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Jakob und Esau
Isaak heiratet Rebekka und hat Zwillingssöhne: Esau, der ein Jäger wird, und Jakob, der Nomade wird. Es folgt die Geschichte vom Recht des Erstgeborenen, das Jakob Esau für ein Linsengericht abkauft. Als Jakob auch noch den Segen Isaaks für sich durch Täuschung erhält, flieht er auf Rat seiner Mutter, um Esaus Zorn zu entgehen. Bei dem Bruder seiner Mutter wirbt er um dessen Töchter Rachel und Leah, die er beide heiratet, wobei er für sie 14 Jahre dienen muss. Mit beiden Frauen und deren zwei Mägden hat er schließlich zwölf Söhne: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Dan, Naphtali, Gad, Ascher, Issachar, Zebulon, Josef und Benjamin. Er hat auch eine Tochter namens Dina.
Bei Jakobs Rückkehr in seine Heimat findet er sich eines Nachts im Ringkampf mit einem mysteriösen Wesen, das unterschiedlich als Gott selbst, ein Engel oder ein Mensch verstanden wird. Jakob geht aus dem Ringkampf überlegen hervor und verlangt von seinem Gegner gesegnet zu werden, bevor er ihn freigibt. Dieser gibt Jakob darauf einen neuen Namen: Israel, soviel wie "der mit Gott ringt".
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Josef und seine Brüder
Josef ist Jakobs Lieblingssohn und verpetzt seine Brüder öfters beim Vater, er wird daher von seinen Brüdern gehasst. Sie verkaufen ihn als Sklave an eine nach Ägypten ziehende Karawane und berichten Jakob, er sei von wilden Tieren getötet worden.
Josef wird in Ägypten als Sklave an einen Hofbeamten des Pharaos verkauft. Dessen Ehefrau läßt Josef mit falschen Anschuldigungen ins Gefängnis werfen, als er sich weigert mit ihr zu schlafen. Aufgrund seiner Fähigkeit, Träume zu deuten, kommt Josef jedoch wieder frei und wird zu einem einflussreichen Mann in Ägypten. Als er sieben fette und sieben dürre Jahre in Ägypten richtig vorhersagt und das Land durch einen Vorratshaltungs-Plan vor der Hungersnot rettet, ist seine Position als Wesir gesichert.
Weil seine Familie in Kanaan unter der Dürre leidet und in Ägypten Getreide einkaufen will, kann er sie zu sich nach Ägypten holen. Er versöhnt sich mit seinen Brüdern und kann noch von seinem sterbenden Vater Abschied nehmen.
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Jüdische Darstellung
Im Judentum hat auch die erste Parascha (jüdischer Wochenabschnitt) den Namen Bereschit, welcher am ersten Schabbat nach Simchat Torah gelesen wird.
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Entstehung
Nach der jüdische Lehre deckt das Buch den Zeitraum von der Erschaffung der Welt im ersten Jahr bis zu Josefs Tod im Jahr 2309 (1452 v.d.Z.) ab. Nach dieser Lehre ist der Autor dieses Buches Mosche (Mose), welcher erst nach Josefs Tod im Jahre 2368 geboren wird (siehe Schemot, 2. Buch Mose). Hierbei hat Mosche die gesamte Torah schon am Sinai von G'tt erhalten.
Andere Überlieferungen dieser Offenbarungen sind heute nicht mehr bekannt, finden sich aber in veränderter Form auch in anderen Kulturen.
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Bedeutung
Bereschit ist ein Teil der Torah und ist damit die Basis für das Judentum und mit Ausgangspunkt für das Christentum und den Islam, wobei beide die Erzählungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder Änderungen wiedergeben.
So finden sich in diesem Buch auch schon viele Inhalte, welche auch heute noch für das Judentum grosse Bedeutung haben, obwohl die eigentliche Entstehung des jüdischen Volkes erst im nächsten Buch beschrieben wird.
So lernen die Juden aus Bereschit u.a.:
daß G'tt die Welt erschaffen hat und erschafft.
daß G'tt in den Lauf der Welt eingreift.
welche Bedeutung und Aufgaben der Mensch in der Welt hat.
daß alle Menschen von den gleichen Vorfahren abstammen und in diesem Sinne gleich sind.
den Bund zwischen G'tt und Noach und seinen Nachkommen
was G'tt in wohlgefällig ist und welche Mitzwot (Gebote) Nichtjuden für ein gerechtes Leben erfüllen müssen.
die Aufteilung der Menschheit in verschiedene Völker.
den Bund zwischen G'tt und Awraham (Abraham) und seinen Nachkommen.
den Bund zwischen G'tt und Ischmael (Ismael) und seinen Nachkommen.
die Entstehung des jüdischen Volkes.
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