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1. Buch Mose - Genesis












Mitzwot in Bereschit
Folgende Mitzwot (Gebote) sind in Bereschit enthalten:

Seid fruchtbar und mehrt euch (siehe Bereschit 1:2
Brit Mila (siehe Bereschit 17:2ff)
Nicht die Vene des Oberschenkels essen (Gen. 32:33)
Christliche Darstellung

Autorschaft
Das 1. Buch Mose selbst nennt keinen Autor. Der deutsche Name folgt der jüdischen und christlichen Tradition einer Autorschaft Moses, die den gesamten Pentateuch (die "5 Bücher Mose") als von Mose verfasst sieht.

Eine weitverbreitete, aber besonders unter konservativen Auslegern umstrittene Lehrmeinung sieht mehrere Autoren, die das 1. Buch Mose aus einer Reihe älterer Überlieferungen zusammengestellt und geglättet haben.

Die Frage der Autorschaft und Entstehungszeit ist im Artikel zum Pentateuch ausführlicher behandelt.

Inhaltlich gibt es einige direkte Hinweise zur Datierung des Textes. Anachronismen wie die Erwähnung von Kamelen (Kap. 12, Vers 14-16; Kap. 24, Vers 10-11) und Karawanen (Kap. 37, Vers 25-2 sowie der Bezug auf israelitischer Könige (Kap. 36, Vers 31) deuten auf eine Entstehung nach dem 10. vorchristlichen Jahrhundert hin; erst seit jener Zeit fanden sich Könige in Israel. Kamele wurden im 12. oder 11. vorchristlichen Jahrhundert domestiziert, und die ältesten Hinweise auf Kamelkarawanen im Nahen Osten stammen aus dem 7. Jahrhundert. Der Bezug auf Könige der Philister (Kap. 26, Vers 1) im Nahen Osten stützt diese Datierung: Archäologische Ausgrabungen finden erste philisische Ansiedlungen seit dem 13. Jahrhundert, und erste Städte (Gerar) im 7. Jahrhundert.

Mit der Datierung der Patriarchen auf die Zeit zwischen dem 25. und dem 16. vorchristlichen Jahrhundert (je nach Lehrmeinung) ergibt sich eine Entstehung von einigen Jahrhunderten nach den Ereignissen.
Wichtige Aussagen und Themen
Der Hauptteil und das Augenmerk liegt auf dem zweiten Teil. Der erste Teil ist rahmengebender Natur, für die Erzählungen über und um das Volk Israel. In diesem Licht sollte auch die Diskussion der Kreationisten und der fundamentalistischen Christen mit ihrer Kritik der Evolutionstheorie gesehen werden.
Gottesbild
Das 1. Buch Mose begründet eine monotheistische Weltanschauung, in der die Welt von einem Gott geschaffen wurde. Dieser Gott wird teilweise in antropomorphischen Begriffen beschrieben, und er erscheint ausgewählten Menschen, denen er Mitteilungen macht. Im Gegensatz zu anderen Mythologien des Nahen Ostens kennt das 1. Buch Mose nur einen einzigen, allein schöpfenden Gott; alle anderen nicht-menschlichen intelligenten Wesen wie zum Beispiel ,,Engel"(im hebräischen Ursprungstext ,,Boten" genannt) sind ihm im Rang unterlegen und von ihm geschaffen. Es erfolgt allerdings keine philosophische oder formelle Begründung oder Definition dieses Gottes. Seine Beschreibung folgt praktischen Gesichtspunkten des religiösen Lebens der Menschen, denen er begegnet.

Teilweise werden Referenzen zu anderen Gottheiten im 1. Buch Mose als Hinweis auf eine henotheistische Vorgängerreligion verstanden, die nur noch in Spuren erkennbar ist. Nach dieser Sichtweise wäre der alttestamentliche Monotheismus dem des Zoroastrismus zeitlich nachgeordnet.
Menschenbild
Das Menschenbild des 1. Buch Mose beginnt mit der Beschreibung der Schöpfung des Menschen "im Bilde Gottes" und implizit als die Krone der Schöpfung. Wie in vielen anderen Schöpfungsmythen auch, stammt die gesamte Menschheit von einem Menschenpaar, hier Adam und Eva, ab. Genau genommen folgt mit Noach ein zweiter "Flaschenhals", nach dem alle Menschen auf die drei Söhne Noachs und deren Ehefrauen zurückgehen.

Der Mensch wird in erster Linie in Bezug auf Gott gesehen; in dieser Beziehung besteht sein Zweck und seine Erfüllung. Dies wird auch deutlich mit der Bedeutung des Bundes, den Gott mit allen Menschen schließt: Einmal mit Noach und später mit Abraham, jeweils stellvertretend für alle Nachkommen. Insbesondere der Bund mit Abraham führt zur Sichtweise des Volks Israel als des von Gott ausgewählten Volkes, dem spezielle Versprechungen gemacht werden.
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