Islam/Christentum ..... Welche Brücken können wir bauen?


Liebe Freunde,

die beiden Zitate unten stammen aus einer Antwort in einem anderen thread von einem gewissen Hashim, der vermtl. Wahabit und/oder Pierre-Vogel-Anhänger ist.

Nachdem ich den ersten Schock überwunden und mich etwas informiert habe, kann ich von dieser unerfreulichen Begegnung innerlich Abstand nehmen.
(Es gibt bei uns Christen auch alle möglichen Abspaltungen, fundamentalistische bis liberale Strömungen.)

Allerdings wenn die Bibel, die für uns Christen genauso wichtig ist, wie für Muslime der Koran, einfach als überholt abgetan wird oder die unerwünschten Stellen, als situationsbezogen übergangen, bzw. durch die eigene Glaubensbrille umgedeutet werden, wie soll ich da mit Muslimen zusammenkommen?

Zitat:
ALLAH, der ALLWEISE, hat uns dann im quran aufgeklärt, dass Jesus weder Gottessohn ist...noch Gott selber ist....sondern ein Prophet ALLAHs...der den Leuten die wahre Botschaft überbringen sollte....



Zitat:
Das hat nichts mit Unhöflichkeit oder ähnlichem zutun...wenn ich sage, dass der Islaam die wahre Religion ist...die auch das authentische der Religion Christentum und Judentum beinhaltet und das Buch ALLAHs...also der Quran ist ein Buch das von ADAM sege und frieden auf ihn bis zum tag der auferstehung gültig ist....nicht wie die Thora oder die Bibel...die damals mehr für die situations offenbart wurde....



Ich bin Christin und verstehe nicht, wie Muslime derart ablehnend und verachtend mit der Bibel und mit der Person Jesu umgehen können.
Jesus ist für uns nicht nur ein Prophet.
Gott hätte gelogen, als er ihn vor Zeugen als seinen Sohn bestätigt hat.
Das Opferfest, weil Abraham seinen Sohn Isaak doch nicht hergeben musste, ist für Christen eines der vielen Zeichen, das Gott auch schon zu Zeiten des Alten Testamentes (des Alten Bundes) der Barmherzige, der Allerbarmer war.

Im Neuen Testament hat Gott statt dem Lamm sogar seinen eigenen Sohn geschickt.
Schon als 12jähriger macht Jesus im Tempel den Gelehrten und Gesetzeslehrern deutlich und auch später immer wieder besonders diesen, dass niemand vor Gott bestehen kann, sei er auch noch so fromm. Selbst wenn er es schaffen würde alle Gesetze und Gebote einzuhalten.
Am Ende seines Wirkens hat Jesus durch sein "freiwilliges Opfer" den Weg bereitet, dass wir trotz unserer Fehler und Unzulänglichkeiten direkt mit Gott als Vater in Verbindung treten können.
Es bedarf nur eines Erkennens und Bekennens des Fehlers und schon bist Du "frei gesprochen". Und wem viel vergeben wurde, der kann selbst viel vergeben.

Die frühen Christen haben Ostern als Hauptfest gefeiert, da sie in dem Weg den Jesus vom Tod zur Auferstehung ging, den gleichen errettenden Zyklus erfüllt sahen, wie im Passahfest für das Volk Israel von der Sklaverei ins gelobte Land.

Was Gott im Alten Bund kollektiv an einem Volk gezeigt hat, ließ er im Neuen Bund(Testament)noch deutlicher werden für den einzelen Menschen. Er ist der Allerbarmer, der Allbarmherzige, der Liebende.
(Bismillahirrahmanirrahim)

Mein Zusammenleben mit Muslimen ist vielfältig, aber was den religiösen Austausch angeht, endet das Gespräch fast immer so, dass es ja im Koran, welcher die einzige Wahrheit sei, anders steht ..


Es würde mich freuen, wenn Ihr mir aus muslimischer Sicht zu verstehen helft.

Verzeiht, wenn ich es so hart und direkt sage, aber mir kommt der Islam mit all seinen Bestimmungen und Gesetzen wie ein Rückschritt in der Religions-Geschichte vor.

Liebe Grüße
MaraDevi
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Zitat:
die beiden Zitate unten stammen aus einer Antwort in einem anderen thread von einem gewissen Hashim,der vermtl. Wahabit und/oder Pierre-Vogel-Anhänger ist.


