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Der eine früher, der andere später












Gestern hatten wir wieder einmal die Diskussion warum manche Menschen früher sterben und manche später.

Es ist für mich immer wieder schmerzhaft eine Todgeburt miterleben zu müssen und ich finde keine Worte zum trösten.

Auch sterben viele Kinder auf dieser Welt aus ganz verschiedenen Gründen.

Dann aber wieder gibt es Menschen die steinalt werden.

Früher sagte mir meine Oma, wenn ein Kind gestorben ist: Gott braucht einen neuen Engel.

Ist es eine Ungerechtigkeit wenn Menschen früher sterben als andere?

Manchmal denke ich mir, es bleibt ihnen viel erspart. Dieses Leben ist nicht einfach so zu meistern. Für viele Menschen ist das Leben trotz allem schön, für andere wieder nicht.

Wie steht man im Buddhismus oder Hinduismus zu diesen verschiedenen "Sterbezeiten". Wie würde ein Buddhist zum Beispiel eine Frau oder ein Paar trösten deren Kind direkt nach oder vor der Geburt stirbt?

Ich weiss es ist kein schönes Thema, aber wenn man wie ich so oft mit dem Tod auch konfrontiert wird, dann möchte man so gerne Worte finden oder etwas vermitteln können, was den Bleibenden Mut und Kraft gibt. Das könnt ihr bestimmt verstehen.
Pichou hat folgendes geschrieben:
Ist es eine Ungerechtigkeit wenn Menschen früher sterben als andere?

Was stirbt denn und was bleibt? Ich meine ... bevor das nicht klar ist, kann man doch solche Fragen nicht stellen.

Zitat:
Für viele Menschen ist das Leben trotz allem schön, für andere wieder nicht.

Definiere mal "schönes Leben".

Zitat:
Wie würde ein Buddhist zum Beispiel eine Frau oder ein Paar trösten deren Kind direkt nach oder vor der Geburt stirbt?

Da empfehle ich dir das "Das tibetische Buch vom Leben und Sterben" in der Übersetzung und mit den Kommentaren von Sogyal Rinpoche.

Zitat:
Ich weiss es ist kein schönes Thema, aber wenn man wie ich so oft mit dem Tod auch konfrontiert wird, dann möchte man so gerne Worte finden oder etwas vermitteln können, was den Bleibenden Mut und Kraft gibt. Das könnt ihr bestimmt verstehen.

Ja klar. Ich habe schon viele mir sehr sehr liebe Menschen verabschieden müssen, auch Kinder. Ich weiß, was in dir vorgeht. Wenn du akut betroffen bist, dann solltest du lieber weinen als fragen und später forschen. Das Weinen ist wichtig.

Gruß
Sieben
Liebe Pichou!
Zitat:
Wie steht man im Buddhismus oder Hinduismus zu diesen verschiedenen "Sterbezeiten". Wie würde ein Buddhist zum Beispiel eine Frau oder ein Paar trösten deren Kind direkt nach oder vor der Geburt stirbt?

Ein ähnlicher Fall ist irgendwo im Palikanon überliefert: Eine Frau war untröstlich, weil ihr Kind gestorben war. Der Buddha sagte zu ihr, sie solle eine Wanderung machen, und bei jedem Haus nachfragen, ob dort schon einmal ein Todesfall oder sonst ein Unglück vorgekommen sei - ich glaube sogar mich erinnern zu können, dass er für den Fall, dass sie ein Haus fände in dem es nicht so wäre, sich anheischig gemacht haben soll, das Kind wieder lebendig zu machen. Also eher kühl-sachlich - für Manche mag's wohl herzlos wirken - aber durch die Wirkung der Persönlichkeit des Buddha vermutlich wirksam - sonst wär's nicht überliefert worden...
Es ist so wie es ist, und sich Gedanken zu machen, ob das 'gerecht' oder 'ungerecht' ist, und wem diese Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit gegebenenfalls anzurechnen oder vorzuwerfen wäre, ist nur Haschen nach Wind... Da ich aber kein Buddha bin, wird sich aus dieser Meinung wohl nicht viel Mut und Kraft schöpfen lassen, fürchte ich...

trotzdem mit metta und karuna
Forum -> Hinduismus, Buddhismus, Zoroastrische Religion


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