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Universale Bruderschaft
Theosophie versteht unter Universaler Bruderschaft mehr als eine rein Politische oder Soziale Verbindung, sondern betrachtet Universale Bruderschaft als eine existierende Tatsache in der Natur, die auf dem Aufbau und der Struktur der Natur basiert. Universale Bruderschaft ist eine spirituelle oder geistige Einheit, die darauf beruht, dass alle Wesenheiten in der Essenz ihre Lebenswurzel im kosmischen Bewusstsein haben. Somit sind alle Wesen durch innere Bande miteinander verwandt und daraus resultiert das Kooperation und das „Miteinander“ in der Natur eine wesentlich stärkere und natürlichere Komponente in der Evolution ist, als das sogenannte „Überleben des Stärkeren“. In der Universalen Bruderschaft liegt auch das Fundament für Menschliche Ethik. Die Anerkennung der „Universalen Bruderschaft“ ist eine Grundvoraussetzung für die Mitgliedschaft in der Theosophischen Gesellschaft.
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Evolution
Evolution im Sinne der Theosophie bedeutet ,,Auswickeln, das ,,Entfalten, ,,Ausrollen verborgener Kräfte und Fähigkeiten, die der betreffenden Wesenheit angeboren sind und ihr innewohnen - ihre eigenen esseniellen und charakteristischen Merkmale, oder allgemein ausgedrückt, die Kräfte und Fähigkeiten ihres eigenen Charakters.
Der Mensch (wie tatsächlich alle sich evolvierenden Wesen) enthält alles in sich, was der Kosmos enthält, da er ein untrennbarer Teil von ihm und sein Kind ist. Man kann den Menschen nicht vom Universum trennen. Alles, was das Universum enthält, ist auch in ihm enthalten, latent oder aktiv; und Evolution ist das Hervorbringen dessen, was im Innern ist.
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Historisches zur Theosophie
Theosophen glauben Spuren des Ursprungs der Theosophie, als universelle Bemühung um das Göttliche, in allen alten Kulturen gefunden zu haben. Nach ihrer Interpretation wurden sie in einer ununterbrochene Kette in Indien gefunden; aber auch im altem Griechenland, wie in den Schriften von Plato (427-347 v. Chr.), Plotin und andere Neuplatoniker zeigten, bis hin zu Jakob Böhme (1575-1624).
Einige relevante Zitate:
gefangen sind wir im Körper, wie eine Auster in ihrer Schale., Sokrates bei Plato, "Phaedrus"
Für den Philosophen ist der Körper ein beunruhigendes Element und hindert die Seele am Erwerb der Erkenntnis...,
Was ist Reinigung, wenn nicht... die Freigabe der Seele von den Ketten des Körpers?, Sokrates, bei Plato: "Phaidon"
Die heutige Theosophie, die sich auch als die „Weisheit der Zeitalter“ versteht, beginnt am 17. November 1875 in New York, USA mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft durch Helena Petrowna Blavatsky, Henry S. Olcott, Willam Q. Judge und anderen. Von ihrem Selbstanspruch her ist sie Teil einer universalen, geistigen, intellektuellen und ethischen Bewegung, die zu allen Zeitaltern tätig war. Grundlage dieser Bewegung ist die „Universale Bruderschaft“. 1884 kam es zur ersten Gründung einer Theosophischen Gesellschaft in Deutschland.
Die Ziele der ursprünglichen theosophischen Gesellschaft lauten:
1. Bruderschaft unter den Menschen, ohne Unterscheidung von Rasse, Farbe, Religion oder sozialer Stellung;
2. Studium der alten Weltreligionen mit dem Ziel, sie zu vergleichen und aus ihnen universale Ethik herauszulesen;
3. Studium und Entwicklung der latenten göttlichen Kräfte im Menschen.
Nach dem Tod Blavatskys (1891) kam es innerhalb der Theosophischen Gesellschaft zu Streit über die Lehre und Nachfolgeschaft von Frau Blavatsky, sie spaltete sich dadurch zunächst in zwei grosse Richtungen, den sogenannten "Adyar- bzw. Point Loma Richtungen". 1894 wurden mehrere Logen neu gegründet. Das deutsche Zentrum der Theosophen befand sich in Leipzig. Durch Rudolf Steiner wurde die Theosophie der "Adyar-Richtung" zu einer Weltanschauung mit naturphilosophischer Goethe-Rezeption, deutschem Idealismus sowie Ernst Haeckels religiösem Biologismus zur Anthroposophie.
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Ariosophie und Theosophie
Guido von List griff in seiner Ariosophie Inhalte der Theosophie wie die Wurzelrassentheorie, die als rassistisch und fragwürdig interpretiert werden können, auf und verband sie mit der völkischen Runenlehre. Guido von Lists Theorien, obschon teilweise von der Theosophie beeinflusst, unterscheiden sich in vielen Punkten deutlich von denjenigen der Theosophie. Die Guido-von-List-Gesellschaft wurde von der Theosophische Gesellschaft Wien jedoch unterstützt [1]. Guido von List's Lehren sind aber in vielen wesentlichen Grundsätzen verschieden von den theosophischen Lehren und können als eine Missdeutung oder als Missbrauch der Theosophie interpretiert werden.
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