Wie kann ich abnehmen?


Hi seerose,

ich hoffe, Du schaust hier noch rein. Inwieweit und wie tief psychische Ursachen den Kern Deiner problematik darstellen, kann und möchte ich hier gar nicht ausführen. Aber ich kann Dir sagen, dass Fitness, und die richtige Einstellung dazu, auf jeden Fall auch Dein psychisches Wohlebfinden signifikant verbessern kann. Bewegung bzw. Fitness bauen nachgewiesenerweise Stress ab und im weiteren Sinne wirken sie positiv Depressionen entgegen . Damit Du zwei Fliegen mit einer Klatsche schlägst, ein paar Tipps:

1. Training kann Spaß machen, wenn mans richtig macht! Fang mit sehr, sehr niedriger Intensität an und fang am besten mit langsamen radfahren oder walken. Richtilinie Puls: 220-Lebensalter, davon 60 %, als "ganz grobe" Richtlinie - also ganz locker, ohne aus der Puste zu kommen. Übers Training hinweg Puls möglichst konstant halten, dann gehts am effektivsten auf die Fettverbrennung. Heißt im Klartext, dass Du die Geschwindigkeit kontinuierlich reduzieren musst (was das Training letzlich ja nur angenehmer macht). Schwimmen ist so eine Sache: Es ist gelenkschonend, kann aber recht schnell den Puls in die Höhe treiben bei Untrainierten. Der Effekt wäre, dass Du von den Kalorien nur Kohlenhydrate verbrennst anstatt Fett. Das ist zwar gut, um die Fettverbrennung im Ruhezustand zu erhöhen, aber davon wirst Du erst einmal lange nichts optisch bemerken.

2. Hungere NICHT: Den Grund haben anderen schon genannt, nämlich jojo-Effekt. Du fährst Deinen Stoffwechsel herunter mit Hungern, wodurch Du später noch schneller zunimmst. Kleiner Trick: Ess 2-3 Tage etwas weniger, und danach eine Tag, indem Du bewusst mehr ist, ruhig auch mal einen Kuchen! Der Körper wird ausgetrickst: Er stellt sich nicht auf Hungern ein und wird eben nicht vermehrt Fett bunkern, so wie es bei reiner Diät bzw. Hungern der Fall wäre! Durchschittlich gesehen reduzierst Du aber Deine Kalorienaufnahme.

3. Trainiere in Gemeinschaft. Du weisst es selbst: Der Knackpuntk ist die Motivation. Und sich allein zu motivieren kann viel schwerer bis hin zu Unmöglich sein, anstatt motiviert zu werden von einer Gruppe gleichgesinnter. Korpulente Menschen schämen sich oft, in Gemeinschaft zu trainieren - wie es in einem Fitnessstudio der Fall wäre. Aber diese Klischees der Bodybuilding-Studios, in dem Muskelbepackte Schwarzeneggers und models vor Spielgel posen und dicke Mitmenschen im training belächeln ist total überholt und heutzutage so gut wie fast immer unwahr. Mach doch einfach einmal irgendwo ein Probetraining, Du wirst sehen, wie viele Gleichgesinnte sich dort in Wahrheit aufhalten!

4. Seh Deinen Charakter nicht in schlechtem Licht: Es gibt leider nicht soo wenige übergewichtige Menschen, die sich schönreden, wie sie körperlich sind. Und das ist auch nicht gut, denn die Wahrscheinlichkeit zu Gesundheitsproblemen steigt mit Übergewicht. Aber Du postest Dein Problem hier doch, weil Du etwas ändern willst und offen und ehrlich Dein Problem , und ein paar Schwächen, schilderst. Von dieser Einstellung ud Aufrichtigkeit könnte so mancher noch etwas lernen. Darauf solltest Du stolz sein.

5. Mittel- und langfristig solltest Du nach dem lockeren Basistraining (8-12 Wochen) anfangen, zunehmend Deine Fettverbrennung im Ruhezustand zu erhöhen. Dann kannst Du es Dir nämlich erlauben einfach mehr zu essen. Dazu trainiert man in der Regel wenige, aber die größte Muskelgruppen: Bauch, Beine und - nein, nicht Po - sondern Rücken! Ganz sachte und locker, nur leichte Anstrengung. Diese Muskelgruppen verheizen primär Fett im Ruhezustand, eben weil sie so groß sind. Des Weiteren ist für eine erhöhte Fettverbrennung im Ruhezustand Cardio-Training mit höheren Puls effektiv. Aber bis Du soweit bist, bist Du kein Trainingsbanfänger mehr. Darüber musst Du Dir erst einmal nicht den Kopf zerbrechen.

6. Trauer nicht hinterher, dass andere leute eine Kur bezahlt bekommen. Die Menschen machen in der Regel eine Kur, dann gehts ihnen eine Zeit lang besser und werden dann doch wieder rückfällig. Eine wirkliche Lösung ist das für Dich so oder so nicht. Versuche lieber grundlegend und dauerhaft etwas zu lösen.