Ich habe mir die beiden Zitate durchgelesen und bin eigentlich überhaupt nicht überrascht. Manche "Spezialisten" reden nunmal mit Vorlieb andere Religionen schlecht, um selbst mit ihrer Religion besser da stehen zu können. Das ist kein Kunststück und auch keine Seltenheit.

Es kann einem eigentlich auch gar nicht entgehen, dass sehr viele Schriftgläubige des Korans nicht nur in dieser Hinsicht das minderwertigste Niveau haben.
Das lässt sich ziemlich eindeutig aus den Beiträgen in diesem Forum schließen. Du bist noch nicht so lange hier und hast es warscheinlich noch nicht so oft mitbekommen, aber es gibt eigentlich recht oft solche Showeinlagen von diesen Spezialisten. Ich sage nicht, dass alle so sind, aber es sind sehr viele, die sich hier so verhalten. Das Verhalten und Niveau der Anhänger spricht so auch überhaupt nicht für den Koran. Ich würde das nicht so betonen, wenn es nicht wirklich einschlägig auffällt.

Zitat:
Ich bin Christin und verstehe nicht, wie Muslime derart ablehnend und verachtend mit der Bibel und mit der Person Jesu umgehen können.


Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?

Zitat:
Im Neuen Testament hat Gott statt dem Lamm sogar seinen eigenen Sohn geschickt.


Na toll. Das Lamm hätte man wenigstens essen können.
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The ônly way to truly know is to find out for yourself.
- Robert A. Monroe
Zitat:
Zitat:
Ich bin Christin und verstehe nicht, wie Moslems derart ablehnend und verachtend mit der Bibel und mit der Person Jesu umgehen können.
Zitat:
Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?


Der Widerspruch, zwischen den ethischen Werten die jemand angeblich mit "GOTT" verbindet und dem, wie er sich tatsächlich benimmt.

Du hast es selbst noch mal am Beispiel mit den Muslimen konkretisiert:

Zitat:
Das Verhalten und Niveau der Anhänger spricht so auch überhaupt nicht für den Koran.


Was natürlich, wie Du ja auch schon betont hast, nicht verallgemeinert werden darf.
Es gibt zum Glück ja auch hier im Forum,noch andere Menschen, sonst wären wir nicht mehr dabei. Oder?

Zitat:
Zitat:
Im Neuen Testament hat Gott statt dem Lamm sogar seinen eigenen Sohn geschickt.

Zitat:
Na toll. Das Lamm hätte man wenigstens essen können.


Dein Gedanke ist gar nicht mal so abwegig, da ja beim islamischen Opferfest tatsächlich auch heute noch ein "Lamm"(?) rituell, wie bei den Juden. geschlachtet wird und dann beim Fest mit Freunden gegessen.

Aus der Sicht von 2 Hindus, die auf dem Dach eines fahrenden Zuges liegen, ich glaub im Film über Gandhi,
essen wir Christen diesen Sohn, sein Fleisch und sein Blut. (Sie meinen das wiederkehrende Fest des "Abendmahls" Da essen wir für den Körper, der für uns gebrochen wurde, symbolisch Brot und für das Blut, welches für uns vergossen wurde trinken wir symbolisch Wein (oder ,aus Rücksicht auf Alkohlkranke, Traubensaft).
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Liebe Mara-Devi,

Zitat:
Allerdings wenn die Bibel, die für uns Christen genauso wichtig ist, wie für Muslime der Koran, einfach als überholt abgetan wird oder die unerwünschten Stellen, als situationsbezogen übergangen, bzw. durch die eigene Glaubensbrille umgedeutet werden, wie soll ich da mit Muslimen zusammenkommen?


Nun, an sich machen es Christen genauso mit dem Tanach den sie als "Altes Testament" bezeichnen und sehr oft auch genau so interpretieren.

Zitat:
Ich bin Christin und verstehe nicht, wie Muslime derart ablehnend und verachtend mit der Bibel und mit der Person Jesu umgehen können.
Jesus ist für uns nicht nur ein Prophet.
Gott hätte gelogen, als er ihn vor Zeugen als seinen Sohn bestätigt hat.
Das Opferfest, weil Abraham seinen Sohn Isaak doch nicht hergeben musste, ist für Christen eines der vielen Zeichen, das Gott auch schon zu Zeiten des Alten Testamentes (des Alten Bundes) der Barmherzige, der Allerbarmer war.


