Ist Gott auffindbar oder ist Gott das Universum?


Ist Gott auffindbar oder ist Gott das Universum?

Macht es überhaupt einen Sinn, nach Gott zu suchen?

Kann der menschliche Geist überhaupt das Mysterium Gott ergründen?

Vielleicht überschätzt sich das menschliche Gehirn ja selbst.

Nehmen wir als Beispiel einen vierdimensionalen Körper, in der Physik und Mathematik kann man damit umgehen, aber kein Mensch ist in der Lage, sich ein vierdimensionales Objekt räumlich vorzustellen.
Also wenn Gott will, das der Mensch ihn begreift, ihn sehen oder erklären kann, dann hätte er sich doch schon längst ganz offensichlich in irgendeiner Form präsentiert.
Da dies aber offensichtlich nicht der Fall ist, da es eher so aussieht, als verstecke sich Gott bewusst, denn der Mensch sucht ja seit Menschengedenken nach ihm und versucht ihn zu beweisen, folgt der Schluss, dass Gott wohl nicht vom Menschen entdeckt werden will.
So wird er es als allmächtiges Wesen dann auch so eingerichtet haben, dass der Mensch es gar nicht schaffen kann, ihn zu beweisen.
Also egal ob es einen Gott gibt oder nicht, jede Suche nach ihm wäre demnach flür den Menschen sinnlos.
Dieser Gedanke wird im Agnostizismus weiter ausgeführt.

Man könnte auch sagen, Gott gehe aus der Gesamtheit aller physikalischen Gesetze und Prozesse, aller Natur im Kosmos auf eine höheren Beschreibungsebene hervor.
Ähnlich wie das Sujet eines Romans oder die Melodie aus einem Instrument oder die Software auf der CD auf einer anderen Ebene hervorgehen, aber durch dieses bedingt sind und nur durch die tiefere Ebene (Buch, Instrument, CD) erst die Möglichkeit zur Existenz bekommen und mit dieser Ebene verbunden sind.

Er, Gott, existiert also erst aufgrund der Komplexität und des Zusammenspiels aller Dinge im Kosmos.
Dann offenbart er sich aber permanent überall, in allen Abläufen der Natur,
in allen Gesetzen und Prozessen unserer Wissenschaft.
Gott wäre in der Natur und Gott wäre die Natur – ein Gedankengang, der als Pantheismus bekannt ist und dessen bekanntester Protagonist der jüdische Philosoph Spinoza ist, zu dessen Anhängern auch Albert Einstein zählte.

Gott wäre demnach aber nicht der Schöpfer des Universums, sondern wäre mit dem Universum selbst entstanden.
Dies ist die erste Schrift aus folgendem Buch entnommen:

Seiten 45-46

Gottes geheime Gedanken, Volker J. Becker
ISBN 978-3-7787-8208-8
Lotos Verlag, Erste Auflage 2008

Ich werde manchmal mit der Frage konfrontiert, warum ich so viele Schriften zitiere und daraus Dinge entnehme.
Ob ich nicht selbst eigene Überzeugungen publizieren könne.

Natürlich publiziere ich meine Überzeugungen. Aber in unseren Kreisen
ist es Sitte ( hat sich so eingebürgert ), dass wir uns auf andere Beziehen.

Vielleicht einfach aus dem Grundgedanken heraus:

Was kann ein Nasruddin beweisen, wenn nicht auch jemand anderes dasselbe denken täte oder ähnliche Gedanken hätte?

Was wäre das für ein Verständnis, wenn es nicht irgendwo objektiv selbst nicht nachvollzogen und selbst in freien Stücken nachgeschlagen werden könnte?
Hiermit möchte ich auf den Pantheismus des Islams, welches im Koran eindeutig als solche dargestellt wird, hinweisen...

Zitat:

115 Gott gehört der Osten und der Westen. Wohin ihr euch (beim Gebet?) wenden möget, da habt ihr Gottes Antlitz vor euch. Er umfaßt (alles) und weiß Bescheid.

[Sure 2. Die Kuh: Der Koran, S. 124 (vgl. Sure 2, 114-115) (c) Verlag W. Kohlhammer]



Gruss
Nasruddin
Hallo Nasrudin,
Eigentlich sind wir bei der Suche nach Gott nur auf der Suche nach uns selbst. Wenn es denn so ist, wie die Quantenphysik sagt, so ist die Welt, in der wir leben, nur eine Illusion.
Das Wort "Gott" klingt so abgedroschen, dass man es fast nicht mehr hören mag. Ich glaube an eine allumfassende Intelligenz, die sich nicht in Form von irgendetwas zeigt.
Manchmal fühle ich mich wie in einer Matrix, ähnlich wie im Film. Dann denke ich: Gott hat uns eine Matrize gegeben, und nun sind wir dran und sollen damit machen, dass am Ende ein ordentliches Ergebnis heraus kommt. Da gibt es viel zu tun, oder? In jedem Fall bin ich drauf und dran kräftig mitzuwirken, dass es nicht in die Hosen geht.
Das bedeutet, dass ich an mir arbeite. Jeden Tag, jede Minute.
@Schmieda

Du hast Recht:

"Schmiede das Eisen solange es noch heiss ist."

