9.6 Ernennung und Beförderung


9.6 Ernennung und Beförderung

Bei Ernennungen darf nur die Eignung für die betreffende Stellung ausschlaggebend sein. Vor diesem obersten Gesichtspunkt muß alles andere, wie höheres Dienstalter,

soziale oder finanzielle Stellung, Familienverbindung oder persönliche Freundschaft zurückstehen. Bahá'u'lláh sagt im Tablet Ishráqát:

»Das fünfte Ishráq (Glanz) ist das Vertrautsein der Regierungen mit den Verhältnissen der Regierten und die Verleihung von Amt und Würde nach Verdienst. Dieser

Angelegenheit Beachtung zu schenken ist jedem Führer und Herrscher unbedingt zur Pflicht gemacht, auf daß vielleicht vermieden werden möge, daß sich Treulose die

Stellungen der Vertrauenswürdigen aneignen oder Plünderer die Stellen der Wächter einnehmen.«

Es bedarf wohl kaum einer Überlegung, um zu zeigen, daß, wenn diese Grundsätze allgemein angenommen und verwirklicht werden, die Umwandlung unseres sozialen

Lebens erstaunlich sein wird. Wenn jedem einzelnen die Stellung eingeräumt wird, für die er durch seine Talente besonders fähig ist, so wird er mit Herz und Seele bei

seiner Arbeit sein und ein Künstler in seinem Berufe werden, zu seinem und der übrigen Welt unschätzbaren Segen.