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Hallo, bin neu hier. Habe schon immer hobbymäßig Träume gedeutet. Meist von anderen. Weil ich mich sehr selten erinnern kann.
Jetzt zu meinem Anliegen. Hab da gestern was geträumt und ich komme überhaupt nicht drauf was das bedeuten soll:
Ich arbeite in einer Fabrik. Die Aufseher (ja es sind Aufseher) sind Japaner oder Koreaner. Ich werde dort zur arbeit gezwungen. Weiß nicht wie ich dorthin gekommen bin. jedenfalls werden an Menschen experimente gemacht. Vor mir liegt eine Frau deren Arme amputiert wurden und mit länglichen Scheren ersetzt wurden. Die Beine hat sich auch nicht mehr.
Plötzlich gibt es einen Tumult. Jemand hat etwas geklaut. Eine Etage über mir haben sie ihn gefasst. Die Aufseher rennen dort hin. Ich ergreife die Chance und laufe hoch, Richtung Ausgang. Dort steht ein älterer Mann, etwas rundlich weiße Haare. Sieht sehr weise aus. Der sagt, wenn du raus willst musst du hier (er deutet auf den Boden wo ein weißes Pulver liegt) deinen rechten Fußabdruck hinterlassen. Ausserdem wird dir ein Jahr deines Lebens genommen.
Das ist mir völlig egal, ich setze meinen Fuß auf das Pulver und laufe raus. Es ist ein Stadtzentrum. Ich kenne es nicht. Viele Hochhäuser. Ich laufe so schnell ich kann, weil ich denke die sind noch hinter mir her. Hinter den Hochhäusern sehe ich den Ozean. Laufe in die Richtung. Sehe einen Strand und laufe darauf zu. Da angekommen sehe ich viele nackte menschen die sich sonnen. Ich spüre eine gewisse Abneigung.
FIN (all rights reserved )
Weiß jemand was damit anzufangen?
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Hallo eztrez
Dann zuerst einmal willkommen hier im Forum.
Also intuitiv würde ich sagen, dass du dich in einer Entscheidungsphase befindest.
Das Thema Arbeit und Beruf scheint dich zu beschäftigen.
Kann es sein, dass du dich in deinem beruflichen Umfeld oder zumindest in solchen Situtionen die mit Arbeit zu tun haben, etwas eingeengt und in der Eigeninitiative auch eher eingeschränkt fühlst?
Den Fuss abdruck hinterlassen
kann man auch deuten mit
>>deine Spur hinterlassen<<
Bei allem was wir tun im Leben hinterlassen wir
Spuren.
Hier geht es darum, dass du deinen Weg gehst.
Es kann sein dass dir dies viel abverlangt.(ein Jahr deines Lebens) Also dass du das Gefühl hast, alles verschwendete Zeit und dennoch...
nutzt du die Chance die sich dir bietet.
Der Ozean steht für Ganzheit, Fülle, Weite, Freiheit uvm.
Die Menschen in deinem Traum zeigen sich dir in ihrer natürlichen Form.
Ich hoffe ich konnte dir hiermit etwas weiterhelfen
LG Ellen
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Danke, mittlerweile hatte ich auch eine Deutung und du hast mir tatsächlich geholfen diese zu verfeinern.
Nur die Frage ist nun, was dieses "nutzen der Chance" bedeutet. Anscheined würde ich mich besser fühlen, wenn ich diese Fabrik verlasse und in die Freiheit flüchte.
Leider würde ich diese Fabrik (ich spreche gerade von der Realität) gerne verlassen. Die Umstände erlauben es mir allerdings nicht. Also werde ich noch eine Weile an "Menschen schnibbeln".
Vielen dank für deine schöne Antwort
LG Ezzi
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Hallo Ezzi!
Erlaubst Du mir, mich nun auch noch ein wenig an Deinem Traum zu versuchen? Er ist inzwischen schon nicht mehr "taufrisch", und vielleicht hast Du ihn innerlich schon bei Seite gelegt oder gar nicht mehr an ihn gedacht. Ich kann aber der Versuchung nicht widerstehen. Ich finde dieses Forum hier völlig irre und hab einfach viel Spaß daran, mich mit Träumen auseinander zu setzen. Also: darf ich?
Nun. Mir hat mal der Gedanke eingeleuchtet, dass man Träume sowohl auf der "Subjektstufe", als auch auf der "Objektstufe" betrachten kann. Bedeutet einfach: Man kann Träume so betrachten, wie wenn alle Dinge, Details, Figuren, Lebewesen und Personen des Traums Anteile der Persönlichkeit und des Selbst des Träumers darstellen und repräsentieren (Subjektstufe).
Und man kann Träume so betrachten, wie wenn alles, was im Traum vorkommt sich auf die äußere Wirklichkeit (Realität) bezieht (Objektstufe).
Mich hat bisher vor allem immer die Subjektstufe interessiert. Und daher neige ich auch bei Deinem Traum dazu, ihn auf dieser Ebene zu betrachten.
Dann befände sich die Fabrik, in der Du im Traum arbeitest IN DIR SELBST. Dann wärest gewissermaßen Du selbst diese Fabrik: Du arbeitest in Dir selbst.
Auch die Aufseher wären dann Anteile Deiner eigenen Person, Selbstanteile, die Dich beobachten, überwachen, Dich kontrollieren, in dem Sinn, dass Du Dich selbst überwachst und kontrollierst.
