, dass es in vielen Europäischen Ländern kein "Feindbild" gibt?


Kein so starkes. was aber damit zu tun hat das hier mehr Wohlstand und mehr Möglichkeit der Beteiligung herrscht. Selbst die Ablehnung gegenüber den Islam in Europa ist doch wohl deutlich schwächer als das was man in der arabischen Welt so über Juden, den Westen, Freimaurer, Bahai, etc. findet.

Zitat:
Das kann ich dir ganz klar sagen. Weil westliche Staaten seit dem Kolonialismus die afrikanischen und asiatischen Ländern invadiert haben, ihre Völker versklavt und ihre Rohstoffe geraubt haben.


Bei aller Kritik am Kolonialismus und am Imperialismus sei doch gesagt, dass es eine der Kolonialmächte war, nämlich Großbritanien, das Sklaverei global bekämpfte. Auch invasierte die Länder meist nicht, sondern arbeitete mit der lokalen Elite zusammen die daran auch nicht immer schlecht verdiente. Das will diese in den jeweiligen Ländern heute natürlich nicht gern zugeben.
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Lieber Sulayman, bitte entschuldige aber das ist lächerlich, den tiefgreifenden Sunna/Shia Konflikt - vor allem entlang der Demarkationslinie Saudi-Arabien/Iran - als durch die US-Militärpolitik gefördert oder gar initiiert darzustellen.

Dieser Konflikt zwischen Regionalmächten ist schon durchaus hausgemacht - einzig ein Bezugspunkt zur US-Politik ist in der Schutzfunktion zu Israel gelegen, weil ja zwischen Sunna und Shia um den Titel des besseren "Zionisten-Hassers" gerungen wird.
Ich meine, dass der physische Tod keine Strafe sein muss.
@Pjotr Kala,




Zitat:
Hallo Sulayman,

du hast recht, ich hätte nicht vom Islam sondern eher von vielen Muslimen schreiben sollen. Ich weiss auch, dass gerade die Verse vom Dschihad besonders von den Extremisten für ihre Zwecke verkürzt und zurechtgebogen werden.


Danke schön.
Jihad heißt Anstrengung auf dem Wege Allahs (Jihad fisabililah), eine Mutter, die ihr Kind zur Welt bringt, betreibt auch Jihad.

Zitat:
Aber das nützt uns jetzt alles nichts.
Ihr müsst als Muslime eure Extremisten in den Griff bekommen und wir müssen nicht hinter jeder Aussage von Muslimen eine gegen uns gerichteten Anschlag vermuten.


Alle Menschen müssen was tun, natürlich müssen wir Muslime in dieser Sache am meisten leisten, aber das hört sich oft einfacher an als es ist. Auch was der Begriff "extrem" bedeutet ist unter Muslimen keine einstimmige Sache.

Zitat:
Meine Einstellung zum Islam ist eigentlich die gleiche wie zum Kopftuch.
Solange es eine Frau aus freien Stücken trägt und weil es i h r e Überzeugung ist, ist dagegen nichts einzuwenden. Sobald es aber Zwang aus irgendeiner Richtung wird, bin ich vehement dagegen.


Ja, das sehe ich auch so, ist eine verständliche Haltung.

Zitat:
Zur Koranverbrennung:
Es kann Absicht der amerikanischen Soldaten oder Aufräumer gewesen sein. Es kann aber genau so gut sein, dass die Amerikaner gar nicht genau wussten, was sie da verbrennen.


Halte ich persönlich für ziemlich unwahrscheinlich.
Aber auch hier: Wir sprechen immer von den Amerikanern, das waren wenn, dann nur einige "Schwachköpfe".

Zitat:
Dann stellt sich die Frage, warum haben die anwesenden Afghanen nicht direkt verhindert, dass diese Schriften verbrannt wurden?


Mit Worten? Keine Chance. Vlt. auch wegen der Sprache. Mit Gewalt? Ich denke da sind die US-Soldaten überlegen.

Zitat:
Weil man damit so schön Stimmung machen kann?. Wir werden das wohl nie genau ermitteln können. Ich könnte z.B. den Koran nicht von einem normalen arabischen oder afghanischen Buch unterscheiden.

