Religionsfreiheit in islamischen Ländern


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Als mündiger Christ bin ich vor Gott verantwortlich und rechne mit dem Wirken des Heiligen Geistes.
Da geschieht immer noch das Gleiche, wie an Pfingsten :
Aufhebung der Verwirrung und des Aneinandervorbeiredens und Konsenzfindung.
Auch kam und kommt es dadurch zu fortschreitenden Reformen und Aktualisierungen.


Fortschreitende Reformen? Z.b.? Und du glaubst tatsächlich dass durch innerchristliche Reformen (die ja dann von Menschen initiiert werden) die Probleme der Welt gelöst werden?


Nun, ich vergaß, dass Du nichts mit einer Größe wie dem "Heiligen Geist" anfangen kannst. Die Vergangenheit zeigt, was schon alles möglich war, wenn Menschen sich von Gott leiten ließen...

Die Probleme der Welt lösen?
Das werden die Menschen nur gemeinsam können und ich denke es wird keine Frage irgendeiner Religionszugehörigkeit sein, sondern eher eine Frage der "Herzensbildung".
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
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Hitmann: Spass macht das mit Sicherheit nicht…aber Glauben ist eben vielmehr als ein Sammelsurium persönlicher Ansichten!


Gerade die Suche des individuellen Menschen hat die Menschheit weiter voran gebracht.

Wenn Bahai Religion damit andeutet, daß den Menschen die persönliche Suche nicht mehr gestattet sein wird, sondern nur einer Linie zu folgen ist, die der Bahai Religion genehm ist, wird es keinen Frieden geben. Auch in der Zukunft nicht.

Man spürt aus den gläubigen Bahai Anhängern eine Gereiztheit heraus, weil sie Widerspruch nicht gern erwarten.

Vielleicht so in der Art: seht ein, wie schön unsere Religion ist und vergeßt alle anderen, weil wir sowieso besser sind und die ganze Zukunft.

Ob die Menschheit, die gesamte, dahingehend folgt, bleibt noch offen.

Wenn nicht diese untergründige Aggressivität zu spüren wäre, würde man genauer hinhören.

Aber dieser subtil angelegte Absolutheitsanspruch wird nicht alle Menschen zufrieden stellen und Fragen lösen.

Eine Zukunftsvision wäre, daß der Islam die Welt erobert und die Bahai Religion als Alternative zur Strenge des Islam bliebe.

Wohin aber dann mit den Lehren des Hindiusmus und Buddhismus bzw. des Judentums und all der kleinen Nebenläufer der großen Religionen ?

Verbieten ? Oder integrieren ?

Kann sich der Bahai Gläubige vorstellen, die Lehren anderer Religionen einfach zu negieren, bzw. sich bestimmte Teile heraus zu nehmen, die passend zur eigenen Religion erscheinen, alles andere mehr oder weniger als erledigt zu betrachten ?

Über Zukunftsvorstellungen kann sich der Mensch Gedanken machen.

Sie kosten nichts.

Weil kein Mensch, selbst Propheten nie wissen, wie sich eine Sache entwickeln wird, wie Menschen sich verändern werden und in 1000 Jahren könnte man rückblickend sagen: alles hat sich nicht so entwickelt, wie es der Mensch gern gehabt hätte.

Was in Gottes Plan paßt, wird geschehen. Und Gott läßt sich von Menschen nicht lenken.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hallo Ikarus,
Ganz im Gegenteil.
Eine der Grundregeln lautet "selbstständige Suche nach Wahrheit" - dazu gibt es hier an board auch einen Faden.
Kein Klerus, eben genau das was du sagst, selbst nachdenken.

Baha'u'llah anerkennt alle vorangehenden Offenbarungen, das schließt auch Buddha und Krishna ein.
Das ist ziemlich genau das Gegenteil von...

Zitat:
Vielleicht so in der Art: seht ein, wie schön unsere Religion ist und vergeßt alle anderen, weil wir sowieso besser sind und die ganze Zukunft.

Nicht gereizt, Ikarus - genervt. Davon, daß hier eine Menge Leute nicht das geringste über Baha'i wissen, und dann einfach etwas vermuten, um das dann anzugreifen.
Dabei muß man nur auf der Startseite etwas klicken, und schon kann man nachlesen. Ist das wirklich zuviel verlangt?
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Zitat:
Jesus bleibt immer Jesus, es gibt keinen zweiten Jesus. Das ist die Einmaligkeit an ihm und die Größe.


Jesus sprach ganz klar von Seiner Wiederkunft.

Zitat:
Der Christus ist ein kosmischer Geist, der nicht nur die Erde, sondern das ganze Universum und alle es bevölkernden Wesen erhellt.


Und was hast das jetzt mit dem Titel Messias zu tun? Nichts anderes heißt Christus nämlich.

Zitat:
Es ist auch ein "Alleinigkeitsanspruch" wenn man behauptet, die "Botschaft Christi" sei überholt und man selbst habe eine aktuell bessere Botschaft und Religion.


Sicher. Baha'u'llah hatte einen Universellen Anspruch. Im Gegensatz zu einem überzeugten Christen rennt ein überzeugter Baha'i aber nicht durch die Gegend und spricht anderen Religionen die göttliche Inspiration ab.

Zitat:
Der Missbrauch der Religion, der zweifellos stattgefunden hat, ändert nichts an der Wahrheit Gottes. Es ist ein menschliches "Problem" kein göttliches, dass sein Angebot in Jesus Christus vielfach nicht angenommen und sogar "verspottet" wurde.


Nur sowie das Christentum an der Macht ist sieht man von dieser Wahrheit nur noch wenig.

Zitat:
Es ist eine Wahrheit, die sich jedem erschließt, der die Worte und Taten Jesu Christi mit offenem Herzen studiert.


Mit anderen Worten: Du kannst es nicht belegen.

Zitat:
Du wirst keine Stelle im NT finden, in der Jesus für die Tötung eines Menschen plädiert. Seine Handlungsmaximen sind ganz klar auf das Leben gerichtet - und niemals auf den Tod.


Schön: Du hast aber auch keine die dagegen spricht und in der Grundstimmung war Jesus nicht gegen die Thora.

Zitat:
Ja - und damit hat er demonstriert, was es heißt "klug wie die Schlangen" zu handeln, um dem Willen Gottes zum Durchbruch zu verhelfen.


Trotzdem keine klare Aussage gegen die alttestamentlichen Todesstrafen.

Zitat:
Hat er gesagt - ihm aber damit zu unterstellen, er wollte die Welt "gewalttätiger" machen ist wohl die größtmögliche Pervertierung der von ihm verkündeten göttlichen Wahrheiten.


