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Die Vorherbestimmung im Islam












Gott weiß durch Seines unendlich und ewiges Wissen, wo und wann sich die Geschöpfe in welchen Situationen befinden. Er erschafft ihre Taten. Dieses Allwissen nennt man Vorherbestimmung.

Während die Vorherbestimmung Gottes in den Bereichen, auf die der Mensch keinen Einfluss hat, alle Geschehnisse und abläufe von vornherein verbindlich festlegt, berücksichtigt sie in allen Bereichen, die den Menschen treffen, dessen freien Willen. Doch auch hier erschafft Gott alle Dinge und Geschehnisse, d.h. die Resultate des menschlichen Handelns.

Der Mensch will etwas und entschließt sich, in einer bestimmten Art und Weise zu handeln, Gott erschafft seine Handlungen und verleiht ihnen eine äußere Form. Er betrachtet denn freien Willen des Menschen als Anlass, etwas zu erschaffen. Der freie Wille des Menschen ähnelt in gewisser Weise einem Plan, auf dessen Basis der Mensch entscheidet und handelt. Würde Gott nicht dafür sorgen, dass etwas erschaffen wird, wäre der Mensch nicht in der Lage, überhaupt irgendetwas zu tun.

Wenn eine Handlung ausgeführt wird, bedeutet dies, dass erst Gott denn Menschen in die Lage versetzt, sie auszuführen. Alles was geschieht kann nur geschehen wenn Gott es erlaubt. Schlägt der Mensch aus eigenem Willen den Weg des Guten ein , so gewährt Gott ihm ein gutes Ende. Schlägt er einen üblen Weg ein, so führt dieser Weg ihn zu einem schlimmen Ende...die Entscheidung liegt beim Menschen welchen Weg er einschlägt und Gott bringt und erschafft die Handlung und seine Resultate hervor.
Wo ist denn da noch der Unterschied zur simplen 'Relität als Reflektor'-Theorie?

Das klingt so, als hätte Gott gar keinen eigenen Willen, sondern wäre deterministisch gebunden an den menschlichen Willen. Aber wozu braucht man noch einen grossen Richte, wenn sein Urteil gar nicht willkürlich ist?
Man könnte genauso gut auch sagen: wir Menschen generieren unser Leid und unser Glück selbst, indem wir uns so oder so verhalten. Und Gott ist nur der Prozessor, der für die reine Umsetzung zur Verfügung steht.

Zu Lisken:

Nach Islamischer Vorstellung:
Das Irdische Leben ist vergänglich. Sein Daseinsgrund und Wert liegt darin, das es ein Feld, ein Vorbereitungsraum für das ewige Leben nach dem Tode darstellt. Was man hier sät, wird man dort ernten.

Falsch wäre es zu sagen Gott hätte kein eigenen Willen, es geht hier um den Menschen...da das irdische Leben aus prüfung besteht, lässt Dich der Allmächtige Gott in dieser Hinsicht Dein Weg alleine entscheiden, denn er möchte sehen und prüfen ob Du als ein Intelligenter Mensch den Rechten Pfad einschlägst...es ist nicht richtig zu denken, das das Verhältnis des Menschen zu Gott als ein Knecht-Herr-Verhältnis zu deuten, bei dem der Herr für seinen eigenen Vorteil mit seinen Dienern macht was er will, oder seine Macht mißbraucht. Der Mensch ist nicht dem Willkürgottes ausgeliefert. Das wäre eine gemeine unterstellung für Gott.

Wir menschen verfügen über einen freien Willen und werden nicht wie Marionetten behandelt...das ist ein falsches Bild und passt nicht zum Islam und zum Gottesbild im Islam..ich weiß nicht in welcher Religion gesagt wird, das die Menschen dem willkür Gottes ausgesetzt sind ohne das sie ein freie Wille haben, und Gott über ihr Leben bestimmt, wie ein Knecht-Diener Verhältnis, der ist aber in der falschen Religion...

Der Barmherzigkeit und der daraus resultierende Gerechtigkeit zu dem hat sich der Allmächtiger Gott selbst verpflichtet (Sure 6, 12 u. 6,.54 Koran)... das was Du sagst würde der Gerechtigkeit Gottes wiedersprechen.
Wenn Gottes Wille nicht will-kürlich, also von Gott frei entscheidbar ist (nichts anderes bedeutet das Wort 'willkürlich'), dann ist Gott in seiner Entscheidung determiniert?

Das ist das, was du sagst. Gott ist determiniert. Er kann nicht frei entscheiden, wen er in die Chöle schickt und wen er ins Paradies lässt.

Ich frage: Wozu dann überhaupt Gott?
Der Prozess der Belohnung und Bestrafung könnte vollständig automatisiert werden: Gott verkommt zu einer Zählmaschine - die Schlechten ins Kröpfchen, die Guten ins Töpfchen.

Da erschafft ein Allmächtiger intelligente Individuen, um sie dann in ihr Unglück rennen zu lassen und ein Allwissender will wissen, ob sie ihm gehorchen (werden) oder nicht.
Und das kannst du in noch so verschachtelte Sätze packen, das macht es nicht plausibler.


LG
Verdrehe mir nicht die wörter im "mund", ich habe geschrieben das es falsch wäre zu sagen, das der Mensch als unfreies Wesen der beherrschenden Macht eines willkürgottes ausgeliefert ist.

Du hast ein total verkehrtes Gottesbild in deinem Kopf oder Du glaubst erst recht nicht an Gott. Ich will Dir zwar nicht nahe treten aber, Dein gehabe ist einfach nur Sturrheit mehr nicht...


Eine angenehme Nacht wünsche ich

AFRA
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