8.8 Die erhabenste Manifestation


8.8 Die erhabenste Manifestation

Gleich allen andern Offenbarern legt Bahá'u'lláh seine Sendung in durchaus nicht mißzuverstehender Weise dar. In dem Lawh-i-Aqdas, einem besonders an die Christenheit

gerichteten Tablet, sprach Er:

»Der Vater ist sicherlich gekommen und hat erfüllt, was euch in dem Reiche Gottes verheißen wurde. Dies ist das Wort, das der Sohn verhüllte, als Er zu denen, die um Ihn

waren, sprach, daß sie zu jener Zeit es noch nicht tragen könnten. Als aber die festgesetzte Zeit erfüllt und die Stunde gekommen war, leuchtete das Wort vom Horizonte

des Willens herab. Hütet euch, o Scharen des Sohnes (d.h. Christen)! Werft es nicht von euch, sondern haltet euch daran. Es ist besser für euch als alles, was vor euch

liegt ... wahrlich, der Geist der Wahrheit ist gekommen, um euch in alle Wahrheit zu leiten. Wahrlich, Er spricht nicht von sich selbst, sondern vielmehr von dem

Allwissenden, dem Weisen. Er ist Der, Den der Sohn verherrlicht hat ... Gib auf, was vor dir liegt, o Volk der Erde, und nimm das an, was dir befohlen ist von Ihm, welcher

der Machtvolle, der Getreue ist.«

Und in einem Brief an den Papst, im Jahr 1867 von Adrianopel aus geschrieben, spricht Er:

»Hüte dich, auf daß dich nicht die Verherrlichung, die dir zuteil wird, von dem Verherrlichten trennt und dich nicht die Anbetung von dem Angebeteten abhält! Schaue auf den

Herrn, den Mächtigen, den Allwissenden! Er ist gekommen, um dem Leben der Welt zu dienen und um alles zu vereinigen, was darin wohnt. Kommt, o ihr Menschen, zu

dem Aufgangsort der Offenbarung! Zögert nicht, auch nicht eine Stunde! Seid ihr bewandert im Evangelium und dennoch unfähig, den Herrn der Herrlichkeit zu schauen?«

»Dies geziemt euch nicht, o ihr Scharen der Gelehrten! so sagt denn, wenn ihr diese Sache leugnet, durch welchen Beweis glaubt ihr an Gott? Bringt euren Beweis herbei!

...«

So wie er in diesen Briefen den Christen die Erfüllung der Verheißung der Evangelien ankündet, so verkündet Er den Muhammadanern, den Juden, den Zarathustriern und

den Völkern anderer Religionen die Erfüllung der Verheißung ihrer Heiligen Bücher. Er wendet sich an alle Menschen als die Schafe Gottes, die bisher in verschiedene

Herden zerteilt und in verschiedenen Hürden untergebracht waren. Er sagt, Seine Botschaft sei die Stimme Gottes, des guten Hirten, der in der Fülle der Zeit gekommen sei,

Seine zerstreuten Schafe in einer Herde zu sammeln und alle trennenden Schranken zwischen ihnen zu beseitigen, auf daß es nur noch »eine Herde und einen Hirten

gäbe«.