Wenn es mal erkaltet ( nach dem Tode ), dann ist es womöglich zu spät.

In dem Buch, das ich reziert haben, wird auch zu "Matrix" Bezug genommen ...

Gruss
Nasruddin
Existiert Gott?

Dass Gott nicht weiss, dass er existiert, war einmal. Seit der Entstehung der Menschen, wird es ihm täglich gesagt. Er soll weise sein und einen langen weissen Bart tragen. In seine Nähe dürfen nur Auserwählte sitzen. Aber Gott ist manchmal auch zornig und eifersüchtig. Anschliessend strahlt er wieder nur Liebe aus. Zu sagen, Gott existiere nicht, ist falsch. Er existiert durch unsere Vorstellung.

Warum hat die Evolution Menschen erschaffen, die gottesfürchtig sind? Man nimmt an, dass diese Eigenschaft ein evolutionärer Vorteil war. Eine übergeordnete Instanzt verschaffte den Gruppen bessere Überlebenschancen. Damit ist aber die Frage, warum Menschen entstanden sind, nicht gelöst.

Jeder Chaostheoretiker weiss, dass im Chaos eine Unmenge an Ordnung steckt. Auch der Zufall unterliegt äusseren Regeln. Wir wissen zwar nicht, welche Zahl beim Lotto gezogen wird. Aber wir können die Wahrscheinlichkeit und damit die Anzahl Teilnehmer bestimmen, die für einen Gewinner nötig sind. Werden z.B. mechanische Teile hergestellt, so ist deren Qualität durch die Abweichung von der Sollgrösse bestimmt. Entnimmt man der Produktion eine kleine Auswahl und misst diese aus, so kann mit Hilfe der Gauss'schen Glockenkurve die Qualität aller Teile bestimmt werden. Chaos und Zufall sind desto unbestimmter, je näher wir hingucken. Über einen Zeitraum oder über die Menge betrachtet, beinhaltet der Zufall gewisse Regeln, die von aussen gegeben sind. Grundsätzlich können wir damit den Menschen als Produkt der Evolution erklären.

Der Zufall oder die evolutionäre Entwicklung ist von äusseren Umständen abhängig. Das Prinzip der Evolution ist universell oder allgemein gültig. Es wirkte deshalb auch bei der Entstehung der Erde. Einstein sagte einmal: Gott würfelt nicht. Da irrte er gewaltig. Das ganze Universum ist eine Lotterie. Man weiss jedoch, dass es einen Treffer unter den Milliarden von Möglichkeiten geben muss, wenn die äusseren Umstände entsprechend angelegt sind. Denken wir den Prozess logisch zu Ende. Es muss bei der Entstehung des Universums bereits eine Vorgabe bestanden haben. Wie beim Chaos ist diese erst nach der Erzielung des Resultats erkennbar: Der Mensch!

Leider drehen wir uns noch immer im Kreis. Woher kommt diese Vorgabe? Viele sagen, der Mensch ist ein Abbild Gottes. Also muss diese Vorgabe Gott selbst sein. Aber hat sich Gott selbst an den Haaren aus dem Nichts gezogen? Aus der Quantentechnik wissen wir, dass es eine nichtmaterielle Verbindung unter Materieteilchen gibt. Die äussere Vorgabe für die Entstehung des Universums ist nichtmateriell oder hat einen geistigen Ursprung. Die Evolution oder Sichtbarmachung der Ur-Information endet nicht beim Menschen. Der Mensch beeinflusst mit seinem Bewusstsein die geistige Welt. Er will, wie man so schön sagt, zurück zu Gott. Nach seinem Tod verlässt er die fassbare Form und verliert damit den Zugang zum Wissen. Grundsätzlich weiss er zwar viel mehr, aber er kann nicht mehr so genau hingucken. Schlussendlich wird er selbst zur Vorgabe und der Kreis schliesst sich. Auch wenn das Universum vergeht, bleibt die Information bestehen. In indischen Religionen werden diese Zyklen Äonen genannt. Über die Entstehung der Äonen wollen wir nicht streiten. Es hat etwas mit Eiern und Hühnern zu tun. Hier lässt sich das Unerklärliche nur noch mit Unerklärlichem erklären.

Ghur (www.leghonia.com)
@Ghur

Zitat:
Einstein sagte einmal: Gott würfelt nicht. Da irrte er gewaltig. Das ganze Universum ist eine Lotterie.


Und?
Wo kann ich Lotterie-Scheine für den nächsten Sechser kaufen ?

Zitat:
Wie beim Chaos ist diese erst nach der Erzielung des Resultats erkennbar: Der Mensch!


Bin ich also das Resultat, dieser ganzen Kakaphonie?

Und der Sechser, wo ist der Sechser?

Zitat:
Hier lässt sich das Unerklärliche nur noch mit Unerklärlichem erklären.


Also.
Buddha konnte Nirvana und wollte andere Dinge auch nicht erklären.

