Stimmt das?


salam uhaleikum,
ich habe was gelesen wo ich nicht weiß ob es stimmt. Also ist es wahr das Juden und Christen bevor der Gesandte saw kam Moslems waren?
Ich bedanke mich im Vorraus
Lg Leila
Im Qur'án werden alle Propheten und Gesandte als Muslime bezeichnet. Gleiches gilt für Ihre Anhänger. Kein Muslim ist man mehr, wenn man sich gegen Gott auflehnt, z.B. wenn man einen Seiner Offenbarer nicht akzeptiert.
Soweit ich weis heißt es beim Islam, dass alle Menschen Moslems sind. Nur wissen es viele nicht, weil sie eben wo aufwachsen, wo der falsche Glauben gelehrt wird.

Was für ein jammer, ich armer Moslem.
Es wird davon ausgegangen, dass die Hingabe an Gott der natürliche Drang des Menschen ist, da der Mensch ja von Gott dafür geschaffen wurde.

Entsprechend liegt ein Misstand vor, wenn dies nicht gemacht wird.

Die Frage besteht eben darin wie man sich Gott heute am Besten hingibt und ob Muhammad der heute noch aktuelle Offenbarer ist.
Merkwürdiger allmächtiger, allwissender Gott, der sich niedere Wesen erschafft damit sie ihm bedingungslos huldigen.

Zitat:
Die Frage besteht eben darin wie man sich Gott heute am Besten hingibt

Weist du, was ich ganz ehrlich glaube, wenn ich ausnahmsweise von der Existenz solch eines an die Menschen gebundenen Gottes denke?

Dass er es mehr schätzen würde, wenn die Menschen sich laufend weiterentwickeln und selbst die Geheimnisse dieses Universums mehr und mehr ergründen. Wenn ich gläubig wäre, würde mein Gott sich denken, dass das völlige Unterwerfen meines Geistes gegenüber einer religiösen, ewigen Wahrheit ein sehr schlimmer Fehler wäre.

Ich würde mir vorstellen, dass er nach meinem Tod zu mir sagt: "Du hast dich mir in einem Glauben unterworfen und einfach angenommen, dass du bereits über alles Wissen verfügst, dass es zu wissen gibt. Du hast meine dir gegebene Gabe der Neugierde verdrängt und den immerwärenden Lernzyklus deines Geistes abgebrochen. Durch deine Verweigerung die Wahrheiten dieser Welt, die ich euch geschenkt habe, tiefer zu ergründen, hast du deine Mitmenschen in ihrem Vorhaben nicht unterstützt. Ich bin nicht zufrieden mit dir, kleiner Mensch."

Lol, das Wort Gottes. Also wenn Gott, dann wäre das meiner. Und ihr alle glaubt übrigens auch nicht an einen (1) Gott, sondern jeder an den, den er sich vorstellt.
Denn jeder von uns glaubt so zu handeln, wie es Gott gern hätte, und dennoch verhalten wir uns alle unterschiedlich. Also verhält sich logischerweise keiner von uns genau so, wie es Gott sich von uns erwartet.
Man glaubt es halt zu wissen, aber man weis es nicht. Das große Problem mit den ewigen Wahrheiten über Gott, die man für sich pachtet.
Inwiefern kommst du auf die Idee, dass Gott an den Menschen gebunden sei? Nur weil Er ihn zu bestimmten Zwecken erschaffen hat, heißt das nicht, dass Er abhängig vom Menschen ist.

Die Hingabe an Gott widerspricht sich keineswegs mit der Entwicklung des einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit.

Und natürlich gibt es nur einen Gott. Was die Menschen haben sind verschiedene Vorstellungen von diesen einen Gott. Diese Dinger nennt man Gottesbilder. Problematisch wird es dann, wenn jemand meint sein Bild von Gott würde stimmen und deswegen seien alle anderen Falsch. In Wirklichkeit sind alle menschlichen Gottesbilder höchstens Gleichnisse.



Baha'u'llah (Ährenlese 109:2) hat folgendes geschrieben:
Alle Menschen wurden erschaffen, eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen.


Baha'u'llah (Ährenlese 160:1) hat folgendes geschrieben:
Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht, der unermeßlich erhaben über alle Gleichnisse und Abbilder ist, mit denen die Menschen Ihn vergleichen. Schmerzlich irrt, wer diese Gleichnisse und Abbilder für Gott selbst hält.
Zitat:
Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht, der unermeßlich erhaben über alle Gleichnisse und Abbilder ist, mit denen die Menschen Ihn vergleichen. Schmerzlich irrt, wer diese Gleichnisse und Abbilder für Gott selbst hält.

Das finde ich doch mal einen guten Leitsatz. Ist aber monotheistisch.

Zitat:
Und natürlich gibt es nur einen Gott.

Was ist mit den damaligen Römern und Griechen, die viele Götter hatten?
"Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht,..."
Euer Lehrmeister bezeichnet diese Art von Götterglauben somit für falsch und unwahr?

Zitat:
Er ihn zu bestimmten Zwecken erschaffen hat, heißt das nicht, dass Er abhängig vom Menschen ist.

Oder das der Mensch abhängig von Gott ist bzw. das vielleicht Gott garnicht will, dass wir uns von ihm abhängig halten. (?)

Vielleicht erschafft er auf vielen Planeten in vielen Universen Leben, ohne sich für ein Volk speziell zu interessieren. Bist du erhaben genug, um über dein eigenes Gleichnis und Abbild nicht so zu hängen?
Zitat:
Das finde ich doch mal einen guten Leitsatz. Ist aber monotheistisch.


