11.7 Feste


11.7 Feste

Die der Bahá'í-Religion eigene Freudigkeit findet ihren Ausdruck in zahlreichen Festen und Feiertagen im Verlaufe des Jahres. In einer Ansprache beim Naw-Rúz-Fest in Alexandria, Ägypten, sagte 'Abdu'l-Bahá im Jahre 1912:

»In jedem Zyklus und mit jeder Offenbarung gibt es in den geheiligten Gesetzen Gottes gesegnete Feste, Feiertage und arbeitsfreie Tage. An solchen Tagen sollten alle Arten von Beschäftigung, Handel, Industrie, Landbau und dergleichen unterlassen werden.«

»Alle sollten sich miteinander freuen, allgemeine Versammlungen abhalten, wie eine Gemeinde werden, damit die nationale Einheit, Einigkeit und Harmonie allen vor Augen geführt wird.«

»Weil es gesegnete Tage sind, sollten sie nicht vernachlässigt oder ihrer Wirkung beraubt werden, indem man sie zu Tagen macht, an denen man sich nur dem Vergnügen hingibt. Während solcher Tage sollten Einrichtungen geschaffen werden, die von dauerndem Segen und Wert für die Menschen sind ...«

»Heute trägt nichts größeren Erfolg oder größere Frucht als die Führung der Menschen. Unzweifelhaft müssen an solchem Tag menschenfreundliche oder ideale Spuren von den Freunden Gottes sichtbar zurückbleiben, die in die ganze Menschheit hinausdringen und nicht nur den Bahá'í zugute kommen. In dieser wundervollen Sendung gelten menschendienliche Angelegenheiten für die ganze Menschheit ohne Ausnahme, weil jene die Offenbarung der Barmherzigkeit Gottes ist. Es ist daher meine Hoffnung, daß die Freunde Gottes, jeder und alle, wie die Barmherzigkeit Gottes zur ganzen Menschheit werden mögen.«

Die Feste Naw-Rúz und Ridván, die Jahrestage der Geburt des Báb und von Bahá'u'lláh, sowie der Jahrestag der Erklärung des Báb (der auch der Geburtstag von 'Abdu'l-Bahá ist), sind für die Bahá'í die großen Freudentage des Jahres. In Persien werden sie mit einem Mahl im Freien und mit festlichen Versammlungen gefeiert, bei denen Musik, singen von Liedern und Tablets geboten und kurze Ansprachen je nach Gelegenheit von den Anwesenden gehalten werden. Die Eingeschobenen Tage zwischen dem 18. und dem 19. Monat (26. Februar bis 1. März einschließlich) sind ganz besonders der Bewirtung der Freunde, dem Geschenkegeben, der Fürsorge für die Armen und Kranken und dergleichen gewidmet.

Die Jahrestage des Märtyrertums des Báb und des Heimgangs von Bahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá werden durch geeignete Zusammenkünfte und Reden, durch Singen von Gebeten und Tablets feierlich begangen.

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