Alle Menschen sind Atheisten!


Nun gibt es die Vollatheisten, so wie ich mich bezeichne,
und jene,
die allen anderen Gottheiten, außer der eigenen, atheistisch begegnen.

Somit behaupte ich mal, dass es mehr Menschen gibt
die irgendeinen Gott nicht anerkennen, als umgekehrt.

Was sagt ihr dazu?
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"Du bist so stolz auf deine Intelligenz", sagte der Meister zu einem Jünger. "Du bist wie der Verurteilte, der stolz ist auf die Größe seiner Gefängniszelle."
Völlig richtig - ebenso wie alle Menschen Ausländer sind - in fast allen Ländern.
Alle Menschen sind Atheisten >>wahr
Alle Atheisten sind Menschen >>wahr

Alle Menschen sind Theisten >>falsch
Alle Theisten sind Menschen >>wahr

Alle Atheisten sind Theisten >>falsch
Alle Theisten sind Atheisten >>wahr

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Ist doch ein Überlegung wert, oder? Unverfälscht demografisch ist der Atheismus jene Denkweise, die von der Mehrheit der Bevölkerung praktiziert wird.

@WU

Du legst mir ein Argument in den Mund.

Je mehr der Mensch wirkt, desto falscher werden die Richtigkeiten.
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"Du bist so stolz auf deine Intelligenz", sagte der Meister zu einem Jünger. "Du bist wie der Verurteilte, der stolz ist auf die Größe seiner Gefängniszelle."
Stimmt irgendwie ... Hmm, garkeine schlechte Überlegung ...
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Denkt selber nach!
der_ding hat folgendes geschrieben:
Ist das wichtig, ob jemand gläubig ist oder nicht? Solange man niemanden mit seinem 'Glauben' stört, ist doch alles okay.


Das finde ich nicht, zumal sich ja die Gläubigen separieren und das nicht ohne Grund, oder findest du etwa sie machen das ursachenlos?

Bspw. bekommen Gläubige per Gesetz Vergünstigungen, da hat keiner ein schlechtes Gewissen. Ich weiß nicht, warum ich die Urne eines verstorbenen Angehörigen nur in einer heiligen Grabstätte zuhause aufbewahren darf? Warum ich Glockengebimmel ertragen muss und demnächst eines Muezzins Geschrei? Warum muss ich kirchliche Feiertage mitfinanzieren? Oder warum muss ich es zulassen, dass ich jede Frau ohne Kopftuch aus einer bekannten Religionspolitik aufs Übelste diskriminieren lassen muss?

Das sind nur einige Beispiele, wo dem Glauben mächtige Vorteile zuerkannt werden, wobei allgemein bekannt ist, dass Vorteile sich irgendwo als Nachteile kompensieren müssen.

Wenn keine Nachteile mehr sind, dann erst ist der Glaube neutral.


Das sind nur einige Beispiele, wo dem Glauben mächtige Vorteile zuerkannt werden, wobei allgemein bekannt ist, dass Vorteile sich irgendwo als Nachteil kompensieren muss.

Wenn kein Nachteile mehr sind, dann erst ist der Glaube neutral.
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"Du bist so stolz auf deine Intelligenz", sagte der Meister zu einem Jünger. "Du bist wie der Verurteilte, der stolz ist auf die Größe seiner Gefängniszelle."
Damit es keine Verwirrung gibt: Ich habe den Text "Ist es wichtig ob ..."
gelöscht, da er mir für den Thread unwichtig vorkam.
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Denkt selber nach!
Hallo Enomine,
Zitat:
Bspw. bekommen Gläubige per Gesetz Vergünstigungen, da hat keiner ein schlechtes Gewissen. Ich weiß nicht, warum ich die Urne eines verstorbenen Angehörigen nur in einer heiligen Grabstätte zuhause aufbewahren darf? Warum ich Glockengebimmel ertragen muss und demnächst eines Muezzins Geschrei? Warum muss ich kirchliche Feiertage mitfinanzieren? Oder warum muss ich es zulassen, dass jede Frau ohne Kopftuch aus einer bekannten Religionspolitik aufs Übelste diskriminieren lassen muss?

Du hast nicht unrecht - aber wir leben in einer Demokratie, wo (zumindest theoretisch )
die Mehrheit das Sagen hat - und da hilft's auch wenig, wenn mit einem logischen Trick
alle Gläubigen unter 'Atheisten' subsumiert werden - auch die meisten überzeugten
Atheisten würden sich wohl gegen die Abschaffung der Sonn- und Feiertage wehren,
nur weil die ursprünglich mal religiös motiviert waren...
Sollte diese Mehrheit irgendwann einmal nicht nur aus 'logischen', sondern aus wirklichen
Atheisten bestehen, würde sich das zweifellos ändern. Bis dahin hat Deine Wahrheitstafel
aber allenfalls theoretischen Wert.