Jesus ist für Muslime ein Prophet und Gesandter und wurde zudem noch "durch den Heiligen Geist" gestärkt. Ich erkenne da keine Abwertung.

Mit der Sohnschaft ist das so eine Sache: Spätestens dann wenn behauptet wird Gott hätte mit Maria Jesus gezeugt (und nicht geschaffen) wird es doch für fast alle anderen Religionen etwas unerträglich. Allerdings ist es verschieden was man unter "Sohn" verstehen kann (der Begriff existiert im Judentum nämlich schon vor Jesus).

Zitat:
Mein Zusammenleben mit Muslimen ist vielfältig, aber was den religiösen Austausch angeht, endet das Gespräch fast immer so, dass es ja im Koran, welcher die einzige Wahrheit sei, anders steht ..


Nun ja, das machen Christen ja auch in der Regel nicht anders mit den Berichten aus dem Neuen Testament.

Zitat:
Verzeiht, wenn ich es so hart und direkt sage, aber mir kommt der Islam mit all seinen Bestimmungen und Gesetzen wie ein Rückschritt in der Religions-Geschichte vor.


1. Wer sagt das eine Religion ohne "Bestimmungen und Gesetze" besser ist?
2. Wie kommst du darauf das Jesus gegen "Bestimmungen und Gesetze" war? Es gibt zwar diverse Dinge wo Jesus durch eine sehr liberale Thoraauslegung auftritt, an anderen Stellen verschärft Er sie jedoch extrem. Auf jeden Fall redet Jesus nie gegen das Gesetz und die Gebote, sondern er strukturiert sie um. Der Unterschied ist, dass das Christentum als Religion dann eine Entwicklung weg vom jüdischen Kontext machte. Die urchristlichen Juden folgten eher der Thoraauslegung und Erlösung ihres Rabbi, der für sie der Messias war. Und selbst wenn man der paulinischen Theologie folgen würden, die das Gesetz und den jüdischen Kontext in den Hintergrund stellt, dann wären da noch recht viele Gebote und Gesetze.
3. Religionsgeschichtlich könnte man beim Christentum auch sehr kritisch nachfragen: Warum diese große Ähnlichkeit zu spätantiken Mysterienkulten? Warum erinnert die Trinität so sehr an die Hypostasenlehre der polytheistischen Religionen des Mittelmeerraumes (wo es auch fast immer drei Gesichter einer Gottheit waren)? Von vielen weiteren Elementen nicht zu sprechen (z.B. Übernahme der Maria mit Kind Jesu Darstellungen aus dem Isis-Serapis-Horus-Kult, etc.).

Du kannst Religionsgeschichte nicht daran messen was paulinische oder evangelische Theologie als hochwertig erachtet. Sowieso sollte man mit evolutionären Urteilen sehr sparsam umgehen.



Liebe Grüße,
Tobias
Habe den Titel geändert!
Hallo, Mara-devi.

Bin zwar kein Moslem mehr, antworte aber dennoch gerne mal.

Zitat:
Was Gott im Alten Bund kollektiv an einem Volk gezeigt hat, ließ er im Neuen Bund(Testament)noch deutlicher werden für den einzelen Menschen.


Warum musste der All-Mächtige das ganze erst mal an einem Volk austesten? Warum hat er den armen Philistern nicht die gleiche Chance gegeben?

Zitat:
Mein Zusammenleben mit Muslimen ist vielfältig, aber was den religiösen Austausch angeht, endet das Gespräch fast immer so, dass es ja im Koran, welcher die einzige Wahrheit sei, anders steht ..


Was anderes wirst du wahrscheinlich auch nicht zu hören bekommen. Die islamische Kultur baut auf diesem Überlegenheitsanspruch des Qur'an auf. Dieses wird paradoxerweise bei vielen emotional immer stärker betont je mehr ihnen ansichtig wird inwieweit die muslimischen Gemeinschaften gegenüber den Nicht-Muslimen ins Hintertreffen geraten sind.

