Wer hat vor den Zeugen Jehovas angst?


Die Zeugen Jehovas können sehr gut reden, aber sie handeln nächstenliebend nur unter sich.

Die anderen Menschen werden missioniert, und wer kein Zeuge werden will, ist für sie ein Mensch 2. Klasse und dem wird nicht geholfen, egal ob das der Nachbar ist oder nicht.

So eine Lebenseinstellung finde ich nicht gut. Abgesehen davon, dass ich niemals missionieren gehen möchte.
ChrisMari hat folgendes geschrieben:
(...)übrigens ganz anders als in der Bibel! Dort ist Hölle nur eine völlig vermurkste Übersetzung von Gehenna = Tal Hinnom, welches außerhalb von Jerusalem liegt.

Dem muss ich widersprechen.

Kann mich nicht erinnern, dass Kritiker (allg) diesen Punkt in ihren Argumentationen anführen würden... (!)

Auch Menschen (Christen o andere), die die alten Schriften im Orginal gelesen hatten, hätten das ja dann irgendwie merken müssen... bzw.

las ich erst kürzlich von einem Menschen, der ca. 45 Sprachen und Dialekte sprach, und auch die biblischen Schriften im Orginal lesen konnte, der sich gegen Kritik an der Genauigkeit, etc aussprach.

Ich hab mal einen engl. Link zu wikipedia:
http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Dick_Wilson
Hab das leider nicht auf Deutsch gefunden...

(Wenn man alles im Orginal kann, sind keine Übersetzungen mehr nötig und man liest dann auch keine evtl. Übersetzungsfehler mit...)

Kannst du (wie er) auch alles im Orginal lesen?

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Aber egal, hier geht's um die ZJ!
Hallo vital,
ich bin dogmatisch nicht gebunden. Das ermöglicht mir einen etwas objektiveren Blick auf die Thematik. Ich habe mich seit Jahren damit eingehend befasst. Ichverstehe Lukas 16, gern zitiert von Jehovas Zeugen, beispielsweise anders als diese.

Als Paradebeispiel passt das nämlich deshalb schon nicht, weil Jesus damals einen innerjüdischen theologischen Streit mit den Sadduzäern hatte. Diese Saduzzäer glaubten nicht an die Auferstehung (es ging nicht um ein diffuses Leben nach dem Tode). Die Auferstehung kommt auch laut Offenbarung erst zum Schluss. Vorher ruhen die Toten im Scheol, Grab.

Die Jehovas Zeugen meinen, dass Jesus einen Disput mit den Pharisäern gehabt hätte. Dies glauben viele Christen ebenso. Jene aber glaubten an die Auferstehung. Die Debatte bezieht sich also um die mirakulöse Auferweckung vonm Lazarus (Eliasar), der nahe Jerusalems wohnte. In Lukas 16 wird er als Gleichnis verwendet. Eliasar, könnte ich länger ausführen, war Angehöriger der Priesterklasse im Tempel, welche ausnahmslos Sadduzäer waren.

Bei allen biblischen Gleichnissen und Schilderungen vom NT sollte der jüdische Kontext an erster Stelle stehen, keine innerchristlichen Streitereien und Textauslegungen.

LG