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Tod












Tod
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Tod ist der unumkehrbare Verlust der für ein Lebewesen typischen und wesentlichen Lebensfunktionen (siehe Leben) und damit das Lebensende.
Die Schwierigkeit der Definition
Die Schwierigkeit einer für alle Lebewesen gültigen Definition lässt sich an Hand der Beispiele Tod von Bakterien und Tod von Säugetieren erahnen. Im ersteren Fall ist der Tod entweder durch den unumkehrbaren Verlust der Zellintegrität (Lyse) oder dem unumkehrbaren Verlust der Zellteilungsfähigkeit (z. B. durch Zerstörung des Genoms) definiert, im zweiteren Fall durch die unumkehrbare Desintegration lebensnotwendiger Organe wie des Herzkreislaufsystems und des zentralen Nervensystems (Gehirn). Das Sterben ist ein Prozess, und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen. Der Tod ist der Zustand eines Organismus nach der Beendigung des Lebens und nicht zu verwechseln mit dem Sterben, das einen Teil des Lebens darstellt.
Alternative Begriffe
Der Tod von Menschen ist oft ein Tabuthema. Daher haben alle Sprachen euphemistische Ausdrücke, um den Tod zu umschreiben. Oft handelt sich dabei um Ausdrücke, die anstelle der Endgültigkeit des Todes einen Übergang in ein potentielles Jenseits betonen. In der deutschen Sprache sind Euphemismen wie Verlassen, Hinscheiden, Heimgehen, Entschlafen gebräuchlich. Regional wird auch häufig "Abberufen werden" (zum Herrgott) verwendet. Zudem existieren viele saloppe Wendungen wie "Den Löffel abgeben" oder "Ins Gras beißen".

Der Tod von nicht-menschlichen Lebewesen wird meist mit spezifischen Ausdrücken bezeichnet: Tiere, die getötet werden, schläfert man ein, sie sterben aus innerer Ursache, krepieren oder verenden. Oder sie werden von Tieren gefressen oder von Menschen geschlachtet". Pflanzen gehen ein.

Ein Soldat, der bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen ist, wird als Gefallener bezeichnet.
Todeszeichen
Der Tod wird vor einer Organentnahme zur Organtransplantation über den Hirntod definiert. Zur Feststellung des Todeszeitpunktes dienen des weiteren die sogenannten Todeszeichen.

Im Allgemeinen reichen die sicheren Todeszeichen aus:

Totenstarre (Rigor mortis, Leichenstarre)
Verwesung (Autolyse) oder Fäulnis
Totenflecken (Livores)
Verletzungen, die mit dem Leben nicht mehr vereinbar sind (z. B. Enthauptung)
Keine sicheren Todeszeichen sind:

fehlende Atmung
fehlender Puls
fehlender Herzschlag
Bewusstlosigkeit
Unterkühlung
komplette Lähmung aller Muskeln
fehlender Pupillenreflex
Trübung der Hornhaut
Die genaue Grenze zwischen Leben und Tod ist schwer zu definieren. Je weiter man von der Grenze entfernt ist, desto klarer ist der Unterschied zwischen Leben und Tod, je näher man an der Grenze ist, desto unschärfer wird sie: So können Lebewesen, die bereits einen Herzstillstand haben, manchmal erfolgreich wiederbelebt werden.
Feststellung des Todeszeitpunktes
Zur Aufklärung von Verbrechen sowie für Erbschaftsfragen ist gelegentlich die Schätzung des Todeszeitpunktes von Bedeutung. Dies ist Aufgabe der Rechtsmedizin.

Zur Feststellung des Todeszeitpunktes werden verschiedene Methoden angewandt. So geben die Beurteilung der Totenstarre und der Leichenflecken grobe Richtwerte (Beginn der Totenstarre nach 2–4 Stunden, volle Ausprägung nach 6–8 Stunden, Lösung nach 2–3 Tagen). Als einer der genausten Methoden gilt die Bestimmung der Körperkerntemperatur, die unter Berücksichtigung der Außentemperatur, des Körpergewichtes und den Auffindungsumständen zur Berechnung der Abkühlungszeit benutzt werden. Ebenfalls zur Ermittlung der Todeszeit werden Insektenlarven beurteilt. Daraus hat sich eine eigene Forschungsrichtung der Rechtsmedizin entwickelt: die forensische Entomologie.
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