Beweis für Nahtoderfahrung



Würdest du positive Ergebnisse dieser Studie als Beweis für Nahtoderfahrungen betrachten?
Ja
56%
 56%  [ 18 ]
Nein
43%
 43%  [ 14 ]
Stimmen insgesamt : 32

Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Ob du dich da nicht täuscht.

Das frage ich mich bei dir auch.

Kennst du dieses Gleichnis?

"Einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, erzählte Jesus dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden." Lk 8,9-14


Lieber Burkl!

Das stimmt schon dieses Gleichnis!

Aber glaubst du wirklich, wenn der Himmel nicht in Dir ist, du diese Reinheit in Dir nicht trägst, dass du dann an einen Ort ankommen kannst, der von Reinheit erfüllt ist? Wird das Licht dich dann nicht blenden, wenn du selber nicht bereit dazu bist?

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Wird das Licht dich dann nicht blenden, wenn du selber nicht bereit dazu bist?

Ja. Aber deshalb gibt es ja nach dem Tod und vor dem Himmel dazwischen noch das Fegefeuer. Ich glaube niemand sollte von sich glauben, diese Reinigung nach dem Tod nicht nötig zu haben. Das wäre reinster Hochmut und sehr weit vom Himmel entfernt. So wie eben dieser Mann im Gleichnis, der glaubt schon vollkommen zu sein und vor Gott etwas vorweisen zu können.
Burkl hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Wird das Licht dich dann nicht blenden, wenn du selber nicht bereit dazu bist?

Ja. Aber deshalb gibt es ja nach dem Tod und vor dem Himmel dazwischen noch das Fegefeuer. Ich glaube niemand sollte von sich glauben, diese Reinigung nach dem Tod nicht nötig zu haben. Das wäre reinster Hochmut und sehr weit vom Himmel entfernt. So wie eben dieser Mann im Gleichnis, der glaubt schon vollkommen zu sein und vor Gott etwas vorweisen zu können.


Lieber Burkl!

Um auf das Gleichnis zurückzukommen. Es kommt auf den Beweggrund des Handelns an, ob man aus dem Ego oder aus reiner Liebe handelt.

Das Fegefeuer. Wie der Name, so auch die Wirkung. Es schreckt ab, denn es findet eine Transformation der Persönlichkeit statt. Wer will schon seine Persönlichkeit aufgeben? Glaubst du der freie Wille geht im Jenseits verloren?

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:
Es schreckt ab, denn es findet eine Transformation der Persönlichkeit statt. Wer will schon seine Persönlichkeit aufgeben?

Dass das Fegefeuer erschreckt stimmt. Das kann aber auch gesunder Ansporn sein. Und nein - es findet keine "Transformation" oder Auflösung der Person statt, sondern die Läuterung und Freilegung des guten Persönlichkeitskerns. Dieser Prozess ist umso länger und schmerzlicher, je mehr "Verkrustungen" des Bösen wir in diesem Leben aufgebaut haben. Und was man immer bedenken muss - Fegefeuer bedeutet Heilung und dann den Himmel.

Zitat:
Glaubst du der freie Wille geht im Jenseits verloren?

Nein. Er wird aber soweit geläutert, dass die Möglichkeit der Entscheidung zum Bösen dem Menschen wesensgemäß nicht mehr zu eigen sein wird. Es ist endgültig überwunden - verarbeitet, inkorporiert, verwandelter Teil des gesunden Neuen.
So wie die Stelle, wo ein Knochen gebrochen war, nach der Heilung besonders stark ist, so wird auch unsere Seele so eine geheilte Bruchstelle haben, wo einst die Möglichkeit zum Bösen angelegt war. Es kann kein zweites Mal passieren, dass uns das Böse bricht. Der Sieg des Guten und des Lebens wird endgültig sein. So wie es am auferstandenen Christus offenbar geworden ist.
Der Auferstandene trägt die Spuren seines irdischen Lebens an sich. Schmerzhaft allerdings sind die verwandelten Wunden des alten Lebens nicht mehr. "Verschwunden" sind sie allerdings auch nicht, denn sie sind berührbar und nach wie vor Realität, nicht "weggezaubert", so als ob das Vergangene nur ein unechtes Theaterstück gewesen wäre - denn das wäre Spott gegenüber allen Leidenden. Nein, die Überwindung des Bösen und des Leides hat Früchte gebracht, hat alles neu, alles größer und besser gemacht und heil - heilig. Alles Leid hat Sinn, auch dieses, was uns zu Lebzeiten sinnlos erschien.
Die Wunden des alten Lebens sind Siegeszeichen, verwandelt und verklärt, wie es in einem alten Osterlied heißt:

„Die Wunden rot, jetzt o wie schön, freu dich und singe! Wie Sonn- und Mondglanz anzusehn, . Halleluja! Singt fröhlich Halleluja!"

