Urvertrauen


Hey Leute, hier mal wieder Gourlay die ihr Herz ausschüttet.
Mache ich hier häugfiger da ich immer einen Guten Rat erhalte
also danke im voraus für jeden der sich mit meinem Problem befasst.

Ich dachte immer ich wäre unzufrieden mit einem tollen Leben, dachte ich wüsste es nicht zu schätzen wie toll der mann ist den ich "Liebe"
wir sind seit einigen Monaten zusammen, oh gott da geht es schon los...
ich weiß nicht mal wie lange irgendwann im juni schätze ich...
er weiß so etwas immer, ichkann mir nicht mal seinen geburtstag merken
fakt ist, ich habe ihn sehr gern , gaukel ihm aber die große liebe vor im prinzip bin ich jede sekunde bereit ihn zu verlieren.
ich halte ihn emotional so auf abstand das ich kein problem hätte wenn er mich betrügt mit einer "besseren"
(er denkt ich würde die beziehung locker angehen)

in meiner Kindheit habe ich durch andere Kinder , Geschwister, Verwandte und Eltern nur eines vorgelebt bekommen->
Liebe und vertrauen sowie ehrlichkeit führen zwangsläufig zu angst und misstrauen und letztendlich zu schmerz
Die wahrheit ist so lange ich mich "durchs leben lüge" kommen ich mit allen mitmenschen aus dehnen ich "vertraue".Bin ich ehrlich verliere ich immer stark an freunden um genau zu sein alle... dabei liegt es nicht an hobbys oder einstellungen viel mehr daran das ich das gefühle habe als einzige die welt durch einen filter zu sehen(...) alles ist immer gleich und berechenbar

noch bin ich nicht deppresiv, ich habe ja "alles" ich will mir nicht das leben nehmen und bin guter hoffnung das ich mir irgendwann ein Bilderbuchleben aufbauen werde... weil es alle von mir erwarten und ich sonst allein ende... den bisher hat mich kein gleichaltriger verstanden und ich suche fast schon 10 jahre...

fakt ist das ich mich immer stärker vor intimitäten fürchte, in meiner vorstellung sind küssen umarmungen und alles in dieser richtung etwas warmes starkes was eine verbindet und wovon man nicht genug kriegt, doch im waren leben nervt es macht mir angst und fühlt sich einfach falsch an...

da ich als azubi eine wohnung zahlen muss hätte ich nie im leben das geld für eine therapie... meine besten freunde geben mir immer gute ratschläge doch umfassend bringt es mir nichts da alle anderen in meinem alter über einen mehr als gesunden "liebestrieb" verfügen

hoffe das mir jemand sagen kann wie ich dieser angst entkommen kann, ich wünsche mir aufrichtig meinen Freund lieben und vertrauen zu können denn das hat er verdient...
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.
Liebe Gourlay,
könnte es sein, dass du erst einmal dich selbst nehmen musst wie du bist? Dich selbst lieben und annehmen? Ich glaube, erst danach kannst du voller Liebe auf andere Menschen zugehen.
Sage ihm offen, was du fühlst. Du kannst ihn damit verlieren, aber dann ist er dir schon jetzt fern. Viel wichtiger ist, dass du ihn gewinnen kannst, wenn er weiß, was du suchst und wünschst und fürchtest.
Ich wünsche dir Kraft und Mut!
Angelion
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Licht und Liebe - www.angelion.de
Und wie wäre es so mit der Ehrlichkeit
sich selber und andern gegenüber und mit dem
entsprechenden Verhalten?
Lügen und Lebenslügen führen eben zu so einem
durcheinander!
Und das Leben akzeptieren das es auch "wiedersprüchlich" das heisst sowohl als auch ist.
Mfg.
tja um offen zu srechen scheint mein wahres "ich" so abstoßend zu sein das ich ohn diese lügen allein bleibe... ich erzähle keine geshichten oder erfinde Gerüchte, viel mehr unterdrücke ich mein verhalten in gewissen situationen...

