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Ritterorden












Ritterorden
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ritterorden sind im historischen Kontext der Kreuzzüge entstandene Ordensgemeinschaften, die ursprünglich zum Schutz, Geleit und Pflege der Pilger ins Heilige Land gegründet wurden.

Bernhard von Clairvaux bezeichnete sie als "Ritter neuen Typs", da sie die Kampfkraft des dekadenten Ritterstandes mit der Disziplin und der Enthaltsamkeit der Mönchsorden verbanden. Während die einzelnen Mitglieder der Armut verpflichtet blieben, wurden die Orden durch Erbschaften, Schenkungen und Eroberung mit zu den reichsten Organisationen ihrer Zeit.

Die bekanntesten Ritterorden waren:

Templerorden (Arme Ritter Christi und des Tempels von Salomon zu Jerusalem), gegründet 1118 oder 1119 von acht französischen Rittern, an ihrer Spitze Hugo von Payns und Gottfried von Saint-Omer. Aufgelöst 1312;
Christusorden, 1317 gegründeter, portugiesischer Ritterorden, der in Portugal die Nachfolge der Templer antrat
Orden von Montjole spanischer Ritterorden, benannt nach einem Berg vor den Toren Jerusalems, der nach den Zisterzienserregeln lebte, bei dem der karitative Zweck im Vordergrund stand und der bald im Templerorden aufging;
Johanniterorden, auch Hospitaliter, später Malteser genannt, gegründet etwa 1070 als Spitalbruderschaft, als Ritterorden etwa seit 1120 tätig; heute nennt sich der katholische Zweig Malteserorden, der protestantische Zweig Johanniterorden;
Deutscher Orden (Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem), gegründet 1190 als Krankenpflegeorden, ab 1198 in einen Ritterorden umgewandelt.
In Spanien und Portugal entstanden im Rahmen der Reconquista weitere Ritterorden, zu denen ebenfalls Ritter aus ganz Europa stießen, um an dem vom Papst zum Kreuzzug erklärten Kampf der gegen die Mauren auf der iberischen Halbinsel teilzunehmen:

Orden von Calatrava, spanischer Ritterorden, der 1158 im Kampf gegen die Mauren gegründet wurde und sein Hauptquartier lange Zeit in Calatrava in der südlichen Mancha unterhielt;
Ritterorden von Avis, portugiesische Abspaltung des Calatravaordens;
Alcántaraorden, der erste der spanischen Ritterorden, der 1156 im Kampf gegen die Mauren gegründet wurde und sein Hauptquartier lange Zeit in Alcántara in Extremadura unterhielt;
Santiagoorden, spanischer Ritterorden, dessen Name auf den Heiligen Jakob hinweist und der lange Zeit sein Hauptquartier in Mértola im portugiesischen Alentejo unterhielt;
Montesaorden, spanischer Ritterorden, 1316 im Kampf gegen die Mauren gegründet, auf den bei Auflösung der Templer ein Teil ihres Vermögens auf dem spanischen Festland überging;
Orden von San Jorge de Alfama, spanischer Ritterorden, 1290 im Kampf gegen die Mauren gegründet;
Orden von San Miguel, portugiesischer Ritterorden, im Kampf gegen die Mauren gegründet.
Nach dem Ende der Kreuzzugsära, besonders in der frühen Neuzeit, kam es zu zahlreichen Gründungen höfischer Ritterorden, welche mit den ursprünglichen Ritterorden aber nicht viel gemein hatten; ihnen lag nur noch die nostalgische Verehrung eines idealisierten Ritterbildes zugrunde, das an europäischen Höfen gepflegt wurde.

Heute gibt es katholische, evangelische (Bruderschaften) und ökumenische Ritterorden.
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Es gibt doch auch Ritter Bahá'u'lláhs - wer sind sie und was tun sie?
Hi h-angel,

es gibt im Mittelalter kühne Ritter und natürlich Edle Fräulein - und das Liebeslied war der Minnesang.

Auch Parzival - der im MA den Heiligen Gral suchte war ein höfischer Burg-Ritter und musste viele Abenteuer erfahren bis er die ganze Herrlichkeit des Gral als Manna GOTTES mit eigenen Augen sehen durfte.

biogral-micha-Der Ritter des Herrn!
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