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Islam versus Islamismus












Hallo.

Den Menschen, die den Islam als ihre religiöse Grundlage betrachten, wird
immer wieder vorgeworfen, dass Sie zu wenig, gegen den Terror aus den Islamischen Kreisen, aktiv etwas unternehmen.

Meine Ansicht, das Terroristen nicht dem Islam angehören können, und es auch nicht sind, wird gerne ignoriert.

Vielleicht auch nur darum, weil sich persönliche Wunschvorstellungen, gesellschaftliche wie auch eigene Vorurteile oder auch nur aus Unkenntnis und undifferenzierter Betrachtung eine Meinung gebildet wird.

Dem möchte ich hier auf ein Papier aus dem Jahre 2006 hinweisen.

http://opus.kobv.de/zlb/volltexte/2...../info_islamismus_2006.pdf

Teile daraus in den folgenden Postings...
Herausgeber: Senatsverwaltung für Inneres und Sport
Abteilung Verfassungsschutz

VORWORT

Die Anschläge im März 2004 in Madrid und im Juli 2005 in
London sowie die Anschlagsversuche im Sommer 2006 auf
Regionalzüge in Deutschland und auf Passagierflugzeuge in
Großbritannien zeigen, dass der islamistische Terrorismus
auch in Europa Realität ist. Die Täter können sowohl regionalen
Zellen angehören, die von „al-Qa’ida“ gesteuert werden,
als auch Gruppen, die von dem Terrornetzwerk ideologisch
„inspiriert“ sind. Neu sind Einzeltäter, die aufgrund
aktueller Ereignisse terroristisch aktiv werden. Dies stellt die
Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen.
Die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus durch die
Sicherheitsbehörden allein kann das Phänomen nicht beseitigen.
Deshalb müssen wir immer wieder nach den Ursachen
und Motiven für Extremismus und Terrorismus fragen. Diese
Broschüre informiert über Ideologie, Entstehungsgeschichte
und Strukturen des Islamismus, um ihn somit von der
Religion Islam abgrenzen zu können. Wichtig ist dabei die
genaue Unterscheidung der Begriffe Islam, Islamismus und
islamistischer Terrorismus. Denn nur eine Minderheit der
Islamisten ist gewaltbereit, so dass auch hier differenziert
werden muss.
In der Auseinandersetzung geht es im Kern um das Spannungsfeld
zwischen Islam und Islamismus
; also zwischen
der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit für den
Islam auf der einen und der der freiheitlichen demokratischen
Grundordnung widersprechenden islamistischen Ideologie
auf der anderen Seite. Über 95 Prozent der in Berlin lebenden
Menschen islamischen Glaubens lehnen islamistische
Bestrebungen ab und wollen ein Zusammenleben im demokratischen
Rechtsstaat. Gemeinsam mit ihnen müssen
gesellschaftliche Organisationen und der Staat gegen Fanatiker
vorgehen, und zwar nicht nur gegen die gewaltorientierten,
sondern auch gegen jene, die versuchen, islamistische
Positionen in der Gesellschaft durchzusetzen.

Claudia Schmid
Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes
Zitat:
2 DIE IDEOLOGIE DES ISLAMISMUS

Im Gegensatz zur Religion des Islam handelt es sich beim
Islamismus – manchmal auch „politischer Islam“, „islamischer
Fundamentalismus“, „Integrismus“, „Salafiya-Islam“
oder „Islamismus“ genannt – um eine politische Ideologie der
Neuzeit
. Islamismus steht für den Versuch politischer
Bewegungen des 20. Jahrhunderts, den Islam zu ideologisieren
und eine islamistische Herrschaftsordnung zu
errichten.
Der Islamismus ist ein vorrangig politisches Phänomen, das
sich allerdings in religiösen Kategorien artikuliert. Dies
bedeutet, dass sich Islamisten für das Ziel der Machterlangung
der Religion bedienen. Islamisten verkörpern allerdings
weder eine anti-modernistische, rückwärtsgewandte
Bewegung, noch sind sie mehrheitlich Modernisierungsverlierer.
Ihnen geht es darum, die Religion zur Grundlage
und Richtschnur allen Denkens und Handelns zu machen
und Politik und Gesellschaft auf den Islam – so wie sie ihn
verstehen – zu gründen.


...

Zitat:

Militantes Verständnis des Jihad

Typisch für gewaltorientierte islamistische
Gruppierungen ist es, Gewalt durch Bezüge
auf den Jihad pseudoreligiös zu legitimieren
und diesen vorrangig auf die Bedeutung
von Kampf und kriegerischer Handlung zu
reduzieren.
Ferner gibt es Tendenzen, den Jihad nicht -
wie im islamischen Recht fixiert – als eine zum Zwecke der
Verteidigung des Islam zulässige Methode aufzufassen.


Vielleicht hilft das mehr zum Nachdenken und Verstehen, als ein Link über Populisten und Meinungsbildner aus Zeitschriften.

Gruss
Nasruddin
Ein bisschen in den Bibliotheken durchhangeln ist immer aufschlussreich.

Hier : Datenbanken: http://www.zlb.de/buecher_medien/datenbanken

OPUS ist ein Dokumentenserver

http://opus.kobv.de/zlb/index.php?la=de

Gruss
Nasruddin

PS: http://linksammlungen.zlb.de/
hatte ich vergessen ...
Steht irgendwo in der Brosdchüre das Islamisten Nicht-Muslime seien ? Ganz im Gegenteil :

"Ihnen geht es darum, die Religion zur Grundlage
und Richtschnur allen Denkens und Handelns zu machen
und Politik und Gesellschaft auf den Islam – so wie sie ihn
verstehen – zu gründen."

Die islamische Religion spielt in dieser menschenverachtenden Ideologie die tragende und inspirierende Rolle und wir Muslime sollten und mal ernsthaft fragen warum gerade auf Basis unserer Religion und Kultur so ein Misthaufen aus Fanatismus, Intoleranz und Massenmord gewachsen ist anstatt feige zu sagen "Das sind keine Muslime, uns geht das ja alles gar nix an!"


Ma'a Salama


Ayyub
Forum -> Islam


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