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5.7 Dienst
Die Hingabe an Gott erfordert ein Leben des Dienstes unseren Mitmenschen gegenüber. Wir können Gott in keiner anderen Weise dienen. Wenn wir unseren
Nebenmenschen den Rücken kehren, kehren wir Gott den Rücken. Christus sagte (Matth.25:40):
»Was ihr getan habt einem Meiner geringsten Brüder, das habt ihr Mir getan.«
So sagt auch Bahá'u'lláh (Worte der Weisheit S.9):
»O Sohn des Menschen! Wenn du Barmherzigkeit übtest, dann würdest du nicht deinen eigenen, sondern den Nutzen der Menschheit im Auge behalten. Wenn du
Gerechtigkeit übtest, dann würdest du für andere nur wählen, was du auch für dich selbst wählst.«
'Abdu'l-Bahá sagt:
»Im Bahá'í-Glauben werden Künste, Wissenschaften und alle Arbeit als Gottesdienst erachtet. Ein Mensch, der etwas, sei es auch nur ein Stück Notizpapier, nach seinem
besten Können herstellt und dabei bewußt alle seine Kräfte darauf richtet, es zu vervollkommnen, preist damit Gott. Kurz, alle Bemühungen und Anstrengungen, die ein
Mensch macht, sofern sie von ganzem Herzen kommen und er von den höchsten Beweggründen und dem Willen dazu getrieben wird, der Menschheit zu dienen, sind
Gottesdienst. Gott dienen heißt der Menschheit dienen und den Nöten der Menschen abhelfen. Dienst ist Gebet. Ein Arzt, der dem Kranken frei von Vorurteilen, freundlich
und sorgsam hilft und an die Zusammengehörigkeit der menschlichen Rasse glaubt, preist damit Gott.«¹
¹ The Wisdom of 'Abdu'l-Bahá, New York, 1924
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