Dazu kommt noch dass im Nahen Osten ein anderes Modell des Zusammenlebens verschiedener religiöser Gemeinschaften gibt. Dieses beruht eher auf segregierten Gemeinschaften (im Falle des Islam natürlich unter der Vorherrschaft von Muslimen) als auf einem Melting-Pot gleichberechtigter Staatsbürger. Dieses ist meiner Ansicht nach im islamischen Recht, den islamischen Quellen und auch den täglichen Sitten und Gebräuchen verwurzelt. (sprich mal mit nahöstlichen Christen, kann sehr erhellend sein)


Als Startpunkt deiner eigenen Recherchen empfehle ich dir folgenden (leider unzureichend referenzierten) Wiki-Artikel : http://de.wikipedia.org/wiki/Al-wal%C4%81%27_wa-l-bar%C4%81%27a Über das Verhätlnis des Islam zu anderen Religionen ist vielleicht dieser ( http://de.wikipedia.org/wiki/Glaubensfreiheit_im_Islam ) Artikel ein guter Ausgangspunkt.

Zitat:
Er ist der Allerbarmer, der Allbarmherzige, der Liebende.


Ein Gott der einen Teil seiner Geschöpfe in die Hölle steckt ist nicht barmherzig, sondern kleingeistig (um einen Euphemismus zu benutzen).

Zitat:
m Neuen Testament hat Gott statt dem Lamm sogar seinen eigenen Sohn geschickt


Ein all-mächtiger Gott der seinen Sohn als Opferlamm schickt muss entweder ein Faible für vormoderne Vorstellungen oder einen komischen Humor haben. Oder es gibt ihn nicht. Ausserdem wäre es doch nett gewesen wenn sein Sohnemann uns gleich von allem Leiden befreit hätte anstatt nur von den gröbsten Bestrafungen des Sündenkatalogs, den uns sein Dad aufoktroyiert haben soll.

Zitat:
Am Ende seines Wirkens hat Jesus durch sein "freiwilliges Opfer" den Weg bereitet, dass wir trotz unserer Fehler und Unzulänglichkeiten direkt mit Gott als Vater in Verbindung treten können.


Öhm da der liebe Kerl mit dem weißen Rauschebart uns alle geschaffen haben soll, mit all unseren Fehlern wäre es auch sehr dreist von ihm es seinen Geschöpfen nicht zu gestatten.

Zitat:

Verzeiht, wenn ich es so hart und direkt sage, aber mir kommt der Islam mit all seinen Bestimmungen und Gesetzen wie ein Rückschritt in der Religions-Geschichte vor.


Aus christlicher Sicht ist das auch folgerichtig. Der Gott der Wüste aus dem Qur'an ist relativ deckungsgleich mit dem Gott des AT. Ausserdem möchte ich zu bedenken geben dass das Christentum den Gott des NT auch recht schnell über Bord geworfen hat sobald es galt als römische Staatsreligion politische Ansprüche durchzusetzen. Erst im Zeitalter des Säkularismus wurde er wortmächtig wieder entdeckt.


Gruß


Ayyub
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Contre nous de la tyrannie,
L'étendart sanglant est levée.
Zitat:
Ein Gott der einen Teil seiner Geschöpfe in die Hölle steckt ist nicht barmherzig, sondern kleingeistig (um einen Euphemismus zu benutzen).


Wieder einer deiner logischen Schlussfolgerungen?

Gebe es Schönheit ohne Hässlichkeit? Das ausgerechnet ein Atheist von Geist spricht


@ Mara-Devi

Schau mal im Thread '' Konvertiert zum Islam'' Habe dir dort was geschrieben, habe übersehen das du hier ein Thread eröffnet hast.
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Lieber für Alle, Hass für Keinen!
Liebe Maradevi

ich merke der Hashim hat Dich ganz schön durcheinander gebracht...
bitte lasse Dich aber nicht von einigen muslimen oder nicht muslimen, oder die sich als solche abgeben schon mal ein muslim gewesen zu sein (was ich ja stark bezweifle), durcheinander bringen.

Die Lehre des Islam gründet zum größten Teil auf alttestamentlichen und der christlichen Offenbarung. Daher kommt der Islam Christentum besonders nahe.

Christen und Muslime glauben an Gott, den Muslime "Allah" ("der Gott") nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und den Schöpfer jedes einzelnen Menschen. Er allein ist allmächtig und hat seine Geschichte mit den Menschen, sowie seinen Willen in seinem Buch niedergelegt. Am Ende der Zeiten wird er alle Menschen im Gericht zur Verantwortung ziehen. (Das verbindet uns doch schon mal )

Aus islamischer Sicht ist: Allah ("der Gott") ist zwar der Schöpfer der Welt und jedes einzelnen Menschen, aber er ist transzendent, d. h., von der Schöpfung getrennt. Das heißt ER verfügt über keine Menschliche Eigenschaften... Gott hat keine Kinder, und es gibt nichts, was ihm gleich wäre. Jesus ist nicht Gott und darf nicht als Gott verehrt werden.

