Sex aus der Sicht der Katholischen Kirche!


Ja!
Es kommt auf die Faktenlage und die Logik an, was ich von den dreien einsetze. (gg, wobei natürlich oft ein c, d, usw die Entscheidungsfindung ziemlich erschwert).

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Templer hat folgendes geschrieben:
Es ist klar, dass die Unterscheidung (wie jede Unterscheidung) von beispielsweise natürlich - unnatürlich oder moralisch - unmoralisch die Zuerkennung von Wert bzw. Unwert impliziert und im Interesse des jeweils Unterscheidenden geschieht.

Ich stimme dir zu. Wobei Religion wohl dazu dienen sollte, die eigenen Interessen und die der Gruppe der religiösen Zugehörigkeit zu überschreiten, sonst wird sie je nach Einfluss als lächerlich oder als bedrohlich empfunden.
Hallo ziraki,

hmm, eigentlich lehrt die Geschichte, daß fast immer die eigenen Interessen im Vordergrund standen und stehen und das "Überschreiten der eigenen religiösen Zugehörigkeit" sich hauptsächlich auf Rekrutierung von neuen Mitgliedern beschränkt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Burkl hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Ja, selbstverständlich würde ich das so sehen. Seit den 60er Jahren ist die Pille in Deutschland frei verfügbar. Das hat enorme Veränderungen in Bezug auf Gleichberechtigung und Chancengleichheit zur Folge.

Also würdest du mit der ehemaligen evangelischen Bischöfin Margot Kässmann übereinstimmen und die Pille als "Segen Gottes" bezeichnen?



Hallo,
mal den Bereich etwas vernünftiger betrachtet.

1. Geschlechtsverkehr sollte kein Hobby für 15-jährige sein.

2. Es wird Zeit daß jungen Männerr und Frauen sich früh entscheiden und dann akzeptieren was sie wollen vom Leben.

3. Elternschaft mit 19 bis 22 ist keine Katastrophe, zwingt auch nicht Frauen die sich dazu entschieden lebenslänglich an den Herd. Mit 30 bis 33 ist frau jung genug für jede Berufslaufbahn. Und junge Großeltern sind eine Unterstützung und freuen sich über enkel, fast immer.

4. Keine Frau ist gehindert mit einer hochqualifizierten Ausbildung Familie und Beruf zu vereinbarten, auch ohne Krippe, Kindergarten und Ganztagesschule. Nämlich schlicht z.B. als Dr. med Ärztin einen als Hausmann willigen Kerl zu heiraten.

5. Wer sich gegen Familie entscheidet, der hat die Option Sterilisation.
Die Punkte 1 bis 5 sind absoluter bullshit.
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Geschlechtsverkehr sollte kein Hobby für 15-jährige sein.

Die geschlechtliche Vereinigung ist überhaupt nie "Hobby". Ihre wahre Würde und wirkliche Bedeutung, den von Gott bestimmten ihr zukommenden Platz hat sie ausschließlich in der Ehe. Die christliche Ehe von Getauften bildet zudem als Sakrament die vollkommene Vereinigung und Treue Christi zu seiner Kirche ab (auch evangelische Christen sind, insofern ihre Taufe gültig ist, aus katholischer Sicht sakramental verheiratet).
Insofern gibt es nur zwei Sichtweisen auf Ehe und Sexualität: Die heidnische auf der einen Seite, der es letztlich um Triebbefriedigung und Selbsterfüllung geht oder die Sicht des Glaubens auf der anderen, welche die geschlechtliche Lust nicht als Selbstzweck anstrebt, sondern sie als Geschenk Gottes annimmt und daher die Sexualität als auf Gott hingeordnete wechselseitige vollkommene Hingabe der Eheleute sieht. Es geht so wie immer in der Liebe um die Wahl zwischen der falschen Selbstliebe und der wahren sich selbst vergessenden aufopfernden Liebe.

"Wir sind Kinder von Heiligen und dürfen uns nicht nach Art der Heiden zusammentun, die Gott nicht kennen."

Tobit 8,5

Zitat:

Es wird Zeit daß jungen Männerr und Frauen sich früh entscheiden und dann akzeptieren was sie wollen vom Leben.

Ja. Und am Besten ist dies gewährleistet, wenn sie die Lehre der Kirche zur Sexualität kennen und ernst nehmen.

Zitat:

Elternschaft mit 19 bis 22 ist keine Katastrophe

Elternschaft ist nie eine Katastrophe, im Gegenteil.

"Manche setzen Kinder in die Welt und haben dabei nur ihr eigenes Interesse, ihren eigenen Nutzen, ihren Egoismus vor Augen... Sie vergessen, dass Kinder ein wunderbares Geschenk Gottes sind und dass sie für diese Gabe Gott ganz besonders werden Rechenschaft ablegen müssen. Nimm es mir nicht übel: Kinder in die Welt setzen, allein um der Fortpflanzung willen — das tun auch die Tiere."