Das hat niemand behauptet. Aber offensichtlich wusste Jesus, dass Seine Sendung keinen Weltfrieden bringen wird. Der Islam tat das auch nicht. Nur dann den Islam deswegen als Christ so zu verurteilen ist schon sehr fraglich.

Zitat:
In Jesus hat Gott vorgezeigt, dass es genau auf diese "politische Macht" für das Heil nicht ankommt - es ist klar, dass Jesus selbst die Antithese zum "politisch mächtigen" im Judentum erwarteten Messias war.


Ich denke Jesus ist Gott. Gott zeigt in Gott etwas? Aber das wieder nur zur Trinität...

Im Judentum gab es übrigens mehrere Vorstellungen des Messias. Die Vorstellung des Messias als Abkömmling des David war bei den politisch Unterdrückten Juden der Zeit nur bekannter. Von solch einem König der Juden wurde eine Befreiung von der Unterdrückung erwartet. Und genau auf diese Symbolik griff Jesus zurück.

Es gab auch eine zu der Zeit weniger populäre Messiaserwartung eines Hohepriesters, der das wahre Judentum wiederherstellt und göttliches Heil bringt.

Letztlich hat Jesus beides verbunden indem Er das Reich Gottes und die Befreiung und Erlösung auf Seine Wiederkunft bzw. ins Reich Gottes verschob.

Du weißt aber schlich nicht was passiert wäre, wenn ganze Schaaren an Juden Jesus als den rechtmäßigen König Israels anerkannt hätten.

Zitat:
fest steht auch, dass im Namen von Religionen sicher mehr Menschen gestorben sind als durch blosse politische Kriege.


Wie hat du das ausgerechnet?

Zitat:
Um den wahren Glauben zu verbreiten, wurde und wird gerne getötet, vergewaltigt, erniedrigt und verstümmelt, egal, ob das was mit der einstigen Botschaft zu tun hatte oder nicht.


Es ist mir neu das es Missionierungsvergewaltigungen gab oder gibt. Hättest du dafür Belege? Und wenn du nun zugibst, dass dies mit der eigentlichen Sache nichts zu tun hat, dann führst du das Argument selbst in Absurdum.

Zitat:
Das sind meiner erfahrung nach aber nicht die Muslime, die regelmässig den Koran studieren und dem Imam zuhören, sondern diejenigen, die zuerst einmal selber denken.


Also jeder Muslim der den Qur'an kennt und seine Religion aktiv lebt ist gewalttätig?

Zitat:
Ist es also ok, dass sich eine Religion über alle anderen erhebt und den Anspruch hat, alle anderen unwahren Religionen kurzzuhalten, in der Hoffnung dass Allah endlich sein Gericht hält und alle Ungläubigen tötet und in die Hölle wirft.


Es gibt kaum eine heute verbreitete Religion, die keinen universalistischen Anspruch hat. Wie man ihn durchsetzt ist wohl vielmehr die Frage. Natürlich gefällt es niemanden wie militante Islamisten das tuen wollen. Nur beschränke den Islam nicht auf dieses Spektrum.

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Und natürlich ist es Auslegungssache, wenn im text steht:


Na deine wirklichen textuellen Belege waren bis jetzt nicht wirklich der Kracher...

Zitat:
Die neuen Propheten sagen, dass ale religionen gültigkeit haben. Sie sagen aber auch, dass die alten religionen erneuert werden müssen. Aber was, wenn eine religion die erneuerung ablehnt? Was, wenn mich eine alte religion zurück ins Mittelalter katapultieren will.


Das Problem erledigt sich mehr oder weniger von allein. Ohne den Petrodollar sähe es um den militanten Islamismus ganz anders aus.

Zitat:
worin besteht denn der "Neue Bund", der Jesus als "Alten Bund" ablöst?


http://de.wikipedia.org/wiki/Bund_(Bibel)

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Selbst im zweiten Weltkrieg mit seinen 50-55 Mio. Toten kann man doch wohl auch von Religionskrieg sprechen, etwa wenn ich Bezug auf den Holocaust nehme.


Da waren kapitalistische, rassische und ideologische Beweggründe am Werke, keine Religiösen.

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Religionstote: Soll ich alle Kriege aufzählen, die in den Büchern stehen?


Toll wären nur Belege für solche Behauptungen.

Zitat:
Nicht wahr, die Bahai werden doch von islamischen Verbänden verfolgt? Ich werde nie verstehen, wie ihr deren Sichtweise dennoch versucht zu verteidigen.


Wir werden von Islamisten verfolgt, speziell im Iran. Nicht von allen "islamischen Verbänden". Nur die seelischen Krankheiten dieser Leute ändern nichts an der göttlichen Wahrheit der Sendung Muhammads.

Es gibt auch immer wieder mal christliche Gruppen, die gegen Baha'i wettern, wenn auch bisher nicht mit Gewalt. Trotzdem sagen wir nichts gegen Jesus.

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Selbst Buddha hat gelehrt, dass man ihm nicht blind vertrauen solle, bloss weil er ein Buddha war, sondern dass man zweifelnd prüfen soll.


Bisher konnte mir ein Buddhist nur eine einzige Stelle aus dem Pali-Kanon nennen die dies bestätigt und selbst die war nicht 100% klar. Der Rest ist immer so aufgebaut: Jemand kommt zu Buddha fragt etwas oder kritisiert etwas, dann nimmt er es entweder direkt an oder blamiert sich und danach verneigen sich alle vor Buddha.

Derweil spricht Baha'u'llah durchaus von der unabhängigen Suche nach Wahrheit bei der man sich allein durch Gott führen lassen soll.
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Ihr Bahai solltet mal weiter denken als nur bis zu dem was diese göttlichen Offenbarer geschrieben haben.


Mit Verlaub: Es ist schon witzig, wenn du das schreibst.

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Das hört sich ja alles wirklich schön und gut an. Die Realität ist aber anders. Die höchsten Genossen dieser Erde welche uns mit ihrem Geld ins moralische und materiele Elend treiben, sind schon lange auf sowas wie eine Globale Eineit aus.


Baha'u'llah kannte die Realität schon sehr gut, ebenso wie 'Abdu'l-Baha und Shoghi Effendi. Was kennst du eigentlich aus Ihren Schriften um dir so ein Urteil zu erlauben?

Was weißt du über die Einheitsvision Baha'u'llahs? Wohlgemerkt wir reden hier über diese und die Realität, nicht über evangelikale Hirngespinste.

