Das Für und Wider der Chemotherapie


Warum ich dieses Theadthema eröffne ?

Weil ich in meinem persönlichen Umfeld einen Fall habe, in dem eine Verwandte Brustkrebs hatte.

Ich sage jetzt "hatte", weil zur Zeit keiner diagnostiziert wird.

2006 spürte sie, als gelernte Krankenschwester und auf einer Krebsstation arbeitend - vor Jahren - daß etwas in ihrem Körper vorging.

Sie hatte braune Flecken am Arm und alle Anzeichen deuteten darauf hin. Bei der Untersuchung wurde gesagt, daß sie nichts hätte. Im Januar war die Voruntersuchung. Dann zog sie ins Ausland. Dort hatte sie nicht die Möglichkeiten genauerer Unterschungen.

Heimgekehrt im Juni - mißliche Umstände werde ich nicht weiter beschreiben - ging sie erneut zum Arzt. Wieder wurde gesagt, es wäre nichts.

Im Juli bestand sie auf einer Untersuchung. Man hat ihr zur Beruhigung Baldrian Tropfen verabreicht und ihr dann mit einer Nadel mit Widerhaken 6 x in die Brust gestochen, um eine Probe zu entnehmen. 4 x daneben.

Ergebnis: sehr aggressiver Brustkrebs.

Also OP. Guter, sehr guter OberArzt und es wurde mehr weggeschnitten als man vorher annahm, entnehmen zu müssen.

Danach sollte sie Chemo oder Strahlungstherapien machen.

Sie machte keine und mußte sich eine ganze Menge von den Ärzten sagen lassen.

Sie suchte nach Alternativen und unterhielt sich mit sehr vielen Menschen und erfuhr, daß nicht einmal Ärzte für diese Behandlung sind.

Die Kur nahm sie wahr und erfuhr von den Patienten dort eine ganze Menge mehr. Jeder schilderte sein Leben und sie erfuhr von ganz schlimmen Schicksalen. Einer Frau mit Unterleibskrebs wurde bei der Strahlung sogar der Harnleiter durchgetrennt.

Ich kann das medizinisch alles nicht so wiedergeben - Resultat - meine Verwandte war sehr sauer und ängstlich und oft empört, wie man ihr entgegen kam, nachdem sie die Chemotherapie ablehnte. Seitdem traut sie sich nicht mehr zu den Ärzten, weil sie diese Aggressivität nicht mehr ertragen kann, die ihr da entgegen tritt.

Die Aussage:sie würde die Chemo machen, wenn sie die Gewähr hätte, die nächsten 20 Jahre zu überleben und diese Gewähr kann keiner geben.

Es gibt Alternativen, aber diese Verfahrensweise bringt weniger Geld in die Kassen.

Während eine Chemo rechnerisch und an der Anzahl der Patienten hochgerechnet eine 3 stellige Millionensumme einbringt.

Nun ist es auch so, daß der eine Mensch sehr schmerzempfindlich ist, der andere robuster.

Und in Bekanntenkreisen hört man von guten Erfolgen und auch manchem schnellen Sterben.

Was passiert im Körper, wenn die Zellen von einem jungen Menschen oder einem älteren Menschen zerstört werden ?

Die Frage meiner Verwandten an mich: was wäre, wenn Du Krebs bekämst - würdest Du eine Chemotherapie machen oder nach Alternativen suchen ?

Ich sage ganz ehrlich: ich weiß es nicht.