Und in einem anderen:

"O wie die Wunden prangen, die er für uns empfangen! Wie schallt der Engel Siegsgesang dem Starken, der den Tod bezwang! Halleluja!"
Lieber Burkl!
Zitat:
In gewisser Weise bedingt das Christsein schon einen "Zwang" - nämlich den
der Verkündigung des Evangeliums.
"Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben."
Apg 4,20
"Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen;
denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!" 1 Kor 9,14

Ohne dir nahe treten zu wollen, hört sich das für mich in Kurzform so an:
Auf mir liegt der Zwang, den anderen zu zwingen.
Nun, wenn es auch gut gemeint ist, so erzeugt doch Druck immer Gegendruck.
Der „Zwang“ meine Meinung oder das Evangelium zu verkünden, bedeutet doch nicht zwangsweise
es immer wieder zu wiederholen.
Es bedeutet schon auch, dem anderen den freien Willen zu lassen, Beziehungsweise ihm die Zeit zu
geben die er braucht um es zu wollen, ohne ihn dabei zu überfordern.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Lieber Burkl!
Zitat:
In gewisser Weise bedingt das Christsein schon einen "Zwang" - nämlich den
der Verkündigung des Evangeliums.
"Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben."
Apg 4,20
"Wenn ich nämlich das Evangelium verkünde, kann ich mich deswegen nicht rühmen;
denn ein Zwang liegt auf mir. Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!" 1 Kor 9,14

Ohne dir nahe treten zu wollen, hört sich das für mich in Kurzform so an:
Auf mir liegt der Zwang, den anderen zu zwingen.
Nun, wenn es auch gut gemeint ist, so erzeugt doch Druck immer Gegendruck.
Der „Zwang“ meine Meinung oder das Evangelium zu verkünden, bedeutet doch nicht zwangsweise
es immer wieder zu wiederholen.
Es bedeutet schon auch, dem anderen den freien Willen zu lassen, Beziehungsweise ihm die Zeit zu
geben die er braucht um es zu wollen, ohne ihn dabei zu überfordern.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Monaliesa hat folgendes geschrieben:
Nun, wenn es auch gut gemeint ist, so erzeugt doch Druck immer Gegendruck.
Der „Zwang“ meine Meinung oder das Evangelium zu verkünden, bedeutet doch nicht zwangsweise
es immer wieder zu wiederholen.


Das nicht. Aber man kann durch das Evangelium auf Alles Wesentliche eine Antwort geben.

Zitat:
Es bedeutet schon auch, dem anderen den freien Willen zu lassen, Beziehungsweise ihm die Zeit zu
geben die er braucht um es zu wollen, ohne ihn dabei zu überfordern.


Keine Frage - diese Gefahr besteht. Denn wer begeistert ist, kann womöglich auch ungeduldig sein. Aber die wesentliche Arbeit macht Gott.
Deshalb ein afrikanisches Sprichwort: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Diese Definition des Fegefeuers gibt es meiner Information nach heute rein offiziell gar nicht mehr. Es wird von manchen Menschen scheinbar immer noch so gesehen, aber andere Menschen mögen das auch zum Beispiel differenzierter sehen, dass Menschen ein gewisses Karma oder so auch im Sinne einer Reinkarnation austragen könnten.
Lieber Burkl!
Zitat: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Hast du mir schon einmal gesagt und finde ich richtig.
Aber Ohne es böse zu meinen, wenn ich deine Beiträge lese erscheint mir schon,
dass du am Gras vielleicht nicht wirklich ziehst. aber ziemlich zupfst. *Wink*
Liebe Grüße!
Monaliesa
"Keine Frage - diese Gefahr besteht. Denn wer begeistert ist, kann womöglich auch ungeduldig sein. Aber die wesentliche Arbeit macht Gott."

Bürkl, wie meinst Du das, die wesentliche Arbeit macht Gott?