Buddhismus und Bahaitum


impressum hat folgendes geschrieben:


Ich denke derzeit dass die Ordnung/Essenz der Unvereinbarkeiten zwischen Buddhismus und Bahaitums sich wesentlicher zeigt als die Vereinbarkeiten darin.


Wie bist du zu dieser Schlussfolgerung gekommen?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Sören hat folgendes geschrieben:
Würde mich brennend interessieren, was da bisher an Punkten angesprochen wurde.


Eigentlich wurde kein Punkt angesprochen.
impressum hat mich angeschrieben um zu fragen, ob ich Bahai bin und das war meine Antwort:

Nein, ich bin keine Bahai. Ich befasse mich schon einige Jahre mit dieser Religion und habe großen Respekt für Bahai. Aber einige Fragen sind für mich bisher nicht vollständig geklärt. Unter anderem die Frage der Haltung zur Homosexualität.
Aktuell verwende ich wieder viel Zeit darauf mich mit den neuesten Forschungsergebnissen zum ursprünglichen Buddhismus zu befassen und zu schauen, ob sich die Ansicht, dass Bahaullah der nächste Buddha ist, bzw. dass sich Buddhismus in die fortschreitende Offenbarung einordnen lässt wirklich begründen lassen kann.
Jedenfalls sehe ich zwischen Bahai und Buddhismus mehr Nähe, als zwischen Buddhismus und anderen monotheistischen Religionen.

Manchmal habe ich fast keine Hoffnung mehr, dass ich mich bzgl. eines Glaubens festlegen kann.


Das ist simpel nur die halbe Miete, ziraki denn nach dieser Deiner Antwort fragte ich Dich wie bei der doch bestens dokumentierten Lehre neue Forschungsergebnisse zustande kommen und welche das sein sollten. Und diese Frage wurde von mir in einer weiteren PN erneut formuliert weil Du in Deiner Antwort/PN darauf nicht eingegangen bist. Auf ein Reply meiner Erinnerung und wiederholten Frage (3.PN) sowie einer weiteren hier in dem dafür passeden diesen Thread -welchen ich dafür aufsuchte- warte ich noch; deshalb nun zum vierten male, wie wäre es nun jetzt hier damit?


ziraki hat folgendes geschrieben:
impressum hat folgendes geschrieben:


Ich denke derzeit dass die Ordnung/Essenz der Unvereinbarkeiten zwischen Buddhismus und Bahaitums sich wesentlicher zeigt als die Vereinbarkeiten darin.


Wie bist du zu dieser Schlussfolgerung gekommen?


Der Glaube an das Grundlegendste, die allerhöchste Essenz selbst oder/bzw die fehlende universelle Göttlichkeit im Buddhismus
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@impressum
Entschuldige bitte mein Zögern auf deine Fragen zu antworten.
Ich habe wohl dein Interesse unterschätzt, außerdem weiß ich auch nicht genau wie ich solche Fragen mit einem für mich zumutbaren Aufwand beantworten könnte.
Aber hier mal einige Hinweise, die dich hoffentlich weiterbringen.
Die Frage, wie es zu neuen Forschungsergebnissen kommen kann, ist vermutlich die Frage danach, wie mit Texten wissenschaftlich gearbeitet wird.
Kennst du dich etwas mit der Textkritik zur Bibel aus? Da gibt es Parallelen. https://www.bibelwissenschaft.de/wi.....0705092223e03881a1edc2bb/

Ich gehe mal auf einen Punkt ein. Viele buddhistische Lehren wurden in unterschiedlichen Übertragungslinien mündlich überliefert. Als sie schriftlich niedergelegt wurden, gab es keinen Kontakt oder Austausch zwischen denen, die diese Lehren aufschrieben.
Am bekanntesten ist der Palikanon, also die Niederschrift in Pali. Es gibt aber auch unter anderem einen chinesischen Kanon.
Ein Vergleich zwischen diesen Schriften lässt nun Rückschlüsse auf die Genauigkeit der mündlichen Überlieferung zu.