Generell kann man das schon an einigen Merkmalen unterscheiden, aber als Außenseiter ist das eine andere Sache, das stimmt.

Aber bitte? Auch wenn es ein afghanisches Buch wäre oder sonst was? Wieso verbrennt man sowas? Haben die Soldaten nichts anderes zu tun? Stören die Bücher etwa?

Zitat:
Der Schaden ist auf jeden Fall angerichtet und wird den Amerikanern noch mehr Minus-Punkte einbringen.


Im Bezug auf Außen- und Kriegspolitik bestimmt.

Genauso wie Saudi-Arabien, man spricht vom Wahabismus, kein Muslim folgt Muhammad ibn Abdul-Wahab, sondern dem Propheten Muhammad (as). Abdul-Wahab war nur ein Reformer. Leute, die man Wahabiten nennt, kritisieren auch Abdul -Wahab in einigen Dingen.
Saudi-Arabien betreibt ganz klar Machtpolitik. Und Gelehrte, die dem Königshaus unangenehm werden, weil sie kritisieren, werden mal schön ins Gefängnis gesteckt oder ins Exil geschickt.
Shaykh al-Albani wurde wegen Kleinigkeiten schon verbannt, weil er beispielsweise das Autofahrverbot der Frauen als im Islam ungültig anssah.


Salam Alaikum.
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Burkl hat folgendes geschrieben:
Eine Sache ist denke ich auch, dass in der islamischen Welt das Toleranzverständnis gegenüber anderen Religionen im Lichte der modernen Auffassung vom Menschenrecht auf Religionsfreiheit ein durchaus problematisches ist. Diverse religiöse Minderheiten werden - wenn überhaupt - geduldet. Konvertierung vom Islam weg ist absolut verpönt.

Mit fällt dazu ein Zitat von Goethe ein:

"Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen."


Das hat oftmals damit zu tun in welchem Erdteil wir uns befinden, da nicht jeder Religionsanhänger seiner Religion folgt.

Auch arabische Christen haben ein ganz anderes Toleranzverständnis als europäische Christen.

Auch da ist es verpönt seine Religion zu wechseln.

Aber auch ich finde, dass man toleranter werden muss.

Allerdings kann ich Goethes letzten Satz nicht unterschreiben.
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Aḷḷāh ﷻ Muḥammad ﷺ
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Gut. Sure und Vers bitte.
Und bitte nur auf Selbstmord und Selbstmordattentate eingehen, nicht auf Feinde bekämpfen oder sonst irgendwas.
Bei sowas bin ich knallhart, denn bei solch einem heiklen Thema sollte man nicht ohne Wissen reden.

Und wenn nicht, dann zeig mir Texte oder Aufnahmen von Menschen, die gerade den Selbstmord mit dem Quran legitimieren.

Ich werde alles kommentieren.


Es gibt inzwischen eine Ausgabe mit kommentierten Originaltexte der vier Protagonisten von Al Qaida. Dort wird auch deren Bezug auf den Koran klar.

Kepel, Gilles u. Jean-Pierre Milelli (Hrsg. u. Komm.). 2006. Al-Qaida. Texte des Terrors. München/Zürich : Piper.


Ich kenne die Fatawa von Usama bin Ladin, Anwar al-Awlaki, Al-Maqdisi oder Abu Qatada....

Ich habe diese Behauptungen auch nicht aufgestellt.

Ich weiß, dass sie ihre Texte mit viel "Propaganda" schreiben und wenns mal passt, sucht man einen Quranvers, der gerade passt (in Wirklichkeit passt er ja nicht) und fügt ihn ein. Ohne Erklärung, ohne andere Quranverse, ohne Sunna, ohne Asbab al-Nuzul (Gründe der Herabsendung), ohne Gelehrtenaussagen, ohne Handlungsweise der rechtschaffenen Khalifen.

Bin Ladin erwähnte in einer Fatwa mal gerne Verse aus Sure 9, ohne überhaupt die Gründe der Herabsendung zu berücksichtigen.

