Auferstehung Jesu


Lieber Weinberg,

bist du eigentlich Ahmadi oder warum insistierst du so vehement auf die Jesus-in-Indien-Legende?
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Weinberg hat folgendes geschrieben:

Hallo,
die "Auferstehung" ist nur symbolisch zu betrachten, real fand die nicht statt. Entweder von den Jüngern und deren Umgebung völlig frei erfunden oder eine Umdeutung eines prinzipiell möglichen anderen Ablauf, Jesus starb nicht am Kreuz, wurde nur verwundet und gepflergt, am dritten Tag zeigte er sich seinen Annhängern/Gefolgschaft. nach Pfingsten dann auf dem Weg nach Indien....

Eine symbolische Geschichte als pure Realität zu glauben ist jedem freigestellt.


Nicht nur die Unterstellung, die Auferstehungserzählungen seien alle frei erfunden, sondern auch der "andere Ablauf" stellt die ersten Christen als Lügner hin, die behaupten Jesus habe schon zu Lebzeiten von seinem Tod und seiner Auferstehung gesprochen.

Jesus selbst, wäre er nur als Gesundgepflegter den Jüngern begegnet, hätte diese über seinen wahren Zustand belogen und sie dann im Stich gelassen um nach Indien zu fliehen.

Die persönlichen Begegnungen verschiedener ehemaliger verstörter und verängstigter Anhänger Jesu mit dem auferstandenen Christus müssen schon mehr als ungewöhnlich gewesen sein, denn ohne solche Erlebnisse hätte sich die Bewegung um Jesus nach seinem für die meisten zunächst unverständlichen Kreuzestod und der als christlicher Sekte drohenden akuten Lebensgefahr vollständig aufgelöst.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Hallo Mara-Devi,

ich kann da nicht so ganz zustimmen.
Soweit ich weiß, beginnen die schriftlichen Aufzeichnungen ca 30 Jahre nach seinem Tod. Das bedeutet, daß mindestens 30 Jahre lang, also zu der Zeit 2 Generationen lang hauptsächlich mündlich überliefert wurden.
Aus der Gedächtnisforschung weiß man heute, daß jeder Aufruf einer Erinnerung eine Neuabspeicherung und meistens auch eine Veränderung dieser Erinnerung bedeutet. Diese Veränderung kann nur gering sein, kann aber auch größere Ausmaße bis zur völligen Verfälschung der ursprünglichen Erinnerung annehmen. Kriminologen können dir ein Lied davon bei der Durchführung von Verhören singen.
Eine zweite Feststellung ist ebenfalls zu berücksichtigen. Untersuchungen haben ergeben, daß mündliche Überlieferungen spätestens nach 2 Generationen von der Ursprungsversion abweichen.

Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse und das gerade in den ersten Jahren nach dem Tode Jesu aus einem unbekannten Glauben einiger weniger eine weltumfassende Religion geformt werden sollte, wird es auf jeden Fall zu Verfälschung der historischen Fakten zugunsten der neuen Religion gekommen sein.

Zitat:
Jesus selbst hat keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen. Wichtige und einprägsame Kernsätze (z.B. die Bergpredigt) und verschiedene Erzählungen (z.B. von den Wundern und Gleichnissen) wurden von den Zuhörern im Gedächtnis behalten und mündlich weitergesagt. Ähnliches geschah mit den Erzählungen vom Leiden und Sterben Jesu sowie seinem Wiedererscheinen im Jüngerkreis nach der Kreuzigung. Aus diesen erzählten Erinnerungen sind dann 40 - 70 Jahre später die Evangelien von Markus, Matthäus, Lukas und Johannes entstanden.

http://www.theoforum.de/theoforum/forum.php4?postingid=440


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Soweit ich weiß, beginnen die schriftlichen Aufzeichnungen ca 30 Jahre nach seinem Tod. Das bedeutet, daß mindestens 30 Jahre lang, also zu der Zeit 2 Generationen lang hauptsächlich mündlich überliefert wurden.


Die ersten Schriften des Neuen Testaments, die frühesten Paulusbriefe, stammen aus der Mitte der 40er Jahre. Ob da allerdings von einer Auferstehung des Leibes aus dem Grab gesprochen wird, darüber kann man geteilter Meinung sein. Paulus beschreibt sie jedenfalls eher als "Erscheinung".
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Ich denke, diese Aussage über das Thema Ostern ist generell interessant!
https://youtu.be/hCleTA6NCiA
Sören hat folgendes geschrieben:
Lieber Weinberg,

bist du eigentlich Ahmadi oder warum insistierst du so vehement auf die Jesus-in-Indien-Legende?


