Sweat stop oder Syneo ist besser? Brauch eure Meinung


Hallo Leer,

ich ernähre mich wie unsere Vorfahren von Früchten, Nüssen, grünen Wildpflanzen, Honig, Eiern und rohem Fleisch (oder Aas, wie du es ausgedrückt hast) und trinke nur Wasser, vorzugsweise das aus artesischen Quellen, ohne Kohlensäure.

Jedes Tier besitzt einen Nahrungsinstinkt, wird zum Beispiel bei Krankheiten von bestimmten Pflanzen angezogen und verzehrt sie. Auch wir Menschen bestitzen diesen Instinkt. Funktinieren tut dieser Instinkt aber nur mit rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln.

Menschen stinken nach dem Essen von Knoblauch, weil sie eben durch das Kochen viel zu viel davon essen und sich damit überlastet haben. Passiert mit rohem Knoblauch nie. Die meisten würden ihn roh noch nicht einmal in Minimengen herunterbekommen.

Die Haut ist ein wichtiges Ausscheidungs- und Entgiftungsorgan. Und weil das so ist, sollte man ihre Funktion halt nicht durch Cremes, Deos usw. beeinträchtigen. Und wenn es stinkt, stinken lassen.

Dass eindeutig ein Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und Körpergeruch besteht, kann man leicht nachvollziehen: um so älter der Mensch, um so kränker und um so mehr stinkt er. Ist so, oder?

Gruß
Susanne
Zitat:
Jedes Tier besitzt einen Nahrungsinstinkt, wird zum Beispiel bei Krankheiten von bestimmten Pflanzen angezogen und verzehrt sie.

Deswegen frisst es wohl auch ausgelegte Giftköder.
Zitat:
ich ernähre mich wie unsere Vorfahren

Seit mindestens 250.000 Jahren gart der Mensch seine Nahrung - und seiner Entwicklung hat das nicht geschadet, im Gegenteil.
Das Rohköstlertum ist eine durch und durch neuartige Philosophie, die nach meiner Ansicht auf einer einer völligen verqueren und undifferenzierten Ansicht beruht, nach der "Natur" per se gut und gesund sei.
Zitat:
ich ernähre mich wie unsere Vorfahren von Früchten, Nüssen, grünen Wildpflanzen, Honig, Eiern und rohem Fleisch (oder Aas, wie du es ausgedrückt hast) und trinke nur Wasser, vorzugsweise das aus artesischen Quellen, ohne Kohlensäure.


Immerhin konsequent, dass muss man Dir lassen.

Zitat:
Jedes Tier besitzt einen Nahrungsinstinkt, wird zum Beispiel bei Krankheiten von bestimmten Pflanzen angezogen und verzehrt sie. Auch wir Menschen bestitzen diesen Instinkt. Funktinieren tut dieser Instinkt aber nur mit rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln.


Meiner schlägt gerne auf Pommes an. So ein Hunger auf bestimmte Lebensmittel basiert auf Erfahrung, nicht auf Instinkt.

Zitat:
Und wenn es stinkt, stinken lassen.


Ne, lieber nicht.

Zitat:
Dass eindeutig ein Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und Körpergeruch besteht, kann man leicht nachvollziehen: um so älter der Mensch, um so kränker und um so mehr stinkt er. Ist so, oder?


Und warum stinken gesunde Menschen? Sie mögen sich deiner Meinung nach falsch ernähren, aber sind dennoch gesund.
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
Hallo Nekilotte, hallo Leer ,

der Nahrungsinstinkt funktioniert bei allem, was in der Natur vorkommt und nicht bei Produkten, die der Mensch kreiert hat. Isolierte Giftstoffe kommen in der Natur so nicht vor, kein Tier ist genetisch auf diese Heimtücke vorbereitet. Tiere gehen auch an genetisch veränderte Pflanzen und Kochreste des Menschen (zum Beispiel Tauben oder Füchse als Kulturfolger oder Haustiere). Leider haben auch sie dann unter Krankheiten zu leiden, die sie vorher nicht kannten.

Also von wegen, der Nahrunsginstinkt schlägt bei Pommes an.