google-suche: für & wider + chemotherapie

http://www.pilhar.com/Schulmed/Onko.....erap/01Chemo/35InFrag.htm

Zitat:
Prof. Dr. Bernhard Wolf, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Physik und Elektronenmikroskopie am Institut für Immunbiologie der Universität Freiburg/Brsg.
"Es gibt eine ganze Reihe von Tumoren, die sich gut therapieren lassen, es gibt aber eine noch größere Reihe von Tumoren, die sich schlecht therapieren lassen, wo man zum Teil gar nicht weiß, ob nun die Therapie angegangen ist, ob das jetzt Lungen-, Brust-, Magen- oder Darmtumore sind. Gerade in den Fällen ist es so, daß man eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 80% hat, daß die Therapie nicht ran geht, das heißt, es werden 80% der Leute therapiert, ohne daß man genau weiß, daß das für sie Erfolg hat. Und das wäre natürlich ein Vorteil, wenn man es verhindern könnte, wenn man nur die Leute der Therapie zu unterziehen bräuchte, bei denen man auch weiß, die Zellen dieses Patienten reagieren zumindest auf diese Substanz. Eine Chemotherapie zeigt ja sehr viele Nebenwirkungen in der Regel, das heißt, wenn der Patient nicht genau weiß, daß sie in seinem Fall auch eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit hat, dann wird er sich wahrscheinlich gegen eine Chemotherapie aussprechen. Die Zahlen der Statistik zeigen auch, daß er in diesem Falle tatsächlich eine höhere Überlebenschance hätte als unter der Chemotherapie ...
"

Habt Ihr damit Erfahrungen ?
Wenn sich die Patienten bei der Kur treffen, dann sagen sie oft, daß der oder die Patientin nun nicht mehr kommt - es gibt eine 5 Jahres Regel - in der immer wieder nachgeprüft werden muß, ob wieder Krebszellen aktiv sind.

google-suche: die 5 jahres regel bei chemotherapie

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Chemonach.htm

Zitat:
Während die Antibiotika sozusagen die Panzer und Kampflugzeuge der "modernen" Medizin sind, so ist die Chemotherapie sicherlich die Atombombe - denn keine andere Krankheit wird einer derart massiven Kombination von Chemikalien ausgesetzt.

http://www.naturheilt.com/Inhalt/Chemonach.htm

Zitat:
Viele Patienten stellen sich die Frage, ob man überhaupt eine Chemotherapie durchführen lassen sollte.


Zitat:
Die Bilanz der Chemotherapie und der Krebstherapie ist mehr als ernüchternd!


Zitat:
Falls Sie zu den "Glücklichen" gehören sollten, die durch eine Chemotherapie "geheilt" wurden, haben Sie hohe Chancen in späteren Jahren an einem noch schlimmeren Krebs zu erkranken.


Wie ist Eure Meinung dazu ?
Muss jeder für sich selbst wissen.
Bei Manchen Krebsarten ist die Heilungschance gross, bei andern eher nicht.
Und natürlich gibt es keine 100% Erfolgsgarantie, so zu denken ist typisch "westlich".
Naturheilverfahren und Schulmedizin müssen sich nicht ausschließen. Einem Schulmediziner wird das ziemlich schnurz sein, ob man begleitend Bachblüten nimmt oder dergleichen.
Andersrum schließen leider viele Naturmediziner die Schulmedizin aus, nach dem Motto " erst mal die Tabletten absetzen, dann können wir anfangen",
und auch sie sind weit weit davon entfernt, Heilungsgarantien zu geben.
Beu ihnen guckt man geneigterweise mehr auf die Erfolge, bei der Schulmedizin mehr auf die Mißerfolge.
Die einzige Kritik, die ich an die Schulmeditin habe, ist, dass zuwenig auf die seelischen Befindlichkeiten Wert gelegt wird, und das seelische Dispositionen vielleicht manchen Krankheiten Vorschub leisten und eigentlich auch mitbehandelt werden müssten hat leider noch zuwenig Einzug in die Köpfe gehalten.
Meine Mutter verweigert jegliche Art von Schulmedizin, Antibiotika scheint für sie direkt aus der Hölle zu kommen. Das ihr Heilpraktiker sie bei einer "Ausleitung von Quecksilber" fast umgebracht hat, ist für sie aber nicht weiter schlimm.
Man bastelt sich sein Weltbild eben so, wie´s passt.
Solange man nur selbst betroffen ist, hab ich nix dagegen.
Wenn dann allerdings Müslimütter anrollen, die bei jeder Schramme Notfalltropfen und Arnikaglobulis auspacken und aus Prinzip ihren Kindern jegliche Impfung verweigern und ihren Hund vegetarisch ernähren, dann hört für mich der Spass auf.

Boa, was bin ich wieder vorschnell emotional.
Astrella, emotional reagieren wir alle - nur später, viel später wird man vielleicht ruhiger, wenn man versucht, alle Varianten zu überdenken.

*seufz* - erhält man gute Nachrichten, wirft man seine Meinung mal wiederum, erhält man negative, ist man wieder bedrückt.

