Muslima möchte Christ heiraten


Lass uns das per PN schicken. Da kannst du mir dann den trinitarischen Beweis aus der Bibel per PN schicken. Komisch nur das dies dann erst per Konzil festgelegt werden musste und alle die es anders sahen erst einmal ordentlich unterdrückt werden mussten, oder? Und komisch das die Trinität als Erklärungsversuch nie was erklärt oder? Wenn man sich die ganzen Theologen der Neuzeit anschaut, dann ist bei der Trinität immer schnell die Rede von einem Mysterium - sprich: Eigentlich haben wir keine Erklärung.
Zitat:
Komisch nur das dies dann erst per Konzil festgelegt werden musste


Weil es eben nicht "auf der Hand liegt"...

Zitat:
Wenn man sich die ganzen Theologen der Neuzeit anschaut, dann ist bei der Trinität immer schnell die Rede von einem Mysterium - sprich: Eigentlich haben wir keine Erklärung.


Richtig - Gott ist eben letztlich ein Mysterium...
@ Edwin

"Es gibt viele Christen, die nur Gott anbeten und so viel ich weiss, beten die meisten Juden nicht Moses sondern Gott an. "

Sohn Gottes ist auch eine Beigesellung.

@ Brukl

"Die Heiligen sind Vorbilder im Glauben und werden um ihre Fürbitte bei Gott gebeten. "

Reicht es euch nicht Gott allein anzubeten ? Wie können euch diese Menschen helfen, wo sie doch selber auf Gottes Gnade angewiesen sind ? Unlogisch.

@ all
Fatwa ist klar.
Zitat:
Sohn Gottes ist auch eine Beigesellung.


Da Gott dreeinig ist, stimmt dies nicht. Zur Dreieinigkeit siehe meine Ausführungen oben. Die Dreieinigkeit ist keine "Aufspaltung" Gottes sondern eine Verstärkung seiner Einheit.

Zitat:
"Die Heiligen sind Vorbilder im Glauben und werden um ihre Fürbitte bei Gott gebeten. "

Reicht es euch nicht Gott allein anzubeten ? Wie können euch diese Menschen helfen, wo sie doch selber auf Gottes Gnade angewiesen sind ? Unlogisch.



Noch einmal - Christen beten ausschließlich Gott an. Die Heiligen als Vorbilder helfen uns im Gebet, zu Gott den richtigen "Zugang" zu finden - sie sind nicht selbst Gegenstand der Anbetung.

Du verstehst die christliche Heiligenverehrung grundlegend falsch - es ist ein zutiefst anthropologisches Element Menschen, die in ihrem Leben Gott sehr nahe gekommen sind, in das Gebet miteinzubeziehen und sie um ihre Fürsprache vor Gott zu bitten...
@Joggibr

Zitat:
Sohn Gottes ist auch eine Beigesellung.


Sind wir denn nicht alle Kinder bzw. Geschöpfe Gottes...
@Joggibr

Wie stehst du denn zu den Awliya, den Heiligen im Islam? Zu den Sufi-Scheichen wie Abdul Qadir Gilani oder Nizamuddin Chishti? Im Islam gab und gibt es auch eine breite Strömung, die an Heilsvermittler zwischen Gott und Mensch glaubt. Ja, in der Geschichte war diese Gruppe im MIttelalter sehr einflussreich. Dann gibt und gab es Leute, die Muhammad oder Ali ibn Abi Talib auf eine fast göttliche Stufe gesetzt haben.
Ich glaube, diese Tendenz, zwischen Gott und Mensch MIttler zu setzen, gab es bis jetzt fast in jeder Religion. Heisst das für dich dann, dass der Islam auch insgesamt KUfr ist?
Natürlich nicht, wirst du wahrscheinlich sagen, denn das ist ja nur eine, wenn auch große, Gruppe unter den Muslimen. Andere setzen nichts zwischen Gott und sich.
Warum kannst du dann nicht zugestehen, dass es auch Christen und Juden gibt, die neben Gott keinen zweiten stellen. Ich kenne auch einige Christen, die Jesus keine gottähnliche Stufe geben. Weisst du, nicht alle Christen, leben streng nach Kirchendoktrin wie auch alle Muslime nicht streng nach Sunna oder der Auslegung orthodoxer Gelehrter leben.
@Mutakallim
Danke für deinen Beitrag,
Er zeugt wirklich von Verstand.
Ich gebe zu, ich habe die vorigen Beiträge nicht gelesen, und wenn ich nun etwas bereits gesagtes wiederhole, so tut es mir leid. Ich möchte aber meine Meinung zu diesem Thema einmal ganz offen kundtun, und als ich generell in diesem Forum gelesen habe, verschlug es mir glatt die Sprache, wie verbohrt manche Leute sein können.