Dein Traumtext besagt: "Ich werde dort zur Arbeit gezwungen." Auf der Subjektstufe betrachtet heißt das: Du selbst zwingst Dich zu dieser Arbeit.
Wenn man mit der Betrachtung des Traumes auf der Subjektstufe konsequent fortfährt, ergeben sich meistens ziemlich merkwürdig, fragwürdig und manchmal auch unsinnig anmutende Aussagen. Doch finde ich, dass es sich lohnt, die Sinnhaftigkeit solcher Aussagen wenigstens einmal ernsthaft in Betracht zu ziehen.
Lass mich auf dieser Subjektsufe mit Deinem Traum noch ein paar Schritte weiter gehen:
Die Menschen, an denen in dieser Fabrik ziemlich grauselige Experimente vorgenommen werden repräsentieren ebenfalls Anteile, Potenziale, Möglichkeiten, Ausdrucksformen, Kräfte Deiner eigenen Person. Mit letzter Konsequenz weiter gedacht, z.B.: Die Frau, deren Arme und Beine amputiert wurden und deren Arme durch Scheren ersetzt wurden, bist Du selbst. Und Du selbst hast diese Amputation und Deformation an Dir vorgenommen!
Kein Wunder also, wenn Du die innere Situation, die Dich unter den Zwang setzt, Dich - freilich im übertragenen, psychologischen Sinne - selbst verstümmeln zu müssen, unbedingt verlassen willst und auch bereit bist, dafür einen recht hohen Preis (ein Jahr Deines Lebens ist kein Pappenstil) zu zahlen.
Und diese innere Situation, die der Traum beschreibt, wenn Du ihn auf der Subjektstufe betrachtest, beinhaltet dazu noch, dass Du Dich selbst bestielst. Dieser Selbstbetrug, den der Traum dramaturgisch darstellt erzeugt in Dir einen "Tumult", Aufregung, Erregung, Aufgewühltsein, innere Unruhe. Aber eben dieser innere Tumult, der große Teile Deiner inneren Aufmerksamkeit bindet, verschafft Dir die Chance, Dir selbst, der Zwickmühle in Dir selbst, fluchs zu entkommen, Dich selbst auszutricksen um Deiner Freiheit, Fortentwicklung und Selbsterkenntnis willen.
Die Begegnung mit den nackten Menschen am Strand (ein nettest, pfiffiges, durchaus ansprechendes Bild, dass dein innerer Traummacher da gestaltet hat!) wäre, auf der Subjektstufe betrachtet, eine Begegnung wiederum mit Dir selbst, aber diesmal mit den "nackten Tatsachen" Deines natürlichen, unverhüllten, unverstellten Soseins, man könnte auch, etwas hochtrabend, sagen: mit Deinem wahren Selbst.
Die Abneigung, die den Endpunkt Deines Traumes bildet, der sich spannend liest, wie ein Roman, wäre so gesehen Deine Abneigung gegen Dich selbst, um deretwegen Du Dich vermutlich bisher so scharf und grausam kontrolliert, "umgeformt", zurecht gestutzt, nämlich geschädigt hast.
Darin zeigt sich, denke ich, dass es für Dich darum geht, Deine Selbstliebe zu steigern, und den unverhüllten, echten "Ezzi" mögen zu lernen.
Wenn Du doof findest, was ich da von meiner "Subjektstufe" aus, aus Deinem - sehr wertvollen - Traum gelesen habe, so klick es weg vergiss es einfach.
Wenn es Dir Impulse gibt, freue ich mich darüber.
Auf alle Fälle wünsche ich Dir recht viel Spaß am Strand!
Friedemann
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Hi,
ich bins nochmal. Eure Gedanken und Anregungen haben echt weitergeholfen. Deswegen komme ich direkt mit einem neuen Traum, vor circa 1 Woche geträumt:
Eine Truppe weiblicher Engel, mit Rüstung und Schwert bewaffnet, ziehen in den Krieg. Am Schlachtfeld angekommen stehen Sie einem finsteren Mann gegenüber. Ich denke es ist Satan. Die Befehlshaberin, sie wird "Prinzessin" genannt schickt einen Offizier zum König um ihn um Hilfe zu bitten.
Satan stellt eine kreisrunde Platte auf. am unteren Ende brennt eine Kerze. Die Prinzessin soll auf dieser Platte eine bestimmte Anzahl (ich weiß nicht wieviele) an Figuren verteilen, so dass kein Schatten einer Figur eine andere berührt. Sie fängt zögerlich an.
Ein sehr hübscher blonder Engel steht in der Tür. Sie hat die Rüstung noch an, jedoch kein Schwert. Der König steht ihr gegenüber. Sie bittet ihn um hilfe und versucht zu erklären wie es dazu kommen konnte, dass sie leider Verstärkung brauchen.
Der König kommt auf Sie zu. Er ist eine große unheimliche Gestalt. Die nächste Szene ist, wie sie im Bett liegt und der König über sie steigt. Ich sehe das Gesicht des Engels, wie sie weint. Dann liegt im selben Bett ein kleines Mädchen und schaut zur Decke. Sie dreht sich zur Seite, weinend und umarmt eine mittelalte Frau.
Ende
Ich habe natürlich schon meine gedanken dazu. Aber die lasse ich mal aussen vor um keinen Einflüß auszuüben
ciao
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