Was ist richtig, was ist falsch - gibt es überhaupt ein "falsch" oder muß man jede Ding in seiner Ganzheit sehen oder versuchen, es mal auf eine ganz andere Art zu sehen oder sehen zu lernen.

Meine Mutter hatte Nierentumor, sie hat es gar nicht gemerkt, weil sie sehr asketisch lebte - nur ihr Blutdruck ging hoch und runter - und der eine Notarzt meinte dann, hier stimme was nicht.

Sie hat sich voll und ganz auf die Ärzte verlassen und sie lebt immer noch - brauchte aber auch keine Chemo oder Strahlung.
Sie hat sich noch nie mit irgend etwas großartig beschäftigt - was ist, nimmt sie genauso gleichmütig hin wie alles, weil es nun mal so ist.
Sie liebt Volksmusik und alles was darüber hinaus ist, juckt sie herzlich wenig.

So sind wir Menschen halt.

In Bekanntenkreisen haben wir uns über alles Mögliche unterhalten, weil hier in Diskussionen genauso Meinungen ausgetauscht werden wie im Forum - und Fallbeispiele aller Art werden zur Kenntnis genommen.

Naja - so kommen einem halt mal die Gedanken.
Da kann ich Astrella Post inhaltlich uneingeschränkt unterschreiben.
Man sollte bei dieser naturheilt.com Seite auch die Interssenslage des Verfassers nicht vergessen.
Ich bin weit davon entfernt, Schulmediziner in den Himmel zu heben.
Man muss halt auch einmal erkennen, dass nicht alles mit dem Erfolg behandelbar ist, den man sich wünscht.
Neben den von Astrella erwähten Kritikpunkten an der Schulmedizin, ist das einer der mir noch bedeutsam ist. Ich erwarte, dass der Arzt die Grenzen seiner Kunst erkennt , respektiert und seinen Patienten entsprechend informiert. Ich darf von keinem Arzt Wunderdinge erwarten, sondern realistische Einschätzungen und seriöse, begründbare Therapievorschläge oder eben das Eingeständnis, dass es medizinisch betrachtet keine Möglichkeit der kausalen behandlung mehr gibt.
Im Übrigen ist es auch nicht so, dass sämtliche Mediziner nur Ihre Technik oder eben ihr Geld im Auge haben. Ich halte das für eine sehr ungerechte Verkürzung des Blickwinkels. Ich kenne jedenfalls etliche Ärzte, auf die diese Beschreibung nicht passt und die mein uneingeschränktes Vertrauen genießen. Die Ärzte, die ihr Wissen und ihr Wissen um die Begrenztheit ihrer Möglichkeiten verantwortuingsvoll einsetzen, werden immer bessere Ergebnisse zeitigen als irgendein daghergelaufener Heilpraktiker oder Homöopath mit seinen unbewiesenen Erzählungen aus den Reichen jenseits der Erkenntnis.


Wer mit seinen angeblichen Naturheilverfahren bei schwerwiegenden organischen Erkrankungen die Heilung schlechthin verspricht und sämtliche unbestreitbaren medizinischen Erfolge und Errungenschaften negiert, ist in meinen Augen ein Scharlatan und Quacksalber, die aus möglicherweise existierenden Einzelfällen eine Methode machen wollen - wobei sich die Erfolge vielfach nicht einmal nachweisen lassen.
Im Gegensatz zur Schuldmedizin findet in diesem Bereich nämlich üblicherweise keine Qualitäts- oder Erfolgskontrolle statt.
Zitat:
Es gibt Alternativen, aber diese Verfahrensweise bringt weniger Geld in die Kassen.

Das ist z.B so eine Aussage, die ich weder für überzeugend, geschweige denn in irgendeiner Form für nachgewiesen halte.
Das Mittelmaß zu erreichen, ist der Sinn des Ganzen. Keine Verurteilung nur einer Seite, egal wo ich stehe und wie meine Meinung dazu ist.

Zitat:
Inzwischen praktizieren in Deutschland mehrere Ärzte, die neben der schulmedizinischen Therapie in besonderen Fällen auch die alten Methoden der Erfahrungsmedizin anwenden. In einigen Praxen arbeiten auch nichtärztliche Heiler mit.


