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Judaistik
In Heidelberg gibt es eine staatliche Hochschule für Jüdische Studien. Auch gibt es an mehreren Universitäten Studiengänge für Judaistik, die Juden und Nichtjuden offen stehen.
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Islamwissenschaft
Die islamwissenschaftlichen Institute und Seminare der Universitäten beschäftigen sich mit der Geschichte und Praxis des Islams.
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Andere Religionen
Für die anderen Religionen gibt es an den Universitäten keine konfessionell gebundenen Fakultäten und Seminare. Es findet zwar im Rahmen der Vergleichenden Religionswissenschaft eine wissenschaftliche Beschäftigung mit vielen Religionen und ihren Inhalten statt, jedoch ist die Perspektive und Methodik hierbei deutlich von einer theologischen Heransgehensweise unterschieden.
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Welche Theologie?
Drei Konzeptionen der Theologie sind wohl unzureichend:
1. Theologie als verlängerter Arm des kirchlichen Lehramtes; z.B. (im Falle der röm.-kath. Theologie) als "Sprachrohr des Papstes". In diesem Falle würde sie eine rein ideologische Funktion ausüben.
2. Theologie als Thematisierung der Erlebnisse einer bestimmten Gruppierung/Bewegung. Diese Theologie wäre auch ideologisch und zudem provinzialistisch.
3. Theologie als die Wissenschaft, die die ewig gültige Lehre in eine angepasstere Sprache übersetzt. Es geht tatsächlich um mehr als um ein Übersetzungsproblem. Es kann nicht nur darum gehen, die guten alten traditionellen Lösungen in eine neue Sprache zu fassen. Es stellen sich ganz neue Probleme, die beantwortet werden müssen.
Insofern ist es am sinnvollsten, die Theologie zu verstehen als eine Mittlerin zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie zwischen Lehramt und Gottesvolk, und dies in zwei Richtungen: Einerseits bemühen sich die Theologen um einen reflektierten Ausdruck des Glaubenslebens der christlichen Gemeinschaft. Andererseits bemühen sich die Theologen, die offizielle Lehre der Kirche zu erklären und zu interpretieren, so dass es in den Herzen und in der Vernunft der Gläubigen angenommen werden kann. Gegenstand der Theologie ist der Glaube.
Die Theologie ist kritische und konstruktive Reflexion der christlichen Botschaft. Dafür braucht der Theologe einen gewissen Freiheitsraum, damit er dieser schwierigen Mittlerfunktion nachkommen kann. Der Theologe fühlt sich persönlich verantwortlich für die Zukunft des Glaubens vor der kritischen Instanz der menschlichen Vernunft. Und er weiß, dass er nicht nur die progressiven Häresien, sondern auch - und vielleicht insbesondere - die konservativen Häresien kritisieren muss.
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Kritik an der Theologie
Die Theologie wird von Kritikern als eine der zahlreichen an Universitäten und anderswo verbreiteten Halb- und Pseudowissenschaften angesehen. Dies erregt natürlich Widerspruch; dessen detaillierte Diskussion ist regelmäßig nur noch den Streitenden verständlich (Nein! - Doch!). Bemängelt werden vor allem:
die fehlende Ergebnisoffenheit: "Gott", "der Glaube", "die Offenbarung" und dergleichen werden vorausgesetzt;
die fehlende Ergebnisoffenheit: Theologische "Lehrstühle" werden im Einvernehmen mit der Kirche besetzt und zumindest bei den Katholiken ist eine Lehrerlaubnis erforderlich; tatsächlich ist das Fach als solches auf die sog. "Glaubenspraxis" ausgerichtet und würde ohne aktive Bejahung dieses sog. "Glaubens" in Philologie, Hebräistik, Geschichte und Religionswissenschaft aufgehen;
das Fehlen von Falsifizierbarkeit, insbesondere bei den Grundlagen des sogenannten Glaubens; Teildisziplinen können durchaus falsifizierbar sein und überschneiden sich typischerweise dann mit anderen Fächern;
das Fehlen eines universellen Wahrheitsanspruches: so wie es keine Deutsche Physik oder Chilenische Physik gibt, sollte es auch nur eine Theologie geben; es gibt aber (sich widersprechende!) katholische, evangelische, islamische usf. "Theologien".
die Inklusion als antisozial angesehener Teildisziplinen wie "Missionswissenschaft", die formal die Wissenschaftskriterien, z.B. die Falsifizierbarkeit, erfüllen können, aber für Kritiker aus ethischen Gründen unakzeptabel sind. Dieser Vorwurf wird auch gegen die Theologie als Ganzes erhoben: während die Wissenschaften das Ziel hätten, Wahres von Unwahrem zu trennen, habe die Theologie das Ziel, den "Glauben" unabhängig von seiner Wahrheit auszudeuten (sog. "Exegese"), zu verbreiten ("Missionswissenschaft") und zu rechtfertigen ("Apologetik"). Demzufolge sei die Theologie im Kern unwissenschaftlich, egal in welche wissenschaftlichen Mäntelchen sie sich kleide und welche Methoden sie benutze, ähnlich der Astrologie, die auch nicht deshalb zur Wissenschaft werde, weil ein Astrologe eine korrekte Planetenberechnung vornehme. Einer der klassischen Vorwürfe gegen die Theologie war historisch immer der der mangelnden Wahrheitsliebe und intellektuellen Redlichkeit; nicht jeder drückte es allerdings so krass aus wie Friedrich Nietzsche: "Was ein Theologe als wahr empfindet, das muss falsch sein: man hat daran beinahe ein Kriterium der Wahrheit." (Der Antichrist)
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