Beweis für Nahtoderfahrung



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Ja
56%
 56%  [ 18 ]
Nein
43%
 43%  [ 14 ]
Stimmen insgesamt : 32

Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Diese Definition des Fegefeuers gibt es meiner Information nach heute rein offiziell gar nicht mehr. Es wird von manchen Menschen scheinbar immer noch so gesehen, aber andere Menschen mögen das auch zum Beispiel differenzierter sehen, dass Menschen ein gewisses Karma oder so auch im Sinne einer Reinkarnation austragen könnten.



Und nun eine gute Nachricht: Herr Ratzinger hat vor Jahren schon, zumindest die Vorhölle abgeschafft, d. h. die ungetauften Baby-Seelen, werden dort nicht mehr zwischengelagert.

War doch ein netter Zug von Herrn Ratzinger, dem vormals Stellvertreter Gottes auf Erden, nicht war?

Spiegel online 2007:
Vatikanstadt - Der Vatikan hat sich nach langer Überlegung dazu durchgerungen, die Vorstellung der Vorhölle, also des Limbus, abzuschaffen. Die Theologen im Vatikan seien zu der Auffassung gelangt, dass kleine Kinder, die nicht getauft sind und sterben, direkt ins Paradies kämen, sagte der Erzbischof von Dijon, Roland Minnerath, heute. Der theologische Ausschuss habe sein Schriftstück schon vor Wochen fertig gestellt, es sei aber noch nicht offiziell veröffentlicht worden. Das Sekretariat teilte mit, Papst Benedikt XVI. stimme den Erläuterungen zu.
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Burkl, wie meinst Du das, die wesentliche Arbeit macht Gott?

Wenn sich ein Mensch aufgrund meiner apostolischen Arbeit bekehrt oder wesentliche Schritte macht, dann ist das nicht auf mich zurückzuführen, sondern auf Gott.
Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Es schreckt ab, denn es findet eine Transformation der Persönlichkeit statt. Wer will schon seine Persönlichkeit aufgeben?

Dass das Fegefeuer erschreckt stimmt. Das kann aber auch gesunder Ansporn sein. Und nein - es findet keine "Transformation" oder Auflösung der Person statt, sondern die Läuterung und Freilegung des guten Persönlichkeitskerns. Dieser Prozess ist umso länger und schmerzlicher, je mehr "Verkrustungen" des Bösen wir in diesem Leben aufgebaut haben. Und was man immer bedenken muss - Fegefeuer bedeutet Heilung und dann den Himmel.

Zitat:
Glaubst du der freie Wille geht im Jenseits verloren?

Nein. Er wird aber soweit geläutert, dass die Möglichkeit der Entscheidung zum Bösen dem Menschen wesensgemäß nicht mehr zu eigen sein wird. Es ist endgültig überwunden - verarbeitet, inkorporiert, verwandelter Teil des gesunden Neuen.
So wie die Stelle, wo ein Knochen gebrochen war, nach der Heilung besonders stark ist, so wird auch unsere Seele so eine geheilte Bruchstelle haben, wo einst die Möglichkeit zum Bösen angelegt war. Es kann kein zweites Mal passieren, dass uns das Böse bricht. Der Sieg des Guten und des Lebens wird endgültig sein. So wie es am auferstandenen Christus offenbar geworden ist.
Der Auferstandene trägt die Spuren seines irdischen Lebens an sich. Schmerzhaft allerdings sind die verwandelten Wunden des alten Lebens nicht mehr. "Verschwunden" sind sie allerdings auch nicht, denn sie sind berührbar und nach wie vor Realität, nicht "weggezaubert", so als ob das Vergangene nur ein unechtes Theaterstück gewesen wäre - denn das wäre Spott gegenüber allen Leidenden. Nein, die Überwindung des Bösen und des Leides hat Früchte gebracht, hat alles neu, alles größer und besser gemacht und heil - heilig. Alles Leid hat Sinn, auch dieses, was uns zu Lebzeiten sinnlos erschien.
Die Wunden des alten Lebens sind Siegeszeichen, verwandelt und verklärt, wie es in einem alten Osterlied heißt:

„Die Wunden rot, jetzt o wie schön, freu dich und singe! Wie Sonn- und Mondglanz anzusehn, . Halleluja! Singt fröhlich Halleluja!"

Und in einem anderen:

"O wie die Wunden prangen, die er für uns empfangen! Wie schallt der Engel Siegsgesang dem Starken, der den Tod bezwang! Halleluja!"


Lieber Burkl!

Ich stimme dir, was die Transformation bedeutet, zu. Sie verwandelt Negativität in Positivität und stärkt die positiven Eigenschaften eines Menschen. Die Frage ist nur: "Wieso bist du im Hier und Jetzt nicht bereit zur Transformation? Denn die Realisation ist das größte Geschenk, das Gott uns Menschen hier auf Erden machen kann.

Was den Himmel betrifft, so ist er zwar für die erreichbar, die die Transformation durchschreiten. Was ist aber mit all denen, die sich gegen die Transformation entscheiden?

Außerdem ist der Himmel nicht für alle endgültig. Jeder Tropfen des Ozeans hat wieder die Möglichkeit erneut in das ewige Rad des Lebens einzusteigen.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Und nun eine gute Nachricht: Herr Ratzinger hat vor Jahren schon, zumindest die Vorhölle abgeschafft, d. h. die ungetauften Baby-Seelen, werden dort nicht mehr zwischengelagert.

