Sweat stop oder Syneo ist besser? Brauch eure Meinung


Ich könnte zwar niemals rohes Fleisch essen, weil mich das zum einen ekeln würde, und ich zum anderen nicht möchte, dass für meine Ernährung Tiere sterben. Aber in der Zeit, als ich fast roh lebte (mehr als 90%; Obst, Gemüse, Nüsse, Samen, (wenig) Getreide) ging es mir körperlich, seelisch und von den Blutwerten her so gut wie nie...! Das wollte ich nur mal sagen, auch wenn ich es fraglich finde, dass es "die Einheitsernährung für jeden" gibt.

Und sogar zum Thema direkt habe ich etwas beizutragen: In meiner "rohen" Zeit habe ich weder geschwitzt noch brauchte ich irgendein Deo. Ich "roch" angenehm natürlich.

Aber wie dem auch sei: Wenn ich akut krank bin, lebe ich immer "roh", und das hilft mir.

Gruss

PeBu
Seit ich hier in Angola bin, weiß ich, warum Menschen die Nahrung besser kochen sollten.
3 Wochen Ruhr nach einem rohen Maiskolben.
Macht mal locker 10 Kilo auf der Waage.
Man muss wirklich schon im Elfenbeinturm sitzen, um nicht zu merken, warum solche Dinge wie Kochen nicht nur Nachteile, sondern auch ganz enorme Vorteile hat.
Hallo Astrella ,

wenn eine akute Erkrankung ausbricht, hat das immer mehrere Ursachen. Nicht nur pathogene Krankheitserreger müssen vor Ort sein, sondern auch das für sie geiegnete Milieu zum Wachsen.

Viele Menschen überstehen nicht nur Grippewellen unbeschadet, weil ihr Immunsystem stark ist.

Dem rohen Mais die Schuld an deiner Erkrankung zu geben, ist deshalb mit Sicherheit nicht angebracht. Ich nehme an, auch in Angola essen viele Menschen den Mais roh, ohne hinterher an Ruhr zu erkranken.

Gruß
Susanne
Es besteht doch aus medizinischer Sicht, nicht der geringste Zweifel, dass der beste Schutz vor Ruhr, sei es Amöben- oder Bakterienruhr, die immer ein Risiko in Ländern mit problematischen hygienischen Verhältnissen darstellt, der konsequente Verzicht auf ungekochte Nahrungsmittel sowie nicht abgekochtes oder desinfiziertes Wasser oder Säfte ist.
Das ist nun mal ein völlig unbestreitbarer Fakt, unabhängig von der Frage, wie ich mich ansonsten zu ernähren gedenke.
Hallo Susanne,
seit ich hier in Afrika bin, habe ich ein wirklich hartgesottenes Immunsystem und den Magen einer Hyäne.
Seit dem ersten halben Jahr, in dem wir wirklich jede Woche mit allem möglichen Zeugs beim Arzt waren (Bindehautentzündung, Hautpilz, Durchfall, Malaria, Läuse usw) ist die ganze Familie (und ich habe 4 junge Kinder) krankheitsfrei.
In Deutschland beim jährlichen * sind wir vor einem Jahr alle thyphuspositiv getestet worden, obwohl wir keinerlei Verdauungsprobleme hatten. Meine Kinder, in Deutschland dauerkrank und ich hochgradig lebensmittelallergisch sind gesund wie nie.

Und ich habe mich noch nie so schlecht ernährt wie hier.
Alles ist so gut wie importiert aus Ländern mit zweifelhafter Herkunft, Tiefkühlsachen sind mehrmals angetaut, eingedellte Dosen generell aus Taiwan und Co, Milch und Milchprodukte wie Joghurt sind generell "haltbar" und tot. Wir trinken Wasser aus Plastikflaschen, dass auch danach riecht usw.
Es gibt kein Lebensmittel, dass nicht unproblematisch und ohne Zusatzstoffe ist, bei der Wurst puhlen wir den Knorpel raus und vom Brot schneiden wir den Schimmel grosszügig ab. Selbst die Bananen in unserem Garten stehen auf dieseldurchtränkten Boden und sind befallen von Viehzeug.

