Die Wahrheit über den Tod


Ich möchte Euch von einem Freund von mir erzählen. Er war nie besonders religiös, nein, das kann man wirklich nicht sagen. Dennoch war er sehr gläubig. Gott und das Leben nach dem Tod, das waren zwei sehr zentrale Themen in seinem Leben. Sein Glaube und seine Überzeugung waren unerschütterlich.

Dann kam dieser Tag im Oktober 07. Der Hund einer alten Dame riss sich los und rannte auf eine vielbefahrene Straße. Mein Kumpel wollte helfen und rannte ebenfalls los. Er schaffte es, den Hund von der Fahrbahn zu stoßen, dummerweise stolperte er selbst dabei und stürzte. Und dann war da dieser 30-Tonner...

Es sah übel aus, ganz übel. Ich war dabei, wie das Rettungsteam etwa eine halbe Stunde lang reanimieren mußte. Dann hatten sie ihn wieder. Aber er kam nicht mehr zu Bewußtsein, sondern fiel umgehend ins Koma. Auf dem Transport ins Krankenhaus hatte er nochmal Herzstillstände, die man dann aber wohl relativ schnell wieder im Griff hatte.

Er blieb im Koma, aber sein Zustand stabilisierte sich, wenn auch nur sehr langsam. Und es war weniger die Frage, ob er wieder aufwachen würde, sondern vielmehr wie er wieder aufwachen würde. Da sie erste Reanimation so lange gedauert hat und die ersten Hirnschäden normalerweise schon nach fünf Minuten eintreten, mußte man mit entsprechenden Folgen rechnen.

Nach drei Monaten erwachte er schließlich. Bis er allerdings richtig wach war, brauchte es noch eine ganze Weile. Aber von da an schritt seine Genesung voran, zwar nicht mit Riesenschritten, aber stetig. Erstaunlicherweise hatte er keine nennenswerten Hirnschäden davongetragen. Er ist jetzt ein bißchen vergesslich, aber das ist alles. ANsonsten ist er geistig wieder voll da.
Körperlich wird er nie wieder 100%ig fit werden, aber es reicht, daß er inzwischen schon wieder alleine zurecht kommt, und damit ist er schon sehr zufrieden.

Der Unfall ist nun natürlich ein festes Gesprächsthema. Wir reden noch viel darüber. Natürlich war ich auch neugierig, ob er ein Nahtoderlebnis hatte.

Als er erfuhr, daß er klinisch tot war, und das noch für relativ lange Zeit, war er sehr geschockt. Seine Erinnerung endet seiner Aussage nach unmittelbar vor dem Unfall unds setzt irgendwann nach seinem Erwachen im Krankenhaus wieder ein. Dazwischen ist nichts. Gar nichts. Kein Nahtoderlebnis oder etwas in der Art. Kein Schweben oberhalb seines Körpers, kein dunkler Tunnel, kein Licht, kein Lebensfilm...einfach gar nichts.

Das war ein ziemlich schwerer Schlag für ihn. Gerade jemand wie er, der so gläubig war, hätte doch in so einem Fall ein NTE erwarten können. Aber nichts war.

In der Klinik und später in der Reha hat er viel gegrübelt. Schließlich hat er dann akzeptiert, daß er sich mit seinem früheren Glauben geirrt hat und es offensichtlich weder ein Leben nach dem Tod noch einen Gott gibt.

Mittlerweile geht es ihm - zumindest mental - wieder richtig gut. Eigentlich sogar noch besser als vorher. Er sagt, jetzt wo er weiß, daß mit dem Tod alles vorbei ist, fühlt er sich befreit. Er genießt es jetzt sehr, tun und lassen zu können was er will und zu wissen, daß nichts über den Tod hinaus irgend welche Konsequenzen nach sich zieht. Er steckt so voller Energie und Lebensfreude, wie ich sie in dem Maße vor dem Unfall nocht nicht von ihm kannte. Das einzige worüber er sich jetzt richtig ärgern kann ist die Zeit, die er mit seinem Glauben verloren hat. Unterm Strich, sagt er heute, war dieser Unfall das Beste was ihm je passiert ist.

