Straßenszene nach Katrina


In dem Chaos in New Orleans fiel bei einer Evakuierungsstelle eine Gruppe von farbigen Kindern besonders auf: ein sechsjähriger, der ein fünf Monate altes Baby in den Armen hielt, gefolgt von fünf Kleinkindern - drei Zweijährige und ein dreijähriges Mädchen mit ihrem 14 Monate alten Bruder im Schlepptau - und nirgends Erwachsene in Sicht. Die Beamten waren entsetzt - entweder mussten die Eltern tot sein oder ihre Kinder zurückgelassen haben - die Kinder schienen aber relativ gut drauf zu sein und in keiner Weise unter Schock oder verzweifelt - aber auch recht verschlossen.
Nachdem Fotos von ihnen in den Medien verbreitet worden waren, stellte sich heraus, dass die drei Elternpaare bereits in Texas in Sicherheit waren - die Familien waren in ihrem Haus tagelang eingeschlossen gewesen, als ein Hubschrauber kam, der aber nicht alle aufnehmen konnte. Die Eltern entschlossen sich schweren Herzens, die hungrigen Kinder zuerst ausfliegen zu lassen und selbst auf den zweiten Flug zu warten - der Hubschrauber kam aber nicht mehr zurück, und sie mussten sich auf eigene Faust durchschlagen. Auf welche Weise die Kinder von der Hubschrauberbesatzung getrennt wurden, konnte nicht aufgeklärt werden.

[url=http://seattletimes.nwsource.com/cgi-bin/PrintStory.pl?*=2002474595&zsection_id=2002107549&slug=katlove06&date=20050906]Quelle[/url]
Das ist ja mal wieder ne heftige Geschichte...

Aber es passt zu den Anschuldigungen an die Regierung...
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Wer das Licht nicht kennt, kann die Schatten nicht verstehen....
Wer die Schatten nicht kennt, kann das Licht nicht sehen....
Ein interessantes Interview mit einem Mann, der mit seiner Familie in New Orleans bleiben möchte:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20880/1.html

Gruß
Sieben
über George W. Bush im Zusammenhang mit New Orleans -
Die New York Times hat folgendes geschrieben:

"Nichts weist darauf hin, dass er das Ausmaß der Krise begriffen hat.
Nachdem nun am Freitag (gestern) die Nahrungsrationen der Briten, bei der Hilfslieferung im Katastrophengebiet des Hurrikans "KATRINA", gestoppt wurden mit der Begründung dies diene zum Schutz vor möglicher BSE Gefährdung.. wurden nun auch die Nahrungsgüter der Deutschen und Russen, genau aus selben Grund, vorerst eingestellt.

Hierbei ist zu erwähnen, wenn eine verseuchung der Nahrung vorliegen würde (Güter unterliegen ständiger Prüfungen), auch eine Verpflegung der eigenen Soldaten damit nicht stattfinden und die Verteilung in den in Afghanistan und Irak stationierten Truppen ebenfalls ausgeschlossen würde - was aber nicht der Fall ist. Auch in den genannten Gebieten ernähren sich die amerikanischen, sowie alle anderen Truppen, mit dieser Nahrung. Die Nato hat die Hilfsgüter bereits für BSE-frei erklärt.

Die US-Botschaft sicherte indes Berlin zu, die Sperre baldmöglichst wieder aufzuheben. Ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest.

Militärangehörige bezweifeln mittlerweile die Rechtfertigungsversuche seitens der Regierung mit denen solche Hilfsaktionen ständig verzögert werden.


Quelle der Original Nachricht:
http://www.n24.de/boulevard/nus/?n2005091011303100002


Anmerkung meinerseits:
Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Liebsten Gruss
Gaby
http://www.n-tv.de/580704.html
[..]Bush hatte zahlreiche Projekte angekündigt - von der Verlosung kostenloser Baugrundstücke für Arme über..[..]