Mfg, freeline
Hallo Seerose ,

kannst du dir vorstellen, zu essen was du willst und so viel du willst und trotzdem dabei abzunehmen?

Es gibt einen Weg, der einiges an Umdenken erfordert, nichts desto trotz aber mit Sicherheit zu Erfolg führt: Esse roh!

Hier kannst du dich informieren, was Rohkost ist und wie frau am besten damit anfängt: http://wiki.allesroh.de/

Fragen dazu beantworte ich dir gerne.

Liebe Grüße
Susanne
Hallo Seerose,

es tut mir leid, ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen da ich erst seit kurzem in diesem Forum bin und eigentlich gerade für meinen baldigen Umzug packen sollte
Ich hoffe, ich wiederhole nicht allzuviel von dem, was schon gesagt wurde.

Ich habe letzten September eine ganz persönliche Ernährungsumstellung gemacht, also genau genommen eigentlich schon seit der Geburt meiner Tochter, weil ich für sie eine bessere Ernährung im Sinn hatte als die, die ich teilweise in mich reinstopfe...
Aber seit September habe ich es dann mal ernst genommen, dass ich beim Treppen Steigen nur noch schnaufe und keine Lust habe auf dem Spielplatz mit meiner Süßen rumzulaufen.
Begonnen habe ich damit, dass ich vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser getrunken habe. Damit hatte ich schon mal was im Magen und von vornherein schon mal nicht mehr so viel Hunger. (Überhaupt habe ich oft Probleme damit zwischen Hungergefühl und Durst zu unterscheiden. Vielleicht gehts dir genauso?).
Dann habe ich außerdem pro Mahlzeit nur eine Portion (zu Anfang ruhig auch mal größere, die ich dann immer weiter reduziert habe) gegessen, hatte ich danach noch Hunger, erst mal noch ein Glas Wasser und eine halbe Stunde warten. Danach hatte sich das mit dem Hunger üblicherweise erledigt.
Ich habe außerdem nur noch ausschließlich Wasser und wenig bis gar nicht gesüßte Tees getrunken. Denn nicht nur Limonaden enthalten Zucker, sondern auch Fruchtsäfte sind viel Zuckerhaltiger als man allgemein so annimmt...
Und ich habe die erste Woche dieser Umstellung erst mal komplett auf Süßigkeiten verzichtet.

Das Ergebnis nach dieser Woche war folgendes: Ich musste mich manchmal schon sehr zusammenreißen nicht zu naschen oder nur bei einer Protion zu bleiben, aber nach nur einer Woche hatte mein Körper eine unglaubliche Umstellung durch. 1.: Ich hatte absolut keinen Appetit mehr auf Süßigkeiten! Wo früher oft eine Packung Schokokekse Abends vor dem Fernseher verdrückt wurde konnte ich, und zwar wirklich ich persönlich und nicht mein Körper, darüber entscheiden, ob ich vielleicht ein oder zwei Kekse zu einer guten Tasse Roibosh-Tee esse, oder es vielleicht auch ganz bleiben lasse. (Meistens habe ichs bleiben lassen).
2.: Mein Körper hat festgestellt, dass er auch mit weniger Essen ohne weiteres auskommt. Dass ich gar keine so großen oder vielen Portionen brauche, sondern dass ich mich mit kleineren und weniger Portionen durchaus wohl fühle, fit bin und auch viel motivierter in den Tag starte.
3.: Es war schon auch schwierig. Ich habe immer wieder gegen ein Hungergefühl ankämpfen müssen, die ersten 3 Tage war ich richtig schlapp und meist wegen angeblicher Unterzuckerung gereizt, hatte auch leichte Kopfschmerzen.

Aber es hat sich gelohnt!

Ich hab das dann weiter so durchgezogen, Glas Wasser, eine Portion essen, manchmal noch ein Glas Wasser. 3 Mahlzeiten am Tag. Einmal die Woche hats mich dann auch schon mal überkommen, dass ich mir doch ein Stück Kuchen oder ein Glas Fruchtsaft gönnen wollte, aber das habe ich dann einfach auch mit gutem Gewissen getan.
Alles in Maßen!
Es ist nicht schlimm, wenn man mal ein bisschen nascht. Man muss auch nachher nicht gleich für 3 Stunden aufs Fahrrad. Es sollte nur in Maßen genossen werden und das schlechte Gewissen packt nochmal 3 kg drauf, also einfach das auch weglassen.

Ich habe dann 1-3 kg pro Woche abgenommen. Mal hatte ich innerhalb von 24 Std 2 kg runter, mal war dann mal wieder eins drauf, mal blieb mein Gewicht für 3 Tage gleich. Aber davon darf man sich nicht demotivieren lassen.

So habe ich dann von September bis November insgesamt 12 oder 13 kg abgenommen. An dem Punkt musste ich dann aufgrund meiner zweiten Schwangerschaft wieder etwas mehr essen, aber ich trinke immer noch viel und fast ausschließlich Wasser, ich esse weniger Fleisch, möglichst abwechslungsreich, ...
Ich habe mich schon seit vielen Jahren nicht mehr so Fit gefühlt wie seit etwa Oktober, als die Umstellung dann wirklich zu greifen begonnen hatte.