Nekilotte ist der Meinung, dass das Garen der Entwicklung des Menschen nicht geschadet hat. Hat es das wirklich nicht? Ich kenne kein anderes Lebewesen, das so krank an Körper, Geist und Seele ist wie der Mensch und seine eigenen Lebensgrundlagen vernichtet. Die Frage ist, warum der Mensch das tut und wie er wieder zu einem Leben im Einklang mit der Schöpfung zurückfinden kann.

In diesem Sinne ist die Ernährung mit Rohkost ein Experiment, mit Sicherheit aber keine neuartige Philosophie.

Leer schreibt, dass gesunde Menschen stinken. Gesunde Menschen stinken eben nicht. Und man muss nur lang genug suchen, dann findet man in unserer Gesellschaft bei jedem etwas, was nicht in Ordnung ist. Wer in unserer Gesellschaft noch als gesund eingeordnet wird, ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden.

Gruß
Susanne
Zitat:
Nekilotte ist der Meinung, dass das Garen der Entwicklung des Menschen nicht geschadet hat. Hat es das wirklich nicht?

Nein hat es nicht. Nicht zuletzt die Kultur der Nahrungszubereitung hat das, was unser Leben seit Jahrtausenden darstellt erst möglich gemacht. Nach deiner Logik müssten ja alle Menschen früher kerngesund und putzfidel gewesen sein. Deshalb sind die auch wahrscheinlich alle nur so ca. 30 jahre alt geworden, soweit sie überhaupt überlebt haben. Das ist doch Nonsens - und ich bleibe dabei, ein infantiles Naturverständnis.
Zitat:
Ich kenne kein anderes Lebewesen, das so krank an Körper, Geist und Seele ist wie der Mensch und seine eigenen Lebensgrundlagen vernichtet.

Da hilft es, wenn man die Augen aufmacht.

Zitat:
Leider haben auch sie dann unter Krankheiten zu leiden, die sie vorher nicht kannten.

Deshalb vermehren sich gerade diese Tiere in den Städten auch so stark.
Und alle Füchse im Wald sind glücklich und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Zitat:
Und man muss nur lang genug suchen, dann findet man in unserer Gesellschaft bei jedem etwas, was nicht in Ordnung ist.

Die Sucht nach dem phatologischen. Weil wir alle so krank sind, werden wir so alt wie noch nie.
Hallo Nekilotte,

ich bleibe gerne bei meinem infantilen Naturverständnis, ich fühle mich sehr wohl damit.

Und zu unserer Diskussion im allgemeinen: wir haben halt eine unterschiedliche Sichtweise, aber das schadet ja nicht. Lassen wir es einfach so stehen.

Liebe Grüße
Susanne
Hab mich auch schon gewundert über diesen Rundumschlag von Ernährung. Dabei ist die Eingangsfrage vergessen gegangen.

Interessant wären echte Erfahrungsberichte, von Personen, die ein Nahrungsmittel aufnehmen und danach Schweissprobleme haben....
Es ging doch, soweit es mich betrifft, nicht um die Ernährungsgewohnheiten. Soll doch jeder essen was er will. Nur die Begründung ist absurd und vollkommen unlogisch.
Welche Völker - unter Einschluss aller Volksstämme, die man gemeinhin als Naturvölker bezeichnen mag, nimmt nur ungegarte Nahrung zu sich?

Mal losgelöst von der Bergündung, die sich ja sowohl hinsichtlich der "Urkost“ nach Franz Konz, der „Sonnenkost“ nach Helmut Wandmaker oder der „Instincto-Therapie“ nach Guy-Claude Burger gewissermaßen religiöse Züge tragen und trotz trotz fehlender wissenschaftlicher Grundlagen als einzig wahre Ernährungsform ansehen, gibt es duchaus wissenschaftlichliche Daten, die ernste gesundheitliche Risken sehen.

Bei einer groß angelegten Rohkoststudie der Universität Gießen (auf der Homepage der Uni Gießen nachzulesen) erwies sich, dass über die Hälfte der Teilnehmer zu wenige Kalorien aufnahm und untergewichtig war. Nicht wenige litten an Anämie(43 % der Männer und 15,4 % der Frauen), viele Frauen außerdem an Amenorrhoe. Eine extrem hohe Zufuhr von Obstsäuren kann außerdem den Zahnschmelz angreifen.