Kennt einer von Euch den Film "In einem fernen Land" mit Tom Cruise und Nicole Kidman?
Irgendwie erinnerte mich der obige Satz gerade sehr an diesen Film wo es per Pferd darum ging als erster mit seiner Fahne sein Grundstück zu erobern.
Ich glaube ich muss mir diesen Film noch einmal ansehen..

lieben Gruss
Gaby
Zitat:
würde (Güter unterliegen ständiger Prüfungen), auch eine Verpflegung der eigenen Soldaten damit nicht stattfinden und die Verteilung in den in Afghanistan und Irak stationierten Truppen ebenfalls ausgeschlossen würde - was aber nicht der Fall ist. Auch in den genannten Gebieten ernähren sich die amerikanischen, sowie alle anderen Truppen, mit dieser Nahrung. Die Nato hat die Hilfsgüter bereits für BSE-frei erklärt.


Hallo Gaby

Man kann niemandem seine Hilfe aufzwingen!!Und wenn sie solche Angst davor haben,dann eruebrigt sich auch jede eventuelle Massnahme in dieser Direktion, sollten sie mal wieder Lust haben das Militaer zu verkoestigen. Andererseits ist das auch nicht so schlecht, denn es braucht laengere Zeit und mehr Mittel um seine Soldaten von zu Hause aus mit Mac Donald und Coke zu beliefern.Da denkt man dann uebers Kriegspielen vielleicht lieber zweimal nach. Und die Europaeischen Laender und Buerger kostet es weniger Steuern.
Eine Spendenaktion fuer Geld(Bericht TV-Spendenaktion) eruebrigt sich auch, denn da sind wir nicht einmal sicher , dass es auch den Menschen die es wirklich noetig haben zugute Kommt.

Zitat:
Die US-Botschaft sicherte indes Berlin zu, die Sperre baldmöglichst wieder aufzuheben. Ein Termin dafür stehe aber noch nicht fest.


Na ja , jetzt mal ein wenig Sarkasmus meinerseits.
Lassen wir ihnen doch ihre Sperre. Vielleicht waere es fuer sie von Vorteil, wenn sie eine Kuppel ueber die Vereinigten Staaten bauen,
auf diese Weise kommt keiner von aussen hinein(sie brauchen also keine Angst mehr zu haben vor Terrorismus und somit gibt es nichts mehr zu bekaempfen) und sie kommen nicht raus,ausser
um in Urlaub zu fahren.Wenn wir diesen Gedanken etwas weiter spinnen , kann das so jeder Kontinent tun und alle kuemmern sich nur noch um ihre interne Politik und um das was fuer das Volk am Besten ist.


Zitat:
Militärangehörige bezweifeln mittlerweile die Rechtfertigungsversuche seitens der Regierung mit denen solche Hilfsaktionen ständig verzögert werden.


Wozu sie auch allen Grund haben.



Zitat:
Anmerkung meinerseits:
Ein Schelm wer böses dabei denkt.




Lieben Gruss
Ellen
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Gott ist mein Licht
FWD:

Der Urlaub ist vorbei ... ein offener Brief von Michael Moore an George W. Bush

Freitag, 2. September 2005

Lieber Mr. Bush:

Irgendeine Idee, wo all unsere Hubschrauber hin sind? heute ist Tag 5 des Hurricans Katrina und immer noch sitzen Tausende in der Region New Orleans fest und müssen ausgeflogen werden. Wohin haben Sie bloß all unsere Militärhubschrauber verlegt? Brauchen Sie Hilfe, um sie zu finden? Ich hab mal mein Auto auf einem Kaufhausparkplatz nicht mehr gefunden. Mann, das war wirklich das Letzte.

Und - irgend eine Idee, wo all unsere Nationalgardisten sind? Wir könnten sie gerade jetzt wirklich brauchen, für genau die Sorte Arbeit, wegen der sie sich eingeschrieben haben, z.B. Katastrophenhilfe. Wie kommt es überhaupt, dass sie nicht da waren?