Dazu muss man einmal wissen, was mit "Vorhölle" gemeint ist. Es ist jener "Wartesaal", in dem die Seelen der Verstorbenen waren, bevor Christus den Menschen erlöst hat und den Weg zum Himmel eröffnet hat. Dieser dunkle Zustand gespannten Wartens, der vor Allem im alten Testament immer wieder geschildert wird (oft als 'Scheol' bezeichnet), wurde nach dem Evangelium mit der Erlösung durch Christus beendet:

"Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.
Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Die Erde bebte und die Felsen spalteten sich.
Die Gräber öffneten sich und die Leiber vieler Heiligen, die entschlafen waren, wurden auferweckt."
Matthäus 27, 52-53

Insofern hat Papst Benedikt XVI. klargestellt, dass eigentlich bereits Christus durch seine Erlösungstat die Vorhölle "abgeschafft" hat. Seitdem gibt es nur zwei Zustände, in die eine Seele nach dem Tod letztlich gelangen kann: Fegefeuer und Himmel (wobei das Fegefeuer nicht zwingend ist, aber der häufigere Fall) oder die Hölle.

Die Diskussion betraf eigentlich Ungetaufte generell - also Menschen, die nie die Chance hatten dieses Sakrament zu empfangen und Christus kennenzulernen. Aber bei den Babys, die z.B. millionenfach im Mutterleib unschuldig ermordet werden stellt sich die Frage in Bezug auf deren weiteres Schicksal natürlich besonders scharf. Warum sollten sie als Opfer eines perfiden Verbrechens nicht die Chance auf den Himmel haben?
leuthner hat folgendes geschrieben:
Außerdem ist der Himmel nicht für alle endgültig. Jeder Tropfen des Ozeans hat wieder die Möglichkeit erneut in das ewige Rad des Lebens einzusteigen.

Das sehe ich als Christ weit positiver. Der Himmel ist endgültig, das Alte vorüber. Nichts und niemand wird diesen Zustand höchsten Glücks und Erfüllung jemals wieder beenden.

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr." Offb 21,1
Lieber Burkl!

Ich sagte ja er kann endgültig sein für den, der es will, muss es aber nicht sein. Und ob du es glaubst oder nicht. Ich habe den Himmel im Hier und im Jetzt. Es ist ein freudvoller, friedvoller, glückseliger Zustand, den ich um keinen Preis der Welt mehr eintauschen werde.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Und ob du es glaubst oder nicht. Ich habe den Himmel im Hier und im Jetzt. Es ist ein freudvoller, friedvoller, glückseliger Zustand, den ich um keinen Preis der Welt mehr eintauschen werde.

Ich glaube dir, dass du glaubst den Himmel schon zu haben. Als Christ ist mir das nicht möglich. Meine Hoffnung auf den Himmel geht über dieses Leben hinaus.

"Wir erwarten, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt." 2 Petr 3,11
Burkl hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
Dein Verhalten hier im Forum hat für mich etwas zwanghaftes. In jedem Faden, der keinen katholischen Hintergrund hat, wird von dir immer deine katholische Sicht gepredigt. Und nur diese.

In gewisser Weise bedingt das Christsein schon einen "Zwang" - nämlich den der Verkündigung des Evangeliums.

Also ist dein Glaube kein echter Glaube, um auf deine Schlussfolgerung zurückzukommen.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Deshalb haben solche Menschen, die zwanghaft, angstvoll oder gewaltbereit ihren Glauben verbreiten, meines Erachtens auch keinen echten Glauben.
Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Wird das Licht dich dann nicht blenden, wenn du selber nicht bereit dazu bist?

Ja. Aber deshalb gibt es ja nach dem Tod und vor dem Himmel dazwischen noch das Fegefeuer. Ich glaube niemand sollte von sich glauben, diese Reinigung nach dem Tod nicht nötig zu haben. Das wäre reinster Hochmut und sehr weit vom Himmel entfernt. So wie eben dieser Mann im Gleichnis, der glaubt schon vollkommen zu sein und vor Gott etwas vorweisen zu können.


Ich glaube, dass ich diese Reinigung nicht nötig habe. Hat aber nichts mit Hochmut zu tun. Sondern einfach mit meinem Glauben, dass unser Leben mit unserem Tod endet. Manchmal ist die einfachste, die naheliegendste Lösung.
luschn hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Wird das Licht dich dann nicht blenden, wenn du selber nicht bereit dazu bist?

Ja. Aber deshalb gibt es ja nach dem Tod und vor dem Himmel dazwischen noch das Fegefeuer. Ich glaube niemand sollte von sich glauben, diese Reinigung nach dem Tod nicht nötig zu haben. Das wäre reinster Hochmut und sehr weit vom Himmel entfernt. So wie eben dieser Mann im Gleichnis, der glaubt schon vollkommen zu sein und vor Gott etwas vorweisen zu können.


Ich glaube, dass ich diese Reinigung nicht nötig habe. Hat aber nichts mit Hochmut zu tun. Sondern einfach mit meinem Glauben, dass unser Leben mit unserem Tod endet. Manchmal ist die einfachste, die naheliegendste Lösung.

Eine philosophische Frage:
Wenn es kein Leben nach dem Tod gäbe - welchen Grund gäbe es dann eine übermäßig reiche Bank nicht zu bestehlen, wenn es ganz sicher wäre, dass man nicht erwischt wird?

Eigentlich gar keinen. Die letzte Verwurzelung der Moral liegt in einer Perspektive jenseits dieses Lebens. Das Leben nach dem Tod zu relativieren oder abzuleugnen bedeutet in letzter Konsequenz der Moral das Wasser abzugraben.