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Ausserdem wird auch kein Christ ein Problem mit einer Religion oder Ideologie haben solange sie nicht Staatlich - Religiös verankert ist. So das keiner unter Zwang seinem Glauben wiederhandeln muss.


Tue mal nicht so als ob die Trennung von Kirche und Staat euer verdienst ist.

Zitat:
Jesus wird dan bald wiederkommen. Und das ist Freiheit das sagen zu dürfen und nichts anderes.


Darfst du ja gern, nur schade dass du es verpasst hast und jetzt solch Sachen hier treibst.

Was ist deine Vision? Was ist dein Vorschlag? Man hört dich hier nur andere Angreifen. Nichts weiter...

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Die Frage scheint mir, welchen Absolutheitsanspruch erheben Muslime,


Einen absoluten, wie Christen auch.

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, wie tolerant sind sie gegenüber Christen, anderen Religionen und besonders gegüber jemandem der konvertiert.


Heute weniger als Christen.

Zitat:
Was das Verständnis und die Interpretation von Qu´ran und Ahadit angeht, gibt es vereinzelt schon Reformer.
Doch inwieweit werden die von der Mehrheit der Muslime gehört und anerkannt?


Die Sache ist, dass dazu eine Säkularisierung notwendig ist, was eine Schwächung der Religion bedeutet. Wie es im Christentum auch der Fall war. Und das wollen Islamisten aller Art, ob friedlich oder nicht, einfach nicht. Wie es alle fest überzeugten Christen auch nicht wollten.
Wenn die eigene Religion den Gläubigen fehlerlos erscheint und sie merken, daß andere Menschen bestimmte Satzaussagen kritischer unter die Lupe nehmen, damit muß jeder Gläubige aus jeder Religion rechnen, daß er auch Gegenargumente hören wird.

Wer sich intensiv in eine Religion hinein begibt, sie als Maßstab für alle anderen nimmt, wird sich immer massiv gegen andere Aussagen wehren.

Die Frage ist, ob der Mensch in der heutigen schnelllebigen Zeit wirklich all die großen Bücher, die bisher in allen Religionen geschrieben wurden, mit Lust in sich aufnehmen möchte.

Um zu vergleichen, müßte der Mensch dann alle Bücher aller Religionen lesen.

Zum einen wird der IQ jedes Menschen damit nicht umgehenkönnen, zum anderen wird er sein ihm zu kurz erscheinendes Leben nicht darauf ausrichten, nur die Nase ins Buch zu stecken.

Das Leben erfordert mehr, als nur immer zu lesen, sondern das Leben bietet so viele Möglichkeiten, es angenehm zu gestalten und Gemeinschaft zu pflegen.

Es genügen als Zusammenfassungen, die inhaltlich alles erklären und dem Menschen ein Bild vermittelt.

Natürlich ist von vorherein klar, daß der Mensch, der seine Religion anderen Menschen ans Herz legen möchte, die Schattenseiten ausspart, weil er sie selbst vielleicht verteidigt oder nicht wahrnimmt bzw. wahrnehmen möchte.

Wir Menschen kennen so viele Interpretationsmöglichkeiten, eine Sache gut oder böse darzustellen, zumindest was man für gut und böse hält. Was nicht für mich ist, ist gegen mich.

Das sogenannten Schwarz-Weiß-Denken hilft keinem weiter.

Mit Gelassenheit kann man also sagen, daß Gott das letzte Wort haben wird, wie es einmal aussieht auf der Welt.

Der Mensch muß nicht, wenn er nicht möchte.

Das nenn`ich Freiheit.

Die Freiheit des individuellen Menschen.

Keine Gesellschaft kann dich zwingen, zu glauben, was du nicht zu glauben bereit bist.



Ist der Mensch frei oder dem Schicksal unterworfen? Diese Frage wird seit Jahrtausenden diskutiert. Der Fehler liegt dabei darin, dass man glaubt, alle Individuen müssten den gleichen Gesetzen unterliegen. Jene, die wie Tiere nur ihren rein instinktiven Impulsen gehorchen, sind unvermeidlich den Gesetzen des Schicksals unterworfen; ihre eigene Natur erzeugt für sie diese Schicksalhaftigkeit. Wer hingegen die Beherrschung seiner Instinkte und Leidenschaften erlangt hat, der entgeht der Schicksalhaftigkeit, um in die Welt der Vorsehung und Gnade einzutreten, in der er Licht und Freiheit erlebt. Man darf sich nicht einbilden, alle könnten frei sein oder alle müssten ein unveränderliches Schicksal erleiden. Nein, die Freiheit hängt vom Entwicklungsgrad jedes Einzelnen ab. Gemäß seiner Art zu denken, zu fühlen und zu handeln, fällt der Mensch unter die Herrschaft des Schicksals oder aber er zieht die Segnungen der Vorsehung auf sich. In bestimmten Bereichen ist er also gefesselt und dem Schicksal unterworfen, und in anderen entgeht er ihm und ist frei… bis zu dem Tag, an dem er über die vollständige Freiheit verfügt.

Aivanhov

Wie viele Leute sind bereit, für die Freiheit zu kämpfen und sogar zu sterben! Aber sobald sie frei sind, denken sie nur daran, sich zu binden, sich Fesseln anzulegen. Ja, das ist zwar eine traurige Feststellung, aber es ist so. Man könnte meinen, ihre Freiheit laste auf ihnen und sie wüssten nichts damit anzufangen. Was kann man tun, wenn man frei ist? Man langweilt sich und so bringt man sich, um sich abzulenken, in unentwirrbare Situationen: »Freiheit adieu«!
Solange die Menschen nicht das wahre Licht besitzen, wird gerade die Freiheit sie dazu bringen, die größten Dummheiten zu begehen. Wie oft konnte man das schon beobachten! Die Freiheit, die beste aller Sachen, kann unter bestimmten Umständen zur schlimmsten aller Sachen werden. In dem Moment wäre es besser, ein wenig gebunden zu sein. Natürlich soll man die Freiheit suchen, aber um sich zu erheben, sich zu stärken, sich zu erhellen und in seiner Umgebung Gutes zu tun. Das ist wahre Freiheit.
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@Ikarus

Zitat:
Damit würde Deinerseits zum Ausdruck kommen, daß die Ur-Religionen nicht in der Lage sind, innerhalb ihrer eigenen Religion eine Veränderung anzuregen, bzw. auszuführen.


In einem gewissen Rahmen sicher, aber irgendwann sind die Grenzen erreicht. Wenn eine religiöse Bewegung darüber hinaus Veränderungen zulässt zerfällt sie mehr oder weniger von innen heraus.