Letztendlich ist er die Bestätigung dafür, was ich schon seit längerem vermutet habe. Es gibt kein Leben nach dem Tod, und es gibt keinen Gott.
Und diese Erkenntnis empfinde auch ich als ausgesprochen beruhigend.
Hallo HCL1,

Zitat:
Letztendlich ist er die Bestätigung dafür, was ich schon seit längerem vermutet habe. Es gibt kein Leben nach dem Tod, und es gibt keinen Gott.
Und diese Erkenntnis empfinde auch ich als ausgesprochen beruhigend.


Was beruhigt dich denn so daran...?
Das du keine Verantwortung für deine Taten übernehmen müsstest?

Es gibt unzählige Beweise für Reinkarnation und nur wegen einem Beispiel hälst du ein NICHTLeben nach dem Tod für "bewiesen"...?

Da machst du es dir meiner Meinung nach zu "einfach".
Ich hatte auch einen schweren Motorradunfall (13 Operationen und fast ein Jahr im Hospital) und ich erlebte genau das Gegenteil !

Gruss
Ich könnte mir da auch eine Frust-Reaktion vorstellen. ... oder ein - selbst unbewusstes - "beleidigt sein", man fühlt sich von Gott verschaukelt...

Wenn er jetzt mehr aus seinem Leben macht, ist das begrüssenswert. Ich denke, der Mensch tendiert zum Scheuklappendasein. Sei es als Gläubiger oder Ungläubiger. Wenn einem die Scheuklappen etwas geöffnet werden, ist dies positiv zu werten.

... wie immer bleibt natürlich die Gefahr, dass man überreagiert, egal von welchem Extrem bzw. welchem Lager man wechselt.

Persönlich kann ich mir echt nicht vorstellen, dass anschliessend alles vorbei sein soll. Solange jemand fair und gerecht, liebevoll, etc. lebt, spielt es ja auch nicht so eine Rolle, wenn es dann doch weitergeht. Und wer es nicht tut, schneidet sich häufig bereits in diesem Leben ins Bein...

Bruno
Zitat:
Persönlich kann ich mir echt nicht vorstellen, dass anschliessend alles vorbei sein soll.


Würde ich auch so sehen. Es fehlte dann auch eine gewisse Sinnhaftigkeit von der Daseinsberechtigung der "Krone der Schöpfung".
Zitat:
Was beruhigt dich denn so daran...?


Die Aussicht auf ewige Ruhe. Einschlafen und nie wieder aufwachen, weder in dieser Welt noch in irgend einer anderen. Das ist einfach meine Idealvorstellung. Und so ist es ja wohl auch.

Zitat:
nur wegen einem Beispiel hälst du ein NICHTLeben nach dem Tod für "bewiesen"...?


Mag sein, daß das so rübergekommen ist. Nein, ich habe schon seit langem aus persönlichen Gründen erhebliche Zweifel an einem Weiterleben nach dem Tod und an der Existenz eines Gottes o. ä. Das was meinem Freund da passiert ist, rundet meine Vermutung letztendlich nur noch ab. Für mich ist das Bestätigung und Beweis genug.

Zitat:
Ich hatte auch einen schweren Motorradunfall (13 Operationen und fast ein Jahr im Hospital) und ich erlebte genau das Gegenteil !


Was meinst Du damit? Daß Du ein NTE hattest? Dann wirst Du sicherlich schwer vom Gegenteil zu überzeugen sein. Aber das ist auch gar nicht meine Absicht. Überzeugen möchte ich niemanden. Ich möchte hier nur meine Sicht der Dinge wiedergeben, über die natürlich gerne diskutiert werden darf.

Ich persönlich vermute, daß NTEs möglicherweise wirklich nur so eine Art Programme sind, die irgendwo im Gehirn abgespeichert sind und bei Bedarf abgerufen werden. Nur bei manchen Menschen wie z. B. meinem Kumpel ist dieses Programm deaktiviert. Ob das nun auf die Mehrheit oder Minderheit der Menschen zutrifft, vermag ich nicht zu sagen. Aber ich finde das einleuchtend. So wie ich z. B. letzte Woche erst gelernt habe, daß nur jeder 1000. Mensch in der Lage ist, den Stroboskop-Effekt bei den Rücklichtern moderner Autos wahrzunehmen. Anscheinend bin ich einer davon, denn bis dahin hielt ich das für völlig normal und habe mir darüber nie Gedanken gemacht, weil ich dachte, das sieht jeder.