Der Glaube an die Dreieinigkeit ist Vielgötterei. Vielgötterei ist die schlimmste, unvergebbare Sünde im Islam, denn Vielgötterei ist "Beigesellung" eines anderen Wesens neben den Allmächtigen.

Gott ist nur der Schöpfer, aber weder der Vater seiner Kinder noch der Vater Jesu Christi.
Der Koran nimmt es denn Christen etwas übel an, drei Götter, nämlich Gott, Jesus und Maria anzubeten und damit Vielgötterei zu betreiben. (diese Trinität wird sogar von vielen Christen nicht verstanden undvon manchen sogar abgelehnt, das habe ich aus vielen gesprächen mit Christen selber die Erfahrung gemacht.)

Gott hat immer wieder durch Propheten gesprochen, die stets dieselbe Offenbarung von dem einen allmächtigen Gott und dem drohenden Gericht verkündigten .
Sowohl der Koran als auch die Bibel sprechen von Jesus, den Gott zu Israel gesandt hat. Koran und Bibel nennen ihn 'Christus'. Er wurde von einer Jungfrau Maria geboren und hat in Israel Wunder gewirkt. Er ist in den Himmel aufgefahren und wird am Ende der Tage noch einmal auf die Erde zurückkehren. Ihm werden einige der höchsten Ehrentitel unter allen Gesandten Gottes beigelegt.
Das ist keine Beleidigung von Jesus Christus (Friede sei mit Ihm) sondern er wird aus einer ganz besonderen perspektive aus hervorgehoben und besonders verehrt.
Muslime und Christen glauben, daß Gottes unverfälschtes Wort in seinem Buch niedergeschrieben ist. Es berichtet davon, wie Gott in der Vergangenheit mit Menschen seine Geschichte gemacht hat. Es gibt den Menschen heute Orientierung für ihr Leben und ihren Glauben.

Der Koran ist das reine unverfälschte Wort Gottes; eine getreue Abschrift der himmlischen Uroffenbarung. Die Schriften der Juden und Christen sind dagegen mit der Zeit verfälscht worden. Der Koran korrigiert die Schriften der Juden und Christen (das Alte und Neue Testament) dort, wo sie vom Koran abweichen (2,2; 2,97-98; 43,2-4; 2,83).
Der Koran ist Muhammad durch Vermittlung des Engels Gabriel direkt von Gott eingegeben worden ohne Beteiligung der Persönlichkeit Muhammads. Damit ist seine Unverfälschtheit garantiert.

Zitat:
Das Opferfest, weil Abraham seinen Sohn Isaak doch nicht hergeben musste, ist für Christen eines der vielen Zeichen, das Gott auch schon zu Zeiten des Alten Testamentes (des Alten Bundes) der Barmherzige, der Allerbarmer war.

Aus der Islamische Betrachtung war es Ismael, der Abraham opfern wollte, wei Allah ihm eine prüfung unterzogen hatte, Allah swt. hat ihm dann aber durch den Erzengel Gabriel einen Schafen zukommen lassen, damit Abraham diesen Opfern konnte.


Zitat:
Mein Zusammenleben mit Muslimen ist vielfältig, aber was den religiösen Austausch angeht, endet das Gespräch fast immer so, dass es ja im Koran, welcher die einzige Wahrheit sei, anders steht

Liebe Mara Du wirst keine andere Antwort von den Muslimen bekommen als diese, so wir wir von den Christen auch keine andere Antwort bekommen als die ihre. Das ist nun mal eine Glaubenssache, jedoch sollte sie uns nicht im Alltag voneinander trennen. Das ist meine Meinung.

Zitat:
Ich bin Christin und verstehe nicht, wie Muslime derart ablehnend und verachtend mit der Bibel und mit der Person Jesu umgehen können.