Zitat:
Religionen haben es an sich, Träger neuer Gedanken in eine Form zu lesen, denn auch das Christentum verändert sich im Laufe der Zeit, der Zeitgeist fordert es.


Wie gesagt. Eine lange Zeit geht das, aber irgendwann ist auch damit Ende.

Zitat:
Wie wir heute die indische und chinesische Medizin annehmen, ohne deshalb Hinduist oder Buddhist zu werden, kann der Mensch morgen sein Christentum dem neuen Geist anpassen mit neuen Menschen in den nächsten Generationen.


Tatsächlich hat dies aber der Stärke des Christentums massiv geschadet.

Zitat:
Bahai Religion sieht man bei genauerem Hinsehen eher als eine Weiterentwicklung des Islam, der sanftere Weg, sein Urgrund ist der Islam, auch wenn einige Aussagen der großen Religionen Eingang in die Werke der Bahai Religion fanden.


Die Baha'i-Religion ist in einer babistisch-islamischen Matrix entstanden, wie das Christentum in einer hellenistisch-jüdischen Matrix entstanden ist. Deswegen ist sie aber keine bloße Weiterentwicklung des Islam.

Sage mir doch mal was Baha'i-Religion und Islam so extrem ähnlich macht, also an Inhalt, dass die Baha'i-Religion nur eine weiterentwickelte Abart sei.

Zitat:
Der störende Faktor, den sich die Teilnehmer der Foren, wenn es um die Bahai Religion geht, ausgesetzt sehen, ist das sich wiederholende Loben eines Religionsstifters, dessen Leiden hervorzuheben, wie es Christen für Jesus sehen.


Ich wüsste nicht, dass wir das Leiden Baha'u'llah sonderlich betonen. Auf jeden Fall hat es nicht den gleichen Stellenwert wie in der Theologie des Paulus, auch wenn es seine Rolle spielt.

Wir loben auch nicht einfach nur, sondern gehen doch durchaus Argumentativ vor. Aber ich lasse mich gern eines besseren Belehren.

Aber ich wüsste auch nicht wieso ich Baha'u'llah nicht als das Darstellen sollte was Er ist.

Zitat:
Muß immer erst gelitten werden, damit Menschen aufmerksam zuhören und warum diese starke Personifizierung und Bindung und Forderung nach Einhaltung der Gesetzgebungen, wobei die Drohung auf dem Fuße folgend, den Gläubigen treffen soll und muß, was in einigen bisher gebrachten Passagen zum Ausdruck kommt.


Leiden musste Baha'u'llah und viele Andere, weil es andere Menschen nicht ertragen wollten oder konnten was Er verkündete.

Auf welche Drohungen spielst du an?

Zitat:
Die frohe Botschaft lautet: schau auf dein Herz, welchen Aussagen du glauben kannst, dann bist du immer in deiner Mitte.


Wenn du wirklich auf dein Herz und nicht dein selbst schaust, dann kannst du das gern tun.

Zitat:
Wenn Bahai Religion damit andeutet, daß den Menschen die persönliche Suche nicht mehr gestattet sein wird, sondern nur einer Linie zu folgen ist, die der Bahai Religion genehm ist, wird es keinen Frieden geben. Auch in der Zukunft nicht.


Wir können gern im Detail über die von Baha'u'llah beschriebene Suche nach Wahrheit sprechen. Als Suche nach Wahrheit gilt freilich nur die wirkliche Suche nach Wahrheit und nicht die Suche nach dem was man gern hätte.

Zitat:
Man spürt aus den gläubigen Bahai Anhängern eine Gereiztheit heraus, weil sie Widerspruch nicht gern erwarten.


Gegen ernst gemeinte Fragen habe ich nichts und ich denke auch kein anderer Baha'i. Wer aber die Sache angreift wird mit einer apologetischen Erwiderung rechnen müssen.

Jetzt sag doch mal konkret welchen Widerspruch du meinst.

Zitat:
Vielleicht so in der Art: seht ein, wie schön unsere Religion ist und vergeßt alle anderen, weil wir sowieso besser sind und die ganze Zukunft.

Ob die Menschheit, die gesamte, dahingehend folgt, bleibt noch offen.


Baha'u'llah sagt nicht, dass man die anderen Manifestationen Gottes vergessen soll. Wie könnte Er auch, wenn Er Ihre Wiederkunft ist?

Ob die Menschen letztlich Baha'u'llah folgen ist ihr Problem, nicht das Gottes. Der Mensch bedarf Gott, nicht andersherum.

Zitat:
Aber dieser subtil angelegte Absolutheitsanspruch wird nicht alle Menschen zufrieden stellen und Fragen lösen.


Nenne mir bitte eine einzige moderne Denkart, die keinen universellen Anspruch hat.

Zitat:
Eine Zukunftsvision wäre, daß der Islam die Welt erobert und die Bahai Religion als Alternative zur Strenge des Islam bliebe.


Das wird so nicht passieren. Tatsache ist, dass die Baha'i-Religion sich heute außerhalb der islamischen Welt weit schneller verbreitet als in ihr. Wobei eine Messung in der islamischen Welt natürlich schwer ist.

Zitat:
Wohin aber dann mit den Lehren des Hindiusmus und Buddhismus bzw. des Judentums und all der kleinen Nebenläufer der großen Religionen ?


Die sind in Baha'u'llah ebenso erfüllt wie das Gesetz des Judentums in Jesus. Niemand ist gezwungen Baha'i zu werden. Wer Hindu, Jude oder was auch immer bleiben will der soll es tun. Es ist seine Entscheidung und er muss sie vor Gott vertreten. Sollte die Person einen guten Grund dafür gehabt haben, was durchaus sein kann, so wird Gott ihm, so hoffe ich, vergeben.

Zitat:
Verbieten ? Oder integrieren ?


Integrieren. Genau so sind die Institutionen der Sache Baha'u'llahs angelegt. Es sei z.B. das Haus der Andacht genannt, dass den Anhängern aller Religionen offen steht. Inklusiver der umfangreichen sozialen Institutionen, die um es herum entstehen sollen.

