11.3 Scheidung


11.3 Scheidung

In den Fragen der Scheidung wie der Heirat sind die Anweisungen der Offenbarer den Zeitverhältnissen entsprechend voneinander abgewichen. 'Abdu'l-Bahá stellt die Bahá'í-Lehre bezüglich der Scheidung so dar:

»Die Freunde (Bahá'í ) müssen unbedingt von einer Scheidung absehen, es sei denn, daß etwas aufkommt, was sie zwingt, sich aus gegenseitiger Abneigung zu trennen. In einem solchen Fall mögen sie sich mit Kenntnis des Geistigen Rates zur Trennung entschließen. Sie müssen dann geduldig sein und ein volles Jahr warten. Wenn während dieses Jahres zwischen ihnen der Einklang nicht wieder hergestellt wird, dann mag ihre Scheidung vollzogen werden ... Die Grundlage des Königreichs Gottes beruht auf Einklang und Liebe, Einheit, Verbundenheit und Einigkeit, nicht auf Streit, besonders nicht zwischen Mann und Frau. Wenn einer von beiden die Ursache der Scheidung wird, wird dieser unfehlbar in große Schwierigkeiten geraten, das Opfer schlimmen Unheils werden und schwere Gewissensbisse leiden.«¹

Im Punkte der Scheidung wie in andern Angelegenheiten werden die Bahá'í ( natürlich nicht allein durch die Bahá'í-Lehre gebunden sein, sondern auch durch die Gesetze des Landes, in dem sie leben.

¹ Abdu'l-Bahá, in einem Tablet an die Bahá'í in Amerika