In Ländern wie diesen kennt die Bevölkerung kein rohes Essen und isst auch nix davon bis auf Bananen und Kokosnüsse. Maiskolben, Karotten und Tomaten landen grundsätzlich auf dem Grill, um jegliches Viehzeug und Keime abzutöten.
Die Sachen, die man eventuell als Salat im Restaurant bekommt, haben vorher in einer Chlorlösung gelegen (und schmecken auch danach), oder man lässt die Finger davon.
So etwas wie "ursprüngliches Essen" ist Fiktion aus einer krankheitslosen ungezieferlosen pestizitlosen Welt.
Unsere Vorfahren haben in kein Schwein gebissen oder in eine Kuh, um Frischfleisch zu essen.
Unsere Vorfahren haben Beeren gegessen und danach Darmparasieten gehabt. Unsere Vorfahren haben das gegessen, was sie kriegen konnten, ausser man nimmt irgendwie an, wir entstammen dem Paradies.
Die Verarbeitung von Essen, der Getreideanbau und dessen Verarbeitung und Aufnahme dieser Produkte in unsere Speisekarte ist eines der Schlüsselpunkte der Verbreitung der Menschheit und Zivilisierung.
Wir streifen nicht mehr durch Wälder, essen Beeren und Pilze und ab und zu ein frisch geschlachtetes Mammut.
So sah Ernährung noch nie aus. Man aß einen Tag frisch verstorbenes Mammut und den Rest der Zeit langsam verwesendes oder getrocknetes Mammut oder anderes Getier und anderes Aas.
Im Winter: Nix Beeren oder gar gezüchtete Äpfel.
Die Menschen sind verhungert in unseren Breiten, wenn die keinen Vorrat an lagerbaren Getreide hatten.
Und die Menschen sind, wie Nekilotte schon sagte, nicht sehr alt geworden (wie auch hier in Angola die Lebenserwartung bei etwas über 40 Jahren liegt)

Noch etwas anderes: meine Mutter ist auf einer ähnlichen Schiene wie du, und ernährt sich auch überwiegend von Rohkost. Sie fühlt sich nach eigenen Aussagen "blendend", aber nach meinem Dafürhalten ist sie verdauungstechnisch schwerst krank, sie hat nach den Syptomen sowas wie Morbus Krohn oder Schlimmeres ("nein nein, das ist kein blutiger Durchfall, mein Körper reinigt sich selbst" ).
Ich will nicht sagen, dass ihre Ernährung der Auslöser für ihren Zustand ist. Aber es macht sie eben auch nicht gesünder.
Hallo Astrella,

das sind ja schreckliche Bedingungen, unter denen ihr dort leben müsst. Unter diesen Umständen wundert es mich nicht, dass die Lebenserwartung der einheimischen Bevölkerung nur bei etwas über 40 Jahren liegt.

Ich habe schon oft gehört, dass in sogenannten Entwicklungsländern einheimische Früchte und Gemüse kaum mehr als Nahrungsmittel angenommen werden, weil die Bevölkerung den süchtig machenden Produkten der modernen Zivilisation verfallen ist. Mütter stillen ihre Kinder nicht mehr und greifen lieber zu Pulvermilch mit ganz dramatischen Folgen für die Gesundheit der Menschen. Schrecklich, die Folgen miterleben zu müssen.

Über die Lebensweise unserer Vorfahren, als die Auswirkungen der Zivilisation noch nicht über die Menschheit hereingebrochen waren, gibt es einige interessante Artikel, unter anderem diesen hier:

http://wiki.allesroh.de/wiki/Die_Ur.....%BCnge_der_Landwirtschaft

Zitat:
Die Ernährung der frühen Hominiden (vor ca. 4 Millionen Jahren), so wie sie sich aus der Ernährungsweise der Primatenvorfahren herausbildete, bestand hauptsächlich aus Früchten, Nüssen und anderen pflanzlichen Produkten sowie etwas Fleisch – Bestandteile, die mit wenig oder ohne Verarbeitung beschafft und verzehrt werden konnten. Vergleiche zwischen der Anatomie von Primaten und Fossilien von Hominiden sowie zwischen den Arten und der Verbreitung der Pflanzen, die von modernen Schimpansen, Gorillas und Menschen roh verzehrt werden (Peters & O’Brien 1981, Kay 1985), und auch die mikroskopische Analyse von Abnutzungsspuren auf fossilen Zähnen (Walker 1981, Peuch et al. 1983) lassen den Schluß zu, daß Australopithecinen hauptsächlich früchteessende Allesesser waren, deren Ernährungsmuster dem moderner Schimpansen ähnlich war. (Susman 1987:171)


An diese Art der Ernährung ist auch der moderne Mensch genetisch angepasst.

