Wie denkt der moderne Islam über das Thema Dhimmies?


@ Tobias
Nochmal:
Die Frage lautet: Was denkt ein moderner Moslem über das Thema Dhimmi und wie geht er damit um?
Diese Frage kannst du mir einfach als Nicht-Moslem nicht beantworten - unmöglich - und wenn du es noch so gerne willst. Fachliteratur kann ich auch lesen, entspricht aber nicht der Fragestellung.
Und differenzierte Antworten hast du mir auch nicht gegeben, sondern allenfalls allgemeine Auffassungen wiedergegeben, die alles, aber nicht konkret sind.
Dadurch, dass du ungefragt antwortest, ergreifst du vielleicht Partei für eine Denkrichtung, die du vielleicht gar nicht mögen würdest, wenn du sie wirklich erfahren würdest. Und ehrlich, wie man als Mitglied einer verfolgten Gruppe noch die Verfolger rechtfertigt, dafür finde ich kaum Worte.
Damit du es richtig verstehst: Ich will kein Feindbild aufbauen oder erhalten, aber auf Gefahren werde ich wohl hinweisen dürfen. Und ich gebe genug Raum zur Klarstellung für die angefragte Zielgruppe.
Lieber Lumin,

ich möchte hier ein Bibel-Zitat aus der Apostelgeschichte bringen:

"Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden; stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen."

In diesem Sinne bin ich sicher, dass alle Elemente im Islam, die nicht von Gott stammen, vergehen werden - so auch der "Dhimmi"-Status.

Wir müssen allerdings allerdings trotzdem für alle Menschen, die unter dieser Ungerechtigkeit leiden und deren Verfolger beten und alles tun, um uns für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Gewissheit, dass die Wahrheit am Ende siegen wird, darf uns niemals dazu verleiten untätig zu bleiben.
Hallo Lumin,
Wenn es dir um Toleranz geht hast du es bisher aber vermieden das zu zeigen...
Zitat:
Dadurch, dass du ungefragt antwortest, ergreifst du vielleicht Partei für eine Denkrichtung, die du vielleicht gar nicht mögen würdest, wenn du sie wirklich erfahren würdest. Und ehrlich, wie man als Mitglied einer verfolgten Gruppe noch die Verfolger rechtfertigt, dafür finde ich kaum Worte.
Damit du es richtig verstehst: Ich will kein Feindbild aufbauen oder erhalten, aber auf Gefahren werde ich wohl hinweisen dürfen

Tobias kann gar nicht "ungefragt" antworten, da du die Frage in einem öffentlichen Forum gestellt hast. Also antwortet auch jeder den es interessiert.
Ja, wir Baha'i werden im Iran verfolgt. Und da man kein Feuer löscht indem man es anfacht, werden wir ganz sicher nicht Hass mit Hetze beantworten. Verstehen ist übrigens nicht rechtfertigen.
Du willst vor Gefahren warnen, okay. Dann warne die Moslems (aber auch alle Anderen!) vor ihren Fanatikern! Denn nichts ist dem Wesen einer jeden Religion so fremd und so schädlich wie Fanatismus. Eine Gruppe in der man die friedlichen Mitglieder nicht mehr wahrnimmt, weil die fanatisierten Narren so laut brüllen, ist dem Untergang geweiht.
Darin sehe ich keine Gefahr für Europa, wir haben das lange hinter uns...
Liebe Grüße
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Hi @ all

Scharfe Diskussion...ich mag es ja wenn es ein bischen emotional wird und Klartext geredet wird

Beim Stichwort "hier in Europa" hats bei mir geklingelt.
Möglicherweise können wir ja den einen oder anderen Muslimen zur Mitarbeit motiviren wenn wir mal die Problematik auf die Verhältnisse hier vor Ort übertragen.
Die Dhimmies haben also einen traditionellen Hintergrund welcher sich auch im Selbstverständnis im Umgang mit Mitmenschen anderer Religionen ausserhalb der streng muslimischen Staaten zeigen dürfte.

Ich denke da an meine Erfahrungen die ich mit Kollegen und Freunden gemacht habe.
Zum einen sind da die gut behüteten muslimischen Mädchen die sich auf keinen Fall mit nicht muslimische Jungs "einlassen" dürfen.
Da habe ich die Erfahrung gemacht dass in vielen sehr aufgeschlossenen und toleranten Familien (keine Ironie) doch eine Sicherung rausspringt,
sobald sich ein Mädel in einen Jungen verliebt.
Da hört die Toleranz dann doch sehr plötzlich auf.

Anders sieht es bei den muslimischen Jungs aus, denen wird so manche "Affaire" gestattet ohne dass ihr Ruf dadurch Schaden nehmen würde,die Religionszugehörigkeit der Mädels spielt dabei auch keine Rolle.

Von dem Begriff Dhimmie höre ich hier zum ersten mal, mir war wohl bekannt dass es ein Problem Andersgläubigen gegenüber gibt, aber dass da ein dermassen fest verankerter Hintergrund zu finden ist wird mir gerade erst bewusst.

Mir stellt sich nun die Frage ob sich dieser "kultivierte" Umgang mit nicht Muslimen fest im Bewusstsein muslimischer Mitmenschen verankert hat und ob es sich mit dem Islam vereinen lässt in Zukunft toleranter mit diesem Problem umzugehen ?

Ich finde wir könnten versuchen diese kritische Problematik zu erörtern ohne mit Schuldzuweisungen um uns zu schlagen...

Gruss Grubi







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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA