Vergleich mit der Geburt in diese Welt


Ich verstehe schon, was Du meinst. Aber gerade die Kritik gehört zur Würze des Lebens. Und Menschen sind nun mal dazu da, immer kreativ zu sein, weil es im Kopf arbeitet. Man könnte auch Broder anführen, der ja stellvertretend dafür steht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Wer immer wie Katze um heißen Brei herum läuft, wenn er einem konkret was zu sagen hat, dann ist das wie Verkrampfung.

Ich mag es, die Sache konkret zu benennen, was falsch läuft. Dabei unterscheide ich aber, wem man was sagen kann. Es soll nicht auf plumpe Art und Weise vor sich gehen, sondern es soll gut in Worte gefaßt und rhetorisch verständlich sein.

Nur Kritik zu entfernen, weil man denkt, daß man vielleicht auch mal kritisiert werden könnte, wenn man Fehler macht, ist der, aus meiner Warte gesehen, falsche Weg.

Außerdem halte ich sowieso nichts davon, den Menschen nur einseitig zu sehen und nicht wahrnehmen zu wollen, daß im Menschen ein aggressives Potential vorhanden ist, daß sich immer auswirkt. Siehe Weltgeschehen.

Da könnte man fast sagen: wie mache ich den Menschen so, daß er genehm zu gebrauchen ist. (kleiner Scherz am Rande)
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Guten Morgen liebe Freunde,

ich muss ehrlich sagen, als ich den Ratschlag von Abdu'l-Bahá das erste Mal gelesen hatte, habe ich gedacht - puh eine schwere Aufgabe und es ist heute immer noch so, daß es nicht immer 100% klappt bei mir das umzusetzen

Allerdings kann ich aus der Erfahrung sagen, daß es eine enorme, heilsame Wirkung hat nicht nur für meine Mitmenschen, die ich anders betrachtet und behandelt habe, sondern in erster Linie habe ich bei mir selber diese wohltuende Wandlung wahrgenommen.

Ist es nicht oft so, daß man die Weisheit hinter einem Rat oder einem Gebot erst sieht, wenn man diesen versucht zu befolgen?

Hoffe ihr habt einen guten Start in den Tag
Ganz liebe Grüße
Tim
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„Laßt jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums...“ Bahá'u'lláh
Nicht verstanden, Ikarus: du kannst ja gern Entscheidungen und Zustände kritisieren, das muß ja manchmal auch sein.
Das heißt aber nicht, daß du Menschen runterputzen, als schlecht oder böse darstellen und verbal vernichten mußt.
Damit beseitigst du nur jede Basis für Verständigung, und das kann ja gar nicht in deinem Sinn sein...
@dtrainer - Wie ich auch oben schrieb, Kritik sollte nicht plump sein, sondern dem Menschen helfen. Und wer sich selbst noch nicht kennt, fängt vielleicht mal an, darüber nachzudenken, was er/sie selbst verzapft und wozu es für ihn/sie gut sein könnte, mal über sich selbst nachzudenken.

Was hilft es dem Menschen, wenn er/sie in seiner/ihrer Sicht nicht weiter kommt, weil etwas blockiert, was zur Selbsterkenntnis führt.

Ist der "Knoten" geplatzt, daß der Mensch in seiner Entwicklung weiter kommt, hat es auf eine Weise auch was Gutes. Dann kann man den Menschen allein weiter laufen lassen.

Freunschaften müssen auch härtere Diskussionen aushalten, demzufolge zeigt die Realität, daß Freunschaften, die durch das "Tal" geschritten sind,
haltbarer sind.

Das Leben ist nicht nur rosa, es zeigt Härten auf, die durchstanden werden müssen.

Schicken wir mal Leute, die, weil alles gut läuft, sie sich deshalb verstanden, in die Wüste für ein paar Wochen/Tage und lassen wir sie Situationen durchstehen, die nicht angenehm sind, dann werden sie am Ende bemerken, wo ihre Freundschaft nicht bestanden hat, weil sich dann die Charaktere offen legen, und dann wird sich zeigen, wie fest die Freundschaft ist.
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Ikarus hat folgendes geschrieben:
Dann müßten wir den Journalismus beseitigen, denn über das Zeitungswesen wird nicht nur gelobt, sondern auch kritisiert. Vor allem, was nicht richtig läuft, wo jemand betrügt und vieles mehr. Wollen wir das damit abschaffen und nur nicken, zu allem, was passiert ?

Über eine andere Interpretation dieses Zitats könnte man auch diskutieren.