Aber jedem das seine und in diesem Sinne möchte ich gerne ein Gedicht von Goethe zitieren:
Zitat:


Ach, was soll der Mensch verlangen?
Ist es besser, ruhig bleiben?
Klammernd fest sich anzuhangen?
Ist es besser, sich zu treiben?

Soll er sich ein Häuschen bauen?
Soll er unter Zelten leben?
Soll er auf die Felsen trauen?
Selbst die festen Felsen beben.

Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!


Liebe Grüße
Susanne
Astrella, welche Anzeichen würdest Du für
Zitat:
"sie hat nach den Syptomen sowas wie Morbus Krohn oder Schlimmeres"
diese Krankheit geltend machen ?

Wir hier in unseren Breiten sind in vielen Bereichen schon fast steril - Haushalt, Lebensweise usw. , trotzdem strotzen wir vor Krankheiten.

Wir werden zwar alt, haben aber immer mehr Alzheimer, Parkinson und andere Arten von geistigem Schwund, das uns unfähig macht, das letzte Stück Leben auch lebenswert genießen zu können.

Zitat:
Wer nicht genießt, ist ungenießbar.“ (Konstantin Wecker)

Früher oder später wird dann so ein „Ernährungs-Reform-Junkie“ wieder rückfällig. Und damit leitet sich seelisch im Grunde seine Heilung ein. Überwunden geglaubte Krankheiten brechen möglicherweise wieder aus, aber der Gesichtsausdruck wird wieder entspannter. Er wird den vorher verachteten „Allesverzehrern“ in seinen Gewohnheiten und Beschwerden wieder ähnlicher. Dafür wird er wieder umgänglicher. Er hat es aufgegeben, die kosmische Verschmelzung, das Ziel eines jeden Menschenweges, über die Ernährung zu suchen. Damit ist er wieder offen für die Impulse Gottes, die ihn ja auch über seinen Nächsten erreichen wollen.

Ein ähnlicher Weg ist auch von Buddha bekannt. Gegen Ende der Jahre seiner übertriebenen Askese und Selbstkasteiung ernährte er sich nur noch von Beeren. Er gab diesen Weg auf, aß wieder gekochten Reis, erlangte die Erleuchtung und lehrte den „Weg der Mitte“.

Die Ernährungsreform ist auf dem Weg zu Gott eine Begleiterscheinung. Sie ist eine Leiter, aber eine Leiter ins Leere kann niemals befriedigen.

http://www.sebastian-stranz.de/20027/22201.html?*session*id*key*=*session*id*val*
google: theosophie + ernährung + rohkost

Ich weiß auch nicht, ob es das Ziel ist, daß wir Menschen in Zukunft ohne Tiere und ohne Pflanzen leben müssen, damit wir vor allem Möglichen bewahrt werden.

Immerhin betrachten wir den Luftraum, die erdige Welt und auch die Ozeane als unser Eigentum und machen allen anderen Lebewesen die Lebensräume streitig.

Besitzer von Waldgrunstücken machen ihr Recht geltend und verkaufen ihr Holz - so sehen jetzt auch unsere Wälder aus - in großen Teilen entbaumt .

Ist es so wichtig, 100 Jahre alt zu werden ?

Am Ende fragt man sich sowieso immer mehr nach dem Sinn des Lebens.

Ja, ja - das Leben in D. - Du wirst es vielleicht bald wieder "genießen" lernen.
Zitat:
Astrella, welche Anzeichen würdest Du für Zitat:
"sie hat nach den Syptomen sowas wie Morbus Krohn oder Schlimmeres"
diese Krankheit geltend machen ?

Die kann man in der Psychrembel nachlesen: Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme über mehr als drei bis vier Wochen sowie Fisteln und Abszesse im Unterleib und am Darm können ein Hinweis auf Morbus Crohn.

Zitat:
Wir werden zwar alt, haben aber immer mehr Alzheimer, Parkinson und andere Arten von geistigem Schwund, das uns unfähig macht, das letzte Stück Leben auch lebenswert genießen zu können.


Die meisten Menschen wurden füher gar nicht so alt, dass diese Krankheiten ein Massenphänomen werden konnten.

Zitat:
Die wenigsten alten Menschen können bis zur letzten Stunde ihren Haushalt alleine führen.