Shoghi Effendi beschreibt das letztendliche Ziel der Weltordnung Baha'u'llahs, den Größten Frieden, unter Anderem so:

The unity of the human race, as envisaged by Bahá’u’lláh, implies the establishment of a world commonwealth in which all nations, races, creeds and classes are closely and permanently united, and in which the autonomy of its state mem-bers and the personal freedom and initiative of the individuals that compose them are definitely and completely safeguarded. (Shoghi Effendi, The World Order of Bahá’u’lláh, S. 203)

Zitat:
Kann sich der Bahai Gläubige vorstellen, die Lehren anderer Religionen einfach zu negieren, bzw. sich bestimmte Teile heraus zu nehmen, die passend zur eigenen Religion erscheinen, alles andere mehr oder weniger als erledigt zu betrachten ?


Natürlich ist alles andere aus Sicht der Baha'i überholt. Ändert aber nichts an der Freiheit der persönlichen Auffassung und Meinung der Anhänger dieser Leute. Diese ist durch die Offenbarung Baha'u'llahs selbst gesichert. Etwas negieren und sagen, dass es nicht mehr aktuell ist, dass ist auch etwas anderes.

Ich hoffe Baha'i werden z.B. nie anfangen über die vorherigen Manifestationen so zu reden, wie es so einige Christen gern über Moses tun. Wir kennen aber sehr wohl Ihre Bedeutungen in der Heilsgeschichte.

Zitat:
Weil kein Mensch, selbst Propheten nie wissen, wie sich eine Sache entwickeln wird, wie Menschen sich verändern werden und in 1000 Jahren könnte man rückblickend sagen: alles hat sich nicht so entwickelt, wie es der Mensch gern gehabt hätte.

Was in Gottes Plan paßt, wird geschehen. Und Gott läßt sich von Menschen nicht lenken.


Natürlich kennt die Manifestation Gottes die Zukunft.


Liebe Grüße,
Tobias
Tobias,

Vielleicht spürst Du es nicht, aber in den Aussagen der Bahai Gläubigen liegt oft ein "Rechthaben" in den Sätzen und Antworten.

Bereits in Deinem Beitrag könnte ich auf einige Aussagen reagieren und sagen, das sehe ich nicht so.

Aber es ist Euer Forum, sind Eure Ansichten, ist Euer Anspruch, einzigartig und neu zu sein.

Was bliebe dem Einzelnen ohne Religion für Entscheidungsmöglichkeiten, wenn der Großteil der Menschen unter Bahai Einfluß wäre ?
Er hätte, wie im Kommunismus, nur die Chance, sich zu verstellen, um überleben zu können.

Oder alles würde Scientology Reich werden und jeder Mensch wäre dann von diesen Ansichten und Gesetzen abhängig.

Wer also Arbeit braucht und sein Arbeitgeber wäre ein Scientologe, dann müßte er sich anpassen oder er bekäme unendliche Schwierigkeiten, denn auch diese Gruppierung oder Sekte, wie man es auch nennen mag, hat ihre Ansprüche an die Welt. Man muß sich nur einmal mit den Zielen dieser Organisation befassen.

Desgleichen gibt es Ansprüche seitens anderer Religionen, eine dominierende Rolle in der Gesellschaft und das weltweit einzunehmen.

Bliebe die Frage, ob dann noch Ableger der Religionen, bestimmte Gruppierungen und Geistesentwicklungen weiter bestehen dürfen oder ein Verbot über sie ausgesprochen wird, daß ihre Existenz gefährdet ist.

Denken wir an die Evangelikalen oder islamische Religionen, die sich nicht an die ganzen Lehren des Islam halten.

http://www.thomasschirrmacher.info/tag/evangelikale/

Für Christen wird Jesus immer der Gott sein, der auf die Erde kam. Das wird sich nie verändern, selbst wenn sich die Zustände soweit ändern würden, daß es tatsächlich zu einer Weltordnung unter Bahai Religion käme.

http://www.inforel.ch/i110e01.html

Lehre

Die Aleviten haben ein ganz anderes Gottesverständnis als Muslime, Christen und Juden. Mit der Aussage, Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Vernichter des Universums und allem, was darin ist, ist die Gemeinsamkeit praktisch erschöpft. Gott entwickelt sich in mehreren Stufen. Die sichtbare Gestalt Gottes ist die Natur und damit auch der Mensch. Jeder Mensch ist eine Manifestation Gottes, auch der Schurke und der Gottlose; allerdings sind diese missglückte Experimente Gottes. Jeder muss selber zur Erkenntnis von Gott und Natur kommen. Jedem Menschen wird das freie Selbstbestimmungsrecht zugestanden. Er kann beliebige Rituale pflegen oder darf sogar Atheist sein, sofern er seine eigenen Ansichten nicht anderen aufzwingen will. Die sozialen Normen wie das Verbot des Tötens, des Diebstahls, der Verleumdung und des Ehebruchs gelten für Aleviten gegenüber allen Menschen. Die Frage nach dem Tod und den Jenseitsvorstellungen ist für Aleviten nebensächlich. Das Verhältnis zum Mitmenschen ist wichtig.




Diese Ankündigungen weisen auf ein religiöses Großereignis hin und damit auch auf einen besonders bedeutsamen Bund zwischen Gott und den Menschen. Bahá'u'lláh ist nicht nur der Bote der Bahá'í-Offenbarung, die mindestens 1.000 Jahre gültig ist. Er leitete zudem einen "universalen Zyklus" ein, der ca. 500.000 Jahre dauern wird. In diesem Zyklus werden verschiedene Manifestationen Gottes auftreten, die mit ihren Sendungen in weitere geistige Dimensionen und Wirklichkeitsbereiche führen, wobei die Offenbarung Bahá'u'lláhs als Ausgangsbasis eines Einheitsprozesses dient, der das gesamte Weltall umfasst. Der "prophetische Zyklus" (beginnend mit "Adam") wurde durch den Báb beendet.

Das im Internet veröffentlichte Foto stellt nicht "Bahá'u'lláh" dar, sondern "Mírzá Husayn-'Alí". Die Erscheinung Bahá'u'lláhs, insbesondere in Momenten der Textoffenbarungen, entzieht sich einer fotographischen Abbildung gänzlich. Das veröffentlichte Foto stellt viele Wahrheitssucher in eine ernste Prüfungssituation, da es "die Herrlichkeit Gottes" nicht erkennen lässt, die von Bahá'u'lláh ausstrahlte. Ohne diese kristallklare Differenzierung geht jeder Wahrheitssucher vom Pfad der Erkenntnis weitab in die Irre!
http://www.9-b-19.de/bahai/bund-gott-menschheit.php

Was die Wahrheit und die Manifestation Gottes angeht:

Gott und Mensch
Der Mensch ist Gott in Verkleidung, der zum Spaß ein Gewand anlegt, und bald seine wahre Identität vergißt. Der Wunsch zieht ihn nach unten. Unterscheidungskraft erhebt ihn.
Wenn sich der Mensch entwickelt, ist er Gott. Wenn sich Gott zurückentwickelt, ist Er Mensch. Wenn Gott gebunden ist, ist Er Mensch, und der Mensch, der frei ist von Bindung, ist Gott. Ein getäuschter unwissender Mensch ist weltlich. Ein vollkommener Mensch ist Gott.
Gott wurde Mensch. Der Mensch wird wieder Gott werden. Gott plus Wunsch ist Mensch. Mensch minus Wunsch ist Gott. Die gottlosesten Menschen können durch aufrichtige Hingabe an Gott höchste Wonne erlangen.

http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Arti.....t-Artikel/art_mensch.html


Es wird auch weiterhin verschiedene Ansichten geben, so daß man von einer absoluten Wahrheit auf nur einer Seite niemals ausgehen kann.