Nein das muss man nicht. Abdulbaha fordert das auch nirgendwo. Abdulbaha hat sich sein gesamtes Leben für Menschenrechte und zivile und politische Freiheiten eingesetzt.

Abdulbaha fordert in dem Zitat nicht Sünden und Misstände zu verschweigen, sondern nicht einzelne Menschen zu hassen, zu diskriminieren und zu "mobben". Wenn man dieses Zitat auf den Journalismus anwendet, dann bedeutet es also nicht, dass Misstände nicht angesprochen werden dürften, aber es bedeutet auch, dass keine Hetze gegen einzelne Gruppen oder Personen betrieben werden soll.
Zitat:
Durch eine empathische Sichtweise des Mitmenschen wird es erst möglich, seine Handlungsweise zumindest annähernd zu verstehen.

LG,


Ja, Jesus selbst hätte das auch so ausgedrückt.

Warum hat Bahaullah das nicht getan?

Warum mussten Sie (u.a.) es erst "übersetzen"?
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"Die Wahrheit richtet nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten"!
"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe"
"Was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch richtig sein."
Hitman hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Beispiel: Ein Mensch tötet einen Menschen, der aber auch nur bei "grün"
die Strasse überquert. Also werde ich ihn ob des Verhaltens im Strassenverkehr loben und den "kleinen" Fehler werde ich übersehen.
Ist das so gemeint?


Ich glaube nicht. Zumindest ist das meine persönliche Meinung. Die Gesellschaft muss Gesetze erlassen, die den Einzelnen schützen. Ein Mörder gehört bestraft. Keine Frage. Was Bahá'u'lláh meint ist die individuelle Ebene. Ich muss versuchen, die positiven Eigenschaften des Menschen zu sehen. Das heißt nicht, dass ich das Vorsichtsgebot missachte. Einen Dieb muss man nicht unbeaufsichtigt in einem Zimmer voll Gold lassen. Aber wenn meine innere Haltung gegenüber meinen Mitmenschen positiv ist, so sehe ich die Potentiale und Stärken meiner Mitmenschen.


Ja, sehe ich auch so.

Einem "göttlichen Offenbarer" traue ich aber zu, bzw. erwarte ich sogar, dass er sich so ausdrückt, dass es unmissverständlich ist und nicht erst ausgelegt werden muss. (Siehe die div. Auslegungen der Bibel)
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"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe"
"Was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch richtig sein."
El Cid hat folgendes geschrieben:

Einem "göttlichen Offenbarer" traue ich aber zu, bzw. erwarte ich sogar, dass er sich so ausdrückt, dass es unmissverständlich ist und nicht erst ausgelegt werden muss. (Siehe die div. Auslegungen der Bibel)


Geschriebenes kann nie unmissverständlich sein. Jeder Leser hat seinen persönlichen Interpretationsfreiraum, der auf seinen Erfahrungen, Anschauungen und moralischen Prinzipien etc. beruht.
Liebe Leute,

habt ihr euch wirklich mal die Schriften Bahá'u'lláhs gewissenhaft angeschaut?

Als Beispiel für die Entwicklung die wir Menschen gemacht haben...

Z.B. sagt Jesus "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" -finde ich wunderbar und nichts an der Weisheit dieser Worte dran zu leugnen.

Das war vor ca. 2000 Jahren

Bahá'u'lláh sagt genau das selbe "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" und erweitert es um Aussagen wie: "Schaue, daß es Deinem Nächsten besser geht als Dir selbst" ! Das sagt er nicht, weil Er besser ist als Jesus (um Gottes Willen)! Aber die Zeit und wir Menschen sind reifer und bereit für diese Ergänzung.

Wobei ich feststellen muss, daß wir oft noch nicht mal die, schon von Jesus geforderte Nächstenliebe leben!

Herzliche Grüße
Tim
Zitat:
Einem "göttlichen Offenbarer" traue ich aber zu, bzw. erwarte ich sogar, dass er sich so ausdrückt, dass es unmissverständlich ist und nicht erst ausgelegt werden muss. (Siehe die div. Auslegungen der Bibel)



Ach ElCid mein Lieber,

hat nicht Jesus selber gesagt, daß er uns bei Seiner Wiederkunft die vielen Dinge erklären wird, die wir noch nicht verstehen können.

Außerdem bin ich fest davon Überzeugt, daß es Menschen gibt die eine Aussage (für sich) sofort begreifen und Andere eben nicht, oder diese erst später begreifen.

Liebe Grüße
Tim
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„Laßt jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums...“ Bahá'u'lláh