Wer hat vor den Zeugen Jehovas angst?


Hubbard hat sinngemäß auch gesagt, wenn man reich werden will, solle man eine Religion gründen.
@Leer

Naja... da ging es um die Anerkennung in manchen Ländern, besonders in den USA, um keine Steuern zahlen zu müssen. Man versucht das aber nicht nur als Religion. Es gibt Länder da bestreitet Scientology sogar eine Religion zu sein.


@Light

So viel hat Hubbard gar nicht erfunden, besonders seine frühen Werke sind eher wenig kreative Geschichten. Aber es gab einige Brüche, bei denen er dann eine Wendung vollzog. Besonders is die Kombination und die Vielfalt, nicht die einzelnen Elemente.

Wirklich viel hat Charles Taze Russell aber nicht wirklich verdient. Ich glaube die heutige ZJ-Bibel ist auch erst später entstanden. Am Anfang nutze man noch diverse verschiedene Bibeln. Man verstand sich am Anfang auch als Bibelforscherbewegung die auf das baldige Ende wartete und abweichende wahre Lehren vertrat.
Zitat:
Beitrag Datum: 31.05.09, 01:18 Titel:
Historisch gesehen musst man vor den Zeugen Jehovas weit weniger Angst haben als vor fast allen anderen christlichen Konfessionen. Keine Hexenverbrennungen, keine Kreuzzüge, keine Hinnahme oder Mitwirkung am Holocaust, in Ruanda haben sie auch nicht mitgemacht... etc....


Vorneweg: Ich habe keine Lust auf Streit.

Nun:
Du erwähnst "fast alle anderen christl. Konfessionen", zählst aber ausschließlich die damaligen Verbrechen der katholischen Kirche (einer Konfession) auf. War Dir das nicht aufgefallen? Wo haben die von dir fast alle anderen, ähnlich oder überhaupt - Verbrechen begangen?

mfg
@vital

Sorry aber das stimmt nicht. Die Hexenverbrennungen traten besonders in der frühen Neuzeit auf und da auch in protestantischen Gebieten etwas mehr als in katholischen.

Sicher konnten Protestanten noch nicht an Kreuzzügen teilnehmen, aber auch Luther meinte es sei eine gute Tat einen Türken (für ihn die Manifestation eines Moslems) zu töten.

Und Protestanten haben genauso am Holocaust mitgewirkt wie es Katholiken taten.

Nicht übel nehmen: Aber du verbreitest hier populärprotestantische Geschichtsverzerrung.
"Nicht übel nehmen: Aber du verbreitest hier populärprotestantische Geschichtsverzerrung. "

Nicht übel nehmen:

Aber Deine Antwort ist extrem unsachlich und empfinde ich auch als sehr unhöflich. Du kennst mich als Gesprächspartner bisher noch nicht und meinst trotzdem, über meine Meinung urteilen zu wollen und dir ein Bild machen zu können. Du meinst, ich würde etwas verbreiten und verzerren wollen - weder das eine noch das andere will ich. Bevor du mich kennst, kannst du dies nicht behaupten. Gerade auch als Moderator, und ich bin selber einer an anderer Stelle, erwarte ich so eine Keule eher als letztes Mittel in einer unfruchtbaren Diskussion. Dann nämlich, wenn jmd stur und steif etwas behauptet, davon aber nicht loslassen will.

In diesem Fall scheine ich doch etwas weniger zu wissen als gedacht, und wie es bei mir so ist, werde ich beizeiten Deine Argumente prüfen. Meine Meinung ist kein fester Hinkelstein, ich bin kein Fanatist, und kann meine Meinung schon mal updaten. Doch bisher war ich von der Richtigkeit ausgegangen, doch man trifft immer auf Andere, die etwas mehr als man selber wissen.

Insofern verbreite und verzerre ich nichts, sondern äußere lediglich meine eigene Meinung in einer Diskussionsrunde. Foren sind insbesondere darauf ausgelegt, dies zu tun - und in Deutschland kann ich das auch frei. Aber es kommt auch vor, dass eigene Meinungen widerlegt werden, und man auf sachlicher Basis umschwengt.

Ich möchte Dich bitten, Vorurteile einzudämpfen und netter mit Unbekannten umzugehen, die Du noch nicht einordnen kannst. Evtl. ist der Andere gar nicht so unbelehrbar - und Sachlichkeit bringt evtl. mehr, als über die Meinung des Anderen mit ähnl. Worten wie "Verbreitung von Populär-Propaganda und damit Geschichtsverzerrung" zu schreiben.