Wahrheit kann immer so formuliert werden, wie es sich der Mensch gestattet, wie es ihm gefällt.

Sonst wären die Wahrheitsansprüche nicht so verschieden in der Welt.

Welcher Teil des Menschen erlangt Verwirklichung?

Sri Chinmoy:
Wenn die Verwirklichung stattfindet, so ist es das ganze Wesen, welches Gott verwirklicht. Die Seele hat Gott schon verwirklicht, doch die Seele bringt dann ihr verwirklichtes Bewusstsein zum Vorschein. Sie tritt in das Herz ein und versucht das Herz mit ihrem göttlichen Bewusstsein zu durchdringen. Vom Herzen aus geht die Verwirklichung dann zum Verstand, vom Verstand zum Vitalen und vom Vitalen zum physischen Körper. Wenn sie das Physische, das Vitale, das Mentale und das Psychische umfasst, ist die Verwirklichung vollständig.
Wahre Verwirklichung lässt uns erkennen, dass wir weder der Körper noch der Verstand noch etwas anderes sind, sondern die Seele, welche eine Manifestation des Göttlichen ist. Wenn er Gott verwirklicht, wird jeder Mensch fühlen, dass er ein bewusster Teil Gottes ist. Das Physische ist begrenzt, doch die Seele ist unbegrenzt. Wenn wir von Verwirklichung sprechen, beziehen wir uns auf etwas Unbegrenztes, Unendliches. Wenn wir Gott verwirklichen, gehen wir über das Körperbewusstsein hinaus und werden eins mit der unbegrenzten Fähigkeit der Seele.
http://www.weisheitsrichinmoys.com/.....ung-selbst-verwirklichung

Ist es möglich, in einer Inkarnation die Weisheit und umfassende Erkenntnis Gottes zu erlangen?

Sri Chinmoy:
Es ist absolut möglich, umfassende Erkenntnis Gottes zu erlangen, vorausgesetzt der Sucher besitzt aufrichtigstes inneres Streben. Außerdem muss der Sucher in der Lage sein, die Erkenntnis und die Weisheit Gottes aufzunehmen. Drittens muss der Sucher einen sehr hohen spirituellen Meister haben, einen Gottverwirklichten Yogi höchster Ordnung. Viertens muss es der Wille Gottes sein, dass der Sucher diese umfassende innere Weisheit und innere Erkenntnis empfängt. Wenn alle vier Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind, dann ist es absolut möglich.
Doch wenn jemand gerade erst das spirituelle Leben beginnt und Gott ohne die Hilfe eines Meisters verwirklichen will, dann ist es unmöglich. Für einen gewöhnlichen Menschen sind dafür Hunderte und Tausende von Inkarnationen erforderlich. Selbst wenn jemand einen guten Meister hat – wenn der Schüler nicht hundertprozentig aufrichtig ist, kann es sechs, sieben, zehn oder zwanzig Inkarnationen dauern. Die allerbesten Schüler jedoch erhalten die Verwirklichung entweder in einer Inkarnation oder in wenigen Inkarnationen, unter der beständigen Führung des Meisters.


Wie will man den Indern verbieten, an die Inkarnationen der Menschen zu glauben, wenn man der indischen Religion diese Lehre abspricht und sie verneint ?

Wenn der Sucher ein Glas Wasser trinken soll, wird Gott ihm sagen: „Geh und trinke ein Glas Wasser.“ Und wenn er das Fenster schließen soll, wird es Gott ihm sagen. Gott wird die Form eines sehr, sehr leuchtenden Wesens annehmen und ihn auf diese Weise führen.

Ich empfinde die indische Religionslehren als sehr weise.

Wenn sie aber der Lehre der Bahai Religion in einigen Teilen widersprechen, wie geht man damit um ?


So sehe ich in der Zukunft noch viele Probleme auf die Menschheit zukommen, die nicht nur die Bereiche Religion, sondern auch Wirtschaft und Politik umfassen.


Im Innern des Menschlichen existiert das Göttliche. Wir brauchen nicht in einer Höhle im Himalaya zu leben, um unsere Göttlichkeit zu beweisen; diese Göttlichkeit können wir in unserem normalen Alltagsleben zum Vorschein bringen. Spiritualität ist etwas absolut Normales, doch leider haben wir mittlerweile das Gefühl, dass sie unnormal sei, weil wir so wenige spirituelle Menschen in dieser Welt der Unwissenheit sehen. Aber dieses Gefühl ist ein bedauerlicher Fehler. Wahre Spiritualität ist die Annahme des Lebens. Zuerst müssen wir das Leben annehmen so wie es ist, und dann müssen wir versuchen, das Gesicht der Welt durch unser inneres Streben und unsere Verwirklichung zu vergöttlichen und zu verwandeln.


Ich werde mich jetzt in das Interview weiter vertiefen.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
@Ikarus:

dieses Forum steht allen Menschen offen und du kannst jede ernstgemeinte kritische Frage stellen.

Allerdings gehst du in keinster Weise konkret auf die Punkte von z.B. Tobias ein und wirfst allgemeingültige Aussagen wie: Bahai = Weiterentwicklung Islam; Baha'i = alle müssen konform denken usw. in den Raum. Das ist doch keine Diskussionsgrundlage wenn dann auf Widerlegungen nicht eingegangen wird.

Diese Aussagen, lieber Ikarus, zeigen doch dass dein Ziel nicht wirklich das Verstehen wollen des Bahá'i Glaubens ist, da deine Behauptungen zum Teil den Grundprinzipien des Glaubens widersprechen.