Letzten Donnerstag war ich in Süd-Florida und saß draußen, als das Auge des Hurricans Katrina über meinem Kopf vorbeizog. Das war nur Kategorie 1, aber selbst das war ganz schön heftig. 11 Leute starben und heute waren immer noch Häuser ohne Elektrizität. In dieser Nacht sagte der Mann von der Wettervorhersage, dieser Sturm sei unterwegs nach New Orleans. Hat Ihnen das niemand gesagt? Ich weiss, Sie wollten Ihren Urlaub nicht unterbrechen und ich weiss, dass Sie schlechte Nachrichten nicht mögen. Außerdem mussten Sie Spendensammler besuchen und Mütter von toten Soldaten ignorieren und anschmieren. Denen haben Sie's echt gezeigt!

Besonders gefällt mir, wie sie am Tag nach dem Hurrican statt nach Louisiana nach San Diego geflogen sind, um mit ihren Business-Kumpeln eine Party zu feiern. Lassen Sie sich nicht von den Leuten deswegen kritisieren - schließlich war der Hurrican vorbei und was zum Teufel hätten Sie tun können? Den Finger in ein Loch im Deich stecken?

Und hören Sie nicht auf die, die in den nächsten Tagen aufdecken werden, wie sie speziell das Budget des Armee-Pionierkorps von New Orleans diesen Sommer gekürzt haben - das dritte Jahr hintereinander in Folge. Sagen Sie einfach dass, selbst wenn Sie die Gelder zur Reparatur der Deiche nicht gekürzt hätten, ohnehin keine Pioniere dagewesen wären, um sie zu reparieren, weil Sie einen viel wichtigeren Bauauftrag für sie hatten - im Irak die Demokratie aufbauen!

Am dritten Tag, als Sie dann schließlich ihr Urlaubsdomizil verlassen hatten - ich muss sagen, ich war wirklich bewegt, wie sie Ihren Piloten die Air Force One von den Wolken herabschweben ließen, als sie über New Orleans flogen, um einen schnellen Blick auf das Desaster zu werfen. Hey - ich weiss, Sie konnten nicht einfach anhalten, sich ein Megafon greifen, auf einen Schutthaufen steigen und sich wie ein Oberbefehlshaber aufführen. Bin dabeigewesen, hab mitgemacht.

Da wird es welche geben, die werden versuchen, diese Tragödie politisch auszuschlachten und gegen Sie zu verwenden. Halten Sie nur Ihre Leute dazu an, weiter darauf hinzuweisen. Gehen Sie auf nichts ein. Selbst diese Nervensägen von Wissenschaftlern, die vorhergesagt haben, dass das passieren würde, weil das Wasser im Golf von Mexiko wärmer und wärmer wird und einen Sturm wie diesen unvermeidlich macht. Ignorieren Sie sie und all diese Globale-Erwärmungs-Bangemacher. Es ist überhaupt nichts Ungewöhnliches an einem Hurrican von solchen Ausmaßen, wie sie ein F4-Tornado von New York bis Cleveland hätte.

Nein, Mr. Bush, halten Sie einfach den Kurs. Es ist nicht Ihre Schuld, dass 30 % von New Orleans in Armut leben und dass zehntausende keine Transportmöglichkeit aus der Stadt hatten. Also bitte - das sind Schwarze! Ich meine, es ist ja nicht so, als würde das in Kennebunkport passieren. Können sie sich vorstellen, weiße Leute fünf Tage auf ihren Hausdächern sitzen zu lassen? Bringen Sie mich nicht zum lachen! Die Hautfarbe hat nichts - NICHTS - damit zu tun!

Bleiben Sie dran, Mr. Bush. Versuchen Sie einfach, ein paar von unseren Armeehubschraubern zu finden und schicken Sie sie her. Tun Sie so, als wären die Leute von New Orleans und die Golfküste in der Nähe von Tikrit.

Ihr

Michael Moore
MMFlint@aol.com
www.MichaelMoore.com