Falls man sich für bestimmte buddhistische Themen interessiert sind die Vorträge von Prof.Dr. Bhikkhu Analayo von der Uni Hamburg sehr interessant.
Er arbeitet viel mit solchen Textvergleichen.
https://lecture2go.uni-hamburg.de/l.....20Dr.%20Bhikkhu%20Analayo
Die Vorträge sind, wie das meiste was ich dir empfehlen kann, in englischer Sprache.

Empfehlenswert sind alle Bücher von Richard Gombrich. https://thebuddhistcentre.com/syste.....%20Buddha%20Thought_0.pdf

Hier noch eine Arbeit zum Thema, die du dir herunterladen kannst:
http://ocbs.org/wp-content/uploads/2015/09/authenticity.pdf

Mit deinem Einwand, dass der Buddha nicht über Gott gesprochen hat, hast du recht. Die Frage ist, wie das zu bewerten ist.
Aus Bahai-Sicht könnte man argumentieren, dass es unter den damals vorgefundenen Umständen nicht nützlich gewesen wäre.
Buddhisten leiten daraus eher ab, dass das auch heute keine Rolle spielt.
@ ziraki

Dass Buddha nicht über Gott gesprochen haben soll, hat mich stutzig gemacht.

So weit ich weiß, war Buddha sogar in anderen Äonen Gott-Brahma , aber die Stufe Brahmas zu erreichen war für Buddha noch nicht die höchste Stufe.

Hier gibt es ein interessantes Sutta über einen Brahmanen namens Dhānañjāni, der "nachlässig" in seinem Lebenswandel geworden ist und den der ehrwürdige Sāriputta besucht und lehrt.
Schließlich, als der Brahmane im Sterben liegt, zeigt ihm Sāriputta alle Stufen von der Hölle bis zum Brahma-Himmel, wohin der gestorbene Brahmane dann auch gelangt.

Als der Erhabene davon hört, bezeichnet er die Brahma-welt als minderwertig und fragt Sāriputta, warum er den Brahmanen nicht weiter geführt habe.

Damit meint Buddha Nibbāna (die Befreiung), die dem Brahmanen eine überweltliche Verwirklichung ermöglicht hätte.

http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m097z.html
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Dass Buddha nicht über Gott gesprochen haben soll, hat mich stutzig gemacht.

So weit ich weiß, war Buddha sogar in anderen Äonen Gott-Brahma , aber die Stufe Brahmas zu erreichen war für Buddha noch nicht die höchste Stufe.


Über Brahma gibt es in den buddhistischen Überlieferungen viele Berichte. http://dlib.pdn.ac.lk/bitstream/123.....%20Nos.%201%20%26%202.pdf

Nach der Beschreibung, die du erwähnst, ist es eine Position, die immer wieder mit verschiedenen Personen besetzt wird. Das entspricht nicht dem Glauben von Anhängern einer monotheistischen Religion.
Ich bin mir auch nicht so sicher, wie wörtlich das zu verstehen ist. Es gibt auch etliche Bericht über Begegnungen des Buddhas mit Māra, dem Teufel der buddhistischen Weltanschauung, die sehr leicht als psychologische Erfahrungen zu identifizieren sind. Vom Māra Die Töchter https://suttacentral.net/de/sn4.25

Die Namen der Töchter bedeuten übersetzt: Begierde, Lust und Verlangen.
Die Lehre des Buddha, ist reine Logik und Analyse!
Der Buddha zeigt den Weg über den Geist – also zur EIGENSTÄNDIGEN Geistigen weiterentwicklung des Menschen. Der Glaube an einen Gott ist dazu nicht erforderlich!