und mit ihm gesprochen habe ich schon,
er kapiert es nicht... denkt ich habe angst vor veränderungen oder so einquatscht...
Also liebes wir haben alle in uns das "Abstosende"..
deshalb halte wir einender "vom Leib,weit auf der Distanz, die einen können besser kaschieren, andere halt weniger
"und eben die Kunst des Liebens, und die Befreiung besteht in dem
zuerst das eigene "Abstossende" zu lieben...
eigene Schwächen, Aengste, Unsicherheiten
anerkenne, unwissenheit, hillflosigkeit, annehmen
und daraus resultierendende..Masken, beiseite legen eben die
Arroganz, das Unnahbare, Coole,Gemeine, Starke, Erhabene
Vergiss das Volkommen Makellose das immer schön, immer gute, immer erfolgreiche, immer nette, ohne Fehler ohne Makel ohne Schatten.
Und erst wenn wir das akzeptieren werden wir uns auch von innen nach aussen entwickeln können,
ehrlich, echt
f r e i und fehig werden uns und andere annehmen so wie sie, so wie wir sind, für sie einzustehen, ohne zu verurteilen, ohne zu verzweiffeln...
Liebe Gourlay,

ich schließe mich da Angelion und akasha voll und ganz an.

Wenn du dich nicht so lieben und annehmen kannst, wie du bist, wie sollte es dann ein anderer können?

Wenn du noch nie Freundschaften hattest, die auf einem ehrlichen, offenen Wesen beruhten, dann ist es logisch, dass deine Freunde dich verlassen, wenn du plötzlich dein 'wahres Gesicht' zeigst. Weil sie ja bislang dachten, dass du ja eigentlich ganz anders bist.
Wahrscheinlich verlassen sie dich gar nicht, weil du irgendwie abstoßend wärst. Wohl eher, weil dein Wesen nicht mehr dem ihren entspricht, weil eure Freundschaft auf gemeinsamen Interessen oder was auch immer basierte, und wenn das dann plötzlich wegfällt, besteht kein Grund mehr, eine Freundschaft aufrecht zu erhalten.

Kann es sein, dass du dir ein Traumleben ausmalst, dass in jedem Leben immer Friede, Freude, Eierkuchen herrschen muss? Und dass du, um ein solches Leben zu haben - oder zumindest um es deinem Umfeld zu ermöglichen - nie du selbst bist? Damit die Seifenblase nicht zerplatzt?

Aber hier habe ich einen Tipp für dich: KEIN Leben ist perfekt. Mal abgesehen von Hollywood-Leben. Also nicht die Schauspieler, fast kein Mensch hat so viele Probleme wie die, sondern die Rollen, die sie spielen.
Aber glaube es mir: Es ist NIE so vollkommen, wie man sich das vielleicht ausmalen könnte.
Jeder Mensch hat Probleme, jeder Mensch hat seine Macken, überall gibt es Ecken und Kanten.
Aber es gibt auch wundervolle Seiten, und wenn man die zu schätzen weiß, dann kommen einem die Ecken und Kanten im Leben gar nicht mehr so schlimm vor. Oder wenn doch, dann kann man zumindest nachher darüber lachen.

Was deine sexuelle Unlust betrifft: Nun, zum einen scheinst du deinen Freund ja nicht so vollkommen zu lieben, wie du das gerne hättest. Du willst niemanden zu nahe an dich heran lassen, denn wenn du eine emotionale Bindung zu jemandem aufbaust, dann könntest du ja auch verletzt werden. (Dass du beim 'nicht-Aufbau' von emotionalen Beziehungen allerdings ununterbrochen dich selbst verletzt, scheint nicht so schlimm zu sein. Allerdings fährst du damit auf Dauer nicht so gut. Du sagst, du bist nicht depressiv. Allerdings kann das auch schnell kippen...).
Und eine zufriedenstellende sexuelle Beziehung hat üblicherweise, zumindest für Frauen, sehr viel mit emotionaler Nähe zu tun.
Mal abgesehen davon ist sexuelle Unlust gar nicht so selten bei Frauen. Schlag mal z.B. bei Wikipedia zum Thema 'Frigidität' nach, da gibts sehr aufschlussreiche Äußerungen.
Das soll sogar 35% der Frauen zumindest für Phasen ihres Lebens betreffen.

Der wichtigste Tipp, den ich dir geben kann, ist: Nimm dich selbst an, wie du bist, vielleicht lernst du dann auch andere dich annehmen zu lassen, wie du bist.