Muslime verachten die Bibel nicht, die Bibel gilt für uns Muslime genauso Heilig wie der Koran jedoch aus der islamischen Sicht betrachtet, während nach alt und neutestamentlicher Aussage das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz notwendig waren, um Erlösung für die unter die Erbsünde Verkauften zu erwirken, lehnt der Koran die Kreuzigung Jesu, aber auch die Erbsünde und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen ab.
Kreuzigung, Erlösung, Gottessohnschaft und Dreieinigkeit, Eckpfeiler christliche Dogmatik, sind aus Sicht des Korans Verirrungen des Christentums. (Bitte das darst Du nicht als Beleidigung und abwertung betrachten.)
Auch der Koran enthält eine Paradieserzählung. Adam sündigte im Paradies, als er die verbotene Frucht aß. Das hatte jedoch keine weiteren Folgen für die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Gott vergab Adam seine Sünde. Der Mensch wurde durch den Fehltritt kein grundsätzlich anderer und auch nicht von Gott getrennt. Der Koran kennt keinen Sündenfall im eigentlichen Sinn und keine Erbsünde.

Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, dass sich der islamische und der christliche Glaube an vielen Punkten widersrpechen ja.
Deswegen darst Du uns Muslimen nicht böse sein, und umgekehrt dürfen wir denn Christen das auch nicht persönlich übelnehmen und mit Ablehnung gegenüber stehen.

Zitat:
Verzeiht, wenn ich es so hart und direkt sage, aber mir kommt der Islam mit all seinen Bestimmungen und Gesetzen wie ein Rückschritt in der Religions-Geschichte vor.

Liebe Maradevi, ich bin Dir deswegen nicht böse... weil es mich nicht wundert, wie der Islam heutzutage dargestellt wird, das Du auch das Gefühl hast, das der Islam nur aus Gesetzten und Bestimmungen bestehet und eine harte und Gewalttätige Religion ist. Obwohl der Islam weitaus mehr positives zu verzeichnen hat und eine Barmherzige und friedvolle Religion ist.
Bitte miß den Islam nicht nach denn fehlverhalten von einigen Muslimen.
Du kannst Dir alle meine Beiträge anschauen, bis jetzt habe ich nirgendwo, wo ich über meine Religion gesprochen habe, weder eine andere Glaubensart in Frage gestellt bzw. verletzt noch das Christentum, und das werde ich auch niemals machen.
Aber Du musst auch verstehen, wenn das unser glaube ist, wenn wir als Muslime von Islam überzeugt sind, so wie die Christen von Christentum und der Bibel überzeugt sind, das wir zu Islam und Koran stehen und nicht denn Christen zu liebe irgendetwas dran versuchen etwas zu ändern oder mit Worten so hinkriegen, damit die Christen sich nicht verletzt fühlen. Es ist so wie ich es oben aus Islamischer Perspektive beschrieben habe und wird auch so bleiben bis in aller Ewigkeit.
Aber das soll nicht heißen, das wir die Christen deswegen verachten oder die Bibel verachten und beleidigen.
Wir sollten denn Dialog miteinander pflegen. Heut zu tage wird in dieser hinsicht vieles gemacht.
Liebe Maradevi scheue Dich nicht das nächste mal, wenn Tag der Offenen Moschee mal ist, in Deiner Umgebung, eine Moschee zu besuchen und an einer Moscheeführung teil zu nehmen. Lass Dich vor Ort genau aufklären und versuche die Muslime näher kennen zu lernen, Du wirst merken, das der Islam Dir als Christin doch nicht so fremd ist... ein paar Details und unterschiede sollten uns nicht von einander trennen. Das liegt uns Muslimen wirklich sehr im Herzen.
Orrientiere Dich nicht an unwissenden Muslimen, sondern an die die wirklich ihr Glauben praktizieren und den Islam in all seinen Aspekten verstanden haben.
Wenn Dir sonst irgendetwas unklar ist, und Du noch fragen hast, dann kannst Du mir auch über PN schreiben, dasist gar kein Thema, ich würde mich sogar sehr freuen

Ich hoffe, das wir mehr am Dialog arbeiten können, statt nach unterschieden zu suchen, ich finde Juden, Christen und Muslime gehören einfach zusammen. Wir sind "geschwister" was die Religion betrifft, aber sogar Geschwister können viele unterschiede aufweisen...aber dennoch sind sie oder sollten sie unzertrennlich sein...oder was meinst Du ....

Ich hoffe das Du ab heute nicht mehr sauer auf uns Muslime bist ...

liebe grüsse
_________________
Manche haben studiert und sind Lehrer geworden;
manche haben studiert und sind leerer geworden!
Liebe EcirNa,

Du bist so eine liebe

obwohl Du Maradevi angesprochen hast, bin ich so frei was dazu zu schreiben.

Zitat:
Orrientiere Dich nicht an unwissenden Muslimen, sondern an die die wirklich ihr Glauben praktizieren und den Islam in all seinen Aspekten verstanden haben.


