Die Wahrheit über den Tod


Zitat:

Doch, das steht da. Die fünf Skandhas sind allesamt vergänglicher Natur, dazu gehört auch dass Bewusstsein, welches durch die anderen vier entsteht.


Damit ist jedoch nur das menschliche Bewusstsein gemeint bzw. das gewohnte "Ich" als Körperliches. Das "Ich" ist laut des Buddhismus selbstverändlich auch außerhalb des Körpers erfahrbar. Das steht dort auch so im Text:
"Nur wenn das „Ich“ als frei von dauerhafter Substanz erkannt wird („Anatta“), kann man die Ich-Sucht verlieren und Befreiung vom Leben und damit vom Leid finden."
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The ônly way to truly know is to find out for yourself.
- Robert A. Monroe
Substanz bedeutet nicht einfach nur Körper, es wir im Buddhismus nicht zwischen einem körperlichen Ich und einem nicht-körperlichen Ich unterschieden, es gibt kein Bewusstsein neben dem, von welchem ich sprach.
Zitat:
Substanz bedeutet nicht einfach nur Körper, es wir im Buddhismus nicht zwischen einem körperlichen Ich und einem nicht-körperlichen Ich unterschieden, es gibt kein Bewusstsein neben dem, von welchem ich sprach.


Im tibetanischen Totenbuch wird allerdings sehr deutlich anhand zB. verschiedenen Stufen des Bardo zwischen einigen Bewusstseinslagen unterschieden. http://de.wikipedia.org/wiki/Bardo_%28Yoga%29
Es werden auch verschiedene Seinszustände des Bewusstseins im Diesseits wie auch im Jenseits beschrieben. Das "Ich" kann sich in vielen verschiedenen Formen erleben und ausdrücken wie zB. als Bardo-Körper oder verständnishalber als Blume. Beim Shandha ging es lediglich um die menschliche Persönlichkeit und um den menschlichen Bewusstseinszustand. Im tibetanischen Totenbuch wird auch der Astral Körper oder "Bardo-Körper" (nicht-physische Duplikation des irdischen Körpers) beschrieben, welcher sich aus dem Körper heben kann, entweder zum Zeitpunkt des Todes oder schon gewollt und gezielt davor (außerkörperliche Praxis). Ich kenne solche nicht-physischen Zweitkörper (Astral oder Bardo Körper) aus meinen Erfahrungen und kann mit Sicherheit sagen, dass der Bewusstseinszustand darin viel klarer und offener ist, als es dem physischen Körper auch nur annähernd möglich sein könnte. Ob ich dafür im Vorfeld mein Bewusstsein weg vom physischen Körper projeziere oder mich metaphysisch wie eine Zwiebel schäle, bleibt mir eigentlich relativ gleichgültig. Es ist ein Weg zur Befreiung.

Beim "Sipai-Bardo", der Moment der Wiederverkörperung im saṃsāra, ist übrigens die Rede von einer Seele, welche sich wiederverkörpert. "verkörpert (im doppeldeutigen Sinne) diese Stufe die erneute Fleischwerdung der „göttlichen Seele“." http://de.wikipedia.org/wiki/Bardo_%28Yoga%29 Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch der Hinweis im tibetanischen Totenbuch "go to the clear light of the void". Das heißt soviel wie, man soll in einem bestimmten Zustand des Bardo weg von formbasierenden, temporären Realitäten, um nicht stetig in endliche Körper wiedereinzutreten, weil diese Art der physischen Existenz im großen Maßstab einer Illusion gleichkommt und in einem Kreislauf eingebettet ist.
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- Robert A. Monroe
Zitat:
... es lediglich um die menschliche Persönlichkeit und um den menschlichen Bewusstseinszustand. Im tibetanischen Totenbuch wird auch der Astral Körper oder "Bardo-Körper" (nicht-physische Duplikation des irdischen Körpers) beschrieben, welcher sich aus dem Körper heben kann ...