Und dann habe ich mal eine sehr nette Aussage gehört: "Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht zu ende."
Aber ich glaube, diese Aussage brauchst du eigentlich gar nicht, weil ich habe das Gefühl, dass du ohnehin hartnäckig versuchst deine Situation zu ändern, oder zumindest nicht darauf vergisst, es immer wieder zu versuchen.

Alles Liebe,
Riki
Eine schöne Antwort, Riki!
Alles Liebe
Angelion
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Licht und Liebe - www.angelion.de
Liebe Gourlay,

als ich Deine Schilderung las, kam mir einiges sehr bekannt vor: das innere Auf-Distanz-Halten des anderen, das natürlich bewirkt, daß irgendwann die Liebkosungen nicht mehr passend erscheinen. Auch das Gefühl, die Beziehung nur zu heucheln, die Angst davor, die Kontrolle über sich und damit auch über dieses Lügengeflecht zu verlieren (denn so etwas will ja permanent kontrolliert sein). Und schließlich die sexuelle Unlust, die - zumindest war es bei mir so - vor allem etwas damit zu tun hat, daß Hingabe an die Situation (also der totale Kontrollverlust) einem nicht möglich ist.

Ich denke wirklich, daß alles, was Du hier beschreibst, etwas mit "Urvertrauen" zu tun hat, wenn auch nicht unbedingt mit dem Urvertrauen, das Du in andere haben kannst (sonst könntest Du hier gar nicht so offen darüber schreiben), sondern vielmehr - wie meine Vorschreiber bereits geäußert haben - mit dem Urvertrauen in Dich selbst.

Auch mir hat dieses Unheimliche in mir immer viel Angst gemacht. Ich war nie mutig, aber Vertrauen und Hingabe erfordern Mut. Und mit Hingabe meine ich nicht "hingebungsvolles Verhalten" (denn darin war ich immer gut), sondern eine wirkliche Hingabe, in der es möglich wird, dieses permanente Kontrollierenwollen freiwillig auf- oder besser abzugeben.

Aber ich durfte auch erfahren, dass man - bei allem was die Kindheit gebracht und einen gelehrt hat - als Erwachsener einen Ausweg finden kann. Man kann Vertrauen und Hingabe üben. Das mag merkwürdig klingen, aber in allem, das einem hilft, im Hier und Jetzt zu sein (beispielsweise in Meditationen, Achtsamkeitsübungen, Gebeten, im Qui Gong, Yoga usw...) kann man da gut vorankommen.

Oder versuche es mal mit Musik: lausche der Musik, versuche an nichts anderes zu denken und Dich ihr ganz hinzugeben, vergiß die Zeit, laß es egal sein, ob Du dabei lächelst oder ein dummes Gesicht machst, verliere Dich in die Klänge hinein. Wenn andere Gedanken kommen, schicke sie wieder weg. Denke nicht, daß Du Dich "auf Kommando" entspannen mußt, sondern nimm einfach wahr, was ist. Wenn Du z.B. Deiner Anspannung wertfreie Aufmerksamkeit schenkst, ohne Dich dafür zu verurteilen das Du sie hast, wird sich die Entspannung von selbst einstellen.

Je öfter Du solche Übungen machst, umso leichter wird es Dir fallen, Dich wirklich hinzugeben, Dich mit allem, was Du bist, einzulassen usw... Und wenn es Dir da so geht wie mir, wirst Du auch spüren, daß Dein Vertrauen in Dich selbst, in Deinen wahren Kern, wächst, je öfter Du Dich im Hier und Jetzt ohne Selbstverurteilung auf Dich einläßt.

Alles erdenklich Gute wünscht Dir
Miramee
danke für die antwort, ich freue mcih immer wenn jemand sich mit meinen sorgen befasst, leider habe ich mich nicht konkret genug ausgerdückt:

Zitat:
[noch nie Freundschaften hattest, die auf einem ehrlichen, offenen Wesen beruhten

tja ganz so ist es nicht... ich muss dazu sagen das ich wohl komisch bin, (ich würde gerne an unpassenden stellen lachen, ich fluche viel und bin eigentlich nciht wirklich mädchenhaft)
auf gut deutsch am liebsten würde ich mcih richtig daneben benehmen, doch die gesellschaft erwartet das ich auf arbeit immer lächel mich mädchenhaft kleide, nicht "sch*****" sagen darf wenn mich was ärgert oder mal randalieren darf, weil das ein "richtiges" mädchen nicht macht.
ich bin kein Punk mehr, bin kein prolleht, ich würde mir am liebsten die haare kunterbunt färben und die ganze welt anmalen...