Zitat:
Je mehr der Mensch wirkt, desto falscher werden die Richtigkeiten.

Das ist ein interessanter Satz, der viel für sich hat - danach müsste man also versuchen,
das Wirken einzustellen, wenn man seine Richtigkeiten richtig halten will - eine Maxime,
die frappierend dem taoistischen wu-wei entspricht - z.T. wohl auch dem buddhistischen
'Nichtansammeln von karma'. Nur werden beide Begriffe im Westen gern als 'dolce far
niente' missverstanden
@WU,

ohne jetzt auf jedes Detail einzugehen:

warum kann man per Gesetz Diskriminierung zulassen?

Verstehst du worauf ich hinaus will?
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"Du bist so stolz auf deine Intelligenz", sagte der Meister zu einem Jünger. "Du bist wie der Verurteilte, der stolz ist auf die Größe seiner Gefängniszelle."
Zitat:
Das finde ich nicht, zumal sich ja die Gläubigen separieren und das nicht ohne Grund, oder findest du etwa sie machen das ursachenlos?


Das finde ich nun wieder nicht.Du sagst Glaeubige aber meinst Religionsgemeinschaften.Glaeubige schliesst auch Atheisten mit ein.
Denn auch Atheisten "glauben" an irgendwas.Dass Glaeubige also auch Atheisten sich separieren liegt in der menschlichen Natur.Tennisclub, Fussballclub, Bibelstunde, Tanzclub,Gewerkschaft,usw.
Natuerlich machen sie das nicht ursachenlos was fuer einen Wert haette das?

Zitat:
Bspw. bekommen Gläubige per Gesetz Vergünstigungen, da hat keiner ein schlechtes Gewissen. Ich weiß nicht, warum ich die Urne eines verstorbenen Angehörigen nur in einer heiligen Grabstätte zuhause aufbewahren darf? Warum ich Glockengebimmel ertragen muss und demnächst eines Muezzins Geschrei? Warum muss ich kirchliche Feiertage mitfinanzieren? Oder warum muss ich es zulassen, dass ich jede Frau ohne Kopftuch aus einer bekannten Religionspolitik aufs Übelste diskriminieren lassen muss?


Das hoert sich so an als wuerde dich im Moment die Innen und Aussenpolitik voll Sauer machen.Aber hierbei liegt es nicht an Gott sondern an uns zu aendern was geaendert werden kann.Doch dazu
muesste man dann ein paar Glaeubige finden die genauso denken.
Gott (das Leben)hat uns einen Koerper zur Verfuegung gestellt , ausgestattet mit
Herz und Verstand ,und beides wird vom Geist geleitet.Und dabei ist zu beachten, dass der Geist nicht getrennt von uns ist.Selbstdenken schliesst Selbsttun mit ein,wenn wir etwas aendern wollen.

Zitat:
Das sind nur einige Beispiele, wo dem Glauben mächtige Vorteile zuerkannt werden, wobei allgemein bekannt ist, dass Vorteile sich irgendwo als Nachteile kompensieren müssen.

Wenn keine Nachteile mehr sind, dann erst ist der Glaube neutral.


Ich glaube kaum, dass der Glaube an sich neutral ist oder wird, aber wir koennen sehr wohl neutral sein, und zwar indem wir andere (Glaubens)meinungen annehmen und respektieren als das was sie sind.
Eben eine andere Sichtweise der Dinge als wie wir sie selbst haben.
Also Leben und Leben lassen! Gemeinsamkeiten lassen sich immer finden.Doch das heisst nicht, dass man nicht mehr Selbst denkt oder sein Denken in Kommunikation miteinander teilt.
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Gott ist mein Licht
Hi Enomine,
Zitat:
warum kann man per Gesetz Diskriminierung zulassen?

Verstehst du worauf ich hinaus will?

Hm - nicht ganz - aber so global ist das eigentlich ganz einfach zu beantworten:
Jedes Gesetz is per se diskriminierend - es diskriminiert die, die dagegen handeln,
und der Souverän [angeblich 'das Volk'] bestimmt, was in diesem Gesetz steht...

Interessante Frage - aber jetzt hab' ich mal zu tun; melde mich abends wieder.

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