Ihm reichte der Vers: "Und bekämpft die Götzendiener allesamt, wie sie euch allesamt bekämpfen".

Aber dann kann ich ja alles mit dem Quran machen. Das ist ja das witzige.

Und trotzdem: Selbstmordattentate lassen sich nicht mit dem Quran rechtfertigen, und das konnten die Höhlengelehrten auch nicht.
Es gibt Muslime, die nennen Usama einen Shaykh. Wer machte ihn zum Shaykh? Welche islamische Universität hat er besucht?
Da fragen so viele gar nicht mehr danach.

Allah genügt uns......

Salam Alaikum.
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Aḷḷāh ﷻ Muḥammad ﷺ
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Vorher gab es ja auch immer eine Zentralgewalt die diesen Konflikt unterdrücken konnte. Die haben die Amerikaner aber völlig beseitigt und konnten diese Lücke nie ausfüllen und die jetzige Regierung kann es nach dem Abzug noch weniger.

Ohne einen Frieden zwischen den Ethnien und Religionen des Iraks wird sich die Lage wohl nicht bessern.


Ja Spannungen gab es immer, aber wie du sagst nicht in diesem Maße.
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@Tobias,


Zitat:
Erst einmal ist der Krieg in Afghanistan eine von der NATO durchgeführte UN-Mission, der Irak-Krieg dagegen aber ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Da besteht ein sehr großer Unterschied. Auch das Vorgehen und die Ziele sind in beiden Fällen völlig andere.


Natürlich sind für mich beide Kriege gleich schlimm, und mir ist es relativ egal, wie welcher Krieg offiziell "legitimiert" wird.
Die US-Regierung interessiert es sowieso nicht was die Uno sagt.
Afghanistan ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt.

Geb mal bei google-news: "Afghanistan rohstoff usa" oder so etwas Ähnliches ein, da findest du genug.

Natürlich, im Irakkrieg wollte man den Tyrannen Husayn stürzen und die Massenvernichtungswaffen sichern, komisch nur das man diese nie gefunden hat.

Auch im Afghanistankrieg: Terrorismus bekämpfen, na klar doch. Kein Afghane war an den Anschlägen des 11.Septembers beteiligt, die Anschläge wurden von europäischen und amerikanischen Zielen geplant (Taiba-Moschee Hamburg), und die Pilotenausbildung wurde in den USA erworben. Selbst die Radikalisierung fand außerhalb der "islamischen Welt" statt.

Auch die Taliban und al-Qaida sind schon längst keine "afghanischen Organisationen" mehr.

Mich wundert es, dass Großmächte den Kampf gegen "Wüstenmänner" nicht gewinnen können.

Hat man aber gewonnen, muss man aus dem Land schnell raus, und das bedeutet, dass man die Kontrolle über die Rohstoffe verliert.

Das ist natürlich nur eine mögliche Ansicht.

Zitat:
Und die Taliban und al-Qaida sind für mich auch böse Organisationen. Oder hab ich da was übersehen an denen?


Vom westlichen Standpunkt sowieso. Auch aus islamischer Sicht ist die Kampfweise sehr stark zu verurteilen und verdient massive Kritik.

Aber ich habe nie besagte Mitglieder getroffen und möchte mich dazu auch nicht voreilig äußern. Ich bin mir sicher, dass es auch echte Mujahideen gibt, die sich für Allah einsetzen und ein friedliches Afghanistan wollen ohne Unheil auf Erden zu stiften, wie Allah es so schön im Quran sagt.

Jeder Forumsnutzer kennt meine unendlich abwertende Haltung gg. Selbstmordanschläge und Terroranschläge und das Unheil stiften.

Zitat:
Krieg ist nicht automatisch Terror. Terror ist die Ausübung oder Androhung von Gewalt von Staaten gegen Zivilbevölkerung um bei dieser Angst zu erzeugen.


Das sagt auch keiner, und ja richtig, das ist eine mögliche Definition.


Zitat:
Doch das trifft immer zu. Auch bei Muslimen. Es stimmt zwar das die religiöse Prägung einen Einfluss auf die Fertitlitätsrate der Frauen hat. So bekommen religiöse Frauen (unabhängig von Faktoren wie Bildung, Einkommen oder gar Familienstand!) mehr Kinder als weniger oder ganz unreligiöse.