Ich wünsche dir alles Gute auf der Suche nach dem für dich passenden Weg!
Was übrigens gegen eine allgemeine Traurigkeit oder Melancholie unglaublich gut helfen soll ist, man soll es nicht glauben, eine Therapie
Man ist ja nicht gleich verrückt, nur weil man sich einfach jemanden sucht, dem man sein Herz ausschütten kann, und der sogar professionell dazu ausgebildet ist, einen auf der Suche nach einem besseren Leben zu unterstützen!
Außerdem gibt es auch Ernährungsberater, die dir dabei helfen können, die für dich passende Ernährung festzustellen und dir sicherlich auch viele gute Rezepte geben können.

Trau dich, geh aus dir raus, lebe dein Leben, genieße jeden Tag! Ob du glücklich oder traurig bist, ist deine ganz persönliche Entscheidung, die kann dir keiner abnehmen.

Alles Liebe,
Riki
Seerose hat seit Seite 3 keinen einzigen Beitrag mehr verfasst was darauf schließen lässt, dass dieser Thread bereits outdated ist.

Ich denke sie hat schon genug Ernährungstipps
Hallo Riki,
das sind die besten Tipps, die ich bis jetzt gelesen habe und die kann man wirklich gut nachmachen. Ich werde sie mir zu Herzen nehmen! Vielen, vielen Dank. L.G.

Hallo mr_link, Seerose scheint die Tipps nicht mehr zu brauchen, aber vielleicht andere? Ich finde es schon ganz gut, dass der Thread noch weiter besteht.
LG !
Zitat:
Aber Du postest Dein Problem hier doch, weil Du etwas ändern willst und offen und ehrlich Dein Problem , und ein paar Schwächen, schilderst. Von dieser Einstellung ud Aufrichtigkeit könnte so mancher noch etwas lernen. Darauf solltest Du stolz sein.

Das finde ich gut jeder Mensch hat seine guten Seiten und die soll man hervor heben. Den jeder Mensch ist wertvoll auch du Seerose ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Erfolg für alles was du anpackst.

@ Riki Ich finde deine Tips auch am bessten, ich werde sie ausprobiern.

LG egle
abnehmen funktionert durch ein kaloriendefizit. diäten und sport sind für manche bestimmt langwierig und schwierig und wenn kein schneller fortschritt zu verzeichnen ist, dann wird man schnell frustriert. eine hilfe ist formoline L112. man kann in der apotheke aber ein neues produkt bekommen, dass sich alli nennt. formoline soll echt gut wirken und auch gut verträglich sein. da alli relativ neu ist, kann ich nicht viel darüber sagen.
ich wünsche dir viel viel erfolg beim abnehmen. du kannst das schaffen, wenn du nur willst. häng dir zu not ein foto an den kühlschrank, oder anderen orten, wo die verlockungen von kalorienbomben und faulheit lauern.
viel erfolg
Au backe, von Medikamenten würde ich auf jeden Fall abraten! Übergewicht ist per se noch keine Krankheit. Das ist überhaupt das Problem unserer Gesellschaft - mir fehlt was deswegen nehm ich eine Pille und muss dafür nichts weiter tun. Das ist ein schwerwiegender Irrtum!

Nichts kann ausreichend Bewegung ersetzen. Schon gar nicht irgendeine Chemikalie die den Körper womöglich sogar noch schädigt
hallo zusammen,

@mr link:
Zitat:
die den Körper womöglich sogar noch schädigt

du hast vollkommen recht. man sollte nicht für jeden mist tabletten nehmen. aber, wenn ich mir 120 kg auf 1,65 vor augen führe, dann kann der gedanke aufkommen, dass es verdammt schwer und eventuell auch deprimierend werden kann. bis man wieder auf einem, für die betroffene, azkeptablem level ist, vergeht viel zeit und arbeit. klar, bewegung ist essentiel, dennoch lässt sich, mit medikamentöser hilfestellung, der prozess erleichtern. viele "pillen" helfen mitunter noch der haut und dem bindegewebe, was, je nach der intensität der diät, doch irgendwo leidet.
Zitat:
Das ist überhaupt das Problem unserer Gesellschaft

naja... ob dass das problem überhaupt ist! ich denke mal, dass es bedeutend gößere probleme gibt...
Zitat:
naja... ob dass das problem überhaupt ist! ich denke mal, dass es bedeutend gößere probleme gibt...

Habe ja nicht geschrieben dass es DAS Problem unserer Gesellschaft ist. Aber es ist definitiv eines, und es ist eines das die Lebenserwartung senkt. Wenn man mal zuviel auf den Rippen hat und dann erwartet dass sich der Speck in kürzester Zeit verflüchtigt, ist das ohnehin die falsche Einstellung. Was hat man davon wenn man kurzfristig abnimmt und sich anschließend wieder vollfrisst?

Den rücksichtslosen Umgang mit unserer Umwelt halte ich allerdings in der Tat für ein größeres Problem.