Warum suchen nicht mehr therapierbare Patienten Heiler auf ? Da scheint doch ein Bedarf zu sein.

google-suche: ärzte arbeiten mit heilern + england

Ich verurteile weder das eine noch das andere.

Natürlich unterscheiden wir uns in unserer Ansicht und Hingabe. Der eine braucht für alles eine Begründung, dem anderen genügt es, wenn er gesund wird, egal wodurch oder durch wen auch immer.

Natürlich braucht es mancher Menschnur bewiesen - möglichst an vielen Versuche und kontrollierbar.

Sicherlich wird jemand, der an geistiges Heilen nicht mag, nicht zu einem Heiler gehen und Menschen, die sich für alles interessieren, werden auch Alternativen für ihre Heilung annehmen können.

Wir finden hier sehr viele Möglichkeiten und viele verschiedene Meinungen darüber.

Offen sein für anderes.

Ich habe das Gefühl, wenn ich mich umschaue, daß die Menschen schon auf dem Weg sind.

Wir kennen die Wartezimmer - sie werden immer voller und immer weniger Ärzte praktizieren. Eine Welle von Ärzten geht in die wohlverdiente Ruhe und die besten Ärzte sehen ihre Chance der Weiterentwicklung nur in Universitäten und großen Kliniken in den Großstädten.

Und ich würde nicht alle Heiler über einen Kamm scheren, genausowenig wie Ärzte, die die Kredit-Schulden für ihre Praxen auch abarbeiten müssen und denen Vertreter der Pharmaindustrie dabei helfen.

Nebenbei gesagt ist es für die Ärzte heute immer schwerer geworden, weil Überstunden, bürokratische Gesetze ihnen oft unterm Strich nicht viel übrig lassen. Und dann kann es eben passieren, daß, wenn man einmal zum Arzt geht, dieser selbst wochenlang krank ist und man bei anderen Ärzten nur bedingt zur Behandlung angenommen wird, weil selbst dort der Patientenüberschuß mit langen Wartezeiten verbunden ist.

Außerdem: Schwarze Schafe gibt es in allen Branchen.

google: die schwarzen schafe in medizin und forschung (das kann man auch erweitern auf alle anderen Bereiche des Lebens)

Gut zu beobachten auch hier im Forum aufgrund der Meinungen, wer eher wissenschaftlich zugewandt ist und wer sich doch andere Möglichkeiten offen läßt.

Und das muß man eben so stehen lassen.
Zitat:
Warum suchen nicht mehr therapierbare Patienten Heiler auf ?

Da fallen mir gleich mehrere Möglichkeiten ein.
a. Sie waren von Anfang an kein Fall für einen Arzt.
b. es gibt aus medizinischer Sicht nichts mehr für sie zu tun - und da schiebe ich gleich nochmals hinterher, mit welchem Erfolg Heiler dann tätig werden, darüber gibts es keinerlei verlässliche Zahlen.
c. Der Grund, der schon von Astrella angesprochen wurde und auch ernst zu nehmen ist.
d. ein verqueres und unlogisches Verständnis von "Natur" indem z.B. solche unsinnigen Gegensatzparae wie Natur(was immer das sein mag) = gut; Chemie=schlecht bildet.

Und diese Aufzähliung ist gewiss nicht abschließend.

Zitat:
Der eine braucht für alles eine Begründung, dem anderen genügt es, wenn er gesund wird, egal wodurch oder durch wen auch immer.

Für die allermeisten Zipperlein bedarf es weder eines Arztes, noch eines Heilers.
Mir scheint es auch so zu sein, dass der Erfolg des Heilers weniger von diesem, als vielmehr vom Patienten abhängig ist, was auch meiner Sicht wiederum ein vernichtendes Unrteil für die Methodik darstellt.
Denn in dem Fall, in dem der Glaube des Patienten nicht mehr ausreichend ist, mit der Erkrankung fertig zu werden, versagt der Heiler.

Zitat:
Natürlich braucht es mancher Menschnur bewiesen - möglichst an vielen Versuche und kontrollierbar.

Nicht umsonst verweigert sich die Branche überwiegend einer unabhängigen Kontrolle der Erfolge. Soweit Studien durchgeführt wurden, erwies sich nämlich regelmäßig, dass nicht viel Greifbares dahinter steckt.