Hl . Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns Nr. 845

Zitat:
Keine Frau ist gehindert mit einer hochqualifizierten Ausbildung Familie und Beruf zu vereinbarten

Wobei auch die häusliche Arbeit eine vollwertige und unentbehrliche Arbeit ist und es keineswegs so ist, dass eine Frau ihre Weiblichkeit nur außerhalb des häuslichen Umfelds leben und entfalten könnte. Der subtile oder vielfach auch direkte gesellschaftliche Totalitarismus geht heute durch vorgegebene soziale Wertungen und finanziellen Druck in die Richtung die Frauen von Kindern und Familie möglichst wegzubringen.

Zitat:
Wer sich gegen Familie entscheidet, der hat die Option Sterilisation

Aus religiöser Sicht ist es das Wegwerfen einer der hervorragendsten Gaben Gottes, die wir haben. Dies ist in- und außerhalb der Ehe eine schwere Verfehlung gegen die Keuschheit.

"In einer christlichen Ehe darf nicht der Wunsch bestehen, die Quellen des Lebens zu verschließen! Denn die gegenseitige Liebe gründet in der Liebe Christi, die Hingabe und Opfer ist. Außerdem wissen die Eheleute — um die Worte des Tobias an Sara aufzugreifen — : "Wir sind Kinder von Heiligen und dürfen uns nicht nach Art der Heiden zusammentun, die Gott nicht kennen."

Hl. Josémaria Escrivá, Die Spur des Sämanns Nr. 846
Hallo,
ganz allgemein, entweder begrenzen wir per Gesetz oder sozialem Druck die Kinderzahl auf etwa 2,2 je Paar mit nachfolgend Beischlafverzicht oder -verbot oder akzeptieren daß die biologishcen Fähigkeiten nicht ausgenutzt werden.

Das war sozial auch gesehen bei den früheren sozialen und kirchlichen Ehe-, Partnerschafts- oder Heiratsverboten für die Personen die aufgrund manglender Wirtschaftskraft nicht heiraten durften oder konnten.

"Alle" heiraten und gründen Familien mit 4 bis 8 Kindern führt zu katastrophaler Überbevölkerung.
Weinberg hat folgendes geschrieben:
"Alle" heiraten und gründen Familien mit 4 bis 8 Kindern führt zu katastrophaler Überbevölkerung.

Das lehrt die Kirche ja auch nicht. Es geht um verantwortete Elternschaft - das bedeutet möglichste Großzügigkeit bei der Lebensweitergabe unter vernünftiger Miteinbeziehung der gesundheitlichen, psychologischen, sozialen und ökonomischen Gegebenheiten.

Allerdings wird die angebliche "Überbevölkerung" sehr oft gerade in der westlichen Welt aus pauschale Ausrede dafür herangezogen keine gute und wirklich helfende Entwicklungspolitik zu betreiben, sondern den armen Ländern einfach Lebensmittelpakete und Kondome zu schicken und derlei "Almosen" dann auch noch an die Auflage der Übernahme westlicher Irrtümer der Gesellschaftspolitik zu knüpfen, z.B. Verhütungsmittel, Abtreibung und "Homoehe".

Eine Galionsfigur der Bevölkerungsdezimierungsideologen, der "Überbevölkerungs-Weltuntergangsprediger" Paul R. Ehrlich kam sogar im Vatikan zu Wort. Du siehst also die Dialogbereitschaft der Kirche, auch mit den Ideologien unserer Zeit.

https://www.google.at/url?sa=t&.....g2=JMAgXg--A3Hz4My7L5Gj5w

Der Papst vertritt allerdings in der Thematik einen sehr klaren konträren Standpunkt:

"Anstatt die Probleme der Armen zu lösen und an eine andere Welt zu denken, haben einige nichts anderes vorzuschlagen als eine Reduzierung der Geburtenrate. Es fehlt nicht an internationalem Druck auf die Entwicklungsländer, indem wirtschaftliche Hilfen von gewissen politischen Entscheidungen zugunsten der „Fortpflanzungsgesundheit“ abhängig gemacht werden. Doch „wenn es zutrifft, dass die ungleiche Verteilung der Bevölkerung und der verfügbaren Ressourcen die Entwicklung und den vertretbaren Umgang mit der Umwelt behindern, muss auch anerkannt werden, dass eine wachsende Bevölkerung mit einer umfassenden und solidarischen Entwicklung voll und ganz zu vereinbaren ist“. Die Schuld dem Bevölkerungszuwachs und nicht dem extremen und selektiven Konsumverhalten einiger anzulasten, ist eine Art, sich den Problemen nicht zu stellen. Es ist der Versuch, auf diese Weise das gegenwärtige Modell der Verteilung zu legitimieren, in dem eine Minderheit sich für berechtigt hält, in einem Verhältnis zu konsumieren, das unmöglich verallgemeinert werden könnte, denn der Planet wäre nicht einmal imstande, die Abfälle eines solchen Konsums zu fassen."

Papst Franziskus, Enzyklika Laudato Sí, Punkt 50