Einführung in den Buddhismus:
http://www.demetrius-degen.de/religionen/buddhismus/bu-info.htm

Die (Lehre) 48 Lehrreden des Buddha:
http://www.demetrius-degen.de/religionen/buddhismus/lehrreden.htm

© Demetrius
ziraki hat folgendes geschrieben:
@impressum
Entschuldige bitte mein Zögern auf deine Fragen zu antworten.
Ich habe wohl dein Interesse unterschätzt, außerdem weiß ich auch nicht genau wie ich solche Fragen mit einem für mich zumutbaren Aufwand beantworten könnte.
Aber hier mal einige Hinweise, die dich hoffentlich weiterbringen.
Die Frage, wie es zu neuen Forschungsergebnissen kommen kann, ist vermutlich die Frage danach, wie mit Texten wissenschaftlich gearbeitet wird.
Kennst du dich etwas mit der Textkritik zur Bibel aus? Da gibt es Parallelen. https://www.bibelwissenschaft.de/wi.....0705092223e03881a1edc2bb/

Ich gehe mal auf einen Punkt ein. Viele buddhistische Lehren wurden in unterschiedlichen Übertragungslinien mündlich überliefert. Als sie schriftlich niedergelegt wurden, gab es keinen Kontakt oder Austausch zwischen denen, die diese Lehren aufschrieben.
Am bekanntesten ist der Palikanon, also die Niederschrift in Pali. Es gibt aber auch unter anderem einen chinesischen Kanon.
Ein Vergleich zwischen diesen Schriften lässt nun Rückschlüsse auf die Genauigkeit der mündlichen Überlieferung zu.

Falls man sich für bestimmte buddhistische Themen interessiert sind die Vorträge von Prof.Dr. Bhikkhu Analayo von der Uni Hamburg sehr interessant.
Er arbeitet viel mit solchen Textvergleichen.
https://lecture2go.uni-hamburg.de/l.....20Dr.%20Bhikkhu%20Analayo
Die Vorträge sind, wie das meiste was ich dir empfehlen kann, in englischer Sprache.

Empfehlenswert sind alle Bücher von Richard Gombrich. https://thebuddhistcentre.com/syste.....%20Buddha%20Thought_0.pdf

Hier noch eine Arbeit zum Thema, die du dir herunterladen kannst:
http://ocbs.org/wp-content/uploads/2015/09/authenticity.pdf

Mit deinem Einwand, dass der Buddha nicht über Gott gesprochen hat, hast du recht. Die Frage ist, wie das zu bewerten ist.
Aus Bahai-Sicht könnte man argumentieren, dass es unter den damals vorgefundenen Umständen nicht nützlich gewesen wäre.
Buddhisten leiten daraus eher ab, dass das auch heute keine Rolle spielt.


Danke!

Wenn der Mensch etwas zu belegen sucht war schon immer meist das "wie" von hohem Gehalt. Aus diesem Grunde sollte diese Arbeit von freien Atheisten übernommen werden.

Natürlich darf sich auch ein jeder sein eigen Süppchen kochen.

Die Vorträge sind in Englisch, ich habe schon mit Deutsch so meine Probleme

Ahnung von Textkritik zur Bibel? Zumindest noch nicht zur offiziellen, ich lerne was interessiert

Rückschlüsse auf die Genauigkeit der mündlichen Überlieferung? Meinen nicht die Anhänger all der Religionen das die Genauigkeit 100% betrage?

Es sei also nicht nützlich aus Sicht der Bahai das essentiellste zu nennen. Demnach ist es wenn's passt aus Sicht der Bahai wohl auch nützlich wie weltliche Heerscher (nicht jetzt Buddha) auf zu treten, sich zu bewaffnen und über diese niedlichen Werkzeuge sich Gehör zu verschaffen. Die "Sicht" ist wohl doch recht dehnbar.
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impressum hat folgendes geschrieben:

Wenn der Mensch etwas zu belegen sucht war schon immer meist das "wie" von hohem Gehalt. Aus diesem Grunde sollte diese Arbeit von freien Atheisten übernommen werden.


Wenn die Methoden zählen, weshalb ist dann eine atheistische Weltanschauung eine bessere Qualifikation?

Zitat:
Rückschlüsse auf die Genauigkeit der mündlichen Überlieferung? Meinen nicht die Anhänger all der Religionen das die Genauigkeit 100% betrage?


Nein, oder weshalb meinst du habe ich Forschungen sowohl zur Bibel, als auch zu buddhistischen Überlieferungen erwähnt?