Das konnten sie früher in der Regel auch nicht, waren da aber meistens in der Großfamilie eingegliedert. Das ist also wohl eher ein soziales Phänomen.
Zitat:
Wir hier in unseren Breiten sind in vielen Bereichen schon fast steril - Haushalt, Lebensweise usw. , trotzdem strotzen wir vor Krankheiten.

Das ist ein Grund dafür. Wer im Haushalt z.B Desinfektionsmittel benutzt, hat in der Regel eine Schraube locker - fast immer total unnötig und leistet Resistenzen und allergischen Reaktionen Vorschub.
Dann muss man auch beachten, dass heute viele Menschen mit Krankheiten überleben, die dich noch wenigen Jahrzenhten definitiv vorzeitig ableben ließen.
Die moderne Medizin hat somit auch zur Folge, dass auch vielen zuvor todgeweihten Menschen chronische Patienten geworden sind.

Zitat:
Nach dem Sauberkeitsgrad ihrer Wohnung müßte sie mehr als gesund sein - der Enkel durfte mit Hund nicht rein - erst ohne Hund und möglichst nicht über Nacht, da es belastete - vor allem die geliebte Ordnung.

Das ist nicht sauber - das ist krank.
Zitat:
Besitzer von Waldgrunstücken machen ihr Recht geltend und verkaufen ihr Holz - so sehen jetzt auch unsere Wälder aus - in großen Teilen entbaumt

Statistisch nicht richtig. Es gibt heute mehr Wald als vor 15 Jahren. Statistisch ist die Waldfläche in Deutschland zwischen 1992 und 2004 pro Jahr durchschnittlich um 160 Quadratkilometer gewachsen. Urwälder gibt es heute auch wieder(z.B Bayrischer Wald) - zum ersten Mal seit Jahrhunderten. Der Wald den wir normalerweise kennen, ist ein Kulturwald.
Zitat:
Es gibt heute mehr Wald als vor 15 Jahren


Das wird wohl, geographisch gesehen, unterschiedlich sein.

Stimmt schon, es gab Zeiten, da haben die Menschen so elendig gelebt oder leben müssen, womit ihr Leben stark verkürzt war.

Ich erinnere mich, daß ein Inder einmal sagte, daß die Leute in Europa und anderen zivilisierten Ländern an Überernährung (Verfettung) sterben und die Menschen in Afrika und Indien usw. an Unterernährung.
Das von Menschen selbst geschaffene Elend in jeder Hinsicht.

Fragt sich bloß, wenn wir unser eigenes Leben gestalten dürfen/können/sollen - weshalb wir es nicht besser anpacken oder gründlicher nachdenken können.

Der ewig lernende Mensch - und jede Entscheidung zieht ihre Konsequenzen nach sich.

Sind wir doch mal ehrlich, jeder träumt doch vom Altwerden und keiner denkt in dem Augenblick daran, daß Altwerden nicht immer nur schön sein kann. Das Loslassen fällt schwer - die Erde ohne dich - das geht doch nicht.
Ach, ja - wir waren beim Thema "Rohkost" - sagt man nicht umsonst, daß jeder Mensch täglich eine warme Mahlzeit zu sich nehmen sollte ?

Zitat:
Der Dualismus von Yin und Yang:
Die Chinesen beschreiben alles Sein aus einem (dynamischen) Zusammenspiel von Yin und Yang. Eine Harmonie von Yin und Yang muss auch in jedem Körper bestehen, sonst erkrankt er. Die Nahrung wird nun dazu eingesetzt diese Harmonie aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen. Lebensmittel werden auch nach Yin und Yang eingeteilt, wobei Yin für Kälte und Flüssigkeit und Yang für Wärme und Trockenheit steht. Kalte Lebensmittel sollten bevorzugt im Sommer und warme im Winter konsumiert werden. Auch die Art der Zubereitung wirkt sich auf Yin und Yang aus - kochen in viel Wasser und blanchieren wirkt mehr als Yin, Grillen, Braten und lange Kochen mehr als Yan. Da jeder Mensch unteschiedlich viel Yin- und Yang-Anteile hat, müssen diese erst analysiert werden, bevor geeignete Nahrungsmittel empfohlen werden können.

http://www.gesundheit.fuer-uns.de/index.php?menu=2&menu2=6

Ich weiß nicht, ob mein Magen das ständige Essen von Rohkost durchhalten würde. Aber ich erinnere mich, in theosophischen Heften darüber gelesen zu haben.

http://www.gesundheit.fuer-uns.de/index.php?menu=2&menu2=5
aus google: theosophie + ernährungsweisen + rohkost