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Zarathustrismus
Die Religion Zarathustras, der Zarathustrismus, ist dualistisch geprägt: »Und im Anbeginn waren diese beiden Geister, die Zwillinge, die nach ihrem eigenen Worte das Gute und das Böse im Denken, Reden und Tun heißen. Zwischen ihnen haben die Guthandelnden richtig gewählt.« Speziell die Begriffe Himmel und Hölle sind vorher im Judentum nicht bekannt. Gerald Messadié sieht den Wandel Satans vom Ankläger in Gottes Rat zum Gegenspieler Gottes als Übernahme des Ahriman aus dem Zoroastrismus an; dort sind der böse Welterschaffer und der gute Gott Ormuzd in der Tat Gegenspieler.
Im Zoroastrismus gelangen die Seelen nach dem Tod über die Činvat-Brücke. Hier wird Gericht gehalten, für den rechtschaffenen Menschen ist die Brücke breit wie ein Pfad, für den anderen schmal wie eine Messerspitze. Die Guten gelangen in die seligen Gefilde des Paradieses Garodemäna (später Garotman), des »Orts der Lobgesänge«; die Seele des Bösen aber kommt an den »schlechtesten Ort«, d. h. in die Hölle. Die Dämonen des Zoroastrismus werden Daeva, Drudsch und Pairikas (Peri) genannt und teils als Unholdinnen gedacht, die mit bösen Menschen in fleischlichem Verkehr stehen und die guten zu verführen trachten, teils als tückische Dämonen, welche Trockenheit, Missernten, Seuchen und andere Plagen über die Welt verhängen. Die Schöpfungsgeschichte des Zarathustrismus besagt, das Ahura Mazdā (Gott) in den ersten 3000 Jahren durch einen langherrschenden Windhauch zuerst den eiförmigen Himmel und daraufhin die Erde und die Pflanzen erschuf. Im zweiten Zyklus von 3000 Jahren entstanden die Urstiere und danach der Urmensch. Danach erfolgte der Einbruch des Anramainyu (der "Teufel"), welcher den Urmenschen und den Urstier tötet und eine Periode des Kampfes eröffnet, die ihr Ende erst mit der Geburt des Zarathustra erreicht. Dieses Ereignis fällt in das 31. Jahr der Regierung des Königs Vistaspa. Und von da an werden wieder 3000 Jahre vergehen, bis der Heiland Saoschjant geboren wird, welcher die bösen Geister vernichten und eine neue, unvergängliche Welt herbeiführen wird; auch die Toten sollen dann auferstehen. Statt des einen Messias werden an anderen Stellen deren drei genannt, wodurch sich also diese Lehre von der entsprechenden des Alten Testaments unterscheidet. Dagegen stimmt die Lehre von der Auferstehung sogar in Details mit der christlichen überein, so dass die Annahme einer Entlehnung der letzteren aus der Religion der den Hebräern benachbarten Zarathustristen eine nicht unbedeutende Wahrscheinlichkeit für sich hat.
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Darstellung im Volksglauben, Heidentum
Die volkstümliche Darstellung des Teufels leitet sich oft auf ursprünglich heidnische Götter zurück, möglicherweise den alten gehörnten Waldgott. Er wird meist schwarz und behaart, mit Bocks- oder Pferdefüßen, Krallen, Hörnern, einem Kuhschwanz, hässlichem Gesicht und langer Habichtsnase dargestellt. Bei seinem Verschwinden hinterlässt er demnach einen argen Gestank. Der angebliche Wohnort des oder der Teufel ist die Hölle.
Manchmal wird er auch gedeutet als der Archetypus des lüsternen und potenten Mannes sowie ein Symbol für die inneren Triebe und Kräfte, die in den Menschen ruhen.
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Atheismus
Die Existenz eines Teufels wird, wie die Gottes, von Atheisten und den sogenannten Brights abgelehnt und als mit den Naturwissenschaften nicht vereinbar angesehen. Da Atheisten nicht an Gott glauben, warum sollte es dann wohl den Teufel geben? Um die Rolle des Teufels im Christentum und Islam zu erklären, wird zum Teil ideologiekritisch ausgeführt, der Teufel sei in diesen Religionen als Gegenspieler notwendig, um eine Polarisierung zwischen Gott und dem Bösen aufrechtzuerhalten. Erst diese Polarisierung mache es möglich, das Bild eines durchweg guten Gottes aufrechtzuerhalten.
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Andere Bezeichnungen für den Teufel
Angat, Bezeichnung des Teufels in Madagaskar
Antichrist (vgl. Christus)
Asael (hebr.: Fürst der Teufel, auch Samiel, Sammael)
Beelzebub (von 'Baal Sebul', Fürst Baal. Weil den Baalstatuen auch im Sommer geopfert wurde, lockte das Opferblut die Fliegen an. Polemisch wird der Teufel deshalb, von der Bibel her, mit »Herr der Fliegen« übersetzt. Durch versch. Lesarten wurde aus Baal Sebul später Beelsebul, woraus volksethymologisch Beelzebub wurde.)
Beliar (von Baal, auch Bheliar, Belial)
Das Böse
Chutriel (hebräische Mythologie: er ist dazu bestimmt, die Verdammten in der Hölle zu geisseln)
Diabolus
Luzifer
Mephistopheles (kurz. Mephisto) (literarische Figur in Goethes Drama Faust - Urfaust, Faust I, Faust II)
Satan
Voland
Umschreibungen
Der gefallene Engel
Der Herr der Finsternis
Herr der Fliegen
Der Leibhaftige
Der Lügenknecht (Zarathustra)
Die Idee des absoluten Egoismus (Immanuel Kant)
Dunkelfürst (vgl. Friedefürst)
Entzweier, Zwietrachtsäer
Verleumder
Widersacher
Gott-sei-bei-uns (Den Teufel nennen ohne seinen Namen auszusprechen)
diabolisch, teuflisch, (Adjektiv, Adverb)
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Der Teufel in Film und Fernsehen
Viele bekannte Schauspieler haben im Laufe der Zeit den Teufel verkörpert, wobei unterschiedlichste Ansätze, von sehr humoristisch bis ausgesprochen ernsthaft und böse, gewählt wurden:
Jack Nicholson - 1987 in Die Hexen von Eastwick
Viggo Mortensen - 1995 in God's Army
Robert de Niro - 1987 in Angel Heart
Al Pacino - 1997 in Im Auftrag des Teufels
Elizabeth Hurley - 2000 in Teuflisch
Gabriel Byrne - 1999 in End of Days
Peter Stormare - 2005 in Constantine
Viele weitere Filme beschäftigen sich mit dem Teufel, ohne dass er physisch direkt in Erscheinung tritt:
Rosemaries Baby (1968)
Das Omen (1976)
Die Neun Pforten (1999)
Der Exorzist (1973)
In der US-Serie Southpark wird der Teufel als ein von Gefühlsschwankungen geplagter Muskelprotz dargestellt, der ein Verhältnis mit Saddam Hussein hat.
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