9.8 Der öffentliche Haushalt


9.8 Der öffentliche Haushalt

'Abdu'l-Bahá rät, daß, soweit möglich, jede Stadt, jedes Dorf oder jeder Bezirk mit der Verwaltung finanzieller Angelegenheiten innerhalb ihres eigenen Bereiches betraut

werden und ihren gebührenden Teil zu den Ausgaben der Regierung beizutragen haben. Eine der hauptsächlichen Einnahmequellen soll in einer gestaffelten

Einkommensteuer bestehen. Das Einkommen, das die notwendigsten Ausgaben eines Menschen nicht überschreitet, soll nicht besteuert werden. Aber in allen Fällen, wo

das Einkommen die nötigen Existenzmittel überschreitet, soll eine Steuer erhoben werden. Der Prozentsatz der Steuer erhöht sich in dem Verhältnis, wie das Einkommen

die notwendigen Existenzmittel übersteigt.

Wenn aber andererseits jemand durch Krankheit, Mißernte oder aus anderen Ursachen, für die er nicht verantwortlich ist, nicht imstande ist, ein Einkommen zu verdienen,

das zur Deckung seines notwendigen Lebensbedarfs für ein Jahr reicht, so muß ihm der Teil, der ihm und seiner Familie zum Lebensunterhalt fehlt, aus öffentlichen Mitteln

gewährt werden.

Es gibt aber noch weitere öffentliche Einnahmequellen, z.B. aus Vermächtnissen, Bergwerken, aufgefundenen Schätzen und freiwilligen Zuwendungen. Zu den Ausgaben der

Gemeinde andererseits gehören die Mittel, die für die Unterstützung der Schwachen, der Waisen, der Tauben und Blinden, für Schulen und für die Erhaltung der

Volksgesundheit aufzuwenden sind. Auf diese Weise ist für das Heil und das Wohlergehen aller gesorgt.¹

¹ Weitere Einzelheiten hierüber sind aus den veröffentlichten Ansprachen 'Abdu'l-Bahás, besonders aus denen, die Er in Amerika hielt, zu ersehen.