Auch wenn gerne (auch von Buddhisten) behauptet, gibt es im Buddhismus keinen Astral-Körper, dass eine eine hinduistische Lehre. Es gibt nur das Bewusstsein, dass selbstverständlich verschiedene Formen annehmen kann, aber länger als 49 Tage kann es nicht getrennt von einem Körper existieren, danach inkarniert es wieder, d.h. es verursacht ein neues Bewusstsein, so wie wenn man mit einem Streichholz ein neues anzündet. Du kannst freilich auch als formloser Gott wiedergeboren werden. Es gibt einen Erleber, den klaren Geistesgrund. Der wandert aber nicht hin und her.

Zitat:
...ist übrigens die Rede von einer Seele, welche sich wiederverkörpert. "verkörpert (im doppeldeutigen Sinne) diese Stufe die erneute Fleischwerdung der „göttlichen Seele“."...


Wenn von einer Seele im Sinne von Atman gesprochen wird, dann ist es schlechtweg keine buddhistische Lehre.

Zitat:
Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch der Hinweis im tibetanischen Totenbuch "go to the clear light of the void". Das heißt soviel wie, man soll in einem bestimmten Zustand des Bardo weg von formbasierenden, temporären Realitäten, um nicht stetig in endliche Körper wiedereinzutreten, weil diese Art der physischen Existenz im großen Maßstab einer Illusion gleichkommt und in einem Kreislauf eingebettet ist.


Void bedeutet Leerheit, d.h. jemand der die Leerheit seiner Existenz erkannt hat, also erkannt hat, dass er keinen festen Wesenkern hat und findet Erlösung/Nirvana. Nirvana bedeutet das Ende jeglicher Existenz und damit Befreiung von Leiden, man geht nicht an einen besseren Ort, man geht nirgendwo hin. Da man die Leere auch auf während des Sterbens erkennen kann, ist auch die augenblickliche Daseinsform frei von einer Eigennatur.

Abschließend muss man sagen, dass das sog. Totenbuch nicht ganz unumstritten ist, denn zum einen ist es nicht ganz konform mit der ursprünglichen Lehre Buddhas, da es Elemente aus dem Bön und der indisch, hinduistischen Tantrik enthält, außerdem ist sein Ursprung zweifelhaft. Es ist es Schatztext, den Guru Rinpoche versteck haben soll, der dann wieder entdeckt worden ist. Einige tibetische Schulen halten solche Texte von vornherein für nicht für authentisch.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
Was die Wahrheit über den tod angeht, diese Antwort werden wir nie Herausfinden, wir werden es alle i.wann erleben!

lg wille.
Zitat:
Auch wenn gerne (auch von Buddhisten) behauptet, gibt es im Buddhismus keinen Astral-Körper, dass eine eine hinduistische Lehre.


Er wird nicht explizit als "Astral-Körper" bezeichnet sondern als Duplikation des physischen Körpers, der in den verschiedenen Stufen des Bardo seine Bedeutung findet. Viele Buddhisten erfahren in tiefer Meditiation die Trennung vom Leib und nennen das, was sich vom Körper trennt, evtl. "Astral-Körper" oder "Bardo-Körper". Es ist eigentlich egal, wie man es nennt. Das steht so zwar nicht in der Lehre, ist aber in diesem Moment Realität. Ich gebe Erfahrungen immer mehr Bedeutung als irgendwelchen Schriften.
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Zitat:
Er wird nicht explizit als "Astral-Körper" bezeichnet sondern als Duplikation des physischen Körpers, der in den verschiedenen Stufen des Bardo seine Bedeutung findet.


Alles was man im Bardo der Sterbens erlebt, ist eine Projektion des eigenen Geistes; das Licht, die Gestalten.