Bevor sich Menschen über meine Beiträge aufregen: Ich bin Konvertit, ehemals protestantisch, heute sunnitisch und Deutscher. Ich habe nicht für die Ehe, sondern aus meinem mit dem Islam übereinstimmenden Gottesbild heraus die Religion gewechselt und bereue es nicht. Dennoch gibt es Dinge, die mir negativ auffallen - nicht an Gottes Wort, sondern an der Art, wie es ausgelegt wird.

Will jemand tatsächlich logisch begründen, dass Muslima keine
Andersgläubigen heiraten dürfen, männliche Moslems aber schon?
Seien wir ehrlich - es ist ein altes Klischee, dass Frauen im Islam weniger Rechte haben. Aber beruhen Klischees nicht immer auch auf Wahrheiten? Sicherlich wird es oftmals übertrieben, überspitzt dargestellt (allerdings auch von Moslems selber, Kaya Yanar beispielsweise), aber im Grunde ist es doch so: Frauen werden weniger Rechte zugestanden. Wo im Koran steht explizit, dass dies Männern erlaubt ist, aber Frauen nicht? Richtig, nirgendwo! Und steht nicht auch im Koran, mehr als einmal, dass nur der Koran von Gott kommt und seine Worte kündet? Auch Mohammed (Gottes Segen und Friede sei mit ihm) hat Fehler begangen. Davon berichtet der Koran, Mohammed wird sogar in ihm wegen seiner Fehler gerügt. Wer kann sich also dessen erdreisten, anderen ihre Auslegung des Korans vorwerfen zu wollen?

Irgendwann werden wir alle vor Ihm stehen und Rechenschaft ablegen, und glaubt mir - jemand, der nur aufgrund des Zwanges seiner Umwelt nicht seiner Liebe folgt, begeht eine Sünde.

Zitat:
Abu Basir überliefert von Imam Jafar as-Sadiq (ع) folgende Worte: „Am Tage des Jüngsten Gerichts werden die Menschen gerufen: Er (hier) hat in seinem Leben die Gebete verrichtet. Es wird ihm dann gesagt werden, dass seine Absicht falsch war. Er wollte angeben, so dass die Menschen seinen Gottesdienst würdigen. Diese Person wird in die Hölle geworfen. Danach wird ein Quran-Rezitator gebracht. Ihm wird gesagt: ‚Während du den Quran rezitiert hast, war deine Absicht die süße Stimme in den Mittelpunkt zu stellen, damit die Leute dich würdigen.’ Auch er soll in die Hölle geworfen werden. Die dritte Person, die gerufen wurde, war ein Märtyrer im Jihad. Ihm wird gesagt werden: ‚Deine Absicht während des Kämpfens war es, dich in den Mittelpunkt zu stellen und allen deine Stärke und Tapferkeit zu zeigen.’ Auch er gehört in die Hölle. Der vierte Gerufene ist ein wohltätiger Mann. Ihm wird gesagt: ‚Du wolltest, dass die Menschen deine Großzügigkeit loben.’ Dann wurde auch er in Hölle gebracht werden.“ (Layali Akhbaar)