Der Unfug mit dem Instinkt stammt meines Wissens nach von Guy-Claude Burger. Nur so neben bei berichtet hat er sein bizarren Theorien auch noch auf das Sexuelle erweitert. Weil seine Theorie so super war und er das auch in die Praxis umsetzte, wurde er wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern 2001 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Da bekommt dann so ein gern verwendeter Euphemismus "Erdbeerkinder" einen völlig neuen Beigeschmack.

Der Superheld Helmut Wandmakers mit seiner Sonnenkost musste auch schon mal wegen Proteinmangels ins Krankenhaus.

Und über den staatlich anerkannten Vollspinner Konz mag ich mich erst gar nicht auslassen. Der wäre besser bei seinen Steuertricks geblieben.

Ich bestreite gar nicht, dass Ernährung im Gesundheitsbereich eine wichtig Rolle spielt und das es reichlich ernährungsphysiologisch begründbare Erkrankungen gibt. Es ist auch nicht das geringste gegen Rohkost einzuwenden. Aber wie so oft im Leben sollte man es nicht übertreiben.
Außerdem fällt in dem Moment, in dem ich auf garen, sprich Erhitzen der Nahrung verzichte, ein Großteil an seit langem kultivierten und brauchbaren Nahrungsmitteln weg.
Zitat:
Außerdem fällt in dem Moment, in dem ich auf garen, sprich Erhitzen der Nahrung verzichte, ein Großteil an seit langem kultivierten und brauchbaren Nahrungsmitteln weg.


Auch so ziemlich jedes Gemüse, was man im Supermarkt kaufen kann, denn das meiste ist gezüchtet und war Anno dazumal gar nicht in der Form vorhanden. Sämtliche Getreideprodukte fallen dann z.B. weg. Ich halte das nicht für sehr gesund.
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Ich habe eiserne Prinzipien, wenn die anderen nicht gefallen, dann habe ich noch andere.
Hallo Nekilotte, hallo Leer,

auch wenn wir mit unserer Diskussion das ursprüngliche Thema verfehlen, ganz ohne Kommentar möchte ich eure letzten Beiträge nicht stehen lassen:

Ich habe mit der Rohkost angefangen, ohne von Burger, Wandmaker, Konz und wie die Rohkostpioniere alle heißen, Kenntnis zu haben.

Roh zu essen, diese Idee kam bei mir auf, weil ich durch die Neurodermitis meines Erstgeborenen gezwungen wurde, mich mit dem Thema Ernährung auseinander zu setzen. Ich bin Biologin, mit Schwerpunkt Biochemie und Mikrobiologie. Mit dem Wissen um die im menschlichen Körper ablaufenden biochemischen Vorgänge schien mir die Ernährung mit rohen Lebensmitteln die logischte und einfachste Art zu sein, den Körper einerseits mit allen lebensnotwendigen Stoffen zu versorgen und andererseits zu verhindern, dass er mit Stoffen überlastet wird, die er chemisch nicht verarbeiten kann.

Wie ich schon schrieb, es ist ein Experiment am eigenen Leib, denn wirkliche Rohköstler, d.h. Menschen, die 100%ig roh leben, sind rar gesät und es gibt keinerlei Untersuchungen oder Statistiken über diese Personengruppe.

Die von Nekilotte erwähnte Gießener Rohkoststudie ist meiner Meinung nach nicht geeignet, irgendwelche Aussagen über die Ernährung mit Rohkost zu machen. Der Großteil der bei dieser Studie erfassten Personen lebte und lebt nämlich gar nicht zu 100% roh.

Mir geht gut mit dieser Art von Ernährung gut, ich lasse regelmäßig meine Blutwerte untersuchen und die Werte sind bis jetzt optimal gewesen. Kein Grund also für mich, das Experiment abzubrechen, eher im Gegenteil.

Wenn weiterer Diskussionsbedarf besteht, können wir ja ein neues Thema aufmachen. Um Schweiß und Körpergeruch geht es bei unserer Diskussion ja wirklich nicht mehr.

Gruß
Susanne