Zitat:
Wenn er jetzt mehr aus seinem Leben macht, ist das begrüssenswert.


Er sagt heute, rückblickend empfindet er seinen damaligen Glauben als Fessel, die ihn vom eigentlichen Leben ferngehalten hat.
Zitat:
jivatma
Das du keine Verantwortung für deine Taten übernehmen müsstest?


Ich halte einen Menschen, der nicht an Gott glaubt, aber dennoch versucht, ein ethisch verantwortungsvolles Leben zu leben, für mindestens genauso verantwortungsvoll und ethisch, wie einen Gläubigen, der ethisch handelt, weil seine Religion es lehrt oder befiehlt, und weil man sich Vorteile "im Jenseits" erhofft oder Nachteile befürchtet. Ethisch handelnde Atheisten haben nicht das nachtodliche Prinzip von "Belohnung/Bestrafung" im Hinterkopf, wenn sie Dinge tun oder lassen.

PeBu
Zitat:
Die Entdeckung des stroboskopischen Effekts geht auf eine Beobachtung des englischen Arztes Peter Marc Roget (1779–1869) zurück. Dieser sah durch die Spalten eines dunklen Zauns eine vorbeifahrende Kutsche auf der sonnenbeschienenen Straße und bemerkte, dass die Radspeichen merkwürdig gekrümmte und unbewegliche Formen annahmen. Er versuchte daraufhin, sich diese optische Täuschung zu erklären und baute ein Versuchsmodell, in dem er den Zaun durch ein mit Spalten versehenes Band und das Rad durch eine sektorenartige Öffnungen aufweisende Scheibe ersetzte. Beim Blick durch die Spalten des Bandes auf die sich drehende Scheibe sah er seine Beobachtung bestätigt. Er erklärte dieses Phänomen zeichnerisch und rechnerisch und veröffentlichte seine Erkenntnisse 1825.[1]

Der Belgier Joseph Plateau machte sich diese Erkenntnisse als erster zur Imitation von Bewegungsabläufen zu Nutze und konstruierte das Phenakistiskop, das auf der sich drehenden Kreisscheibe 16 Zeichnungen beinhaltete, die einen Bewegungsablauf imitierten. Der Österreicher Simon Ritter von Stampfer wiederum brachte die ähnlich funktionierenden Zauberscheiben, auch „optische Zauberscheiben“ oder „stroboskopische Zauberscheiben“ genannt, auf den Markt. Da sich seine Kreation weiter verbreitete, setzte sich letztendlich auch seine Bezeichnung der „stroboskopischen Scheibe“, die später zu „Stroboskop“ vereinfacht wurde, durch.[1]


Interessant, aber vielleicht nehmen diese Art mehr Menschen wahr, als man denkt,weil sie vielleicht nie darauf achten.

Die 3-D-Bilder der neuen Art - PEP ART - 'periodic pattern stereo illusion spam' erkennt auch nicht jeder Mensch auf Anhieb. Bei anderen dauert es ein paar Sekunden und schon ist alles erkennbar.

Zitat:
Er sagt heute, rückblickend empfindet er seinen damaligen Glauben als Fessel, die ihn vom eigentlichen Leben ferngehalten hat.


Das wird der Knackpunkt sein, weshalb es für Deinen Freund einen Sinn macht.

Sollte es Dir einmal passieren, kann ein ganz anderer Effekt hervortreten. Es ist wohl immer auf das individuelle Leben zugeschnitten.
@PeBu: Sehe ich genau so: Ein Extra-Bravo für Ethisch leben aus eigener Überzeugung!

An NTEs interessant: Selbst wenn es eingespeicherte Programme sind, welche bei reaktiviertem Gehirn die Lücke auffüllen, müssen diese z.B. beim "Schweben über dem Körper" irgendwoher die zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbaren Informationen erhalten...

Letzten Endes gibt es viele Beobachtungen, welche auf "natürliche" Weise nicht befriedigend erklärt werden können, bzw. wenn zuviel zurechtgebogen werden muss, suche ich lieber wieder ein Modell, welches mit geraden Stangen auskommt

... aber nochmals: Auf dieses Leben kommt es erst mal an. Alles was uns davon ablenkt würde ich immer mit der gebührenden Skepsis betrachten.