Seht ihr den Widerspruch zu dem, was viele sagen? Man darf eines niemals vergessen: Wir Menschen sind alle mit einem freien Willen geboren. Alle! Und das nicht, um ihn zu unterdrücken und uns unterzuordnen. Jeder Mensch muss sein eigenes Gottesbild finden, seine eigene Beziehung zu Gott aufbauen. Fordert der Koran nicht gerade dazu auf, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen? Wer nur nach dem lebt, was ihm beigebracht wird, aber sich nicht in der Lage befindet, seinen eigenen Glauben zu finden - darf er sich Moslem nennen? Ich möchte hier niemanden verurteilen, sondern nur auf gewisse Unstimmigkeiten bei Menschen hinweisen, die dies ihrerseits tun und sagen, dass Muslima keine Moslems seien, wenn sie Christen ehelichen. Alle Menschen werden gleich geboren; was zählt ist doch, dass du von selbst den richtigen Weg einschlägst. Wenn du an einer Kreuzung stehst, deren rechter Weg frei, der linke jedoch unpassierbar ist, hast du keine andere Wahl, du wirst rechts gehen müssen. Und so ist es mit muslimischer Erziehung oft auch! Die Menschen sehen keinen anderen weg, weil sie so extrem geprägt wurden.

Es geht darum, feste Werte aufzubauen. Ein guter Mensch zu sein ist tausend mal mehr wert, als gute Taten zu vollbringen.

Eins noch abschließend: Wenn eine Muslima den Koran für sich so auslegt, dass sie einen Christen heiraten darf, dann ist es das richtige. Alles andere wäre unehrlich! Und falls sich jemand dazu herablässt zu behaupten, sie wäre keine echte Muslima, dann stellt er sich auf eine Stufe mit Gott. Denn obliegt eben jene Beurteilung, wer richtig und wer falsch geglaubt hat, nicht ihm und niemandem sonst? Auch Christen und Juden und sogar Andersgläubige können ins Paradies eingehen. Ihr wollt einen Beweis dafür? Was ist mit den ganzen Menschen in Asien, in Amerika und Afrika, die bis vor ein paar hundert Jahren nicht in Kontakt mit dem Islam oder dem Christen- oder Judentum kamen - sollen sie alle zur Hölle verdammt sein? Nein, denn was zählt bist du, nicht deine Religion. Es gibt viele Wege, ein guter Mensch zu sein, und jeder muss seinen eigenen finden. Und wenn dazu gehört, als Muslima einen Christen zu heiraten, dann tut es!
Zitat:
Es gibt viele Wege, ein guter Mensch zu sein, und jeder muss seinen eigenen finden.


Es gibt aber nur ein Ziel - Gott.

Es gibt keinen "eigenen Weg" des Menschen zu Gott. Da ist eine unüberbrückbare Differenz zwischen Himmel und Erde.

Nicht der Mensch, der "unten" auf der Erde ist sondern Gott, der "oben" ist im Himmel kann den Weg zu sich eröffnen. Das Höhere muss sich dafür entscheiden, das Niedere zu sich "heraufzuholen". Das leuchtet schon denklogisch ein (sogar in der Physik gilt diese Gesetzmäßigkeit).

Dieses "Heraufholen" hat Gott für uns getan - in und durch Jesus Christus.
Richtig, ich sagte ja auch mehrmals, dass jeder seine eigene Beziehung zu Gott aufbauen muss. Dies widerspricht sich ja nicht! Ich sage ja nur, dass die Muslima dazu angehalten sein sollten, nach ihrer Gottesvorstellung zu leben und nicht nach etwas, was ihnen aufgedrückt wird. Wenn sie einen Christen zu heiraten mit ihrem Glauben vereinbar sehen, ist es sogar der einzig richtige Weg! Wer seiner Umwelt - also Menschen - nachgibt, weist Gott dann automatisch den zweiten Rang zu (wenn sie daran glaubt, dass sie es damit vereinbaren kann!).