Erinnerung an oder Entwicklung zur Vollkommenheit?


Klar können sie vollkommen sein, ohne sich zu ähneln. Jeder ist auf seine Weise vollkommen.
_________________
Denkt selber nach!
ich weiss nicht ob das so klar ist.

Unter Vollkommenheit kann ich mir nichts vorstellen. Ich weiss nur, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die mich zu tiefst angenehm berühren und das tendiere ich dazu zu behaupten, dass sie vollkommen sind. Und doch kann es ein anderer ganz anders empfinden.

Da nichts bleibt wie es ist, kann doch eigentlich nichts vollkommen sein, oder?
Und warum kann es dann nicht vollkommen sein? Wenn das eine vollkommen ist und das andere nicht, dann ist es immer subjektiv. Vom leeren Standpunkt aus, ist bestimmt alles vollkommen, egal ob es sich verändert ...
_________________
Denkt selber nach!
Was meinst du mit leerer Standpunkt Ich nix verstehen.
./.
Ich meine den leeren Geist
_________________
Denkt selber nach!
Hallo Jim,

deine Gedanken entspringen der Vorstellung, dass die Schöpfung schon abgeschlossen ist und wir uns diese jetzt hier anschauen, beurteilen und es uns darin gemütlich machen. Das ist aber nicht so. Schöpfung ist ein permanenter Prozess. Die Menschwerdung Gottes ist noch lange nicht abgeschlossen und was Gott dann tut, wenn er Mensch geworden ist, ist jenseits aller vorstellbaren Vorstellungen.

Wichtiger als solche Gedanken ist es meiner Ansicht nach, zu erkennen, was Leben WIRKLICH ist, zu erkennen, dass wir als Geschöpfe mit am Schöpfertum beteiligt sind und uns dieser Verantwortung endlich zu stellen, statt ständig an unserer eigenen (materiellen) Welt zu bauen.

Schau dich doch um. Da wollen Menschen zum Mars fliegen und sind nicht in der Lage, mit den Konsequenzen eines Hurrikans umzugehen.

Die für 2009 geplante Mars-Expedition wird bis zu 500 Millarden Dollar verschlingen. Der Schaden durch den Hurrikan in New Orleans wird auf 100 Milliarden Dollar geschätzt und ist eigentlich nur darum entstanden, weil man die bekannten Risiken dort nicht ernst genommen hat, wie es z.B. die Niederländer schon vor längerer Zeit getan haben.

Wir Menschen suchen Leben auf den Mars und investieren darin soviel Geld, dass wir dadurch versäumen, uns vernünftig um uns selbst zu kümmern. Das ist einfach kollektiver Wahnsinn und da hilft nur noch eins: Die Menschheit muss erwachen und ihre eigentliche Berufung erkennen.

Außerdem: Auf dem Mars wachsen keine Erdbeeren und dort gibt es keine Kühe. Ich liebe aber Erdbeeren mit Schlagsahne.

Gruß
Sieben
Liebe Freunde


Leider kann ich auf die Schnelle die Stelle nicht angeben aus der das folgende Zitat stammt, der Wortlaut stimmt auch nur sinngemäß. Vielleicht kann das ja jemand richtig stellen. Aber es trifft m. E. den Nagel auf den Kopf.

„Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit in der ihr lebt und legt euer Hauptaugenmerk nur auf das was der Menschheit wirklich nützt“
Bahà’u’llàh

Alles Liebe
_________________
"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Da habe ich so meine Zweifel - das scheint mir kein 'höherer', sondern eher ein ängstlich-kurzsichtiger Zugang zu sein - mir fällt da Leo Szilards 'Mark-Gable-Stiftung' ein...

Zitat:
"Nein," antwortete Mark Gable, "meiner Meinung nach ist der Fortschritt schon zu rasch."
"Das glaube ich auch," sagte ich mit voller Überzeugung. "Aber warum dann nicht etwas tun, um ihn zu verlangsamen?"
"Nichts wäre mir lieber. Aber wie sollte man das anfangen?"
"Nun," sagte ich, "das dürfte so schwer nicht sein - es ist sogar ganz einfach. Sie gründen eine Stiftung, die, sagen wir, 30 Millionen Dollar im Jahr verausgabt. Jeder Forscher, der Geld braucht, kann sich an diese Stiftung wenden, wenn er einen vielversprechenden Arbeitsplan hat. Als Nächstes errichten sie zehn Ausschüsse, in denen je zwölf Wissenschaftler sitzen, die diese Arbeitspläne begutachten. Sie ernennen die besten Wissenschaftler aus den Forschungslaboratorien zu Mitgliedern dieser Ausschüsse. Auf jedem Gebiet wird der Allerbeste mit einem Gehalt von $ 50.000 zum Ausschussvorsitzenden gemacht. Weiters schreiben sie etwa zwanzig Preise zu je $ 100.000 für die besten Forschungsarbeiten des Jahres aus. Mehr brauchen sie eigentlich nicht zu tun. Ihr Rechtsanwalt kann mit Leichtigkeit die Grundregeln der Stiftung ausarbeiten - er braucht nur die Regeln diverser Wissenschaftsstiftungen zu übernehmen."
"Sie scheinen mich missverstanden zu haben -" meinte Mark Gable, "ich möchte den Fortschritt nicht beschleunigen, sondern verlangsamen. Können Sie mir erklären, wie ein solches Unternehmen das bewirken soll?"
"Nichts leichter als das," sagte ich. "Zunächst einmal wären die besten Wissenschaftler aus den Laboratorien abgezogen und mit dem Verfassen von umfangreichen Gutachten beschäftigt. Zweitens würden die Forscher, die um Geld nachsuchen, Probleme wählen, die von vornherein erfolgversprechend erscheinen und mit ziemlicher Sicherheit zu Ergebnissen führen, die sich zur Veröffentlichung eignen. Ein paar Jahre würde vielleicht die Menge der wissenschaftlichen Ergebnisse ansteigen, aber bei der Suche nach offensichtlichen Erfolgen würde die Wissenschaft alsbald verdorren. Sie würde zu einer Art Gesellschaftsspiel werden. Manches würde als interessant gelten, manches Andere nicht, je nach Mode. Wer der Mode folgte, würde gefördert, die Anderen nicht. Und diese Anderen würden daraus bald die Lehre ziehen und ebenfalls der Mode folgen."
Hallo Sieben,

das, was du schreibst, ist sehr interessant. ich kann es nachvollziehen.

Ich persönlich halte auch den "Entwicklungsgedanken" für plausibler.