Zitat:
Es sei also nicht nützlich aus Sicht der Bahai das essentiellste zu nennen. Demnach ist es wenn's passt aus Sicht der Bahai wohl auch nützlich wie weltliche Heerscher (nicht jetzt Buddha) auf zu treten, sich zu bewaffnen und über diese niedlichen Werkzeuge sich Gehör zu verschaffen. Die "Sicht" ist wohl doch recht dehnbar.


Ich kapiere die Logik nicht. Aber den Bahai ist Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ansichten verboten.
ziraki hat folgendes geschrieben:
impressum hat folgendes geschrieben:

Wenn der Mensch etwas zu belegen sucht war schon immer meist das "wie" von hohem Gehalt. Aus diesem Grunde sollte diese Arbeit von freien Atheisten übernommen werden.


Wenn die Methoden zählen, weshalb ist dann eine atheistische Weltanschauung eine bessere Qualifikation?

Zitat:
Rückschlüsse auf die Genauigkeit der mündlichen Überlieferung? Meinen nicht die Anhänger all der Religionen das die Genauigkeit 100% betrage?


Nein, oder weshalb meinst du habe ich Forschungen sowohl zur Bibel, als auch zu buddhistischen Überlieferungen erwähnt?

Zitat:
Es sei also nicht nützlich aus Sicht der Bahai das essentiellste zu nennen. Demnach ist es wenn's passt aus Sicht der Bahai wohl auch nützlich wie weltliche Heerscher (nicht jetzt Buddha) auf zu treten, sich zu bewaffnen und über diese niedlichen Werkzeuge sich Gehör zu verschaffen. Die "Sicht" ist wohl doch recht dehnbar.


Ich kapiere die Logik nicht. Aber den Bahai ist Gewalt zur Durchsetzung ihrer Ansichten verboten.


Punkt eins: Weil sie zur Sache neutral wäre denn eine Zielsetzung formt schnell die Methode.

Punkt zwei: War allgemein bezogen, nicht explizit.

Punkt drei: Bezog sich auf die Manifestationen Gottes.
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ziraki hat folgendes geschrieben:

Nach der Beschreibung, die du erwähnst, ist es eine Position, die immer wieder mit verschiedenen Personen besetzt wird. Das entspricht nicht dem Glauben von Anhängern einer monotheistischen Religion.

Es geht nicht um die Besetzung von Positionen, sondern um erreichte Bewusstseinsstufen, in denen man dann wiedergeboren wird, bevor man wie Shakyamuni als Buddha Nibanna erreicht hat. Die Brahmawelt ist für ihn die letzte Ebene und er führt den Suchenden, immer an die Stufe, die dessen aktuellem spirituellen Entwicklungstand entspricht. (In dem von mir erwähnten Sutta hat Sāriputta dies nicht erkannt, denn er hätte den Brahmanen zum Nibbāna führen können.)

Auch ein monotheistischer Gottesglaube ist wohl aus der Sicht des Buddha, eine Anhaften an eine, wenn auch sehr hohe doch vergängliche "Gottdaseins-Stufe", deshalb hat er nie eine Gottesverehrung gelehrt.


ziraki hat folgendes geschrieben:
Ich bin mir auch nicht so sicher, wie wörtlich das zu verstehen ist. Es gibt auch etliche Bericht über Begegnungen des Buddhas mit Māra, dem Teufel der buddhistischen Weltanschauung, die sehr leicht als psychologische Erfahrungen zu identifizieren sind. Vom Māra Die Töchter https://suttacentral.net/de/sn4.25
Die Namen der Töchter bedeuten übersetzt: Begierde, Lust und Verlangen.

Ich denke, hier kommt es auf den Adressaten an, wie real für diesen z.B. Dämonen oder Engel sind.
Letzlich geht es in der Lehre des Buddha darum sich von allen Dingen loszulösen, materiell und geistig.
Das heißt, es ist schon in Ordnung zu Gott, Göttern oder Schutzgeistern zu beten, aber gelehrt hat der Buddha dies nicht, weil jedes Gebet aus seiner Sicht ein Anhaften ist.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass ich Christin bin und der jüdische Name Mara auf das Alte Testament zurückzuführen ist.
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