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Fastenzeit












Fastenzeit
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Fastenzeit ist eine Zeit, in der von einer Religion das Fasten vorgeschrieben oder vorgeschlagen wird

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Fastenzeiten in der katholischen Kirche
In der katholischen Kirche gibt es genau genommen zwei solcher Fastenzeiten; der Begriff Fastenzeit wird jedoch nur (und auch im älteren Sprachgebrauch) für die österliche Bußzeit verwendet:

die Adventszeit, sie beginnt am 1. Advent und endet am Heiligen Abend. Im Mittelalter dauerte die Fastenzeit vor Weihnachten ebenfalls 40 Tage und begann nach dem 11. November, dem Martinstag. Der Brauch, davor noch eine Martinsgans zu essen, stammt aus jener Zeit.
die österliche Bußzeit (auch Passionszeit genannt) beginnt am Aschermittwoch und endet in der Osternacht, dem Vorabend des Ostersonntag.In dieser Zeit sind 40 Tage Fastenzeit vorgesehen. Die Sonntage gehören nicht dazu !
Die katholische Kirche schreibt heute im Unterschied zum Islam kein Fasten mehr vor, sondern regt nur an, diese Zeiten bewusster zu leben und in persönlicher Freiheit einen Verzicht zu üben. Es gibt lediglich zwei vorgeschriebene Fasttage: Aschermittwoch und Karfreitag. An diesen Tagen ist das Essen von Fleisch untersagt und es ist ein "Abbruchsfasten" vorgeschrieben, d.h. man darf sich nur zu einer Mahlzeit satt essen. (siehe auch: Fastensonntag, Funkensonntag, Bohnensonntag)
Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit (Quadragesima) dem Osterfest voran, das durch das Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgesetzt wurde. Ostern ist deshalb ein beweglicher Festtermin, der auf die Zeit zwischen den 22. März und den 25. April (Ostergrenzen) fallen kann. Der Termin der Fastenzeit ist "beweglich" und definiert sich im Verhältnis zu Ostern durch die Länge der Fastenzeit.

In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4, 2) legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf 40 Tage und Nächte fest. Die in 40 Einheiten zu teilende Zeitspanne bezeichnet die erdzugewandte Vielfalt und kommt in der Bibel mehrfach vor: 40 Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35), 40 Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai (Ex 24,1, 40 Tage wandert Elias zum Berg Horeb (1 Kön 19,, 40 Tage fastet Jesus in der Wüste (Mt 4,2; Lk 4,2) und 40 Tage nach der Auferstehung (= Ostern) feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apg 1,3).

Der Beginn der Fastenzeit liegt auf einem Mittwoch und das Ende der Fastnachtszeit auf dem Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocabit). Als die Synode von Benevent 1091 die Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte deshalb der Beginn der Fastenzeit um 6 (Wochen-) Tage vor. Die Fastnacht endet seitdem am Dienstag nach dem 7. Sonntag vor Ostern (Estomihi) und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch. Jene, die ihre Fastnacht nach der alten Fastenordnung vor der Regelung in Benevent (1091) feiern, begehen die Alte Fastnacht (auch: Bauernfastnacht), die immer in die geltende Fastenzeit fällt. Zum Unterschied von der Alten Fastnacht wurde der der neuen Fastenordnung entsprechende neue Fastnachtstermin Herrenfastnacht genannt.

Die Fastenzeit gilt als gebundene Zeit, denn in dieser Zeit waren die Christen an Verpflichtungen gebunden: Die Pflicht zum Fasten, d.h. zum Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte (= Laktizinien) und Eier, Mitfeier der Karwoche und der österlichen Gottesdienste, Teilnahme an der Osterbeichte.

Andere Namen für die österliche Fastenzeit oder Fastenquadragese sind: Quadragesima, Quadragena, Quarentana, Quadragesimum major, - ante pascha, tempus quadragesi-male, Großes Fasten, Lange -, jejunium longum, - quadragesimale, - paschale, jejunia.
Fastenzeiten in der östlich-orthodoxen Kirche
Grundsätzlich sollte in der Orthodoxen Kirche jeder Gläubige seine Fastenregeln mit Gott, sich selbst, und seinem Priester oder Beichtvater abklären. Fasten "auf eigene Faust" wird nicht empfohlen, und Beten sowie die striktestmögliche Enthaltung von den Sünden, nicht der Nahrungsverzicht, gilt als der wichtigere Teil der Fastenübung. Alles folgende ist also nur als Vorschlag zu verstehen.

Die östlich-orthodoxe Kirche hat vier Fastenzeiten:

die große Fastenzeit, die sieben Wochen vor Ostern beginnt und bis Ostern dauert (50 Tage strenges Fasten)
die Apostel-Fastenzeit vom ersten Sonntag nach Pfingsten bis zum Tag Peter und Paul am 29. Juni (Länge hängt vom Osterdatum ab, leichtes Fasten)
die Mariä-Entschlafung-Fastenzeit vom 1. - 14. August (14 Tage mittleres Fasten)
die Weihnachts-Fastenzeit vom 15. November bis 24. Dezember (3 Wochen leichtes, 3 Wochen mittleres Fasten)
Außerdem soll an jedem Mittwoch und Freitag gefastet werden, außer in den Wochen direkt nach Ostern und Weihnachten.

Während der Fastenzeiten sollte sowohl die Anzahl der täglichen Mahlzeiten wie auch deren Gehalt eingeschränkt werden. Innerhalb dieser Fastenzeiten gibt es Tage mit strengeren und weniger strengen Regeln: die mildeste Form ist Verzicht auf das Fleisch von Landtieren, bei der strengsten Form sind keinerlei Wirbeltier-Produkte (also an tierischen Lebensmitteln nur z.B. Honig und Meeresfrüchte), kein Öl und keine alkoholischen Getränke erlaubt, zudem sollen dann nur zwei Mahlzeiten am Tag gegessen werden und nichts zwischen den Mahlzeiten. Meeresfrüchte galten in den alten Mittelmeer-Kulturen, wo diese Regeln entstanden, als minderwertige Nahrung der Armen.

An Samstagen und Sonntagen wird das Fasten jeweils um eine "Stufe" gelockert.

Für Mönche gelten strengere Regeln; je nach Kloster kann ein einziges gekochtes Ei pro Jahr, am Ostersonntag, das maximal erlaubte sein.
Fastenzeit im Islam
Die jährliche max. dreißigtägige Fastenzeit des Islam heißt Ramadan. In dieser Zeit dürfen Moslems tagsüber weder Essen noch Trinken noch Rauchen.
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