Wenn für dich der Eindruck kommt, dass Bahá'i sich für was Besseres halten, dann tut mir das aufrichtig leid, denn kein Mensch hat das Recht sich über einen anderen zu erheben und jeder von uns, unabhängig der Religion, macht genügend eigene Fehler und sollte seinen Mitmenschen vielmehr unterstützen!

Dennoch bitte ich dich konkret auf die vorgebrachten Punkte einzugehen und Belege für deine Behauptungen anzuführen. Dann kannst du gerne die Bahá'i Religion von vorne bis hinten kritisieren (musst aber mit Antworten rechnen)!
Zitat:
Vielleicht spürst Du es nicht, aber in den Aussagen der Bahai Gläubigen liegt oft ein "Rechthaben" in den Sätzen und Antworten.


Wenn ich mit einer Aussage nicht etwas zur Wahrheit beitrage oder meine Meinung bezüglich dem was die Wahrheit ist sage, dann kann ich sie mir auch ganz schenken.

Entsprechend: Ja, mit jedem meiner Posts hier habe ich die Absicht in gewisser Weise die Wahrheit zu verkünden. Ob man mir nun glaubt, dies sei jedem überlassen. Und ob ich wirklich recht habe, dass ist auch noch mal ein anderes Thema.

Zitat:
Bereits in Deinem Beitrag könnte ich auf einige Aussagen reagieren und sagen, das sehe ich nicht so.


Genau das wäre der Sinn einer Diskussion. Tatsächlich habe ich ja auch an diversen Stellen direkte oder indirekte Fragen gestellt.

Zitat:
Aber es ist Euer Forum, sind Eure Ansichten, ist Euer Anspruch, einzigartig und neu zu sein.


Neu: Sicher. Einzigartig: In gewisser Weise, wie jede göttliche Sendung in ihrer Mission einzigartig ist.

Sonst: Das Forum steht jedem offen. Ich würde sogar ganz klar sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Nutzer hier im Forum nicht an Baha'u'llah glaubt.

Zitat:
Was bliebe dem Einzelnen ohne Religion für Entscheidungsmöglichkeiten, wenn der Großteil der Menschen unter Bahai Einfluß wäre ?


Also erst einmal ist niemand "unter Bahai Einfluß", sondern es gibt Leute, die Baha'u'llah als Manifestation Gottes für dieses Zeitalter angenommen haben und Leute dies es nicht haben.

Was meinst du konkret mit "dem Einzelnen ohne Religion"? Als Entscheidungsmöglichkeit bleibt jedem Baha'i zu werden oder irgend eine andere Weltsicht oder Religion anzunehmen. Seine Rechte als Mensch und Bürger sind gesichert, wie ich auch bereits mit einem Zitat belegte. (Ich kann es auch gern weiter ausführen.)

Zitat:
Er hätte, wie im Kommunismus, nur die Chance, sich zu verstellen, um überleben zu können.


Es gibt in den Geboten Baha'u'llahs keine diesseitige Strafe dafür nicht an Ihn zu glauben oder nicht an Gott zu glauben. Es ist also kein Verstellen möglich. Vielmehr sollten sich in dem Fall die Baha'i, welche seine Mitmenschen sind, fragen warum er Gott und Baha'u'llah nicht akzeptiert.

Wer immer es wünscht, den lasse von diesem Ratschlag sich wenden, und wer immer es wünscht, den lasse den Pfad zu seinem Herrn erwählen. (Baha'u'llah, Tafel an Ahmad, 6)

Zitat:
Oder alles würde Scientology Reich werden und jeder Mensch wäre dann von diesen Ansichten und Gesetzen abhängig.


Was hat das jetzt bitte mit dem Thema zu tun? Oder wolltest du nur mal die Baha'i mit Scientology gleich setzen?

Zitat:
Wer also Arbeit braucht und sein Arbeitgeber wäre ein Scientologe, dann müßte er sich anpassen oder er bekäme unendliche Schwierigkeiten, denn auch diese Gruppierung oder Sekte, wie man es auch nennen mag, hat ihre Ansprüche an die Welt. Man muß sich nur einmal mit den Zielen dieser Organisation befassen.


Nur das solch Verhalten in der Baha'i-Religion verboten ist:

Verkehret mit allen Religionen in Herzlichkeit und Eintracht, auf daß sie Gottes süße Düfte von euch einatmen. Hütet euch, daß euch im Umgang mit den Menschen nicht die Hitze törichter Unwissenheit übermanne. Alles hat seinen Anfang in Gott und alles kehrt zu Ihm zurück. Er ist aller Dinge Ursprung, und in Ihm haben alle Dinge ihr Ende. (Baha'u'llah, Heiligstes Buch, 144)

Und wieder die Frage: Was hat das mit den Baha'i zu tun?

Zitat:
Desgleichen gibt es Ansprüche seitens anderer Religionen, eine dominierende Rolle in der Gesellschaft und das weltweit einzunehmen.


Können sie ja gern haben. Wir bestreiten den Anspruch dieser Sendungen überhaupt nicht. Sie sind aber nun einmal durch Baha'u'llah erfüllt worden. Entsprechend gilt: Die persönlichen und sozialen Rechte dieser Personen sind durch die Sendung Baha'u'llahs geschützt. Aber in einem demokratischen System muss sich eine Minderheit nun einmal der Mehrheit, bis zu einem gewissen Grad (dieser sind die oben angesprochenen Rechte) beugen. Das tun wir Baha'i jetzt ja auch.

Zitat:
Bliebe die Frage, ob dann noch Ableger der Religionen, bestimmte Gruppierungen und Geistesentwicklungen weiter bestehen dürfen oder ein Verbot über sie ausgesprochen wird, daß ihre Existenz gefährdet ist.


Die Frage wurde dir im letzten Post schon beantwortet und wurde es nun wieder.

Zitat:
Denken wir an die Evangelikalen oder islamische Religionen, die sich nicht an die ganzen Lehren des Islam halten.


Können sie alles sein, solange sie sich an die Gesetze halten. Kriminelles Verhalten, wie z.B. die Anwendung von Gewalt, wird freilich geahndet.

Zitat:
Für Christen wird Jesus immer der Gott sein, der auf die Erde kam. Das wird sich nie verändern, selbst wenn sich die Zustände soweit ändern würden, daß es tatsächlich zu einer Weltordnung unter Bahai Religion käme.


Also erst einmal haben das nie wirklich alle Christen in der Art geglaubt und es gibt tausende von Christen die Baha'i wurden.

Die freie Suche nach Wahrheit ist ein unauflöslicher Teil der Lehre Baha'u'llahs und sie ist nur mit der Realisierung von Gewissens-, Gedankens- und Religionsfreiheit möglich.