Zitat:
Das wird der Knackpunkt sein, weshalb es für Deinen Freund einen Sinn macht.

Noch ein Bingo: Als Gott würde ich einem meiner Verehrer, wohl auch eher dieses Geschenk machen, als dass ich ihn weiter mein ursprüngliches Geschenk vernachlässigen lasse: Das Leben!

Bruno
Zitat:
...müssen diese z.B. beim "Schweben über dem Körper" irgendwoher die zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbaren Informationen erhalten...

Letzten Endes gibt es viele Beobachtungen, welche auf "natürliche" Weise nicht befriedigend erklärt werden können


Zumindest noch nicht. Kann ja aber noch kommen. Wer sagt denn, daß wir Menschen nicht über Wahrnehmungsmöglichkeiten wie Telepathie u. ä. verfügen, die aber letztendlich genauso normal und natürlich sind wie das Sehen, das Hören etc, nur daß wir davon einfach noch nichts wissen?
Man stelle sich mal vor, vor 100 oder 200 Jahren wäre jemand rumgelaufen und hätte verkündet, daß es möglich ist, von jedem beliebigen Ort auf der Welt mit einem anderen Menschen an irgend einem anderen Ort auf der Welt zu sprechen (Stichwort Handy). Heute ist das für uns ganz alltäglich und normal. So wie in hundert Jahren möglicherweise solche "paranormalen" Fähigkeiten etwas ganz alltägliches und normales sein können.
Es ist diese typische Arroganz, für die wir Menschen berühmt-berüchtigt sind, die uns ständig glauben lässt, wir wären die Krone der Schöpfung, der Nabel der Welt, besser geht's nicht!
Es hat Millionen von Jahren gedauert, bis der Mensch zu dem wurde, was er heute ist. Was lässt uns denn glauben, daß wir heute mit unserer Entwicklung fertig sind? Wir sind noch lange nicht fertig, wenn es denn überhaupt so etwas wie "fertig" gibt. Wir werden uns ständig weiterentwickeln, und damit vielleicht auch solche Fähigkeiten, die sich jetzt vielleicht gerade in ersten zaghaften Ansätzen zeigen und die wir deswegen einfach noch nicht verstehen können.

Jedenfalls bin ich auch der Meinung, daß man auch ohne Glauben trotzdem (oder in manchen Fällen vielleicht auch gerade deswegen) ein guter Mensch sein kann.
Das ist es auch, was mich an den Religionen so stört. Man hört oft solche Sprüche wie "Wer nicht an (unseren) Gott glaubt, kommt in die Hölle" etc. Man kann also der reinste Engel auf Erden sein und nur Gutes tun und die Menschen um sich herum glücklich machen, man landet trotzdem da unten, wenn man nicht an Gott glaubt? Geht ja mal gar nich...
Dein Freund Glaubte an ein Leben nachdem Tod,
Danach Geschah ein Unfall, Und Er war für 3 Monate Tod.
Wenn du dein Körper nicht Steuern kannst und nicht in der Lage bist von diesem Schlaf Aufzuwachen, dies nennt man Tod.
"Der Schlaf ist der Bruder vom Tod"

Also Lebt Er jetzt ein Leben nach diesem Tod an dem Er Geglaubt hat,
Aber Er glaubt nicht mehr an sowas weil Er von diesem Todesschlaf
keine Erinnerungen hat?
Wenn das so ist Glaubte Er an das Leben nachdem Tod,
vor dem Unfall auch nicht wirklich.
Und an Gott Glaubte Er auch nicht, Sonnst würde Er an die Gebete Glauben die du innerlich für Ihn Ausgesprochen hast.

Im Quran gibt es die 7 Schläfer, die 309 Jahre in einer Höhle wie dein Freund in einem Toten Schlaf waren, Nach 309 Jahren wurden sie wieder Erweckt.

"Und so erweckten Wir sie, damit sie einander befragen konnten. Ein Sprecher von ihnen sprach: ""Wie lange habt ihr verweilt?""
Sie sagten: "Wir verweilten einen Tag oder den Teil eines Tages." der andere sagte: "Euer Herr kennt die Zeit, die ihr verbracht habt,
am besten."
18:19 Quran