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Parusie












Parusie
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Die Parusie (griechisch [Δευτέρα] Παρουσία, [Deftéra] Parussía - die [Zweite] Erscheinung, Ankunft, Anwesenheit) ist im Christentum die Wiederkunft Jesu Christi am Letzten Tag zum Jüngsten Gericht (siehe Heilsgeschichte), das Kommen des Reichs Gottes, die zweite Ankunft des Messias.

Text und Bilder dieses Beitrages basieren auf dem Artikel Parusie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Die Parusie
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Einleitung
Im frühen Christentum der ersten zwei bis drei Jahrhunderte nach der Zeitenwende, wurde diese zweite Ankunft, diese Wiederkunft für zeitlich nah erhofft, was als Naherwartung bezeichnet. Auch später haben einzelne christliche Richtungen die zweite Ankunft zu bestimmten Terminen, jeweils bisher unerfüllt, erwartet. Heute betonen die großen Kirchen, dass der genaue Zeitpunkt der zweiten Ankunft des Messias nicht vorhersagbar ist.
Bedeutung
Nach christlicher Auffassung werden dann alle Toten wiederauferstehen. Was das konkret bedeutet, darüber besteht ein relativ breites Meinungsspektrum im Christentum. Eine der frühesten christlichen Aussagen dazu stammt vom Apostel Paulus, der zwischen irdischem und geistlichem Leib unterscheidet, prinzipiell aber festhält, dass von Lebenden über die Auferstehung ohnehin nur fragmentarisch geredet werden kann, stattdessen "bleiben aber Glaube, Hoffnung und Liebe, aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (vgl. 1 Kor 13 und 15)
Zeitpunkt
Den Gläubigen bekannt ist zwar, dass - aber nicht wann das Jüngste Gericht stattfinden wird: “Darum seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommen wird” (Mt 24, 42). Die Zeit unmittelbar vor dem Jüngsten Gericht wird in der Bibel als schrecklich geschildert, denn viele falsche Propheten werden auftreten (Matth. 24, 5), das Böse wird überhand nehmen und die Liebe wird erkalten (Matth. 24, 11-12). Nach dieser “Schreckenszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Ordnung des Himmels wird zusammenbrechen” (Matth. 24, 29). Dann erst wird die Auferstehung der Toten und das allgemeine Weltgericht stattfinden.
Ablauf
Die Schilderungen des eigentlichen Gerichts in der Bibel beschränken sich auf die Aufzählung von Fakten. Bei Johannes: “Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der darauf sitzt. Die Erde und der Himmel flüchteten bei seinem Anblick und verschwanden für immer. Ich sah alle Toten, Hohe und Niedrige, vor dem Thron stehen. Die Bücher wurden geöffnet, in denen alle Taten aufgeschrieben sind. Dann wurde noch ein Buch aufgeschlagen: das Buch des Lebens. Den Toten wurde das Urteil gesprochen; es richtete sich nach ihren Taten, die in den Büchern aufgeschrieben waren”(Apk. 20, 11-12).

Das Jüngste Gericht hat einen forensischen und einen heilsgeschichtlichen Aspekt. Der forensische Aspekt betrifft das Gericht und den Gläubigen selbst. Er weiß, dass nach seinem Tod am Jüngsten Tag das Jüngste Gericht stattfinden wird. In diesem Gericht werden die individuellen Taten jedes Einzelnen verurteilt, denn jeder Einzelne ist vor Gott verantwortlich (röm. 3, 10). Der heilsgeschichtliche Aspekt des Jüngsten Gerichts betrifft die gesamte Menschheit. Der Tag des Jüngsten Gerichts bedeutet die Zeitenwende, nach der ein paradiesischer Zustand, vergleichbar der Zeit vor dem Sündenfall, eintreten wird.
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