Eben, deswegen denke ich, dass es eben nicht immer zutrifft.

Zitat:
Es ist aber Kulturübergreifend festgestellt, dass unabhängigere Frauen weniger Kinder bekommen. Diese Unabhängigkeit wird durch drei Faktoren erzeugt: Bildung, Einkommen und Verhütungsmittel.

Kann ich dir gern zig Studien zu zeigen.


Allah weiß es am besten.

Seit der Gewaltstudie über muslimische Jugendliche genieße ich so etwas mit Vorsicht.


Zitat:
Viele sind sich auch sicher das die Unruhen gegen Assad geschürt sind.


Natürlich, es wird mittlerweile auch viel geschürt, aber hauptsächlich von der Regierung.

Zitat:
Der gesamte "Arabische Frühling" hat eher damit zu tun, dass die alten Autokraten auf der einen Seite ihre Länder modernisierten, aber auf der anderen Seite nicht bereit waren ihren Bürgern Mitbestimmung zu gewähren. Das geht auf Dauer immer schief.


Das war sicher ein Grund. Aber schon allein die Armut, wie sie in Ägypten gibt/gab war schon eine erheblicher Grund. Die Menschen konnten sich nicht einmal Brot in Ägypten leisten!


Zitat:
Kein so starkes. was aber damit zu tun hat das hier mehr Wohlstand und mehr Möglichkeit der Beteiligung herrscht. Selbst die Ablehnung gegenüber den Islam in Europa ist doch wohl deutlich schwächer als das was man in der arabischen Welt so über Juden, den Westen, Freimaurer, Bahai, etc. findet.


Ich bin tagtäglich öfter mit "feindlichen" Aussagen konfrontiert, als du denkst, das nimmt man als Außenseiter aber oft viel harmloser war, das kenne ich.

Und ja bei den Arabern gibt es auch Feindbilder, aber die von dir genannten Gruppierungen würde ich nicht in eine Linie stellen.

Wenn doch, dann trifft das "schwächer" in Europa eher nicht zu.

Wobei ich hier niemals verallgemeinere, es sind immer die Minderheiten, die hassen und gehasst werden.


Zitat:
Bei aller Kritik am Kolonialismus und am Imperialismus sei doch gesagt, dass es eine der Kolonialmächte war, nämlich Großbritanien, das Sklaverei global bekämpfte. Auch invasierte die Länder meist nicht, sondern arbeitete mit der lokalen Elite zusammen die daran auch nicht immer schlecht verdiente. Das will diese in den jeweiligen Ländern heute natürlich nicht gern zugeben.


Sicher, darum ging es aber gar nicht direkt, sondern wir redeten darüber, warum die ehemaligen Kolonien heute Probleme mit ihren Rohstoffen und der Wirtschaftsentwicklung haben.

Die Sklaverei wurde sicher nicht aus Menschenliebe abgeschafft, sondern eher aufgrund dem kirchlichen Druck.
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Aḷḷāh ﷻ Muḥammad ﷺ
Sulayman hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Sulayman

Zitat:
Die Antwort kennt jeder selber, die Spannungen zwischen der Sunna und der Shia waren niemals so stark von Gewalt geprägt wie zu der Zeit als die US-Invasion in den Irak zog.


Vorher gab es ja auch immer eine Zentralgewalt die diesen Konflikt unterdrücken konnte. Die haben die Amerikaner aber völlig beseitigt und konnten diese Lücke nie ausfüllen und die jetzige Regierung kann es nach dem Abzug noch weniger.

Ohne einen Frieden zwischen den Ethnien und Religionen des Iraks wird sich die Lage wohl nicht bessern.


Ja Spannungen gab es immer, aber wie du sagst nicht in diesem Maße.


Weil sie eben von einer Zentralgewalt unterdrückt wurden. Der Konflikt war schon vorher der gleiche. Er brach eben nur nicht aus, weil er von zentraler Stelle unterdrückt wurde.