Man kann alles auf verschiedene Weise formulieren, provokant oder sachlich, je nach dem, was man damit bezweckt und wie die Diskussion ablaufen soll.

Wenn Du damit zustimmst, können wir sachlich weiterdiskutieren.
@vital

Unhöflich? Kann sein. Aber unsachlich war sie nicht. Fakt ist, dass du in deinem Beitrag ein verzerrtes Geschichtsbild dargestellt hast und dieses somit verbreitet hast. Das dahinter eine (böse) Absicht gesteckt hat habe ich gar nicht behauptet. Deine Meinung ist, besonders bei Protestanten, sogar sehr verbreitet.

Scheinbar hast du da etwas in den falschen Hals bekommen. Tut mir leid, wenn ich mich da nicht sanft und klar genug ausgedrückt habe. Ich wollte dich hier auf keinen Fall bloßstellen oder denunzieren.

Wenn irgendwie der einen Gruppe die gesamte Schuld übergeholfen wird und die andere als Engel dargestellt werden, dann werde ich immer etwas kritisch, besonders wenn es eben einfach nicht stimmt.
Also bitte ! Die ZJ haben zwar schon eine eigene Glaubensvorstellung, die ich nicht ganz nachvollziehen kann, aber ich kenne privat einige und muß sagen, so wie manche diese Gruppe darstellen, sind die nicht. Da gibt es für mich schlimmere Religionsgruppierungen.
Hallo! Eigentlich ist das größte Problem, dass Otto Normalverbraucher erstmal nur von Zeugen Jehovas spricht, aber das Individuum hinter einem jedem ZJ ausblendet. Daran ist unter anderem die aggressive säkulare und theologische "Propaganda" schuld. Gerechterweise muss man sagen, dass viele Vorwürfe, kirchlicherseits, gegen die Glaubensaussagen der Jehovas Zeugen, genauso auf eine bestimmte Lesart der Bibel kirchlicherseits zurückzuführen sind, wie die Wachtturm-Theologie umgekehrt die "orthodoxeren" Auffassungen angreift. Angst zu haben vor Jehovas Zeugen ist eigentlich Angst vor der eigenen Unfähigkeit sich mit den oftmals unvermittelten und fremdartigen Glaubensvorstellungen nicht angemessen auseinander setzen zu können. Dies könnte man auch auf die ständigen Wiederholungen der Moslems münzen, die behaupten, dass die Bibel "verfälscht" sei. In erster Linie dienen die ständigen Schulungen der Jehovas Zeugen seitens der Wachtturmgesellschaft dazu, sich selbst vor den anderen zu schützen. Gewiss bewusst gsteuert von der Leiterschaft, aber unbewusst für die meisten ZJ. Auch Moslems benötigen diese gebetsmühlenartigen "die Bibel ist verfälscht" Wiederholungen, um sich selbst schützen zu können. Mir sind schon viele Jehovas Zeugen (ich frage immer erst nach dem Namen eines Menschen) begenet. In den ersten Jahren war ich so naiv, dass ich alle erklärenden Rundumschläge der allgemein anerkannten Religionen und säkularen Aufklärer gegen die Jehovas Zeugen für bare Münze nahm. Das tue ich seit Jahren aber nicht mehr. Es steht mir erstmal nicht zu, zu behaupten, dass die Jehovas Zeugen eine abwegigere Relionslehre vertreten, als manch eine anerkannte Religion. Hier in Österreich sind die Mormenen beispielsweise voll anerkannt. Dass es sich bei dieser Religion um eine zumutbarere Theologie handelt, als jene der Jehovas Zeugen, mag jeder für sich selbst entscheiden. Und was ist an manch einer christlichen, oder islamischen Glaubensaussage scheinbar besser? Im Koran beispielsweise gibt es an die 80 Stellen, in denen Höllenqualen genannt und teilweise recht drastisch geschildert werden, übrigens ganz anders als in der Bibel! Dort ist Hölle nur eine völlig vermurkste Übersetzung von Gehenna = Tal Hinnom, welches außerhalb von Jerusalem liegt.
Wieso sollte ich denn vor den Zeugen Jehovas Angst haben?
Die waren viele Jahre lang meine Nachbarn. Aber nicht besonders nächstenliebend.
Meine Großmutter war mal für sehr kurze Zeit bei den Zeugen Jehovas und meint die haben voll einen an der Klatsche.