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3.5 Bahá'u'lláh - Widerstand der Mullás¹












3.5 Bahá'u'lláh - Widerstand der Mullás¹

Nach der Rückkehr aus dieser Zurückgezogenheit wurde Sein Ansehen größer denn je, und die Menschen strömten nach Baghdád von nah und fern, um Ihn zu sehen und

Seine Lehren zu hören. Juden, Christen, Zarathustrier und Muslims wurden von der neuen Botschaft angezogen. Die Mullás aber nahmen eine feindselige Haltung gegen Ihn

ein und beratschlagten, wie sie Ihn unschädlich machen könnten. Bei einer bestimmten Gelegenheit sandten sie einen der Ihren, um mit Ihm zu reden und Ihm gewisse

Fragen vorzulegen. Der Abgesandte fand die Antworten von Bahá'u'lláh so überzeugend und Seine Weisheit so erstaunlich, obgleich sie ganz offensichtlich nicht durch ein

Studium erworben war, daß er sich gezwungen sah zu bekennen, daß an Weisheit und Einsicht Bahá'u'lláh unerreicht sei. Damit aber die Mullas, die ihn schickten, über die

Wirklichkeit der Offenbarung von Bahá'u'lláh zufriedengestellt werden möchten, forderte er, daß Bahá'u'lláh als Beweis ein Wunder verrichten solle. Bahá'u'lláh drückte Seine

Bereitwilligkeit aus, dem Verlangen unter gewissen Bedingungen zu entsprechen, und erklärte, wenn die Mullás sich darüber einigen, welches Wunder zu verrichten sei, und

ein Dokument des Inhalts unterzeichnen und besiegeln würden, daß sie im Falle des Zustandekommens dieses Wunders die Echtheit Seiner Sendung bekennen und davon

ablassen wollten, sich Ihm zu widersetzen, so sei Er bereit, den gewünschten Beweis zu liefern oder als überführter Betrüger dazustehen. Wäre es der Wille der Mullás

gewesen, die Wahrheit zu erfahren, so hätte sich ihnen hier sicher die Gelegenheit dafür geboten; aber ihre Absicht ging auf etwas anderes hinaus. Zu Recht oder zu

Unrecht, sie wollten sich eine Entscheidung zu ihren eigenen Gunsten verschaffen. Sie fürchteten die Wahrheit und wichen vor der kühnen Herausforderung zurück. Diese

Niederlage spornte sie aber nur dazu an, durch neue Anschläge auf die Ausrottung des unterdrückten Glaubens zu sinnen. Der Generalkonsul von Persien in Baghdád kam

ihnen zu Hilfe und sandte wiederholt Botschaften an den Sháh mit der Nachricht, daß Bahá'u'lláh der muhammadanischen Religion mehr denn je schade und immer noch

einen schädlichen Einfluß auf Persien ausübe. Zugleich beantragte er, Ihn deshalb an einen entlegenen Ort zu verbannen.

Es war charakteristisch für Bahá'u'lláh, daß Er in dieser Krise, als auf die Anstiftung der muhammadanischen Mullás die persische und die türkische Regierung ihre Kräfte

vereinigten, um die Bewegung auszurotten, ruhig und heiter blieb, Seine Gefährten ermutigte und begeisterte und unvergängliche Worte des Trostes und der Führung

niederschrieb. 'Abdu'l-Bahá berichtet, daß die `Verborgenen Worte` zu dieser Zeit geschrieben worden sind. Bahá'u'lláh pflegte oft Seinen Spaziergang das Tigrisufer entlang

zu machen. Bei der Heimkehr sah Er immer sehr glücklich aus und schrieb diese lyrischen Juwelen weiser Ratschläge nieder, die Tausenden von schmerzgequälten Herzen

Hilfe und Heilung brachten. Jahrelang gab es nur wenige handgeschriebene Stücke der `Verborgenen Worte`, und diese wurden sorgfältig versteckt, damit sie nicht in die

Hände der zahlreichen Feinde fallen möchten; aber jetzt ist dieses kleine Büchlein eines der bekanntesten der Werke von Bahá'u'lláh und wird auf dem ganzen Erdenrund

gelesen. Das Buch Iqán ist ein anderes wohlbekanntes Werk von Bahá'u'lláh, das etwa zur selben Zeit gegen das Ende Seines Aufenthaltes in Baghdád (1862 bis 1863)

verfaßt wurde.
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