Es im Buddhismus nicht notwendig, dass es einen zusätzlichen Körper gibt, es reicht völlig aus, wenn man das bedingte Bewusstsein in Betracht zieht. Das ist ein einfaches wissenschaftliches Verfahren genannt Ockham's razor, welches besagt man solle nicht mehr Entitäten postulieren als nötig.

Zitat:
Viele Buddhisten erfahren in tiefer Meditiation die Trennung vom Leib und nennen das, was sich vom Körper trennt, evtl. "Astral-Körper" oder "Bardo-Körper".


Kann ja sein, aber dafür braucht man keinen Astral-Körper.
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Zitat:
Es im Buddhismus nicht notwendig, dass es einen zusätzlichen Körper gibt, es reicht völlig aus, wenn man das bedingte Bewusstsein in Betracht zieht. Das ist ein einfaches wissenschaftliches Verfahren genannt Ockham's razor, welches besagt man solle nicht mehr Entitäten postulieren als nötig.


Ja , endlich mal jemand der mit unglaublichem Sachverstand Wissenschaft praktiziert Lol .
Unfassbar was manche Menschen só assoziieren , aber zumindest hat es mir ein Lächeln enlockt , insofern doch eine gute Tat für heute !
Was war denn deiner Meinung nach daran sachlich falsch?
@ yogi,

Gott sei Dank hast du dich mitlerweile als Religionsanhänger geoutet. Das ralativiert deine Aussagen ungemein. Es ist schon merkwürdig, dass du wissenschaftliche Beweise forderst, dich aber selber auf "authentische" Aussagen Buddhas berufst. Der war auch "nur" ein Erfahrender, wie viele andere auch Erfahrungen im metaphysischen Raum sammeln und deshalb die gleiche Aufmerksamkeit verdienen. Nur weil einer den Eindruck hat "nirgendwohin zu gehen" gilt das nicht automatisch für alle anderen auch. Vielleicht war das sein augeblickliches Bedüfnis und deshalb hat er es so gesehen. Vielleicht bekommen wir alle das, was wir in uns tragen. Der Eine eine Blumenwiese, der Andere ein Grotte, der Nächste eine arktische Schneelandschaft und "bewusstseinsmüde dürfen erst einmal den Schalter auf "aus" stellen.....

Das mit den 49 Tagen ist auch so eine Sache. Wie sind denn solche dogmatischen Zeitangaben beweisbar?

Ich halte ernst zu nehmende bzw. selbst erfahrene Erlebnisse auch für die Parameter, mit denen man an religiöse/philosophische Schriften herangehen sollte und nicht umgekehrt.

"wenn ich behaupte es gäbe einen Geist oder Seele oder was auch immer unabhängig vom Körper, dann bin ich in der Beweispflicht und das ist noch niemanden gelungen. Die Wissenschaft muss nichts widerlegen, was nicht belegt worden ist"

Wenn diese Haltung deine Diskussionsgrundlage bildet und nicht die Wahrheitssuche, dann reden wir hier mit Sicherheit aneinander vorbei. Unkörperliches kann nicht mit materiellen Instrumenten gemessen werden. Man kann aber durch Ausschlussverfahren der Sache näher kommen und das ist, denke ich, im Fall von Pam Reynolds geschehen.
Und um abschließend noch einmal einen allgemeinen Gedanken aufzugreifen:

Die immer (auch von mir) wiederholte Aussage: "das Gehirn kennt keine Gnadenakte" ist eigentlich falsch. Denn die Ausschüttung körpereigener, euphorisierender Substanzen, die schmerzlindernd sind, widerspricht dieser These. Wenn das Gehirn kein Interesse daran hat uns zu lebzeiten unnötig leiden zu lassen, dann auch im Sterben nicht. ------ Man könnte jetzt meinen, das sei ein Hinweis dafür, dass die NTEs eben doch nur eine "Sterbehilfe" sind. Aber wenn das so wäre, gäbe es keine negativen Nahtodeerlebnisse.

lg Helle