Natürlich ist er das.

Zitat:
Was ist mit den damaligen Römern und Griechen, die viele Götter hatten?
"Der ist ein wahrer Gläubiger an die Einheit Gottes, der Ihn an diesem Tage als den Einen ansieht,..."
Euer Lehrmeister bezeichnet diese Art von Götterglauben somit für falsch und unwahr?


Wenn du dir die Schriften vieler griechischen Philosophen anschaust (die Römer entwickelten nie wirklich eine eigene Philosophie), dann wirst du entdecken, dass auch diese schon den Monotheismus vertraten und den öffentlich gelebten Polytheismus ablehnten.

Zum Polytheismus kann man nun verschiedene Meinungen vertreten, letztlich bleibt er aber immer eine Fehlentwicklung, da entweder nur einzelne Teile des einen wahren Gottes verehrt werden oder andere Dinge neben Ihm verehrt werden.

Zitat:
Oder das der Mensch abhängig von Gott ist bzw. das vielleicht Gott garnicht will, dass wir uns von ihm abhängig halten. (?)


Natürlich ist der Mensch von Gott abhängig, alles ist von Gott abhängig. Daran wird sich auch nie etwas ändern da die gesamte Schöpfung in ihrem Wesen von Gott abhängig ist.

Zitat:
Vielleicht erschafft er auf vielen Planeten in vielen Universen Leben, ohne sich für ein Volk speziell zu interessieren. Bist du erhaben genug, um über dein eigenes Gleichnis und Abbild nicht so zu hängen?


Auch das widerspricht ja nicht der Tatsache, dass alles von Gott abhängig ist. Natürlich interessiert sich Gott für Seine gesamte Schöpfung.

In der alten Geschichte waren Offenbarungen oft nur für ein bestimmtes Volk oder mehrere Völker bestimmt. Aber das erklärt sich doch leicht aus dem Kontext: Wie hätte sich ein Glaube mit den damaligen Mitteln und der damaligen Kultur über den gesamten Erdball ausdehnen können ohne dabei innerlich zerrissen zu werden?

Als Baha'i weiß man sehr wohl, dass die Sendung Baha'u'llahs auch nicht die Letzte ist und erst recht nicht die Erste.


Baha'u'llah (Ährenlese 79:1) hat folgendes geschrieben:
Wisse wahrlich, daß die Welten Gottes zahllos und unendlich weit sind.


Baha'u'llah (Ährenlese 117:1) hat folgendes geschrieben:
Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt. Das Höchste Wesen spricht: Selig und glücklich ist, wer sich erhebt, dem Wohle aller Völker und Geschlechter der Erde zu dienen.
Zitat:
letztlich bleibt er aber immer eine Fehlentwicklung

Nein. Nur weil es bei uns Menschen gerade der Hype ist, an einen Gott zu glauben muss das nicht bedeuten, dass es nicht mehrere göttliche Wesen gibt, die gemeinsam Leben erschaffen. Das ist genauso eine gültige Überlegung wie die Ein-Gott-These.


Zitat:
Natürlich...Natürlich...Natürlich

Natürlich kennst du die Wahrheit, sonst würdest du sie mir natürlich nicht mitteilen. Sei vorsichtig, die ganzen breiten Glaubenshypothesen quer durch die Menschheitsgeschichte und die, die noch kommen werden sind so "natürlich" unterschiedlich, dass es unnatürlich ist.
Hallo Robert H.
Zitat:
Euer Lehrmeister bezeichnet diese Art von Götterglauben somit für falsch und unwahr?

Ja, das tut er.
Bedenke eines: es gibt zwei Wege zu einem Glauben zu gelangen. Der eine führt über Betrachtungen des Lebens, des Universums, der beobachtbaren Gesetze und ergibt Schlussfolgerungen, die letztlich bei Gott oder Göttern enden; dabei ist es schwer zu klaren Aussagen zu kommen, denn letztlich beobachtet man Eigenschaften und Wirkungen Gottes.
Das kann zu beidem führen, aus purer Beobachtung läßt sich keine klare Aussage über ein/viel unsichtbare(s) Wesen ableiten.
Der zweite Weg geht über eine Offenbarung. Da hat jemand einen direkten Draht zu Gott und kann eindeutige Aussagen machen, da ihm göttliches Wissen zufließt. Das ist der Grund warum Offenbarer niemals von einer Mehrzahl gesprochen haben.
Dem Sucher der nicht weiß welche Aussage nun wahr ist, kann ich nur raten nicht metaphysisch zu beginnen, sondern zuallererst zu prüfen, ob die Lehren der Religion die er befragt, sich dazu eignen die gegenwärtigen und erkennbaren zukünftigen Fragen der Menschheit zu lösen "an den Früchten sollt ihr sie erkennen".
Damit reduziert sich die Zahl der zu prüfenden Aussagen drastisch, also kann man sich dann mit denen befassen die übrigbleiben.
Dann erst sollte er sich mit den nicht so leicht zu prüfenden Aussagen befassen - ansonsten reicht nämlich eine Lebensspanne nicht aus, um sich Klarheit zu verschaffen. Etwa so:

Nimm die Lehre eine Gottesboten und wende sie an. Beobachte was sie bewirkt, und vertraue den selbst überprüften Ergebnissen.
Grüße