Und du kannst mir auch nicht den Weg zum nächsten Lottoschein erklären.

Aber mit Eiern und Hühnern komme ich halbwegs über die Runden.

Wenn ich der Hahn im Korbe bin ...

Gruss
NasrKickgack
Gott ist auffindbar!
Vielleicht wird er nicht mit dir reden wie du es gewohnt bist aber seine Zeichen ist in jeder Materie dieser Erde.
Wir sind seine Geschöpfe,Sein Werk.Die Tierwelt jedes Lebewesen was du dir vorstellen kannst und was nicht.Jede Pflanze jeder Stein,Vulkan,Salzkorn,Sand,Wind,Feuer,Wasser etc.

Dies sind die Werke Gottes im Irdischen bereich.

Und Gott ist überall jederzeit bei dir über dir in deinen träumen.Er zeigt jedem Menschen den Weg den er gehen soll.Jeder muss selber den Weg finden und nicht auf etwas losgreifen was dir sagt, was du zutun hast.Gott allein ist unsere Kraft und Liebe.

Ohne Gott ist alles nichts und mit Gott ist alles was du dir vorstellen kannst und darüber hinaus.Er ist Der Hüter des Universums.Gott hat 1%seiner Liebe den Menschen übertragen,sowie du deine Mutter und deinen Vater liebst oder deine Schwester und dein Bruder und bei ihm bleiben 99% der Liebe die so Groß ist das du in Extase verfallen würdest.

Nicht das du denkst ich habe mir das selber ausgedacht.Einfach Efahrungen sammeln.Leute sagen:ich habe nichts von Gott bekommen ich glaube nicht an Ihn,ich kann mich mit Gott nicht identifizieren.

Dann schau im dich herum und dank einmal für das wunderschöne Geschenk das du bekommen hast"Das Leben".Viele seelen haben nicht mal die Chance als Baby zu kommen und du bist hier und du darfst den Tod genißen.Alles ist ein Geschenk.
Alles ist Gottes Werk
Zitat:
Dann schau im dich herum und dank einmal für das wunderschöne Geschenk das du bekommen hast"Das Leben".


Ja. Das ist wohl ein besonderes Geschenk. Du hast recht. Nicht viele bekommen dieses Geschenk.

Zitat:
Viele seelen haben nicht mal die Chance als Baby zu kommen und du bist hier und du darfst den Tod genißen.Alles ist ein Geschenk.
Alles ist Gottes Werk


Na. Dann bin ich auch Gottes Werk.
Und?
Wenn ich schon Gottes Werk bin, dann sollte ich doch auch wie Gott werken.

Oder nicht?

Doch.
Wie sieht es aus, wenn ich oder Du oder WIR wie Gott werken würden?

Wären es dann Gottes Werke oder unsere Werke?
Doch.
Wenn ich, Du oder WIR Gottes Werke sind, dann sind unsere Werke auch Gottes Werke.

*hmm? *

Sind wir als Werk Gottes zugleich auch Gott als Werk?

Wie Halladsch es mal sagte. "Ich bin die Wahrheit!" - Also ich bin Gott?

http://www.geistigenahrung.org/ftopic47209.html

Gruss
Nasruddin
Zitat von Nasruddin

[Wo kann ich Lotterie-Scheine für den nächsten Sechser kaufen ?]

Aus der Art Deiner Antwort erkenne ich, dass Du es geschnallt hast: Du bist der Sechser!

In der Bibel hat Gott noch die Ärmel hochgekrempelt und in 6 Tagen die Welt erschaffen. In Wirklichkeit hat er Milliarden von Lottoscheinen ausgefüllt. Auf denen standen keine Zahlen, sondern Temperaturen, Abstände, Umdrehungen und Materialzusammensetzungen. Aber wieso machte das Gott? Der kurze Schöpfungsakt zeigt, dass Gott zeitlos ist. Zeitlosigkeit bedeutet Formlosigkeit. Materie ist mit der Zeit verbunden und im Prinzip nur eine Form. Jegliche Form, auch die gedachte, ist an die Zeit gebunden. Gott ist zeitlos und deshalb formlos. So wie das Wetter von den verschiedensten Parametern bestimmt ist, kennen wir es erst, wenn es da ist. Aus den Milliarden von Möglichkeiten hat die Ur-Information die Form Gottes, d.h. den Menschen herauskristallisiert. Aber Gott kann es in seiner Formlosigkeit nicht sehen. Darum lässt er die Ernte nicht auf dem Feld verfaulen. Er fährt sie in seine Scheune. Der Mensch bringt seine Erfahrungen und Vorstellungen nach dem Tode wieder in die formlose Ur-information zurück. Ich gebe zu, dass die ganze Angelegenheit viel zu komplex ist, um die richtige Antwort zu finden. Grundsätzlich steckt das Wissen in uns drin. Wir sind aber nicht fähig, es zu erkennen. Aber in den Geschichten, die wir erzählen, ist immer ein Körnchen Wahrheit enthalten.

Ghur[/quote]

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