Zitat:
dass du dir ein Traumleben ausmalst, dass in jedem Leben immer Friede, Freude, Eierkuchen herrschen muss Und dass du, um ein solches Leben zu haben - oder zumindest um es deinem Umfeld zu ermöglichen - nie du selbst bist? Damit die Seifenblase nicht zerplatzt?


ich halte es für realistisch einen festen freundeskreis eine familie mit rückhalt und eine "gesunde" beziehung zu führen, schließlich bin ICH ja der störfaktor wenn es in die brüche geht

Zitat:
emotionale Bindung zu jemandem aufbaust, dann könntest du ja auch verletzt werden.


ich wurde schon dehr oft verletzt, ich war schon mehr als einmal, aus vollem herzen verliebt und habe beide mal jahre gebraucht um dies zu verkraften. Auch von Freunden wurde ich im stich gelassen und auch das tat weh... merkwürdig, berüge ich mich selbst, wenn ich meine sie nciht zu nah heranzulassen und mich dann doch verlassen fühle...?

Zitat:
(Dass du beim 'nicht-Aufbau' von emotionalen Beziehungen allerdings ununterbrochen dich selbst verletzt, scheint nicht so schlimm zu sein. Allerdings fährst du damit auf Dauer nicht so gut. Du sagst, du bist nicht depressiv. Allerdings kann das auch schnell kippen...).


ich schneide mich bewusst vom rest der welt ab da mir 90prozent aller menschen sowie Fremd und "gefiltert" vorkommen...
Zitat:

Das soll sogar 35% der Frauen zumindest für Phasen ihres Lebens betreffen.
.
nun unlust habe ich nicht, doch wenn es "zur sache geht" bekomme ich regelrechte Panickattacken und zitteranfälle und versuche mich so gut es geht aus der sache herauszuwinden, um meinen Freund bei der stange zu halten ist momentan tatsächlich die einzige mögliche kein soviel zu trinken das ich kaum etwas mitbekomme...

danke für die aufbauenden worte zum schluss
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.
Liebe miramee,
vielen dank für deine worte, ich habe mich selbst in deinem Text wieder erkannt.. und das was du mir vorschlägst wäre die schwerste aufgabe die ich mir in meinem leben vorstellen kann...
mein leben ist kein Lügengeflecht... eher ein "benimmgeflecht"...

ich soll vertrauen in mich aufbauen.. mcih selbst lieben lernen, ging es doch nur das ich mich selbst mochte als andere anfingen mich zu mögen.. sprich nachdem ich mich verändert habe..
Es klingt so blumig was jeder hier schreibt, doch wurde ich in meinem ganzen leben von niemanden aktzeptiert solange ich mir selbst treu blieb, ich habe mcih verändert für die gesellschaft, nun ist dieses verhalten ein teil meines wesens.. ich habe einen fresten Freundeskreis, die mir im guten und im schlechten beistehen, dehnen ich sehr stark vertraue(bis zu einem gewissen grad)
soll ich alles aufgeben... DAS RICHTIGE TUN? mein ganzes leben zusammenbrechen lassen um von vorn zu beginnen und wieder jahre lang alleind darau hoffen das mich irgendwer aktzeptier wie ich bin

ich weiß es klingt wehleidig, jede wirft mir vor es wäre selbstmitleid, aber es ist nur die eiserne wahrheit(ich betone auch das ich kein mitleid wecken will sondern einfach ehrlich damit mir die ratschläge hier auch etwas bringen )

und leider habe ich auch nur wirkliches vertrauen weil ich hier anonym bin...

ich habe mein leben wirklich unter kontrolle, ständig schaue ich auf die uhr, habe einen festen zeitplan....ich denke aufopferungsvoll zu leben und für andere da zu sein ist besser als sich jetz noch zeit für mich abzuknapsen, ich arbeite 12 stunden jeden abend bin ich bei meinem Freund oder mit ihm bei freunden, habe ich eine halbe stunden nach der arbeit räume ich auf, esse und pflege meine internetkontakte...
Es erscheint mir unmöglich mich hinzusetzen und nicht auf die uhr zu schauen...
Wie viele Jahre soll es dauern... sich slebst zu vertrauen?
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