Dir, liebe EcirNa, glaub ich alles ... man merkt mit welcher Begeisterung Du Deine Religion vertritt'st ...
...aber leider bist Du schon eine bemerkenswerte Ausnahme, zumindest hier im Forum
(na ja ein paar gibt's schon noch),
aber gerade die, die den Koran nicht richtig verstehen - schreien am lautesten - und gerade "die" bringen Euren geliebten Islam in "Verruf" , leider.

Als Nichtmuslima oder Nichtgläubige weiß man aber nicht genau was nun stimmt, wenn bei Euch schon soviele Mißverständnisse/Mißinterpretationen herrschen/bestehen. Verstehst Du?

Liebe
Rose Grüße
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Liebe Rosenrot,

wie immer kommen nur liebe Worte aus Deinen Fingern heraus... , vielen herzlichen Dank.



Zitat:
aber gerade die, die den Koran nicht richtig verstehen - schreien am lautesten - und gerade "die" bringen Euren geliebten Islam in "Verruf" , leider.


ja da hast Du wirklich recht, ich hatte mal auch in einem anderen Thread erwähnt, das sogar der Koran zwischen Muslimen und Mumin unterscheidet...ein Muslim kann man auch rein formal durch aussprechen des Glaubensbekenntnisses sein. Man tritt somit in die Muslimische Gemeinschaft ein, auch wenn er unwissende oder unpraktizierende Muslim ist. Aber ein Mumin dagegen ist ein Muslim, der den Islam denn Koran in all seinen Aspekten verstanden hat, der wirklich nach dem Wesen des Islam lebt...ein Mumin ist ein Muslim aber nicht jeder Muslim ist ein Mumin...liebe Rosenrot...diesen unterschied sollten sich die nicht muslime merken.
Zitat:
Als Nichtmuslima oder Nichtgläubige weiß man aber nicht genau was nun stimmt, wenn bei Euch schon soviele Mißverständnisse/Mißinterpretationen herrschen/bestehen. Verstehst Du?


Ja ich verstehe Dich sogar sehr gut...aber Inscha'Allah wird die Zeit kommen, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, das die Zeit kommen wird, in dem wir uns gegenseitig viel besser verstehen werden. Ich bin da sehr zuversichtlich, mit der Zeit werden die Menschen diese unterscheidung machen können.

Zitat:
...aber leider bist Du schon eine bemerkenswerte Ausnahme

Ich bin eigentlich keine Ausnahme, es gibt mehr solche Muslime die so denken wie ich ... aber leider haben sie sich bis heute nicht getraut ihre Religion zu verteidigen. Wie auch...? keine anständige oder aufrichtige Muslime gibt man die Chance dazu in Medien über den Islam zu berichten, etwas zu korriegiren. Immer sind es radikale oder unwissende Muslime, die das Wort haben und die die Chance dazu kriegen.

Aber heute ist eine sehr bewusste Generation im Nachkommen, sehr bewusste junge Muslime und Muslima, die ihre Religion bewusst und richtig aufnehmen. Die über gute deutsch kenntnisse verfügen und nicht auf den Mund gefallen sind. Das sind keine radikalen muslime, sie stehen nur für den Wesen des Islam da und für den guten Dialog zwischen den nicht muslimen.
Sehr bald werden in Deutschland islamische Theologen ausgebildet, was es früher nicht gab. In Zukunft brauchen wir keine dolmetscher mehr, wenn man einen Imam oder Hodscha in den Moscheen um etwas fragt. Es werden vor Ort direkt Antworten erhalten von einem gebildeten islamischen Theologen. Das werden selbstbewusste junge Männer sein, die in Deutschland geboren und hier studiert haben. Und denen die "sorgen" von Christen und Muslimen bekannt ist. Dementprechend wird es nur gute Dialoge geben.
Liebe Rosenrot es kann nur Hand in Hand gehen, aber viele nicht muslime müssen/sollen uns auch die Chance und die Hilfe dazu geben, diesen Schritt zu verwirklichen. Es geht nun mal nicht einseitig. Wir sind wirklich auf das Verständnis, Toleranz und Dialog von euch nicht muslimen angewiesen.

Es muß , und es wird Insch'Allah, ich bin voller Hoffnungen ....

liebe grüsse
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Manche haben studiert und sind Lehrer geworden;
manche haben studiert und sind leerer geworden!