Weil die unter den mir bekannten Aternativen unter Berücksichtiung der Epoche mit die größte Wahrscheinlichkeit in Richtung Realität hat.

Dazu einen prizipiell möglichen ablauf aufzeigt.

Fakten:

1. Es gab über die Seidenstraße shcon vor 2000 Jahren eine Fernreiseinfrastruktur mit "Tankstellen und Western-Union", sprich Karawanserein und änlich dem heutigen Hawala-Sytem Geldtransfer per Anweisung, vor Räubern geschützt also.

2. Thomaskirche in Indien.

3. Die überleiferung, so wie Pontius Pilatus mit dem Begnadigungsangebot für jesus Christuns, das aber das Volk nicht wollte sondern Juesus Barnabas begnadigt wollte. Darus wäre de rrückschluß legitim das Pontius Pilatus weder den Tod Jesus noch Ärger mit der Tempelpriestebande wollte,
also die entsprechende anweisung an die Kreuziungsprofis, macht es so daß schlimm aussieht, hängt ihn nachts aber ab und macht ihm klar verschwinde, lass dich nicht mehr blicken.
Hallo Pjotr Kala,

in deiner Darstellung hast du einiges nicht bedacht.

Die Zeugen der Auferstehung Jesu waren meist nicht allein und es waren sicher auch mehr als die, deren Erlebnisse aufgeschrieben wurden.
Eine hat Jesus in dem vermeintlichen Gärtner erkannt, als dieser sie mir ihrem Namen anspricht, die anderen erkannten ihn erst am Abend beim Brotbrechen, nachdem er auf einem langen Weg ihnen die alten Schriften erklärt hatte, wieder anderen erscheint er im Aussehen seines alten verwundeten Körpers, kommt aber durch die verschlossene Tür...
Übereinstimmend gibt es bei allen eine Grundaussage: Christus ist auferstanden und mir/uns begegnet.

Noch etwas ist übereinstimmend bei denen, die von der Begegnung mit dem Auferstandenen erzählten: Ihr Verhalten änderte sich von Grund auf:
Waren sie schon endgültig auseinander gegangen, kehrten sie zurück, hatten sie sich vorher ängstlich versteckt, standen sie plötzlich mutig öffentlich zu Jesus, hatte einer Jesus verleugnet, setzte er sich plötzlich 100% für ihn ein, waren welche resigniert und traurig, hatten sie plötzlich Kraft und Freude in Jesu Namen weiter zu machen...


Die Menschen konnten meist nicht schreiben, aber sie konnten sich Texte wortwörtlich und in großem Umfang merken. So war und ist es ein wichtiger Bestandteil der jüdischen Religion den Glauben von Generation zu Generation durch Auswendiglernen möglichst unverändert weiter zu geben. Die ersten Christen, die ja eine jüdische Sekte waren, haben sich mit Sicherheit dieser Tradition verpflichtet gesehen.

Mündlich überlieferte Geschichten über die Ereignisse um Jesus sollte man nicht als kriminalogisch auszuwertenden Aussagen betrachten, die einen möglichst neutralen Faktenbericht liefern müssen, sondern da fließen Vorerfahrungen mit ein, aber auch der Respekt vor Gott, der zu Aufrichtigkeit und Rücknahme der eigenen Person bei der Weitergabe von Erlebnissen führt.
Der Sinn der Evangelien ist der, die Grundlage zu wahren und darauf aufbauend andere zu ermutigen eigene Erfahrungen in der Nachfolge Jesu zu sammeln.

Leider wurden später und werden noch heute Menschen im Namen Jesu geschädigt, durch Lehre und Dogmen, die sich weit von den Ursprüngen entfernt haben. Wer es dennoch schafft, in die geistige Welt und das Reich Jesu, das nicht von dieser Welt ist, einzutauchen, wird selbst Erfahrungen machen, die die Authentizität der Evangelienerzählungen glaubhaft erscheinen lassen und das Verstehen vieler scheinbarer Ungereimtheiten ermöglichen.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.