Merkwürdiges Erlebnis bei Meditation


Hallo,

ich wende mich mal an euch in der Hoffnung, dass ihr mir weiterhelfen könnt. Ich habe vor einiger Zeit angefangen zu meditieren, da ich Moment eine schwere Zeit durchmache und durch die Meditation mehr über mich selbst erfahren möchte und versuche mit mir in Einklang zu kommen.
Natürlich haben mich diese Dinge am Anfang total fasziniert und es war schon recht schwierig einmal genug Konzentration aufzubringen.
Allerdings bin ich seit meiner letzten Meditation total verunsichert und auch etwas unbeholfen, weil ich nicht weis was passiert ist.
Ich habe ungefähr 15 Minuten meditiert, als ich merkwürdige Gefühle bekam, ich habe mich gefürchtet, fühlte mich unsicher, als ob eine Flut an Energie durch mich strömen würde.
Voller Schreck habe ich die Augen geöffnet und die Meditation abgebrochen, weil ich nicht wusste was mit mir passierte.
Seit dem habe ich es nie wieder gewagt so intensiv zu meditieren.

Hattet ihr auch schonmal solche Erlebnisse? Habe ich vielleicht etwas falsch gemacht? Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Zitat:
Ich habe ungefähr 15 Minuten meditiert, als ich merkwürdige Gefühle bekam, ich habe mich gefürchtet, fühlte mich unsicher, als ob eine Flut an Energie durch mich strömen würde.



Flut an Energie und Angst, hört sich zusammen wie ein pre-AKE Phänomen an. Würde mich allerdings wundern, wenn das schon nach 15 Minuten auftreten könnte.
War diese Flut an Energie stark und zirkulierte immer wieder den Körper rauf und runter? Ca. 5 Sekunden runter und 5 Sekunden wieder rauf? War es eine vibrierende Energie und leicht bebend und löste sie auch noch andere Gefühle aus außer Angst?
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The ônly way to truly know is to find out for yourself.
- Robert A. Monroe
Ob die Energie zirkulierte kann ich leider gar nicht sagen, da ich den Zustand fast sofort verlassen habe, weil ich diese Angst und Unsicherheit bekam.
Es war auch nicht unbedingt eine panische Angst, die ich habe, wenn ich zb Panikattacken bekomme.
Es war mehr so eine Art "irgendwas ist anders, irgendwas passiert jetzt" und das machte mir Angst.
Zitat:
Es war mehr so eine Art "irgendwas ist anders, irgendwas passiert jetzt" und das machte mir Angst.



Die Angst vor etwas Unbekanntem ist "normal". Deine Meditation war anscheinend erfolgreich. Du hättest allerdings ruhig bleiben sollen, um etwas wirklich Brauchbares daraus machen zu können. Vielleicht wäre ja auch gar nicht viel passiert.
In manchen Trancezuständen beim Einleiten einer außerkörperlichen Erfahrung habe ich manchmal verschiedene Visionen, welche jedoch sehr aufschlussreich über den Geist sein können. Visionen können bei der Zirkulation von verschiedenen Energien in Trancezuständen auftreten.
Dabei kann wirklich überhaupt nichts schlimmes passieren, also brauchst du auch keine Angst zu haben, falls du Energiewoogen spürst und sich dein Bewusstseinszustand verändert. Das kann sehr aufregend und instensiv werden, aber die Andersartigkeit solcher Zustände sollte bei dir eigentlich Neugier erwecken. Man kann damit im Gegensatz zur Schriftgläubigkeit und Beten unheimlich viel Wissen über die eigene wahre Natur des Geistes sammeln. Und viel wichtiger noch: Man lernt die Anwendung bestimmter Bewusstseinszustände und die des Geistes kennen.
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- Robert A. Monroe
Hallo melvin,

weshalb kannst du die Vorzüge deiner AKE nicht nennen, ohne sie mit Religion zu vergleichen und die Religion dadurch schlecht zu machen

"Man kann damit im Gegensatz zur Schriftgläubigkeit und Beten unheimlich viel Wissen über die eigene wahre Natur des Geistes sammeln"

Eine gute Theorie, Methode steht aus sich selbst heraus und bedarf nicht des Vergleiches und der Abwertung anderer Wege, denn aus ihr strahlt so viel Positives, dass es hinreichend ist, einzig von ihren Vorzügen zu sprechen.
Zitat:
Ich habe vor einiger Zeit angefangen zu meditieren, da ich Moment eine schwere Zeit durchmache und durch die Meditation mehr über mich selbst erfahren möchte und versuche mit mir in Einklang zu kommen.


Was für eine Meditation war das? In was für einer Umgebung/welches Licht?

In Zeiten von emotionalem Stress sind die Regionen, die auch bei der Meditation aktiviert werden ohnehin stärker aktiv. In den Schläfenlappen (Temporallappen) kommt es zu sog. Trans-Lobe-Transistens, kleine elektrische Potentiale. Bei Temporallappen-Epileptikern gibt es bei Anfällen eine besonders starke Aktivierung.

Eine erhöhe Aktivität in den Temporallappen, führt oft zu einer erhöhten Spiritualität, deswegen fühlen sich einige Menschen in schwierigen Lebenssituationen Gott näher oder werden erst religiös. Sind die Potentiale, wie bei Epileptikern, besonders stark, kann das mitunter zu Visionen von Gott führen, oder man hat das Gefühl man würde seinen Körper verlassen und mit dem Universum eins werden.

Außerdem ist ein Teil des Temporallappens für Arbeitsgedächtnis verantwortlich. Wenn Du nun dich gerade in einer schwierigen Lebenssituation befindest, dein Temporallappen stark aktiv ist und durch die Meditation noch aktivier wird, kann das zu spirituellen Erlebnissen führen und Inhalte aus deinem Gedächtnis überfluten dich, dabei sind dann auch die negativen Gefühle.

Du solltest in Zukunft nicht angespannt sein bevor Du meditierst, außerdem solltest keine flackernden Kerzen aufstellen bzw. für genügend andere Lichtquellen sorgen. Ich denke nicht, dass es gefährlich für dich werden kann, denn ich habe noch nie davon gehört, dass Meditation epileptische Anfälle auslösen kann, sicher bin ich mir aber nicht.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
Danke nochmal an alle, die mir so schnell geantwortet haben. Eure Erklärungen und Tipps sind mir sehr hilfreich, allerdings bleibt bei mir noch die Frage offen, da ich momentan in einer sehr starken Lebenskrise durch Angstzustände, Panikattacken und anderen körperlichen Beschwerden begleitet stecke, ob es in so einer Phase überhaupt sinnvoll ist zu meditieren, oder ich mich lieber darauf konzentrieren sollte, diese Phase zu überstehen, um die Meditation dann später mit mehr Ruhe durchzuführen.

Gerade wenn einen die negativen Gefühle überfluten schadet eine Meditation in solchen Lebenssituationen vielleicht auch?
Nun wenn du Angstzustände hast, wirst du dich wohl nicht total entspannen können, aber das macht nix. Selbst 10-15 Minuten Entspannung sind förderlich und heilsam ebenso physisch als auch psychisch.