Zitat:
Lehre

Die Aleviten haben ein ganz anderes Gottesverständnis als Muslime, Christen und Juden. Mit der Aussage, Gott ist der Schöpfer, Erhalter und Vernichter des Universums und allem, was darin ist, ist die Gemeinsamkeit praktisch erschöpft. Gott entwickelt sich in mehreren Stufen. Die sichtbare Gestalt Gottes ist die Natur und damit auch der Mensch. Jeder Mensch ist eine Manifestation Gottes, auch der Schurke und der Gottlose; allerdings sind diese missglückte Experimente Gottes. Jeder muss selber zur Erkenntnis von Gott und Natur kommen. Jedem Menschen wird das freie Selbstbestimmungsrecht zugestanden. Er kann beliebige Rituale pflegen oder darf sogar Atheist sein, sofern er seine eigenen Ansichten nicht anderen aufzwingen will. Die sozialen Normen wie das Verbot des Tötens, des Diebstahls, der Verleumdung und des Ehebruchs gelten für Aleviten gegenüber allen Menschen. Die Frage nach dem Tod und den Jenseitsvorstellungen ist für Aleviten nebensächlich. Das Verhältnis zum Mitmenschen ist wichtig.


Nun ja, das ist etwas übertrieben dargestellt. Aber sei es drum. Wo ist das Problem?

Zitat:
Diese Ankündigungen weisen auf ein religiöses Großereignis hin und damit auch auf einen besonders bedeutsamen Bund zwischen Gott und den Menschen. Bahá'u'lláh ist nicht nur der Bote der Bahá'í-Offenbarung, die mindestens 1.000 Jahre gültig ist. Er leitete zudem einen "universalen Zyklus" ein, der ca. 500.000 Jahre dauern wird. In diesem Zyklus werden verschiedene Manifestationen Gottes auftreten, die mit ihren Sendungen in weitere geistige Dimensionen und Wirklichkeitsbereiche führen, wobei die Offenbarung Bahá'u'lláhs als Ausgangsbasis eines Einheitsprozesses dient, der das gesamte Weltall umfasst. Der "prophetische Zyklus" (beginnend mit "Adam") wurde durch den Báb beendet.

Das im Internet veröffentlichte Foto stellt nicht "Bahá'u'lláh" dar, sondern "Mírzá Husayn-'Alí". Die Erscheinung Bahá'u'lláhs, insbesondere in Momenten der Textoffenbarungen, entzieht sich einer fotographischen Abbildung gänzlich. Das veröffentlichte Foto stellt viele Wahrheitssucher in eine ernste Prüfungssituation, da es "die Herrlichkeit Gottes" nicht erkennen lässt, die von Bahá'u'lláh ausstrahlte. Ohne diese kristallklare Differenzierung geht jeder Wahrheitssucher vom Pfad der Erkenntnis weitab in die Irre!
http://www.9-b-19.de/bahai/bund-gott-menschheit.php


Seiner Darstellung über das Bild von Mirza Husain 'Ali Nuri würde ich jetzt nicht zu 100% zustimmen. Der Rest stimmt.

Zitat:
Gott und Mensch
Der Mensch ist Gott in Verkleidung, der zum Spaß ein Gewand anlegt, und bald seine wahre Identität vergißt. Der Wunsch zieht ihn nach unten. Unterscheidungskraft erhebt ihn.
Wenn sich der Mensch entwickelt, ist er Gott. Wenn sich Gott zurückentwickelt, ist Er Mensch. Wenn Gott gebunden ist, ist Er Mensch, und der Mensch, der frei ist von Bindung, ist Gott. Ein getäuschter unwissender Mensch ist weltlich. Ein vollkommener Mensch ist Gott.
Gott wurde Mensch. Der Mensch wird wieder Gott werden. Gott plus Wunsch ist Mensch. Mensch minus Wunsch ist Gott. Die gottlosesten Menschen können durch aufrichtige Hingabe an Gott höchste Wonne erlangen.

http://www.yoga-vidya.de/Yoga--Arti.....t-Artikel/art_mensch.html


Das kann ich als Baha'i so nicht akzeptieren. Ich würde natürlich versuchen diese Person von der Offenbarung Baha'u'llahs zu überzeugen, dass nämlich das Licht Gottes in uns ist, wir aber nicht ein verkleideter Gott sind. Das hindert mich aber nicht einem solchen Menschen als eben solchen zu akzeptieren. Gerade Baha'u'llah ruft mich dazu auf.

Zitat:
Es wird auch weiterhin verschiedene Ansichten geben, so daß man von einer absoluten Wahrheit auf nur einer Seite niemals ausgehen kann.


Die Existenz verschiedener Ansichten bedeutet nicht, dass es nicht eine Wahrheit gibt. Davon abgesehen, dass religiöse Wahrheit durchaus an den Kontext gebunden ist. Nur das steht der Weltordnung Baha'u'llahs keineswegs im Weg.

Zitat:
Wahrheit kann immer so formuliert werden, wie es sich der Mensch gestattet, wie es ihm gefällt.


Nicht der Mensch macht Wahrheit, Gott legt fest was Wahrheit ist.

Zitat:
Sonst wären die Wahrheitsansprüche nicht so verschieden in der Welt.


Da gibt es eine ganz einfache Antwort drauf:

1. Manche Ansprüche sind falsch.
2. Manch Ansprüche sind richtig, nur eben anders formuliert als man es gewohnt ist.
3. Manch Ansprüche sind richtig, nur nicht mehr zur heutigen Situation.

Zitat:
Welcher Teil des Menschen erlangt Verwirklichung?


Hoffentlich das Licht Gottes in uns.

Zitat:
Wie will man den Indern verbieten, an die Inkarnationen der Menschen zu glauben, wenn man der indischen Religion diese Lehre abspricht und sie verneint ?


Baha'i verbieten nichts in der Form. Und es gibt keine indische Religion, es gibt indische Religionen. Übrigens ist die größte Baha'i-Gemeinde der Welt in Indien.

Zitat:
Wenn sie aber der Lehre der Bahai Religion in einigen Teilen widersprechen, wie geht man damit um ?


Sie versuchen von der Lehre Baha'u'llahs zu überzeugen. Wenn sie nicht wollen ist das ihre Entscheidung: Entweder haben die Baha'i es dann nicht richtig zeigen können oder die Person wollte es nicht sehen oder die Zeit war einfach noch nicht so weit. Wie dem auch sei, alles kein Grund der Person irgendetwas zu tun, eher im Gegenteil.


Liebe Grüße,
Tobias